10.12.2018

ID - Infektionsdiagnostik

Infektionskrankheiten

Adenoviren

> Adenovirus Antigen

Material
Stuhl
Methode
EIA
Indikation
Diarrhoe, vor allem bei Kindern < 3 Jahre
Akkreditiert
Ja

> Adenovirus IgA-Ak und IgG-Ak

Material
Serum, Plasma: 1 ml
Methode
EIA
Indikation

  • respiratorische Infektionen, Diarrhoe, vor allem bei Kindern < 3 Jahre (Stuhl für den Antigen-Elisa ist zu bevorzugen),
  • Konjunktivitis epidemica (Konjunktivalabstrich für die PCR ist zu bevorzugen, aber keine EBM Kassenleistung),
  • akute hämorrhagische Cystitis

Anmerkungen
Für die Akutdiagnostik nicht geeignet!
Akkreditiert
Ja

> Adenovirus PCR

Material

Augenabstriche / Kojunktivalabstriche, Stuhl, BAL: 2 ml
Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl-Lösung verschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden!

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Adenovirus-PCR ist nur im Liquor eine Kassenleistung.

Indikation

respiratorische Infektionen, Diarrhoe, vor allem bei Kindern < 3 Jahre (Stuhl für den Antigen-Elisa ist zu bevorzugen), Konjunktivitis epidemica (Konjunktivalabstrich für die PCR ist zu bevorzugen), akute hämorrhagische Cystitis

Anmerkungen

Weitere Informationen zu Adenoviren-PCR siehe LabmedLetter Nr. 115.
Der Nachweis von Adenoviren mittels PCR im Augenabstrich ist meldepflichtig!

Akkreditiert
Ja

Amöben

> Amöben Ak (EIA)

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Indikation
Diarrhoe nach Auslandsaufenthalt (Amöbenruhr), V.a. invasive Amöbiasis, Amöben Leberabszesse
Zusätzlich ist der Entamoaeba histolytica Antigennachweis in einer frischen Stuhlprobe zu empfehlen.
Akkreditiert
Ja

> Amöben Ak (IHA)

Material
Serum: 1 ml
Methode
IHA
Bewertungskriterium
Der IHA (Indirekter Hämagglutinationstest) erfasst spezifische Antikörper gegen Entamoeba histolytica.
Ein Titer von 1:320 oder höher spricht für eine invasive / intestinale oder extraintestinale Amöbiasis.
Titer unter 1:80 gelten als Ausschluss einer invasiven Amöbiasis.
Titer zwischen 1:80 und 1:160 als Graubereich, der mit einer zweiten Methode abgesichert werden muss.
Indikation
Diarrhoe nach Auslandsaufenthalt (Amöbenruhr), V.a. invasive Amöbiasis, Amöben Leberabszesse
Akkreditiert
Ja

> Amöben im Stuhl

Material
frische Stuhlprobe
Methode
Mikroskopie und Entamoeba histolytica Antigen-EIA
Indikation
Diarrhoe nach Auslandsaufenthalt (Amöbenruhr), V.a. invasive Amöbiasis, Amöben Leberabszesse
Akkreditiert
Ja

Ascaris IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Indikation
V.a. Ascarisinfektion (Spulwürmer). Der Erregernachweis im Stuhl (Mikrobiologie) sollte in jedem Fall angestrebt werden!
Anmerkungen
Fremdleistung

Aspergillus

> Aspergillus Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
IHA
Bewertungskriterium
negativ: < 1:320
grenzwertig: 1:320
positiv: ≥ 1:640 (Titer sprechen für eine invasive Aspergillose)
Indikation
V.a. invasive Aspergillose z.B. bei neutropenischen Patienten, bei immunsupprimierten Patienten (z.B. nach Organ- oder Knochenmark-Transplantation) oder Patienten unter Steroidtherapie.
Akkreditiert
Ja

> Aspergillus Antigen (Galaktomannan)

Material
Serum: 1 ml
BAL: 1 ml
Methode
EIA
Bewertungskriterium
Serum/BAL-Proben mit einem Index < 0,50 werden als Galaktomannan-Antigen negativ betrachtet.

Ein negativer Test bedeutet nicht, dass eine invasive Aspergillose mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Patienten mit einem Risiko für eine invasive Aspergillose sollten zweimal wöchentlich gescreent werden.
Eine gleichzeitige antimykotische Therapie gegen Schimmelpilze kann bei bestimmten Patienten mit einer invasiven Aspergillose einen negativen Einfluss auf die Sensitivität des Testes haben.

Bei positivem Test ohne klinische Symptome ist zu beachten, dass falsch positive Ergebnisse beschrieben wurden bei:

  • Neonatalproben
  • Kleinkindern
  • Infektionen mit anderen Pilzgattungen (Penicillium, Alternaria, Paecilomyces, Geotrichum und Histoplasma)
  • nach Genuss von Getreide, Getreideprodukten und Cremespeisen
  • bei Kindern nach Genuss von Säuglingsnahrung aus Kuhmilch
  • mit Piperacillin/Tazobactam behandelten Patienten
  • mit Amoxicillin/Clavulansäure behandelten Patienten
  • nach Verabreichung von Plasma-lyte


Ergebnisse nahe dem Cut-off von 0,5 sollten mit Vorsicht interpretiert werden und durch andere klinische und radiologische Befunde sowie Labornachweise für invasive Aspergillose gestützt werden, da in der Ergebnisinterpretation des Assays keine Grauzone enthalten ist.

Indikation
V.a. invasive Aspergillose z.B. bei neutropenischen Patienten, bei immunsupprimierten Patienten (z.B. nach Organ- oder Knochenmark-Transplantation) oder Patienten unter Steroidtherapie
Akkreditiert
Ja

Bartonella

> Bartonella henselae IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
IFT
Bewertungskriterium
negativ: < 1:100
grenzwertig: 1:100
positiv: ≥ 1:320
IgG-Titer ≥ 1:320 im IFT deuten auf eine vorliegende oder überstandene Infektion hin.
Indikation
V.a. Katzenkratzkrankheit, Differenzialdiagnose der Lymphadenitis, anamnetisch Biss- oder Kratzverletzungen von Katzen
Akkreditiert
Ja

> Bartonella henselae IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
IFT
Bewertungskriterium
negativ: < 1:100
positiv: ≥ 1:100
Indikation
V.a. Katzenkratzkrankheit, Differenzialdiagnose der Lymphadenitis, anamnetisch Biss- oder Kratzverletzungen von Katzen
Anmerkungen
IgM-Antikörper sind wegen der langen Inkubationszeiten von Bartonella-Infektionen seltener wegweisend. Zudem sind IgM-negative Verläufe beschrieben.
Akkreditiert
Ja

> Bartonella quintana IgG-Ak

Material
Serum: 0,5 ml
Methode
IFT
Bewertungskriterium
< 1:320
Anmerkungen
Fremdleistung
Akkreditiert
Ja

Bilharziose (Schistosoma-Ak)

Material
Serum: 1 ml
Methode
IHA
Erfasst werden Antikörper gegen Schistosoma mansoni, Schistosoma haematobium und Schistosoma japonicum.
IFT
Der IFT dient zur Bestätigung des IHA.
Bewertungskriterium
positiv: ≥ 1:160

Diagnostisch positive Titer liegen in einer Serumverdünnung von 1:160 und höher vor.
Darüber hinaus sollte stets die Anamnese und das klinische Bild zur Diagnosestellung herangezogen werden.
In den ersten Wochen nach einer frischen Schistosomen-Infektion sind noch keine Antikörper nachweisbar.
Indikation
V.a. Bilharziose nach Aufenthalt in zerkarienhaltigem Süßwasser bei Auslandsanamnese (Afrika, Naher Osten, Arabische Halbinsel, Südamerika, Asien), Zerkariendermatitis, Befall von Blase, Darm, Genitaltrakt
Anmerkungen
Hinweis: Nachweis von Parasiteneiern in Urin oder Stuhl empfehlenswert!
Akkreditiert
Ja

Bordetella pertussis

> Bordetella pertussis (PT) IgA-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 9,0 VE
grenzwertig: 9,0-11,0 VE
positiv: > 11,0 VE

Ein einmalig deutlich erhöhter IgA-Wert oder eine deutliche Änderung zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!
Indikation
V.a. Pertussis, Differenzialdiagnostik respiratorischer Infektionen / langandauernder Husten. Für die Akutdiagnostik nicht geeignet, hier wird die PCR empfohlen. Pertussis-Antikörper werden verzögert gebildet.
Anmerkungen
Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 102.

Bitte beachten: Es steht außerdem ein Direktnachweis mittels PCR zur Verfügung. Der Nachweis respiratorischer Erreger mittels PCR wie Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza wurde in den EBM aufgenommen und ist somit Kassenleistung der GKV. Siehe jeweilige PCR-Untersuchung.
Akkreditiert
Ja

> Bordetella pertussis (PT) IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
< 40 IU/ml: kein Anhalt für kürzlichen Erregerkontakt oder Impfung

40-100 IU/ml:

  • kein Anhalt für kürzlichen Erregerkontakt oder eine kürzliche Impfung, falls IgA negativ ist
  • Anhalt für kürzlichen Erregerkontakt oder eine kürzliche Impfung, falls IgA positiv ist


> 100 IU/ml: Anhalt für kürzlichen Erregerkontakt oder Impfung, unabhängig vom IgA-Wert. Der Test kann nicht zwischen einer Infektion und Impfung unterscheiden!

Ein einmalig deutlich erhöhter IgG-Wert (> 100 IU/ml) oder eine deutliche Änderung zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!

Indikation
V.a. Pertussis, Differenzialdiagnostik respiratorischer Infektionen / langandauernder Husten

Bitte beachten: Für die Akutdiagnostik nicht geeignet, hier wird die PCR empfohlen. Pertussis-Antikörper werden verzögert gebildet. Es steht ein Direktnachweis mittels PCR zur Verfügung. Der Nachweis respiratorischer Erreger mittels PCR wie Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza wurde in den EBM aufgenommen und ist somit Kassenleistung der GKV!
Anmerkungen
Eine Überprüfung der Impftiter wird vom RKI nicht empfohlen.
Der IgG-Antikörpertest gegen Pertussis-Toxin (PT) kann einen kürzlichen Erregerkontakt (Infektion oder Impfung) nachweisen. Der Test kann nicht zwischen Impfantikörpern und Infektionsantikörpern unterscheiden.
Bei einem IgG-Titer > 100 IU/ml besteht ein Anhalt für einen kürzlichen Erregerkontakt, vorausgesetzt die letzte Impfung liegt länger als 12 Monate zurück.

IgG-Antikörper gegen PT nehmen nach einer Impfung relativ schnell wieder ab und sinken i.d.R. nach 12 Monaten < 40 IU/ml. Eine Überprüfung des Impfschutzes mit dem IgG-Antikörpertest gegen PT ist somit nicht möglich. Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission).

Bei Frauen im gebärfähigen Alter empfiehlt die STIKO eine Überprüfung, ob ein adäquater Impfschutz vorliegt anhand Impfausweis (Impfung innerhalb der vergangenen 10 Jahre). Sofern in den letzten 10 Jahren keine Pertussis-Impfung stattgefunden hat, sollen Frauen im gebärfähigen Alter gegen Pertussis geimpft werden. Erfolgte die Impfung nicht vor der Konzeption, sollte die Mutter bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt des Kindes geimpft werden.

Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 102.
Akkreditiert
Ja

> Bordetella pertussis/parapertussis (Keuchhusten) PCR

Material
Nasen-/Rachen-Aspirat, tiefer Nasopharyngeal-Abstrich in ca. 1 ml steriler physiol. NaCl
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung
Anmerkungen
Der direkte Nachweis von Bordetella pertussis und Bordetella parapertussis aus Abstrichen oder Sekreten des Nasen-/Rachenraumes ist meldepflichtig!
Pertussis/Parapertussis-PCR ist eine Kassenleistung der GKV!

Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 102.
Akkreditiert
Ja

Borrelia

> Borrelia burgdorferi (sensu lato) PCR

Material

Gelenkpunktat (2 ml), Liquor, Biopsie, Zecke

Methode

PCR
Nachgewiesen werden die Genomspezies von B. burgdorferi sensu lato:
B. burgdorferi sensu stricto, B. afzelii, B. garinii, B. spielmani sp. nov. (A14S), B. valaisiana und B. japonica.

Abrechnung

EBM: PCR-Analytik derzeit nur im Liquor Kassenleistung!

Indikation

Zusätzliche Diagnostik einer Borrelia-Infektion.

Diagnostische Sensitivität bei Borreliose (aus MIQ Lyme-Borreliose 12/2000)

  • Gelenkpunktat 50–-70%
  • Hautbiopsie 60%
  • Liquor nur 25%
  • Urin nicht geeignet
  • Blut nicht geeignet


Die PCR ist als Suchtest nicht geeignet. Ein negativer PCR-Befund schließt eine Lyme Borreliose nicht aus.
Die Borrelien-PCR aus einer Zecke wird nicht empfohlen. Bitte beachten Sie, dass auch DNS nicht humanpathogener Borrelien (B. valaisiana) nachgewiesen werden kann. Der Stich einer borrelienhaltigen Zecke führt bei etwa 20-30% der Betroffenen zum Nachweis von Antikörpern im Blut.

Anmerkungen

Die Durchführung einer Borrelien-PCR in der Zecke kann auf Wunsch von Patienten als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) zum Preis von 30,00€ erbracht werden. Das Formular der Patientenvereinbarung über privatärztliche Abrechnung steht Ihnen hier zum Download und Ausdrucken zur Verfügung.
IGeLeistung: Borrelia burgdorferii sensu lato DNS Nachweis mittels PCR in der Zecke

Akkreditiert
Ja

> Borrelien Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Der EIA weist Antikörper gegen Borrelia burgdorferi sensu lato nach.
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.
Indikation
Verdacht auf Neuroborreliose, Nachweis/Ausschluss von intrathekal gebildeten IgG- und IgM-Antikörpern gegen Borrelia

Der typische Liquorbefund einer akuten Neuroborreliose zeigt eine Schrankenfunktionsstörung, eine intrathekale Immunglobulinsynthese (3-Klassen-Reaktion mit IgM-Dominanz) sowie eine Pleozytose mit lympho-monozytärem Zellbild Der AI ist für eine Therapiekontrolle nicht geeignet, da er auch Jahre nach einer erfolgreichen Therapie erhöht nachweisbar sein kann.

> Borrelien IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
ElA/ ggf. lmmunoblot (zur Bestätigung eines positiven IgG-Nachweises)
Der EIA/Immunoblot weist Antikörper nach gegen Borrelia burgdorferi sensu lato.
Indikation
Suchtest zum Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Borrelia.
Falls der Test positiv oder grenzwertig ist, wird zur Bestätigung ein IgG-Immunoblot angeschlossen (MIQ Lyme-Borreliose 12/2000).

Im frühen Stadium einer Borreliose (z.B. Erythema migrans) kann der Antikörpernachweis noch negativ sein, daher sollte nach 3–4 Wochen eine serologische Verlaufskontrolle durchgeführt werden.

Für die Diagnose von Spätmanifestationen ist der Nachweis von IgG-Antikörpern zu fordern.
Ein isolierter IgM-Antikörpernachweis bei negativem IgG-Befund spricht für eine frische Infektion und gegen die Spätmanifestation einer Lyme-Borreliose.
Ein positiver IgG-Befund ist mit einer aktiven, aber auch zurückliegenden, spontan
ausgeheilten oder ausreichend therapierten Borreliose vereinbar.

IgG- und IgM-Antikörper können nach antibiotischer Therapie oder spontan ausgeheilter Infektion Monate bis Jahre persistieren.
Ein Therapieerfolg muss klinisch beurteilt werden. Für serologische Verlaufskontrollen zum Zweck der Beurteilung des Therapieerfolgs gibt es praktisch keine Indikation.
Anmerkungen
Im Falle eines reaktiven IgG-Enzymimmunoassays wird der IgG-Immunoblot durchgeführt.
Akkreditiert
Ja

> Borrelien IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA, ggf. Immunoblot (zur Bestätigung eines positiven IgM-Nachweises)
Der EIA/Immunoblot weist Antikörper nach gegen Borrelia burgdorferi sensu lato.
Indikation
Suchtest zum Nachweis von IgM-Antikörpern gegen Borrelia.
Falls der Test positiv oder grenzwertig ist, wird zur Bestätigung ein IgM-Immunoblot angeschlossen (MIQ Lyme-Borreliose 12/2000).

Im frühen Stadium einer Borreliose (z.B. Erythema migrans) kann der Antikörpernachweis noch negativ sein, daher sollte nach 3–4 Wochen eine serologische Verlaufskontrolle durchgeführt werden.

Für die Diagnose von Spätmanifestationen ist der Nachweis von IgG-Antikörpern zu fordern.
Ein isolierter IgM-Antikörpernachweis bei negativem IgG-Befund spricht für eine frische Infektion und gegen die Spätmanifestation einer Lyme-Borreliose.
Ein positiver IgG-Befund ist mit einer aktiven, aber auch zurückliegenden, spontan
ausgeheilten oder ausreichend therapierten Borreliose vereinbar.

IgG- und IgM-Antikörper können nach antibiotischer Therapie oder spontan ausgeheilter Infektion Monate bis Jahre persistieren.
Ein Therapieerfolg muss klinisch beurteilt werden, für serologische Verlaufskontrollen zum Zweck der Beurteilung des Therapieerfolgs gibt es praktisch keine Indikation.
Akkreditiert
Ja

Brucellen Ak (IgA, IgG, IgM)

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Indikation
Fieber nach Auslandaufenthalt.

Endemiegebiete sind: Mittelmeerraum (Türkei), Arabische Halbinsel, Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika. Bei Aufenthalt in einem Endemiegebiet anamnestisch Tierkontakt, Verzehr kontaminierter Lebensmittel (nicht erhitzter Milch/Milchprodukte oder Fleischprodukte).
Berufliche Exposition.

V.a. chronische Brucellose (>1 Jahr)

Hinweis: Bei V.a. eine akute Brucellose ist in jedem Fall eine Erregeranzucht aus der Blutkultur anzustreben, wobei wiederholte Blutkulturen abgenommen werden sollten. Es ist wichtig, das mikrobiologische Labor über die Verdachtsdiagnose zu informieren!

Der direkte oder indirekte Nachweis von Brucella spp., soweit er auf eine akute Infektion hinweist, ist meldepflichtig.
Akkreditiert
Ja

Campylobacter jejuni/coli IgA-Ak und IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml

Ein negatives Testergebnis kann eine Infektion nicht ausschließen.
Serologische Testergebnisse sollten immer im Zusammenhang mit dem klinischen Bild gesehen werden. Insbesondere in der frühen Infektionsphase können Antikörper noch nicht oder nicht in nachweisbarer Menge vorhanden sein.
Der Antikörpernachweis ist für die Akutdiagnostik nicht geeignet!

Die Prävalenz von IgG-Antikörpern bei Blutspendern liegt bei 16%, für IgA-Antikörper nur bei 3%.

Nach einer mikrobiologisch gesicherten Campylobacter-Infektion konnten bei 86% der Patientenproben IgG-Antikörper und bei 40% IgA-Antikörper nachgewiesen werden.
Im Kollektiv der Patienten mit klinischem Guillain-Barré-Syndrom konnten ca. 5-fach häufiger IgA-Antikörper im Vergleich zu Blutspendern nachgewiesen werden; eine signifikante prozentuale Häufung von IgG-Antikörpern wurde nicht beobachtet.
Im Kollektiv der Patienten mit klinisch reaktiver Arthritis unklarer Ätiologie konnten ca. 2-fach häufiger IgG-Antikörper und 5-fach häufiger IgA-Antikörper im Vergleich zu Blutspendern nachgewiesen werden.
Indikation
Differenzialdiagnose der reaktiven Arthritis, Differenzialdiagnose des Guillain-Barre-Syndroms, Abklärung von Campylobacter-Folgeerkrankungen.
Bei der Abklärung einer Diarrhoe ist der mikrobiologische Erregernachweis vorrangig!
Anmerkungen
Nur der Direktnachweis (Anzucht) von Campylobacter sp. ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Candida

> Candida albicans IgA-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 60 U/ml
grenzwertig: 60-80 U/ml
positiv: > 80 U/ml

IgA-Ak sind vor allem bei Infektionen im Schleimhautbereich nachzuweisen und treten häufig in Kombination mit IgG-Ak auf.
Indikation
V.a. invasive und aktive Candida-Infektion
Hinweis: Zusätzlich sollte das Candida-Antigen bestimmt werden!
Akkreditiert
Ja

> Candida albicans IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 40 U/ml
grenzwertig: 40-100 U/ml
positiv: > 100 U/ml

Der Grenzwert des EIA wurde so festgelegt, dass ca. 90% der getesteten Blutspenderseren eine negative bzw. eine grenzwertige Befundung erhalten. Positive IgG-Befunde können somit als Hinweis auf eine aktive Infektion bewertet werden, sie stellen keinen generellen Durchseuchungstiter dar.
IgG-Ak bleiben nach einer Infektion lange nachweisbar, häufige Reinfektionen können teilweise hohe IgG-Ak bedingen.
Indikation
V.a. invasive und aktive Candida-Infektion

Hinweis: Zusätzlich sollte das Candida-Antigen bestimmt werden!
Akkreditiert
Ja

> Candida albicans IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 60 U/ml
grenzwertig: 60-80 U/ml
positiv: > 80 U/ml

IgM-Ak gelten als sensitiver Akutmarker bei floriden Infektionen. Innerhalb weniger Tage oder Wochen sinken die erhöhten Titer auf Normalniveau. IgM-Persistenz über längere Zeiträume treten selten auf.
Blutspender sind i.d.R. Candida IgM-Ak negativ.
Indikation
V.a. invasive und aktive Candida-Infektion
Anmerkungen
Zusätzlich sollte das Candida-Antigen bestimmt werden!
Akkreditiert
Ja

> Candida albicans-Antigen

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA auf Basis eines polyklonalen, Mannan-spezifischen Antikörpers

Umfangreiche Candida-Diagnostik; erfasst wird das Candida Antigen mehrerer Subspezies: C. albicans, c. guillermondii, C. glabrata, C. parapsilosis, C. orientalis, C. tropicalis, C. dubliniensis.
Bewertungskriterium
negativ: < 1,4 U/ml
grenzwertig: 1,4-2,6 U/ml
positiv: > 2,6 U/ml

Ein positives Testergebnis weist auf eine Candida-Fungämie hin. Serologische Testergebnisse sollten immer im Zusammenhang mit dem klinischen Bild gesehen werden.

Ein negatives Testergebnis schließt eine akute Infektion nicht aus. Besonders bei hohen Antikörpertitern kann es sein, dass die Ak das Candida-Antigen so stark maskieren, dass selbst durch die Denaturierungsschritte in der Probenvorbereitung das Antigen nicht erkannt wird.
Indikation
V.a. invasive und systemische Candidosen auch bei immunsupprimierten Patienten, Überwachung / Monitoring von Risikopatienten, Therapieverlaufskontrolle

Hinweis: Zusätzlich sollten immer die Candida-Antikörper bestimmt werden!
Akkreditiert
Ja

Chlamydien

> Chlamydia pneumoniae IgA-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 8 EIU (Enzym Immuno Units)
grenzwertig: 8-12 EIU
positiv: > 12 EIU

Zusammen mit dem Nachweis von IgG-Antikörpern hinweisend auf eine Infektion mit Chlamydia pneumoniae (akut, chronisch, Reinfektion).
IgG- und IgA-Antikörper gegen Chlamydia pneumoniae können nach einer Infektion lange persistieren.
Indikation
Verdacht auf Chlamydia pneumoniae Infektion, Differenzialdiagnostik von respiratorischen Infektionen (z.B. akute Bronchitis) oder atypischen Pneumonien
Anmerkungen
Aufgrund der verzögerten Antikörperbildung ist die Chlamydia pneumoniae Serologie nicht für die Akutdiagnostik geeignet. Hier wäre der Direktnachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret (Sputum, BAL) zu empfehlen. Der Nachweis respiratorischer Erreger mittels PCR wie Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza wurde in den EBM aufgenommen und ist somit Kassenleistung der GKV!
Akkreditiert
Ja

> Chlamydia pneumoniae IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 30 EIU (Enzym Immuno Units)
grenzwertig: 30-45 EIU
positiv: > 45 EIU

Zusammen mit dem Nachweis von IgA-Antikörpern hinweisend auf eine Infektion mit Chlamydia pneumoniae (akut, chronisch, Reinfektion).
IgG- und IgA-Antikörper gegen Chlamydia pneumoniae können nach einer Infektion lange persistieren.
Indikation
Verdacht auf Chlamydia pneumoniae Infektion, Differenzialdiagnostik von respiratorischen Infektionen (z.B. akute Bronchitis) oder atypischen Pneumonien
Anmerkungen
Aufgrund der verzögerten Antikörperbildung ist die Chlamydia pneumoniae Serologie nicht für die Akutdiagnostik geeignet. Hier wäre der Direktnachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret (Sputum, BAL) zu empfehlen. Der Nachweis respiratorischer Erreger mittels PCR wie Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza wurde in den EBM aufgenommen und ist somit Kassenleistung der GKV!
Akkreditiert
Ja

> Chlamydia pneumoniae PCR

Material
Sputum, Punktat: 2 ml
BAL: 10 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung
Indikation
Verdacht auf Chlamydia pneumoniae Infektion, Differenzialdiagnostik von respiratorischen Infektionen (z.B. akute Bronchitis) oder atypischen Pneumonien

Die Chlamydia pneumoniae PCR ist Kassenleistung und in der akuten Phase der Antikörperdiagnostik vorzuziehen.
Akkreditiert
Ja

> Chlamydia trachomatis IgA-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 1,0 (Serum cut off Index (S/CO))
grenzwertig: 1,0-1,3
positiv: > 1,3

Zusammen mit dem Nachweis von IgG-Antikörpern hinweisend auf eine Infektion mit Chlamydia trachomatis. Bei V.a. eine aktive Infektion wäre Erststrahlurin für die Chlamydia trachomatis PCR zu bevorzugen.

Antikörper gegen Chlamydia trachomatis Serotyp L1-L3 (Erreger des Lymphogranuloma venereum) werden durch den Chlamydia trachomatis Antikörpertest (EIA) sicher erfasst, eine Differenzierung der verschiedenen Serotypen ist jedoch nicht möglich.
Indikation
Chlamydia trachomatis Infektion in Form von Adnexitis (pelvic inflammatory disease PID), reaktive Arthritis als Folgeerkrankung
Akkreditiert
Ja

> Chlamydia trachomatis IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 1,0 (Serum cut off Index (S/CO))
grenzwertig: 1,0-1,3
positiv: > 1,3

Zusammen mit dem Nachweis von IgA-Antikörpern hinweisend auf eine Infektion mit Chlamydia trachomatis. Bei V.a. eine aktive Infektion wäre Erststrahlurin für die Chlamydia trachomatis PCR zu bevorzugen.

Antikörper gegen Chlamydia trachomatis Serotyp L1-L3 (Erreger des Lymphogranuloma venereum) werden durch den Chlamydia trachomatis Antikörpertest sicher erfasst, eine Differenzierung der verschiedenen Serotypen ist jedoch nicht möglich.
Indikation
Chlamydia trachomatis Infektion in Form von Adnexitis (pelvic inflammatory disease PID), reaktive Arthritis als Folgeerkrankung
Akkreditiert
Ja

> Chlamydia trachomatis TMA

Material
Erststrahlurin: 2 ml (Morgenurin optimal; mindestens 4 Stunden vorher nicht urinieren!).
Siehe auch Hinweise zur Präanalytik Urinproben.

Cervix-/Urethral-Abstrich (Art.-Nr. 5505).
Siehe Hinweise auch Anleitung Präanalytik Abstriche.

Achtung: Für gleichzeitigen Nachweis von Gonokokken (Neisseria gonorrhoe) und Chlamydia trachomatis aus einer Probe bitte keinen Erststrahlurin, sondern Abstriche (Frauen: endozervikal, Männer urethral) einsenden!

Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
TMA aus der Einzelprobe jedes einzelnen Patienten. Ein Pooling von Proben führen wir NICHT durch!

Der gleichzeitige Nachweis von Gonokokken (Neisseria gonorrhoe) und Chlamydia trachomatis aus einer Probe ist nur bei Abstrichen möglich.
Abrechnung
Für das Chlamydien Screening gesetzlich versicherter Frauen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr sowie für die Schwangerschaftsvorsorge ist als Probenmaterial nur Erststrahlurin zugelassen. Im Fall eines konkreten Verdachts auf eine Chlamydien-Infektion sind auch endocervikale Abstriche als Probenmaterial möglich. Bei Männern sind Erststrahlurin und Urethralabstriche als Probenmaterial möglich.
Anmerkungen
Hinweise Mutterschaftsvorsorge / Screeningprogramm:
Für das Chlamydia-Screening (Frauen bis zum vollendeten 25 Lj.) sowie für die Schwangerschaftsvorsorge ist als Probenmaterial nur Erststrahlurin zugelassen. Weitere Informationen siehe hier.

Clostridium difficile

> Clostridium difficile (Toxin A/B) PCR

Material
frische Stuhlprobe (Untersuchung innerhalb von 48h!)
Methode
Toxin-PCR, Gene: tcdA (Toxin A) und tcdB (Toxin B)
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Diarrhoe nach Antibiotikagabe in den letzten 60 Tagen, Patienten die zu den Risikogruppen gehören (über 65 Jahre, Immunsupprimierte, schwere Grundkrankheit), klinisches Bild der pseudomembranösen Colitis (PMC), jede mehr als 3 Tage andauernde Diarrhoe ohne andere bekannte Erreger.
Akkreditiert
Ja

> Clostridium difficile GDH (EIA)

Material
frische Stuhlprobe (Untersuchung innerhalb von 48h!)
Methode

  1. Stufe: Glutamatdehydrogenase (EIA)
  2. Stufe: bei positivem Ergebnis der Glutamatdehydrogenase (GDH) (EIA) wird der Toxinnachweis (A und B) mittels PCR durchgeführt

Indikation
Diarrhoe nach Antibiotikagabe in den letzten 60 Tagen, Patienten die zu den Risikogruppen gehören (über 65 Jahre, Immunsupprimierte, schwere Grundkrankheit), klinisches Bild der pseudomembranösen Colitis (PMC), jede mehr als 3 Tage andauernde Diarrhoe ohne andere bekannte Erreger.
Akkreditiert
Ja

Coronavirus PCR

Anmerkungen
siehe MERS-Coronavirus PCR

Coxiella burneti Ak

Anmerkungen
Siehe Q-Fieber Ak mittels EIA sowie Q-Fieber Ak mittels KBR.

Coxsackie

> Coxsackie Viren Ak

Anmerkungen

> Coxsackie-Viren PCR

Material
Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.
Anmerkungen

Cryptococcus neoformans-Antigen

Material
Serum: 1 ml oder Liquor: 1 ml
Methode
LFA Lateral Flow Assay

Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht aus.
Zusätzlich sollte eine mikrobiologische Erregeranzucht im Liquor angestrebt werden.
Indikation
Verdacht auf Cryptococcen-Meningitis, vor allem bei immunsupprimierten Patienten und HIV-Patienten
Anmerkungen
Siehe auch Mikrobiologie / Diagnostik bei ZNS-Infektionen, Cryptococcus neoformans.
Akkreditiert
Ja

Cytomegalie

> Cytomegalie IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Bewertungskriterium

negativ: < 0,50 U/mL
grenzwertig: 0,50-0,99 U/mL
positiv: ≥ 1,00 U/mL

Indikation

V.a. CMV-Primärinfektion (Differenzialdiagnostik der Lymphadenopathien), Nachweis einer Serokonversion, V.a. konnatale CMV-Infektion, Screening des CMV-Status bei Schwangeren bzw. idealerweise vor der Schwangerschaft, Screening des CMV-Status bei immunsupprimierten Patienten, vor Organtransplantation etc.

Bei V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression empfiehlt sich die quantitative CMV-PCR aus EDTA-Blut. Die CMV-PCR ist eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten sowie nur bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei imunsupprimierten Patienten.

Bei V.a. eine frische Infektion sollten zusätzlich IgM-Antikörper bestimmt werden.
Bei V.a. eine konnatale CMV-Infektion ist der serologische Nachweis beim Kind nicht zuverlässig. Bei bis zu 80% der kongenital infizierten Neugeborenen sind keine CMV IgM-Antikörper nachweisbar. Daher ist die CMV-PCR aus kindlichem Urin (in den ersten 10 Lebenstagen!) die Methode der Wahl. Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.

Akkreditiert
Ja

> Cytomegalie IgG-Ak-Avidität

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Nach Angabe des Herstellers (Roche) liegt die Sensitivität des CMV-Aviditätstestes (ECLIA) bei 96,9%.
Die Sensitivität ist definiert als der Prozentsatz von Patientenproben mit CMV-Primärinfektion < 90 Tage (gemäß Referenzlaboratorien), bei denen niedrig avide CMV IgG-Antikörper nachgewiesen wurden.
Nach Angabe des Herstellers liegt die Spezifität des CMV-Aviditätstestes (ECLIA) bei 96,43%.
Die Spezifität ist definiert als der Prozentsatz von Patientenproben mit CMV-Spätinfektion > 180 Tage (gemäß Referenzlaboratorien), bei denen hoch avide CMV IgG-Antikörper nachgewiesen wurden.
Bewertungskriterium
niedrige Avidität: < 45,0%
Grauzone: 45,0-54,9%
hohe Avidität: ≥ 55,0%
 
Eine niedrige Avidität weist auf die Möglichkeit einer Primärinfektion in den letzten 3 Monaten hin. Man findet sie bei immunkompetenten Personen ca. 18–20 Wochen nach Einsetzen der Symptome. Individuelle Abweichungen des zeitlichen Verlaufs der Aviditätsreifung sind möglich. In seltenen Fällen können niedrige Aviditätsergebnisse bis zu 6 Monate oder länger nach Auftreten der Infektion beobachtet werden. Ein niedriger Aviditätswert schließt somit eine länger zurückliegende Infektion nicht aus.

Von einem Aviditätswert im Graubereich kann keine klinische Interpretation abgeleitet werden. Es wird empfohlen, eine Folgeprobe nach 2 4 Wochen zu untersuchen.

Eine hohe Avidität schließt eine Primärinfektion in den letzten 3 Monaten aus.
Abrechnung

Die CMV-PCR ist entsprechend EBM eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten, außerdem bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei immunsupprimierten Patienten.

Indikation
CMV-Primärinfektion, Eingrenzung des Infektionszeitpunktes bei positivem IgM-Antikörpernachweis.
Bei V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression empfiehlt sich die quantitative CMV-PCR aus EDTA-Blut. 
 
Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.
Akkreditiert
Ja

> Cytomegalie IgM-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Indikation

V.a. CMV-Primärinfektion, Nachweis einer Serokonversion, V.a. konnatale CMV-Infektion, Screening des CMV-Status bei Schwangeren bzw. idealerweise vor der Schwangerschaft, Screening des CMV-Status bei immunsupprimierten Patienten, vor Organtransplantation etc.

Bei V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression empfiehlt sich die quantitative CMV-PCR aus EDTA-Blut. Die CMV-PCR ist entsprechend EBM eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten und außerdem bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei immunsupprimierten Patienten.

IgM-Antikörper gegen CMV können eine frische Primärinfektion anzeigen, sie können aber auch lange nach einer Infektion nachweisbar bleiben (IgM-Persistenz). Auch eine CMV-Reaktivierung kann mit einer IgM-Antikörperbildung einhergehen. Die Diagnostik einer CMV-Reaktivierung ist mittels Serologie allerdings NICHT möglich.
Des Weiteren sind andere Infektionen (im Rahmen der Herpesgruppe, vor allem EBV) differenzialdiagnostisch abzugrenzen.

Bei V.a. eine konnatale CMV-Infektion ist der serologische Nachweis beim Kind nicht zuverlässig. Bei bis zu 80% der konnatal infizierten Neugeborenen sind keine CMV IgM-Antikörper nachweisbar. Daher ist die CMV-PCR aus kindlichem Urin (in den ersten 10 Lebenstagen!) die Methode der Wahl. Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.

Akkreditiert
Ja

> Cytomegalie PCR

Material
Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut: 3 ml (max. 6h alt), Liquor 1 ml

(Mit anderen Materialien nur qualitative CMV-PCR möglich; Urin: 10 ml,
Sputum: 2 ml, BAL: 10 ml)
Methode
PCR
Diese Analyse wird aus Plasma durchgeführt (Plasmavirämie). Sie ist sehr robust, unabhängig von der Zellzahl (auch bei Leukopenie durchführbar!) und liefert insbesondere bei hohen Viruslasten reproduzierbarere Ergebnisse.
Bewertungskriterium
Nachweisschwelle: ca. 100 IU/ml Plasma
Abrechnung
EBM: CMV-PCR ist Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten, außerdem bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei immunsupprimierten Patienten.
Indikation
V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression), zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression bzw. nach Organtransplantation, CMV-Viruslastmessung zur Steuerung einer immunsuppressiven Therapie, CMV-Infektion bei AIDS-Patienten, V.a. konnatale CMV-Infektion (CMV-PCR im Urin oder EDTA-Blut des Neugeborenen), V.a. CMV-Pneumonie, V.a. CMV-Encephalitis

Bei V.a. eine konnatale CMV-Infektion sollte die PCR in den ersten 10 Lebenstagen durchgeführt werden (Urin des Neugeborenen).
Danach ist eine Unterscheidung zwischen konnataler und postnataler CMV-Infektion schwierig und gelingt nur noch bei positiver CMV-PCR aus der Trockenblutkarte (postnatal entnommen) – falls verfügbar. Ein negatives PCR-Ergebnis aus der Trockenblutkarte schließt aber wegen der geringen Blutmenge und der dadurch verbundenen geringen Sensitivität (ca. 10.000 IU/ml) eine konnatale CMV-Infektion nicht aus.

Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.
Akkreditiert
Ja

Dengue Virus (Flaviviren)

> Dengue IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 0,9 (Index)
grenzwertig: 0,9-1,1
positiv: > 1,1
Indikation
V.a. eine frische Dengue-Fieber Infektion nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen), Abklärung Fieber nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen)
Anmerkungen
Fremdleistung

> Dengue IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 0,9 (Index)
grenzwertig: 0,9-1,1
positiv: > 1,1
Der IgM-Nachweis ist meldepflichtig!
Indikation
V.a. eine frische Dengue-Fieber Infektion nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen), Abklärung Fieber nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen)
Anmerkungen
Fremdleistung

> Dengue Virus NS1-Antigen

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Die Bestimmung des Dengue-NS1-Antigens kann eine Diagnose vor der Serokonversion ermöglichen. Das NS1-Antigen ist in der Regel ab Tag 1 nach Beginn des Fiebers bis hin zu Tag 9 nachweisbar.
Bewertungskriterium
negativ: < 0,9 (Index)
grenzwertig: 0,9-1,1
positiv: > 1,1

Der NS1-Antigennachweis ist meldepflichtig!
Indikation
V.a. eine frische Dengue-Fieber-Infektion nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet
(Tropen, Subtropen), Abklärung Fieber nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen)
Anmerkungen
Fremdleistung

Diphtherie IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA (Nachweis des Diphtherie-Antitoxin-IgG-Antikörpergehaltes)
Bewertungskriterium

Indikation
Überprüfung des Impfschutzes
Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission).

Bei klinischem V.a. eine Infektion mit Corynebacterium diphtheriae bitte klinisches Untersuchungsmaterial (z.B. Rachenabstrich) einsenden zur mikrobiologischen Erregeranzucht.
Akkreditiert
Ja

Ebolavirus

Material
Bitte schicken Sie auf keinen Fall Patienten mit V.a. Ebola zur Blutentnahme, bzw. deren Blutprobe zu uns ins Labor. Denn wir führen keine Ebola-Diagnostik durch!
Methode
Fortlaufend aktualisierte Informationen zum Ebolafieber und zur Diagnostik von Ebola stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung:

"Orientierende Diagnostik kann unter BSL3-Bedingungen durchgeführt werden, wobei die Probe im Labor zuerst inaktiviert werden muss. Die Anzucht des Virus muss in einem speziell hierfür geeigneten S4-Labor erfolgen. Für die mikrobiologische Diagnostik stehen das Konsiliarlabor für Filoviren am Institut für Virologie der Philipps-Universität Marburg sowie das Nationale Referenzzentrum für tropische Infektionserreger am Bernhard-Nocht-Institut Hamburg zur Verfügung (siehe Spezialdiagnostik und Beratung).
Grundsätzlich können folgende Methoden zur Diagnostik eingesetzt werden: i) Virusnachweis aus dem Blut während der akuten Krankheitsphase mittels real-time PCR (z. Zt. der Standard in der Primärdiagnostik), ii) elektronenmikroskopische Untersuchung oder iii) Nachweis von spezifischen Antikörpern (IgM, IgG) mittels IF, ELISA, NT.16 Eine Virusanzucht darf nur in Laboren der Sicherheitsstufe 4 vorgenommen werden."

Spezialdiagnostik und Beratung
Konsiliarlabor für Filoviren
Institut für Virologie
Klinikum der Philipps-Universität Marburg

Hans-Meerwein-Str. 2
35043 Marburg
Ansprechpartner: Prof. Dr. S. Becker, Herr Dr. Eickmann
Telefon: 06421 28 -66254; 06421 28-64315
Telefax: 06421 28-68962
E-Mail: becker@staff.uni-marburg.de; eickmann@staff.uni-marburg.de
Internet: Philipps-Universität Marburg

Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg
Leitung: Prof. Dr. B. Fleischer
Telefon: 040 42818-401; 040 42818-0 (Zentrale)
Telefax: 040 42818-400
E-Mail: Labordiagnostik@bni-hamburg.de
Internet: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Fragen zu diagnostischen Indikationen und Verfahren:
Mikrobiologische Zentraldiagnostik
Tel.: 040 42818-211
E-Mail: Labordiagnostik@bni-hamburg.de

Fragen zur Therapie:
Ambulanz der Klinischen Abteilung
Tel.: 040 312851

Echinokokken

> Echinokokken Ak (EIA)

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Der EIA erfasst AK gegen Echinococcus granulosus (Hundebandwurm) und Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm).
Bewertungskriterium
Die Sensitivität der Echinokokkenserologie liegt bei 80-95%, abhängig von der Zystenlokalisation.
Die Sensitivität bei Befall der Lunge oder des ZNS ist niedriger. Eine unauffällige Echinokokkenserologie kann daher eine Echinokokkose nicht mit Sicherheit ausschließen. Wegen der Cystenabkapselung und des damit nur geringen Antigenkontaktes kann die Antikörperbildung in einem Teil der Fälle unterbleiben: Seronegative Verläufe sind bei der zystischen Echinokokkose mit hepatischem und pulmonalen Befall in 25-40 % der Fälle beschrieben, bei alveolärer Echinokokkose bleibt die Antikörperbildung in ca. 20% aus.

Für die Echinokokkose besteht eine nicht-namentliche Meldepflicht beim RKI.
Indikation
V.a. Echinokokkose:

  • zystische Echinokokkose (durch E. granulosus = Hundebandwurm)
  • alveoläre Echinococcose (durch E. multilocularis = Fuchsbandwurm)
  • Differenzialdiagnostik sonographisch nachgewiesener Zysten (Leber, Lunge)
  • Differenzialdiagnostik der inhomogenen Leberläsion (Leberherd)

Anmerkungen
Bei klinischen Fragestellungen: Echinokokkose-Sprechstunde am Universitätsklinikum Ulm, Dr. Beate Grüner.
Akkreditiert
Ja

> Echinokokken Ak (IHA)

Material
Serum: 1 ml
Methode
IHA
Die Methode erfasst Ak gegen Echinococcus granulosus (Hundebandwurm).
Bewertungskriterium
Cut off 1:160

Die Sensitivität der Echinokokkenserologie liegt bei 80-95%, abhängig von der Zystenlokalisation.
Die Sensitivität bei Befall der Lunge oder des ZNS ist niedriger. Eine unauffällige Echinokokkenserologie kann daher eine Echinokokkose nicht mit Sicherheit ausschließen. Wegen der Cystenabkapselung und des damit nur geringen Antigenkontaktes kann die Antikörperbildung in einem Teil der Fälle unterbleiben. Seronegative Verläufe sind bei der zystischen Echinokokkose mit hepatischem und pulmonalem Befall in 25-40% der Fälle beschrieben; bei der alveolären Echinokokkose sind ca. 5% der Fälle seronegativ.

Für die Echinokokkose besteht eine nicht-namentliche Meldepflicht beim RKI.
Indikation
V.a. Echinokokkose, vor allem zystische Echinokokkose (durch E. granulosus = Hundebandwurm), Differenzialdiagnostik sonographisch nachgewiesener Zysten (Leber, Lunge)
Anmerkungen
Bei klinischen Fragestellungen: Echinokokkose-Sprechstunde am Universitätsklinikum Ulm, Dr. Beate Grüner.
Akkreditiert
Ja

ECHO-Viren

Material
siehe Enteroviren

ECHO-Viren PCR

Material
siehe Enteroviren PCR
Anmerkungen
Die PCR wird in der 5`nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.

Enteroviren

> Enterovirus Ak (IgA, IgG, IgM)

Material
Serum: 1 ml , EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Hinweis: Da der EIA auch Polio positive Seren nachweist, kann nicht ausgeschlossen werde, dass ein vorhandener Impftiter zu einem positiven Ergebnis führt.
Es sind Kreuzreaktionen zwischen Enteroviren und Hepatitis A, EBV, CMV und Rhinoviren beschrieben worden.
Bewertungskriterium
negativ: < 9,0 VE
grenzwertig: 9,0-11,0 VE
positiv: > 11,0 VE

Bei negativem Antikörperbefund sollte ein Zweitserum untersucht werden.
Indikation
V.a. Enterovirusinfektion vor allem bei Kindern: Hand-Mund-Fuß-Krankheit, Herpangina, aseptische Meningitis, hämorrhagische Meningitis, Differenzialdiagnostik fieberhafter Infekte („Sommergrippe“), Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte.

Bei Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Myokarditis ist die Analyse virusspezifischer Antikörper im Serum in der Regel ohne diagnostische Relevanz.
Eine Endomyokardbiopsie und die Erregerabklärung mit Hilfe der PCR wäre empfehlenswert.

Für die Akutdiagnostik ist die Enterovirus PCR aus Stuhl oder Liquor die Methode der Wahl (lt. EBM Kassenleistung nur im Liquor).
Akkreditiert
Ja

> Enterovirus PCR

Material
Stuhl, Liquor: 0,5 ml
Myokardbiopsie
Methode
PCR
Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.
Abrechnung
EBM: Enterovirus PCR nur im Liquor Kassenleistung
Indikation
V.a. Enterovirusinfektion vor allem bei Kindern: Hand-Mund-Fuß-Krankheit, Herpangina, aseptische Meningitis, hämorrhagische Meningitis, Differenzialdiagnostik fieberhafter Infekte („Sommergrippe“), Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte

Bei Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Myokarditis ist die Analyse virusspezifischer Antikörper im Serum in der Regel ohne diagnostische Relevanz.

Für die Akutdiagnostik ist die Enterovirus PCR aus Stuhl oder Liquor die Methode der Wahl (Kassenleistung nur im Liquor). Eine Endomyokardbiopsie und die Erregerabklärung mit Hilfe der PCR wären empfehlenswert.
Akkreditiert
Ja

Epstein Barr Virus (Mononukleose)

> Early Antigen IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
Immunoblot
Indikation
Der Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Early-Antigene erlaubt keine eindeutige Diagnose wie z.B. Primärinfektion oder reaktivierte Infektion.
Die EBV-Serologie im Kontext mit dem Bandenmuster des IgG-Immunoblots kann hingegen eine Primärinfektion ausschließen oder bestätigen.

Bei Verdacht auf eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) empfiehlt sich die quantitative EBV-PCR im EDTA-Blut. Die EBV-PCR ist nur eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten.
Anmerkungen
Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.
Akkreditiert
Ja

> EBNA-1 IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

LIA, Immunoblot

Indikation

Der Nachweis von IgG-Antikörpern gegen EBNA-1 (p72-Bande im Immunoblot) beweist eine zurückliegende EBV-Infektion und schließt eine EBV-Primärinfektion aus.

Bei Verdacht auf eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) empfiehlt sich die quantitative EBV-PCR im EDTA-Blut. Die EBV-PCR ist nur eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten.

Anmerkungen

Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.

Akkreditiert
Ja

> EBV Viruscapsid / VCA IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

LIA, Immunoblot

Indikation

Der Nachweis von IgG-Antikörpern gegen EBNA-1 (p72-Bande im Immunoblot) beweist eine zurückliegende EBV-Infektion und schließt eine EBV-Primärinfektion aus.
Ebenso ist der Nachweis von IgG-Ak gegen das Viruscapsid p18 im Immunoblot ein Hinweis auf eine bereits zurückliegende EBV-Infektion.

Bei Verdacht auf eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) empfiehlt sich die quantitative EBV-PCR im EDTA-Blut. Die EBV-PCR ist entsprechend EBM eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten.

Anmerkungen

Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.

Akkreditiert
Ja

> EBV Viruscapsid / VCA IgM-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

LIA

Indikation

Verdacht auf EBV-Primärinfektion

Bei V.a. eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) empfiehlt sich die quantitative EBV-PCR im EDTA-Blut. Die EBV-PCR ist entsprechend EBM eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten.

Anmerkungen

Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.

Akkreditiert
Ja

> Epstein Barr Virus (EBV) PCR

Material
Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut: 3 ml (max. 6h alt), Liquor: 1 ml

Mit anderen Materialien nur qualitative EBV-PCR möglich.
Biopsie, Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl

Hinweis: Die Durchführung der EBV-PCR im Serum / Plasma ist nicht empfehlenswert, da EBV-assoziierte Erkrankungen eher mit einer latenten Virus-Replikation als mit einer lytischen Infektion (Virus im Serum, Plasma) einhergehen.
Methode
PCR
Bewertungskriterium
Nachweisschwelle: ca. 1000 IU/ml
Abrechnung
EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten
Indikation
EDTA-Blut:
V.a. eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum EBV-Monitoring unter Immunsuppression bzw. nach Organtransplantation, EBV-Viruslastmessung zur Steuerung einer immunsuppressiven Therapie.

Weitere Materialien:
V.a. eine EBV-assoziierte Erkrankung, EBV-Infektion bei AIDS-Patienten, EBV-Enzephalitis.V.a. PLTD (Posttransplantationslymphoproliferation).

Ein negatives EBV-PCR Ergebnis kann eine EBV-Infektion nicht ganz ausschließen, da die Virus-Replikation auch nur lokal (z.B. im Tumorgewebe) auftreten kann (ca. 10% aller PLTD=Posttransplantationslymphoproliferation). Auch während der Primärinfektion kann der Nachweis im Blut versagen.
Die PCR ist zur Diagnose einer EBV-Primärinfektion nicht geeignet!
Anmerkungen
Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.
Akkreditiert
Ja

Escherichia coli (E.coli): Pathogene Serovare (EPEC, EHEC, ETEC) PCR

Material
Stuhl (PCR erfolgt nach Kultur aus der Probe)
Methode
PCR

Nachweis Toxin-bildungsfähiger E.coli durch Identifikation folgender Gene:

  1. PCR zum Nachweis enterohämorrhagischer E.coli (EHEC) durch Identifikation der Gene Shiga-like-Toxin 1 und 2 (STX1/2) und eae (Gen für Intimin)
  2. PCR zum Nachweis enterotoxischer E.coli (ETEC) durch Identifikation der Gene
    hitzelabiles (HLT) und hitzestabiles Toxin (HST)
  3. PCR zum Nachweis enteropathogener E.coli (EPEC) durch Identifikation der Gene bfpA (bundle forming pilus), eaeA (Intimin) und EAF (EPEC Adhärenzfaktor).


Siehe auch Mikrobiologie Diagnostik bei Magen-Darm-Infektionen.

Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation

Anmerkungen
Der Nachweis von pathogenen E.coli ist meldepflichtig!

Detaillierte Informationen zur Diagnostik von EHEC siehe auch LabmedLetter Nr. 104.
Akkreditiert
Ja

FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis)

> FSME IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Bewertungskriterium
Wegen der antigenetischen Verwandtschaft des FSME-Virus mit anderen Flaviviren können positive IgG- und IgM-Ergebnisse auch bei Infektionen bzw. Vakzinierungen mit Gelbfieber-, Dengue-Fieber-, Japan-B-Enzephalitis-, West-Nile-Fieber-, Hepatitis C-Virus und anderen zurückzuführen sein.

Bei der serologischen Diagnose einer FSME ist die Impf-, Infektions- und Reiseanamnese des Patienten zu berücksichtigen. Sowohl frühere Impfungen gegen FSME, Gelbfieber oder Japanische Enzephalitis als auch durchgemachte Dengue- und West-Nil-Virus-Erkrankungen können zu einem falsch-positiven Ergebnis im anti-FSME-Test führen, da alle genannten Erkrankungen durch Flaviviren verursacht werden, weshalb es zu Kreuzreaktionen kommen kann.

Ein signifikanter Titeranstieg in 2 Serumproben gilt als Hinweis auf eine akute Infektion.
Indikation
Überprüfung des Impfschutzes

Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission), die vom RKI veröffentlicht werden. Auszug Impfempfehlungen der STIKO:
Personen, die in FSME-Risikogebieten Zecken exponiert sind oder Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind (exponiertes Laborpersonal sowie in Risikogebieten z. B. Forstarbeiter und Exponierte in der Landwirtschaft) sollten gegen FSME geimpft werden.

Saisonalität beachten: April – November

Risikogebiete in Deutschland sind zurzeit insbesondere:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern (außer dem größten Teil Schwabens und dem westlichen Teil Oberbayerns)
  • Hessen (Landkreis (LK) Odenwald, LK Bergstraße, LK Darmstadt-Dieburg, Stadtkreis (SK) Darmstadt, LK Gros-Gerau, LK Offenbach, SK Offenbach, LK Main-Kinzig-Kreis, LK Marburg-Biedenkopf)
  • Rheinland-Pfalz (LK Birkenfeld)
  • Saarland (LK Saar-Pfalz-Kreis)
  • Thüringen (SK Jena, SK Gera, LK Saale-Holzland-Kreis, LK Saale-Orla-Kreis, LK Saalfeld-Rudolstadt, LK Hildburghausen, LK Sonneberg)


Zeckenexposition in FSME-Risikogebieten außerhalb Deutschlands siehe STIKO.

Anmerkungen
Fremdleistung

> FSME IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Bewertungskriterium
Wegen der antigenetischen Verwandtschaft des FSME-Virus mit anderen Flaviviren können positive IgG- und IgM-Ergebnisse auch bei Infektionen bzw. Vakzinierungen mit Gelbfieber-, Dengue-Fieber-, Japan-B-Enzephalitis-, West-Nile-Fieber-, Hepatitis C-Virus und anderen zurückzuführen sein.

Bei der serologischen Diagnose einer FSME ist die Impf-, Infektions- und Reiseanamnese des Patienten zu berücksichtigen. Sowohl frühere Impfungen gegen FSME, Gelbfieber oder Japanische Enzephalitis als auch durchgemachte Dengue- und West-Nil-Virus-Erkrankungen können zu einem falsch-positiven Ergebnis im anti-FSME-test führen, da alle genannten Erkrankungen durch Flaviviren verursacht werden, weshalb es zu Kreuzreaktionen kommen kann.

Ein signifikanter Titeranstieg in 2 Serumproben gilt als Hinweis auf eine akute Infektion.

Der Nachweis von IgM-Antikörpern gegen FSME ist meldepflichtig!
Indikation
V.a. frische/kürzliche FSME-Infektion, anamnestisch Aufenthalt in einem FSME-Risikogebiet und typische Klinik (Fieber, grippeähnliche Symptome, neurologische Symptome wie Meningitis), Zustand nach Zeckenstich bei Aufenthalt in einem FSME-Risikogebiet.
Auch nach einer Impfung kann der FSME IgM-Antikörpernachweis positiv sein.
Anmerkungen
Fremdleistung

Gelbfieber IgG-/ IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
IFT
Bewertungskriterium
negativ
meldepflichtig
Anmerkungen
Fremdleistung

Gonokokken / Neisseria gonorrhoeae

> Gonokokken Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
KBR
Indikation
Keine, da zum sicheren Nachweis einer Infektion mit Neisseria gonorrhoeae ein leistungsfähiger Direktnachweis von Gonokokken mittels TMA zur Verfügung steht (EBM Kassenleistung!).
Anmerkungen
Zum sicheren Nachweis einer Infektion mit Neisseria gonorrhoeae ist der Direktnachweis Gonokokken mittels TMA zu empfehlen (Kassenleistung der GKV). Die Testumstellung bei den Chlamydien auf einen Kombinationstest (Methode TMA) ermöglicht nun den gleichzeitigen Nachweis von Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoe aus einer Probe. Geeignetes Material bei Männern ist ein Urethralabstrich (in speziellem Transportmedium), bei Frauen werden endocervikale Abstriche empfohlen (ebenfalls in speziellem Transportmedium).
Detaillierte Informationen siehe LabmedLetter Nr. 110.

Außerdem sollte eine mikrobiologische Erregeranzucht mit Resistenzbestimmung angestrebt werden.

> Neisseria gonorrhoeae TMA

Material
Abstrich (endozervikal, urethral)

Anleitung Präanalytik Cervix-/Urethral-Abstrich für TMA siehe hier.

Entnahme und Transport der endozervikalen und urethralen Abstrichproben mit dem Aptima Swab Specimen Kit der Firma GENPROBE (Art.-Nr. 5505) können online oder telefonisch über unseren Versand bestellt werden:
Tel.: 02306 · 940 96 - 80.

Auf das gleichzeitige Anlegen einer Kultur sollte wegen der globalen Resistenzentwicklung nicht verzichtet werden. Dafür bitte einen mikrobiologischen Abstrich mit Universal-Transportmedium einsenden.
Methode
TMA
Mit einem Abstrich kann gleichzeitig auf Chlamydien und Gonokokken getestet werden.
Abrechnung
EBM: Kassenleistung!

Der Gonokokken-RNS-Nachweis mittels Amplifikationsverfahren (wie z.B. TMA) ist eine Kassenleistung der GKV.
Indikation
Bei einem Verdacht auf eine Infektion mit Neisseria gonorrhoeae werden ausschließlich Abstrichproben empfohlen.
Anmerkungen
Detaillierte Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 110.
Ansprechpartner Analysebereich
Tel: (0231) 9572-259
bartsch@labmed.de

> Neisseria gonorrhoeae, Kultur

Anmerkungen

Haemophilus

> Haemophilus influenzae Typ B (Hib) IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Bewertungskriterium
Eine Anti-Hib-Antikörperkonzentration von mindestens 0,15 mg/l wird benötigt, um einen Impfschutz zu haben, der aber nicht als Langschutz ausreicht. Eine finnische Studie schlägt daher vor, dass der optimale Immunschutz bei einer Anti-HiB-Antikörperkonzentration von > 1,0 mg/l liegt.
Messbereich: 0,11-9,0 mg/l
Indikation
Überprüfung des Impfschutzes
Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission), die das RKI veröffentlicht.

Patienten mit rezidivierenden bakteriellen Infektionen sollten auf das Vorliegen eines Immundefektes und auf die Fähigkeit, auf spezifische Polysaccharid-Antigene zu reagieren, untersucht werden. Die spezifische Antikörperreaktion eines Patienten kann durch die serologische Analyse der IgG-Anti-Hib-Ak vor und nach der Impfung mit dem quantitativen EIA ermittelt werden.

Bei klinischem V.a. eine Infektion mit Haemophilus influenzae bitte klinisches Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Liquor, Pleurapunktat, Blutkulturen) einsenden zur mikrobiologischen Erregeranzucht und Resistenzbestimmung.
Anmerkungen
Hinweis zur Präanlytik:
Die Seren können bei 2-8°C bis zu 48 Stunden nach Blutennahme gelagert werden, danach wird eine Lagerung bei -20°C empfohlen.
Akkreditiert
Ja

Hanta Virus IgG-Ak und IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
Immunoblot

Erfasst werden Antikörper gegen die Serotypen Puumala, Sin Nombre, Hantaan, Dobrava und Seoul. In Deutschland werden überwiegend Puumala-Infektionen beobachtet, seltener auch Dobrava-Infektionen (Norden und Osten Deutschlands).
Auslandsanamnese beachten: z.B. Hantaan und Seoul in Asien sowie Sin Nombre in Amerika
Bewertungskriterium
Im Allgemeinen kann unter Berücksichtigung der Anamnese mit Zeitpunkt des Auftretens der typischen klinischen Zeichen eine zuverlässige Unterscheidung zwischen einer akuten und alten Hantavirus-Infektion getroffen werden.
Es muss beachtet werden, dass in einer Serumprobe, die Monate nach Krankheitsbeginn zu einem Zeitpunkt ohne klinische Zeichen gewonnen wurde, Hantavirus-spezifisches IgM unter Umständen noch nachgewiesen werden kann. Daraus ist jedoch nicht notwendigerweise auf eine akute/frische Infektion zu schließen, da bei einigen Patienten Hantavirus-spezifisches IgM mehrere Monate persistieren kann. In einem solchen Fall ist eine Abklärung über die Bestimmung von Hantavirus Genom (PCR) anzuraten.

Der Nachweis von IgM-Antikörpern gegen Hantaviren (zusammen mit IgG-Antikörpern) ist meldepflichtig!
Indikation
Nephropathia epidemica, akutes Nierenversagen (ANV), Differenzialdiagnose des akuten Fiebers mit Anstieg der Retentionswerte ANV
Akkreditiert
Ja

Helicobacter pylori

> Helicobacter pylori Antigen

Material
Stuhl: 5 g
Methode
EIA
Indikation
Verdacht auf Besiedlung / Infektion mit Helicobacter pylori vor allem, wenn man auf invasive Verfahren verzichten möchte.
Der Antigentest im Stuhl ist mit einer Sensitivität von 85–95 % und einer Spezifität von 85–95% ähnlich sensitiv / spezifisch wie der 13C-Harnstoff-Atemtest (aus: Deutsches Ärzteblatt, Jg.106, Heft 49, 4. Dezember 2009).

> Helicobacter pylori Atemtest

Anmerkungen

> Helicobacter pylori IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA (wenn positiv, dann Bestätigung mittels IgG-Immunoblot)
Bewertungskriterium
EIA: cut off 10 U/ml

Da die Antikörper nach einer Infektion lange persistieren können, ist eine Unterscheidung zwischen aktiver (behandlungsbedürftiger) und zurückliegender Infektion nicht möglich. Werte von 10-15 U/ml können auch durch unspezifische Reaktionen bzw. Kreuzreaktionen mit anderen gramnegativen Bakterien hervorgerufen werden. Zum Nachweis einer aktuellen Helicobacter-pylori-Infektion ist der C13-Atemtest die Methode der Wahl.
Bei Nachweis von IgG-Antikörpern im EIA erfolgt die Bestätigung mittels Immunoblot. Bei Nachweis der Antikörperbande gegen CagA liegt eine Infektion mit dem in besonderem Maße virulenten Stamm (Helicobacter pylori Typ I) vor.
Indikation
V.a. Besiedlung / Infektion mit Helicobacter pylori.
Der Grad der Seropositivität steigt mit dem Lebensalter, bei Patienten oberhalb des 30. Lebensjahres korreliert die Durchseuchungsrate (in %) in etwa mit dem Lebensalter.
Akkreditiert
Ja

Hepatitis A

> Hepatitis A IgG-Ak/ IgM-Ak (gesamt)

Material

Serum: 1 ml

Methode
ECLIA
Der ECLIA-Test ist ein Hepatitis A-Antikörpertest, der IgG- und IgM-Antikörper (insgesamt) erfasst.
Falls eine Hepatitis abgeklärt werden soll, wird bei positivem Testergebnis der IgM-Antikörpertest erweitert.
Bewertungskriterium

Immunität ab 25 IU/L

Indikation
V.a. eine akute / kürzliche Hepatitis A (zusammen mit der IgM-Antikörperbestimmung)
Überprüfung des Impfschutzes

Anmerkungen
Aktuelle Empfehlungen der STIKO 2018/19 zur Hepatitis A-Impfung (Auszug):
  • Personen mit einem Sexualverhalten mit erhöhtem Expositionsrisiko; z. B. Männer, die Sex mit Männern haben (MSM).
  • Personen mit häufiger Übertragung von Blutbestandteilen, z. B. i. v. Drogenkonsumierende, Hämophile, oder mit Krankheiten der Leber/mit Leberbeteiligung.
  • BewohnerInnen von psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen für Menschen mit Verhaltensstörung oder Zerebralschädigung.
  • Personen mit erhöhtem beruflichen Expositions-risiko, einschließlich Auszubildende, PraktikantInnen, Studierende und ehrenamtlich Tätige mit vergleichbarem Expositionsrisiko in folgenden Bereichen:
  • Gesundheitsdienst (inkl. Sanitäts- und Rettungsdienst, Küche, Labor, technischer und Reinigungsdienst, psychiatrische und Fürsorgeeinrichtungen).
  • Personen mit Abwasserkontakt, z. B. in Kanalisationseinrichtungen und Klärwerken Beschäftigte.
  • Tätigkeit (inkl. Küche und Reinigung) in Kindertagesstätten, Kinderheimen, Behindertenwerkstätten, Asylbewerberheimen u. a.
  • Reisende in Regionen mit hoher Hepatitis-A-Inzidenz.
Grundimmunisierung und Auffrischimpfung nach Angaben in den Fachinformationen:
Die serologische Vortestung auf Anti-HAV ist nur bei den Personen sinnvoll, die länger in Endemiegebieten gelebt haben oder in Familien aus Endemiegebieten aufgewachsen sind oder vor 1950 geboren wurden.

Akkreditiert
Ja

> Hepatitis A IgM-Ak

Material

Serum: 1 ml

Methode

ECLIA

Bewertungskriterium
Bei Hepatitis-A-Patienten ist in der Regel eine deutliche Erhöhung der Transaminasen, des direkten und indirekten Bilirubins im Serum sowie des Urobilinogens im Harn zu beobachten.
Bei entsprechender klinischer Symptomatik ist der Nachweis von anti-HAV-IgM im Serum beweisend für eine frische HAV-Infektion. Diese Antikörper sind bereits bei Auftreten der ersten Symptome nachweisbar (Nachweisdauer etwa 3-6 Monate, bei einigen Patienten sind sie allerdings über diesen Zeitraum hinweg noch nachweisbar).
Die Ausbildung von HAV-IgM-Antikörpern nach einer Impfung ist selten.
Auch anti-HAV-IgG ist zu Beginn der Symptomatik bereits meist positiv; ansonsten zeigt der Nachweis von anti-HAV-IgG eine früher abgelaufene Infektion bzw. Impfung und somit Immunität an.

Der Nachweis von IgM-Antikörpern gegen Hepatitis A ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Hepatitis B

> Hepatitis B genotypische Resistenz YMDD Motiv

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml
Methode
PCR, Sequenzierung
Nachweisgrenze der HBV-PCR zur genotypischen Resistenzbestimmung ca. 500 IU/ml
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Lamivudin Resistenz, YMDD Motiv

> Hepatitis B Genotypisierung

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml
Methode
PCR, Sequenzierung
Nachweisgrenze der HBV-PCR zur Genotypisierung ca. 500 IU/ml
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Einteilung in Genotypen A, B, C, D.
Anmerkungen
Patienten mit HBV-Genotyp A (und B) sollen besser auf eine Interferontherapie ansprechen als Patienten mit Genotyp D (und C).

> Hepatitis B TMA (quantitativ)

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
Serum, EDTA-Plasma: 1 ml
Methode
TMA (Transcription-mediated amplification)
Bewertungskriterium
Nachweisgrenze: 10 IU/ml
Linearer Bereich: 10 IU/ml - 1 Milliarde IU/ml

Ausgeheilte Hepatitis B: Nachweis von Anti-HBc und Anti-HBs ≥ 10 IU/ml, HBs-Antigen negativ und HBV-DNS negativ.
In Ausnahmefällen kann auch bei einer ausgeheilten Hepatitis B noch HBV-DNS in minimalen Mengen nachweisbar sein (d.h. < 10 IU/ml).
Abrechnung
EBM: Kassenleistung vor oder während der antiviralen Therapie mit Interferon und / oder Nukleosidanaloga; pro Quartal max. 3x abrechenbar
Indikation
Marker für die Höhe der Virämie und damit Maß für die Infektiösität;
Kontrolle der Virämie unter antiviraler Therapie der chronischen Hepatitis B.
Anmerkungen
Meldepflicht:
Nach der Änderung des §7 im Infektionsschutzgesetz vom 25.07.2017 müssen jetzt alle Erregernachweise unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium gemeldet werden. Die Herausnahme chronischer Infektionen wurde nunmehr aufgehoben. Die Meldepflichten bestehen nach § 8 Absatz 3 Satz 1 allerdings nicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben nicht erhoben wurden.

> Hepatitis Bc Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA
Bei der Anforderung von Hepatitis B-Serologie werden 3 Parameter bestimmt:
HBs-Antigen, HBs-Ak und HBc-Ak.
Je nach Ergebnis werden weitere Analysen empfohlen bzw. nach Rücksprache auf Wunsch des Einsenders vorgenommen. Bei erstmaligem Nachweis von HBs-Antigen wird dieser Befund durch einen Neutralisationstest bestätigt.

Indikation
HBc-Ak als Marker für eine Hepatitis B-Infektion (akut, chronisch oder zurückliegend ausgeheilt). Eine weitere Abklärung ist erforderlich (zunächst HBs-Antigen und HBs-Antikörper), bei nicht nachweisbaren HBs-Ak auch HBV-DNS Nachweis mittels PCR.
 
Aktuelle STIKO-Empfehlungen (Stand August 2018):
Eine routinemäßige serologische Testung zum Ausschluss einer vorbestehenden HBV-Infektion vor Impfung gegen Hepatitis B ist nicht notwendig. Eine Impfung von bereits HBV-infizierten Personen kann gefahrlos durchgeführt werden, ist allerdings wirkungslos.
Eine serologische Testung kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein (z.B. aus Kostengründen, zur Vermeidung unnötiger Impfungen, bei hohem anamnestischen Expositionsrisiko wie z.B. bei HBsAg-positivem Sexualpartner).
Anmerkungen

Gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 21 IfSG besteht eine namentliche Meldepflicht für alle direkten und indirekten Nachweise von Hepatitis-B-Virus.

Meldepflichtig sind folgende dem Labor vorliegende Befundkonstellationen:

  • HBV-DNA-Nachweise (Nukleinsäure-Nachweise)
  • HBsAg-Nachweise bestätigt durch einen Zusatztest (z.B. HBsAg-NT) oder durch HBc-Gesamt-Antikörpernachweis

Die Meldepflicht besteht danach unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium (Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten, Deutscher Bundestag Drucksache 18/10938 v. 23.01.2017, S. 49).  Allerdings müssen auch hier die Nachweise auf ein Vorhandensein des Erregers beim Menschen gerichtet sein, also auf eine aktive (replikative) akute oder chronischeHepatitis-B-Infektion hinweisen.

Keine Meldepflicht besteht danach:

  • beim alleinigen Nachweis von Anti HBs (spricht für das Vorhandensein von Antikörpern aufgrund einer Impfung)
  • bei Vorliegen indirekter Erregernachweise und negativem direktem Erregernachweis (ausgeheilte Hepatitis-B-Infektion).
Ferner entfällt die Meldepflicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben (z.B. Typisierungsergebnisse, neue Nachweismethoden) nicht erhoben wurden (§ 8 Abs. 3 Satz 1 IfSG)
Das Labor hat in der Meldung an das Gesundheitsamt den vollständigen Untersuchungsbefund einschließlich Typisierungsergebnisse zu melden. (s. im Übrigen zu den zu meldenden Angaben § 9 Abs. 2 Satz 1 IfSG)
Stand: 17.01.2018

Akkreditiert
Ja

> Hepatitis Bc IgM-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Litium Heparinat

Methode

ECLIA

Indikation
Nachweis einer akuten / chronischen Hepatitis B  (HBc IgM-Ak verschwinden meist nach einer akuten Infektion, sind aber auch bei einem relevanten Anteil von Patienten mit chronischer Erkrankung intermittierend positiv).
HBV-DNS Nachweis mittels PCR empfehlenswert.
Anmerkungen

Gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 21 IfSG besteht eine namentliche Meldepflicht für alle direkten und indirekten Nachweise von Hepatitis-B-Virus.

Meldepflichtig sind folgende dem Labor vorliegende Befundkonstellationen:

  • HBV-DNA-Nachweise (Nukleinsäure-Nachweise)
  • HBsAg-Nachweise bestätigt durch einen Zusatztest (z.B. HBsAg-NT) oder durch HBc-Gesamt-Antikörpernachweis
Die Meldepflicht besteht danach unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium (Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten, Deutscher Bundestag Drucksache 18/10938 v. 23.01.2017, S. 49).  Allerdings müssen auch hier die Nachweise auf ein Vorhandensein des Erregers beim Menschen gerichtet sein, also auf eine aktive (replikative) akute oder chronische Hepatitis-B-Infektion hinweisen.
 
Keine Meldepflicht besteht danach:
  • beim alleinigen Nachweis von Anti HBs (spricht für das Vorhandensein von Antikörpern aufgrund einer Impfung)
  • bei Vorliegen indirekter Erregernachweise und negativem direktem Erregernachweis (ausgeheilte Hepatitis-B-Infektion).
Ferner entfällt die Meldepflicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben (z.B. Typisierungsergebnisse, neue Nachweismethoden) nicht erhoben wurden (§ 8 Abs. 3 Satz 1 IfSG)
Das Labor hat in der Meldung an das Gesundheitsamt den vollständigen Untersuchungsbefund einschließlich Typisierungsergebnisse zu melden. (s. im Übrigen zu den zu meldenden Angaben § 9 Abs. 2 Satz 1 IfSG)
Stand: 17.01.2018

Akkreditiert
Ja

> Hepatitis Be Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Indikation

HBe-Ak als Marker für eine Hepatitis B-Infektion (akut, chronisch oder zurückliegend ausgeheilt). Eine weitere Abklärung ist erforderlich (zunächst HBs-Antigen und HBs-Antikörper), bei nicht nachweisbaren HBs-Ak auch HBV-DNS Nachweis mittels PCR.

Akkreditiert
Ja

> Hepatitis Be Antigen

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Litium Heparinat

Methode

ECLIA

Indikation

Nachweis einer akuten oder chronischen Hepatitis B. HBe-Antigennachweis als Hinweis auf eine aktive Virusvermehrung mit meist hoher Virämie.
HBV-DNS Nachweis mittels PCR empfehlenswert.

Akkreditiert
Ja

> Hepatitis Bs Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

ECLIA
Bei der Anforderung Hepatitis B-Serologie bestimmen wir die 3 Parameter:
HBs-Antigen, HBs-Ak und HBc-Ak.
Je nach Ergebnis werden weitere Analysen empfohlen bzw. nach Rücksprache mit Ihnen auf Wunsch vorgenommen.

Bewertungskriterium

Bitte beachten Sie die Empfehlungen der STIKO,veröffentlicht durch das RKI.

Indikation

Nachweis protektiver HBs-Ak nach einer zurückliegenden, ausgeheilten Hepatitis B-Infektion (HBs-Ak und HBc-Ak nachweisbar) bzw. nach einer Impfung (nur HBs-Ak nachweisbar).

Anmerkungen
Aktuelle STIKO-Empfehlungen (Stand August 2018):
Zur Kontrolle des Impferfolgs sollte 4–8 Wochen nach der 3. Impfstoffdosis Anti-HBs quantitativ bestimmt werden (erfolgreiche Impfung: Anti-HBs ≥ 100 IE/l).
 
Anti-HBs ≥ 100 IU/L (erfolgreiche Impfung):
Es sind im Allgemeinen keine weiteren Auffrischimpfungen erforderlich. Ausnahme: Patient/innen mit humoraler Immundefizienz (jährliche Anti-HBs-Kontrolle, Auffrischimpfung wenn Anti-HBs < 100 IE/l), ggf. Personen mit besonders hohem individuellem Expositionsrisiko (Anti-HBs-Kontrolle nach 10 Jahren, Auffrischimpfung wenn Anti-HBs < 100 IE/l).
 
„Low-Responder“ (Anti-HBs 10 – 99 IE/l):
Es wird eine sofortige weitere Impfstoffdosis mit erneuter Anti-HBs-Kontrolle nach weiteren 4–8 Wochen empfohlen. Falls Anti-HBs immer noch < 100 IE/l, bis zu 2 weitere Impfstoffdosen jeweils mit anschließender Anti-HBs-Kontrolle nach 4–8 Wochen. Welches Vorgehen sinnvoll ist, falls nach insgesamt 6 Impfstoffdosen weiterhin Anti-HBs < 100 IE/l, wird kontrovers diskutiert.
 
„Non-Responder“ (Anti-HBs < 10 IE/l):
Bestimmung von HBsAg und Anti-HBc zum Ausschluss einer bestehenden chronischen HBV-Infektion. Falls beide Parameter negativ sind, weiteres Vorgehen wie bei „Low-Respondern“ (siehe oben).
 
Bei Personen, die im Säuglingsalter gegen Hepatitis B geimpft wurden:
Bei neu aufgetretenem Hepatitis B-Risiko und unbekanntem Anti-HBs sollte eine weitere Impfstoffdosis gegeben werden mit anschließender serologischer Kontrolle (s.o.)
 
Akkreditiert
Ja

> Hepatitis Bs Antigen (qualitativ)

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Bei der Anforderung von Hepatitis B-Serologie werden 3 Parameter bestimmt: HBs-Antigen, HBs-Ak und HBc-Ak. Je nach Ergebnis werden weitere Analysen empfohlen bzw. nach Rücksprache auf Wunsch des Einsenders erweitert. Bei erstmaligem Nachweis von HBs-Antigen wird dieser Befund durch einen Neutralisationstest bestätigt.

Bewertungskriterium

Ein negativer HBs-Antigenbefund schließt eine Hepatitis B Infektion nicht aus!
Bei positivem Befund ist der HBV-DNS Nachweis mittels PCR empfehlenswert.

Indikation

Nachweis einer akuten oder chronischen Hepatitis B.

Anmerkungen

Meldepflichtig sind folgende dem Labor vorliegende Befundkonstellationen:

  • HBV-DNA-Nachweise (Nukleinsäure-Nachweise) 
  • HBsAg-Nachweise bestätigt durch einen Zusatztest (z.B. HBsAg-NT) oder durch HBc-Gesamt-Antikörpernachweis 

Die Meldepflicht besteht danach unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium (Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten, Deutscher Bundestag Drucksache 18/10938 v. 23.01.2017, S. 49).  Allerdings müssen auch hier die Nachweise auf ein Vorhandensein des Erregers beim Menschen gerichtet sein, also auf eine aktive (replikative) akute oder chronische Hepatitis-B-Infektion hinweisen.

Keine Meldepflicht besteht:

  • beim alleinigen Nachweis von Anti HBs (spricht für das Vorhandensein von Antikörpern aufgrund einer Impfung)
  • bei Vorliegen indirekter Erregernachweise und negativem direktem Erregernachweis (ausgeheilte Hepatitis-B-Infektion). 

Ferner entfällt die Meldepflicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben (z.B. Typisierungsergebnisse, neue Nachweismethoden) nicht erhoben wurden (§ 8 Abs. 3 Satz 1 IfSG)

Das Labor hat in der Meldung an das Gesundheitsamt den vollständigen Untersuchungsbefund einschließlich Typisierungsergebnisse zu melden. (s. im Übrigen zu den zu meldenden Angaben § 9 Abs. 2 Satz 1 IfSG)

Stand: 17.01.2018

Akkreditiert
Ja

> Hepatitis Bs Antigen (quantitativ)

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Bewertungskriterium

negativ: < 0,05 IU/mL

Indikation

Monitoring des HBs-Antigens unter Therapie einer chronischen HBV-Infektion

Akkreditiert
Ja

Hepatitis C

> Hepatitis C Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA/ Immunoblot zur Bestätigung

Indikation

Nachweis einer akuten, chronischen oder ausgeheilten Hepatitis C.
Bei positivem Antikörperbefund ist der HCV-RNS Nachweis notwendig (zur Abgrenzung einer akuten/chronischen Hepatitis C von einer ausgeheilte bzw. ausreichend therapierten Hepatitis C).

Anmerkungen
Meldepflicht Hepatitis C: 
Gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 22 IfSG besteht eine namentliche Meldepflicht für alle direkten und indirekten Nachweise von Hepatitis-C-Virus. Die Meldepflicht besteht danach unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium (Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten, Deutscher Bundestag Drucksache 18/10938 v. 23.01.2017, S. 49). Allerdings müssen auch hier die Nachweise auf ein Vorhandensein des Erregers beim Menschen gerichtet sein, also auf eine aktive (virämische) akute oder chronische Hepatitis-C-Infektion hinweisen.
 
Keine Meldepflicht
besteht danach bei Vorliegen indirekter Erregernachweise und negativem direktem Erregernachweis (Anti HCV bei negativem HCV core Ag oder negativem HCV-RNA-Nachweis: ausgeheilte Hepatitis-C-Infektion).
Ferner entfällt die Meldepflicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben (z.B. Typisierungsergebnisse, neue Nachweismethoden) nicht erhoben wurden (§ 8 Abs. 3 Satz 1 IfSG).
Das Labor hat in der Meldung an das Gesundheitsamt den vollständigen Untersuchungsbefund einschließlich Typisierungsergebnisse zu melden. Gemäß § 9 Abs. 2 Satz 3 IfSG hat der Einsender bei einer Untersuchung auf Hepatitis C dem Meldenden mitzuteilen, ob ihm eine chronische Hepatitis C bei der betroffenen Person bekannt ist (siehe im Übrigen zu den zu meldenden Angaben § 9 Abs. 2 Satz 1 IfSG).

Stand 17.1.2018

Akkreditiert
Ja

> Hepatitis C Genotypisierung

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml
Methode
PCR und Sequenzierung
Nachweisgrenze der HCV-PCR zur Genotypisierung ca. 600 IU/ml
Abrechnung
GKV: Die HCV-Genotypisierung ist eine Kassenleistung vor der antiviralen Therapie mit Interferon und / oder Nukleosidanaloga.
Indikation
Einteilung in 6 verschiedene Genotypen zur Therapieplanung.

Die Klassifikation in 6 Genotypen und soweit möglich Subtypen wird nach Simmonds vorgenommen. Die HCV-Genotypen 2 & 3 sind mit einer signifikant besseren Ansprechrate auf Interferontherapie assoziiert als die übrigen Genotypen. Mit der Genotypisierung des IL28B-Polymorphismus rs12979860 und der ITPA-Polymorphismen rs1127354 und rs7270101 stehen weitere Parameter zur prognostischen Einschätzung des Therapieverlaufs der Kombinationstherapie mit PEG-Interferon alpha und Ribavirin bei Patienten mit HCV-Genotyp 1 zur Verfügung.
Akkreditiert
Ja

> Hepatitis C TMA

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 6h alt
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml
Methode
Transcription-mediated amplification
Bewertungskriterium
Nachweisgrenze: 10 IU/ml
linearer Bereich: 10 IU/ml - 100 Millionen IU/ml
meldepflichtig
Abrechnung
GKV: Die HCV-RNS ist eine Kassenleistung vor oder während der antiviralen Therapie mit Interferon und/oder Nukleosidanaloga (pro Quartal höchstens 3x abrechenbar).
Anmerkungen
Meldepflicht:
Nach der Änderung des §7 im Infektionsschutzgesetz vom 25.07.2017 müssen jetzt alle Erregernachweise unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium gemeldet werden. Die Herausnahme chronischer Infektionen wurde nunmehr aufgehoben. Die Meldepflichten bestehen nach § 8 Absatz 3 Satz 1 allerdings nicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben nicht erhoben wurden.
Akkreditiert
Ja

Hepatitis D

> Hepatitis Delta Ak

Material

Serum: 1 ml
Das Serum sollte schnellst möglich vom Koagulat getrennt werden. Eine Diagnostik aus hämolytischen oder lipämischen Proben ist nicht möglich.
Lagerung der Probe bis max. 48h bei 2-8°C, sonst Probe einfrieren.

Methode

EIA
Mit dem Antikörpertest werden IgG- und IgM-Antikörper nachgewiesen.

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei nachgewiesener HBV-Infektion

Indikation

Nachweis einer Koinfektion oder Superinfektion einer bekannten Hepatitis B mit HBs-Antigennachweis. In 70-–90% der Fälle schwere chronische Verläufe nach einer Superinfektion. Besteht keine Hepatitis B-Infektion, entfällt die Hepatitis Delta-Diagnostik.

Anmerkungen
Akkreditiert
Ja

> Hepatitis Delta Antigen

Material

Serum: 1 ml
Das Serum sollte schnellstmöglich vom Koagulat getrennt werden. Eine Diagnostik aus hämolytischen oder lipämischen Proben ist nicht möglich.
Lagerung der Probe bis 48 Stunden bei 2-8°C, sonst muss die Probe eingefroren werden.

Methode

EIA

Indikation

Nachweis einer Koinfektion oder Superinfektion einer bekannten Hepatitis B mit HBs-Antigennachweis. In 70-–90 % der Fälle schwere chronische Verläufe nach einer Superinfektion.
Nachweis in der Inkubationszeit und frühen Akutphase.
Besteht keine Hepatitis B-Infektion, entfällt die Hepatitis Delta-Diagnostik.

Anmerkungen
Akkreditiert
Ja

Hepatitis E

> Hepatitis E IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA, Immunoblot als Bestätigung
Indikation
Abklärung einer akuten Hepatitis,
Differenzialdiagnostik erhöhter Leberwerte

Hinweis: IgM-Antikörper sinken in der frühen Phase der Genesung rasch ab (nach ca. 7–9 Wochen), nach ca. 12–13 Wochen sind sie i.d.R. nicht mehr nachweisbar. IgG-Antikörper persistieren lebenslang und schützen vor einer erneuten Ansteckung.
Anmerkungen
Akkreditiert
Ja

> Hepatitis E IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA, Immunoblot als Bestätigung
Indikation
Abklärung einer akuten Hepatitis,
Differenzialdiagnostik erhöhter Leberwerte

Hinweis: IgM-Antikörper sinken in der frühen Phase der Genesung rasch ab (nach ca. 7–9 Wochen), nach ca. 12–13 Wochen sind sie i.d.R. nicht mehr nachweisbar. IgG-Antikörper persistieren lebenslang und schützen vor einer erneuten Ansteckung.
Anmerkungen
meldepflichtig

Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter 106: Hepatitis E und Hepatitis D - Zwei unterschätzte Infektionserkrankungen.
Akkreditiert
Ja

> Hepatitis E PCR

Material

Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut / Vollblut: 3 ml
(Mit anderen Materialien wie Stuhl nur qualitative HEV-PCR möglich.)

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: ca. 100 IU/ml

Abrechnung

EBM: Keine Kassenleistung. 

Indikation
Nachweis einer akuten Hepatitis E vor dem Auftreten/Nachweis HEV-spezifischer Antikörper.
Nachweis einer chronischen Hepatitis E (Virusnachweis > 6 Monate) bei Patienten unter Immunsuppression.
Anmerkungen

Meldepflichtig, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist.

Akkreditiert
Ja

(im Blut; nicht in anderen Untersuchungsmaterialien)

Herpes simplex Virus (HSV)

> Herpes simplex Ak-Index (AI, IgG) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
AI: 1,4 grenzwertig
Indikation
Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen HSV, Verdacht auf HSV-Infektion des ZNS wie HSV-Enzephalitis (Anstieg des HSV-Antikörperindex ca. 10–12 Tage nach Beginn der Klinik, davor sollte die HSV-PCR im Liquor durchgeführt werden)

Verdacht auf „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp

> Herpes simplex Typ 1 IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Bewertungskriterium

negativ: <0,6 COI (Cut off-Index)

grenzwertig: 0,6 - < 1,0 COI (Cut off-Index)

positiv: ≥ 1,0 COI (Cut off-Index)

Abrechnung

Die HSV-PCR im Liquor ist entsprechend EBM eine Kassenleistung der GKV.

Indikation
  • Bestimmung des Immunstatus z.B. bei Transplantatspendern oder bei aktiv bzw. passiv immunisierten Personen.
  • V.a. Herpes simplex Primärinfektion (Stomatitis herpetica, Keratitis, Ekzema herpeticatum, auch Genitalherpes, oft asymptomatisch: Nach einer HSV-1-Primärinfektion in 99 % inapparanter Verlauf !!)
  • V.a. auf eine latente Herpes simplex Typ 1 Infektion.
Die IgG-Serokonversion bei negativer Vorprobe beweist die HSV-Primärinfektion.
Die Bestimmung von HSV-IgM hat für die Diagnostik der akuten wie auch der rezidivierenden Infektion praktisch keine Bedeutung, so dass wir den IgM-Antikörpertest eingestellt haben.
 
Falls IgG-Antikörper gegen HSV-1 sind nachweisbar sind, besteht ein Hinweis auf eine latente HSV-1-Infektion.
Aber auch eine Reaktivierung ist möglich, diese wäre serologisch nicht zu sichern.
 
Bei entsprechendem klinischen Verdacht auf eine Rekurrenz / Reaktivierung der bestehenden HSV-1-Infektion ist die PCR aus Bläscheninhalt (Abstrich in ca. 1ml NaCl) die Methode der Wahl (keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung).
Bei Verdacht auf eine HSV-2-Primärinfektion ist eine serologische Kontrolle in 2 – 3 Wochen zu empfehlen, auch hier sollte zusätzlich eine PCR aus Bläscheninhalt (Abstrich in ca. 1ml NaCl) erfolgen.

Zur Diagnostik einer Herpes-Enzephalitis sollte der direkte Erregernachweis (PCR) aus Liquor angestrebt werden.
 
Akkreditiert
Ja

> Herpes simplex Typ 2 IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Bewertungskriterium
negativ: <0,51 COI (Cut off-Index)
grenzwertig: 0,51 - < 1,00 COI (Cut off-Index)
positiv: ≥ 1,00 COI (Cut off-Index)
Indikation
  • Bestimmung des Immunstatus z.B. bei Transplantatspendern oder bei aktiv bzw. passiv immunisierten Personen.
  • V.a. Herpes simplex Primärinfektion (meist Genitalherpes: Herpes genitalis, Vulvovaginitis, aber auch oft asymptomatisch)
  • V.a. auf eine latente Herpes simplex Typ 2 Infektion, STI-Screening.

Die IgG-Serokonversion bei negativer Vorprobe beweist die HSV-Primärinfektion.
Die Bestimmung von HSV-IgM hat für die Diagnostik der akuten wie auch der rezidivierenden Infektion praktisch keine Bedeutung, so dass wir den IgM-Antikörpertest eingestellt haben.

Falls IgG-Antikörper gegen HSV-2 sind nachweisbar sind, besteht ein Hinweis auf eine latente HSV-2-Infektion.
Aber auch eine Reaktivierung ist möglich, diese wäre serologisch nicht zu sichern.
 
Bei entsprechendem klinischen Verdacht auf eine Rekurrenz / Reaktivierung der bestehenden HSV-2-Infektion ist die PCR aus Bläscheninhalt (Abstrich in ca. 1ml NaCl) die Methode der Wahl (keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung).
Bei Verdacht auf eine HSV-1-Primärinfektion ist eine serologische Kontrolle in 2-3 Wochen zu empfehlen. Auch hier sollte zusätzlich eine PCR aus Bläscheninhalt (Abstrich in ca. 1ml NaCl) erfolgen.

> Herpes simplex Virus PCR

Material
Liquor 1 ml,
Abstrich, Bläscheninhalt in ca. 1 ml NaCl (bitte keine Aluminiumtupfer einsenden)

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR (Differenzierung HSV- 1 und HSV-2)
Abrechnung
EBM: nur Liquor-Analyse ist Kassenleistung
Indikation
Differenzialdiagnostik der viralen Enzephalitis im Liquor (bei Primärinfektion oder endogener Reaktivierung) in der Frühphase,
schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich
Akkreditiert
Ja

HIV

> HIV-1 genotypische Resistenz (Medikamentenresistenz)

Material
EDTA-Blut: 3 ml, max. 6h alt,
EDTA-Plasma: 1 ml
Methode
PCR, Sequenzierung
Indikation
Unter bestimmten Voraussetzungen vor Therapiebeginn, bei Schwangeren und unter versagender Therapie (siehe BUB-Richtlinie des G-BA)

> HIV-1 TMA (RNS quantitativ)

Material
EDTA-Blut: 3 ml, max. 24h alt,
EDTA-Plasma: 1,0 ml

(Serum nur für qualitative Analysen geeignet)
Methode
TMA (Transcription-mediated amplification)
Bewertungskriterium
Nachweisgrenze: 30 Kopien/ml
linearer Bereich: 30 Kopien/ml - 10 Millionen Kopien/ml
Abrechnung
EBM: Der HIV-RNS Nachweis ist nur eine Kassenleistung:

  • zur Entscheidung über den Beginn einer medikamentösen antiretroviralen Therapie bei HIV-Infizierten nach positivem Antikörpernachweis,
  • zur Überwachung, ggf. Umstellung der antiretroviralen Therapie
  • zum Nachweis einer HIV-Infektion des Neugeborenen einer HIV-Ak-positiven Mutter

Indikation
Ausgangsviruslast vor Therapie, Therapiemonitoring

Der Nachweis einer frischen HIV-Infektion ist nicht empfehlenswert, da dieser Test nicht HIV-2 erfasst und bei der Subtypenerkennung von HIV-1 störanfälliger ist als der Screening-Test. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass bei einer bereits länger bestehenden, noch nicht diagnostizierten HIV-Infektion "Long term non progressors" bzw. "Elite controlers" übersehen werden, da bei diesen Patienten keine oder nur eine sehr geringe Virämie detektierbar ist, während der Screening-Test eindeutig positiv ausfiele.

> HIV-Test (HIV-1 und HIV-2 + p24 Antigen)

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (wenn positiv, dann Bestätigung mittels Immunoblot)

Bewertungskriterium

Der Screeningtest (Test der 4. Generation) erfasst neben HIV-1 und HIV-2 Antikörpern auch das p24-Antigen von HIV-1.
Ein negatives Ergebnis im HIV Antigen/ Antikörper-Screeningtest schließt eine HIV-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit aus, wenn die letzte potenzielle HIV-Exposition länger als 6 Wochen zurückliegt.
Bei Verdacht auf eine frische Infektion wird eine Verlaufskontrolle empfohlen. (Quelle: Bundesgesundheitsblatt 2015 58:877-886)

Für bestätigte HIV-Befunde besteht eine nicht-namentliche Meldepflicht beim RKI.

Indikation

V.a. HIV-Infektion (AIDS)

Anmerkungen

Hinweise zur Sensitivität der Diagnostik, Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html

 Die Diagnostik der HIV-Infektion stützt sich auf den Nachweis spezifischer Anti­körper in Kombination mit dem Nachweis von Virusantigen oder viralen Nu­kle­in­säuren (Zweistufendiagnostik mit Such- und Bestätigungstest) (Stellungnahme der Gemeinsamen Diagnostikkommission der DVV und der GfV 2015: Bundesgesundheitsbl 2015 · 58:877–886; DOI 10.1007/s00103- 015-2174 –x: pdf).

Spezifische Antikörper werden im Durchschnitt nach 22 Tagen bei einem Infi­zier­ten nachweisbar und Virusantigen bereits nach 16-18 Tagen. Virale Nukle­in­säu­ren können im Durchschnitt sogar schon nach 11 Tagen diagnostiziert werden.

Werden moderne Suchteste der 4. Gene­ra­tion verwendet, die neben Antikörpern auch HIV-Antigene nachweisen, ist ein sicherer Nachweis in der Regel schon nach maximal 6 Wochen möglich. Damit gilt auch, dass 6 Wochen nach möglicher Exposition durch ein negatives Ergebnis im HIV-Antikörper-/Antigen-Suchtest der 4. Generation eine Infektion mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden kann (keine spezifischen Antikörper oder p24-Antigen nachweisbar).

Im ersten Schritt der Zweistufendiagnostik wird in einem hochsensitiven Test, z.B. einem ELISA oder einem vergleichbaren Test geprüft, ob Antikörper gegen virale Antigene und/oder virales p24-Antigen vorliegen.

Die meisten der in Deutsch­land verwendeten ELISA können gleichzeitig HIV-1- und HIV-2-spe­zi­fi­sche Anti­kör­per erkennen. In seltenen Fällen kann es im Suchtest zu un­spe­zi­fi­schen Reaktionen kommen. Daher wird mit einem zweiten, hoch­spe­zi­fi­schen Test, dem sog. Immu­no­blot, die Spezifität der Bindung der Antikörper an die viralen Proteine (Antigene) geprüft.

Alternativ zur Bestätigung im Immunoblot kann die Bestätigung eines reaktiven Suchtestes auch durch den Nachweis viraler Nukleinsäuren in einem NAT, z.B. mit der Polymerasekettenreaktion (PCR), erfolgen, vorausgesetzt die gemessene Viruslast beträgt mindestens 1.000 Kopien/ml.

Auch wenn NATs zur Bestätigung eines reaktiven Suchtestes eingesetzt wird, ist die Untersuchung einer zweiten Probe zum Ausschluss einer Proben­ver­wechs­lung empfohlen.

Akkreditiert
Ja

Hochpathogene Viren, Infektionserkrankungen der Risikogruppe 4

Material
Die Analyse von Untersuchungsmaterial jeglicher Art (auch Serum!) der Risikogruppe 4 ist in Deutschland ausschließlich speziellen Laboren der Schutzstufe 4 vorbehalten.

Bitte senden Sie Probenmaterial mit Verdacht u.a. auf die unten genannten Viren nicht an unser Labor, sondern direkt an eines der S4-Hochsicherheitslaboratorien; in Deutschland z.B. an:

Institut für Virologie der Universität Marburg
Hans-Meerwein-Straße 2
35043 Marburg
Tel.: 06421 . 2866 253

Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg
Tel.: 040 . 4 28 18-0 (24 h)

Robert Koch-Institut
Zentrum für Biologische Sicherheit

Nordufer 20
13353 Berlin
Tel.: 030 . 18 754-0
Methode
Entsprechend der Gefährlichkeitseinstufung zählen folgende hochpathogene Viren zur
Risikogruppe 4:


Bei Verdacht auf Infektion das Probenmaterial bitte
nicht an unser Labor senden!

Verschicken an S4-Hochsicherheitslabor:
Probenmaterial ist direkt an ein S4-Sicherheitslabor zu schicken!
Beim Versenden unterliegt Probenmaterial mit V.a. hochpathogene Erreger besonderen Transportbestimmungen. Bitte kontaktieren Sie vor der Versendung unbedingt das entsprechende S4-Hochsicherheitslabor.

Humanes Herpes Virus 6

> Humanes Herpes Virus 6 IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
IFT
Bewertungskriterium
cut off 1:10
Indikation
3-Tage-Fieber (Exanthema subitum, Roseola infantum) vor allem bei Kindern < 2 Jahren, Differenzialdiagnose akuter fieberhafter Erkrankungen mit Lymphadenopathie,
V.a. Reaktivierung einer latenten HHV6-Infektion unter Immunsuppression
Akkreditiert
Ja

> Humanes Herpes Virus 6 IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
IFT
Bewertungskriterium
cut off 1:10
Indikation
3-Tage-Fieber (Exanthema subitum, Roseola infantum) vor allem bei Kindern < 2 Jahren, Differenzialdiagnose akuter fieberhafter Erkrankungen mit Lymphadenopathie,
V.a. Reaktivierung einer latenten HHV6-Infektion unter Immunsuppression
Akkreditiert
Ja

Humanes Metapneumovirus (MPV oder HMPV) PCR

Material

Nasen-/Rachenabstrich in 1ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer)

Trachealsekret: 1 ml
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte (vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern), Infekte des oberen Respirationstraktes und Bronchiolitis

Akkreditiert
Ja

Influenza

> Influenza A und B IgA-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9-11 VE
positiv: > 11 VE

Bei den eingesetzten Antigenen handelt es sich bei:
Influenza A um eine Mischung aus HA A/California/7/2009 (H1N1)pdm09-like virus und HA A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2)-like virus und bei
Influenza B um den Stamm HA B/Brisbane/60/2008-like virus.

IgG-Antikörper treten bei Influenza etwa 2-3 Wochen nach einer Infektion auf. Ein positives Ergebnis kann somit ein Hinweis auf eine akute oder kürzlich durchgemachte Infektion geben. Impfanamnese beachten! Eine Diagnose ist nur unter Einbeziehung von Anamnese, Klinik und Labordaten möglich. Das Auftreten erhöhter IgA-Titer kann ein zusätzlicher Hinweis auf eine frische Infektion sein. Sie treten auch bei Reinfektionen auf und können bis zu einem Jahr persistieren
Indikation
Nachweis von IgA-Antikörpern gegen Influenzaviren. Eine Unterscheidung zwischen Impfstamm und Wildvirus ist nicht möglich.

Die Influenza-Serologie ist für die Akutdiagnostik nicht geeignet!
Bei V.a. eine akute Infektion ist der Direktnachweis von Influenza-Viren mittels PCR aus einem Nasen-/Rachenabstrich in ca. 1 ml NaCl die Methode der Wahl. PCR ist entsprechend EBM Kassenleistung der GKV; Ausnahmeziffer 32006.
Akkreditiert
Ja

> Influenza A und B IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9 -11 VE
positiv: > 11 VE

Bei den eingesetzten Antigenen handelt es sich bei:
Influenza A um eine Mischung aus HA A/California/7/2009 (H1N1)pdm09-like virus und HA A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2)-like virus und bei
Influenza B um den Stamm HA B/Brisbane/60/2008-like virus.

Ein IgG-Antikörpertiter kann nur den Kontakt mit dem Antigen anzeigen, dabei besteht aber nicht zwangsläufig eine Immunität.
IgG-Antikörper treten bei Influenza etwa 2-3 Wochen nach einer Infektion auf. Ein positives Ergebnis kann somit ein Hinweis auf eine akute oder kürzlich durchgemachte Infektion geben. Impfanamnese beachten! Eine Diagnose ist nur unter Einbeziehung von Anamnese, Klinik und Labordaten möglich. Das Auftreten erhöhter IgA-Titer kann ein zusätzlicher Hinweis auf eine frische Infektion sein. Sie treten auch bei Reinfektionen auf und können bis zu einem Jahr persistieren.
Indikation
Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Influenzaviren. Eine Unterscheidung zwischen Impfstamm und Wildvirus ist nicht möglich.

Die Influenza-Serologie ist für die Akutdiagnostik nicht geeignet!
Bei V.a. eine akute Infektion ist der Direktnachweis von Influenza-Viren mittels PCR aus einem Nasen-/Rachenabstrich in ca. 1 ml NaCl die Methode der Wahl. PCR ist entsprechend EBM Kassenleistung der GKV; Ausnahmeziffer 32006.
Akkreditiert
Ja

> Influenza A und B PCR

Material
Nasenspülflüssigkeit: 2 ml
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Der sogenannte Influenza-Schnelltest wird nicht durchgeführt.
Die Influenza A-PCR erkennt auch das Schweinegrippe-Virus (H1N1) sowie viele Vogelgrippe-Isolate.
Abrechnung
EBM: Kassenleistung, Ausnahmeziffer 32006
Nicht bei Verdacht auf Vogelgrippe!
Indikation
Verdacht auf Influenza, Differenzialdiagnostik der fieberhaften respiratorischen Erkrankungen, Akutdiagnostik
Anmerkungen
Der Direktnachweis von Influenzaviren mittels PCR ist meldepflichtig!

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem LabmedLetter Nr. 92.
Akkreditiert
Ja

> Influenza A/ H5N1 ("Vogelgrippe") PCR

Material
Nasenspülflüssigkeit: 2 ml
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung!
Indikation
Zur weiteren Differenzierung nach einer Influenza A positiven PCR bei entsprechendem epidemiologischen Verdacht bzw. Auslandsanamnese, Akutdiagnostik
Anmerkungen
Der Direktnachweis von Influenzaviren H5N1 mittels PCR ist meldepflichtig!

Siehe auch LabmedLetter Nr. 92.

> Influenza A/ H7N9 ("Vogelgrippe") PCR

Material
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial kann angefordert werden unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Keine Kassenleistung
Indikation
Zur weiteren Differenzierung nach einer Influenza A positiven PCR bei entsprechendem epidemiologischen Verdacht bzw. Auslandsanamnese, Akutdiagnostik.
Anmerkungen
Der direkte Nachweis von Influenza A/H7N9 ist meldepflichtig.

Legionella

> Legionella Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
IFT
Der Legionella IFT erfasst Antikörper gegen Legionella pneumophila der Serogruppen 1-7 sowie der Serogruppen 8-14; zusätzlich Legionella non pneumophila species (Legionella jordanis, bozemanii, gormanii, midadei, dumoffii und longbeachae).
Bewertungskriterium
cut off 1:100

Der Antikörpernachweis besitzt in der akuten Krankheitsphase keinen diagnostischen Wert, ist jedoch bei zurückliegenden Infektionen die Methode, mit der eine Ätiologie abgeklärt werden kann. Bei IgG Testung in der Immunfluoreszenz sind 6% der gesunden Bevölkerung positiv, sodass hohe Einzeltiter grundsätzlich einer zurückhaltenden Beurteilung bedürfen.

Bei einer frischen Legionellen-Infektion ist die Antikörperbildung oft sehr verzögert nachweisbar. IgG-und IgM-Antikörper steigen simultan an, sodass IgM nicht im Sinne von Akutphase-Antikörper zu verstehen sind. Infolge des frühen IgM-Abfalls kann das Fehlen von IgM allerdings ein Indiz für einen länger zurückliegenden Kontakt mit diesem Erreger sein.

Ein einmalig deutlich erhöhter Wert im IFT oder eine deutliche Änderung des Titers zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!
Indikation
Ätiologische Abklärung einer bereits zurückliegenden Pneumonie
Nicht für die Akutdiagnostik geeignet!

Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret BAL (entsprechend EBM keine Kassenleistung).
Akkreditiert
Ja

> Legionella IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Der Legionella IgM EIA-Test erfasst die Serogruppe 1-7.
Bewertungskriterium
negativ: < 120 U/ml
grenzwertig: 120-140 U/ml
positiv: > 140 U/ml

Der Antikörpernachweis besitzt in der akuten Krankheitsphase keinen diagnostischen Wert, ist jedoch bei zurückliegenden Infektionen die Methode, mit der eine Ätiologie abgeklärt werden kann. Bei IgG Testung in der Immunfluoreszenz sind 6% der gesunden Bevölkerung positiv, so dass hohe Einzeltiter grundsätzlich einer zurückhaltenden Beurteilung bedürfen.

Bei einer frischen Legionellen-Infektion ist die Antikörperbildung oft sehr verzögert nachweisbar. IgG-und IgM-Antikörper steigen simultan an, sodass IgM nicht im Sinne von Akutphase-Antikörper zu verstehen sind. Infolge des frühen IgM-Abfalls kann das Fehlen von IgM allerdings ein Indiz für einen länger zurückliegenden Kontakt mit diesem Erreger sein.
Kreuzreaktionen von L. Pneumophila sind mit Campylobacter jejuni, Pseudomonaden, Rickettsien und anderen gramnegativen Bakterien beschrieben worden.
Indikation
Ätiologische Abklärung einer bereits zurückliegenden Pneumonie
Nicht für die Akutdiagnostik geeignet!

Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret BAL (entsprechend EBM keine Kassenleistung).
Akkreditiert
Ja

> Legionella pneumophila (Serotyp 1)-Antigen

Material
frischer Morgenurin: 5 ml
Methode
EIA
Indikation
V.a. eine Legionella Serotyp 1-Infektion z.B. Pneumonie bei ambulant erworbener oder reiseassoziierter Infektion

Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret BAL (entsprechend EBM keine Kassenleistung).
Anmerkungen
Der Direktnachweis von Legionella Antigen ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

> Legionella pneumophila PCR

Material
Sputum, Bronchialsekret: 2 ml
BAL: 5 ml
Bitte keinen Urin einsenden!
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
V.a. eine Legionella Infektion z.B. Pneumonie bei ambulant erworbener, reiseassoziierter oder nosokomialer Infektion

Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR (keine Kassenleistung der GKV) aus respiratorischem Sekret (BAL).
Anmerkungen
Der Direktnachweis von Legionella pneumophila (PCR) ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Leptospiren AK

> Leptospiren IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 10 U/ml
grenzwertig: 10-15 U/ml
positiv: > 15 U/ml

IgM-Antikörper lassen sich bei einer Leptospirose bereits 2-6 Tage nach Beginn der Symptomatik nachweisen, sie persistieren ca. 5 Monate. Im Gegensatz dazu ist der IgG-Antikörpernachweis nicht so aussagekräftig, denn nicht alle Patienten bilden eine IgG-Reaktion nach einer Leptospira-Infektion aus.

Die Sensitiviät des IgM-Antikörpernachweises liegt bei 97%, die Spezifität bei 96%.
IgG-Antikörper werden nicht regelmäßig gebildet.
Indikation
V.a. Leptosirose, Morbus Weil und Weil-ähnliche Erkrankungen, Differenzialdiagnostik grippaler Infekte, Differenzialdiagnostik Fieber, Differenzialdiagnostik Hepatitis, Differenzialdiagnostik akutes Nierenversagen, anamnestisch bestimmte Berufsgruppe wie Kanalarbeiter, Bauern oder Tierärzte
Akkreditiert
Ja

> Leptospiren IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 15 U/ml
grenzwertig: 15-20 U/ml
positiv: > 20 U/ml

IgM-Antikörper lassen sich bei einer Leptospirose bereits 2-6 Tage nach Beginn der Symptomatik nachweisen, sie persistieren ca. 5 Monate. Im Gegensatz dazu ist der IgG-Antikörpernachweis nicht so aussagekräftig, denn nicht alle Patienten bilden eine IgG-Reaktion nach einer Leptospira-Infektion aus.

Die Sensitivität des IgM-Antikörpernachweises liegt bei 97%, die Spezifität bei 96%.
IgG-Antikörper werden nicht regelmäßig gebildet.
Indikation
V.a. Leptosirose, Morbus Weil und Weil-ähnliche Erkrankungen, Differenzialdiagnostik grippaler Infekte, Differenzialdiagnostik Fieber, Differenzialdiagnostik Hepatitis, Differenzialdiagnostik akutes Nierenversagen, anamnestisch bestimmte Berufsgruppe wie Kanalarbeiter, Bauern oder Tierärzte
Anmerkungen
Der IgM-Antikörpernachweis gegen Leptospira ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Listeria monocytogenes Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
KBR
Bewertungskriterium
negativ: bis 1:10
kontrollbedürftig: 1:40
positiv: > 1:40
Anmerkungen
Bei klinischem V.a. eine Listerien-Infektion/ Listerien-Besiedlung ist die mikrobiologische Erregeranzucht aus klinischem Material (Blutkultur, Liquor, Stuhl, Abzessabstriche) die Methode der Wahl.

Lues (Syphilis)

> RPR-Test (Rapid Plasma Reagin Test)

Material
Serum: 1 ml
Methode
Flocculation (modifizierter VDRL-Test)
Eine Flocculation bei einem Titer 1:1 wird mit fraglich befundet, ab Titer 1:2 wird der RPR austitriert.
Bewertungskriterium
Cut off 1:1
Nachweisbare Antikörper im RPR-Test sprechen für eine behandlungsbedürftige Syphilis.
Indikation
V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis, Anschlussdiagnostik
Anmerkungen
Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.
Akkreditiert
Ja

> TPPA

Material
Serum: 1 ml oder Liquor: 1 ml
Methode
IPA
Bewertungskriterium
Cut off 1:80 (Serum) und 1:2 (Liquor)
Indikation
V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis, Anschlussdiagnostik
Anmerkungen
Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.
Akkreditiert
Ja

> Treponema pallidum Ak (Lues/Syphilis-Suchtest)

Material

Serum: 1 ml, EDTA Plasma, Heparin Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Bewertungskriterium

Bei reaktivem Suchtest wird eine Anschlussdiagnostik (TPPA-Titer, IgG-Antikörpertest (EIA), IgM-Antikörpertest (EIA), RPR-Test = modifizierter VDRL-Test) zur Bestätigung und zur Beurteilung der Aktivität / Behandlungsbedürftigkeit angeschlossen. Ein reaktiver Suchtest muss durch einen anderen Test bestätigt werden.

Indikation

V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis
Zugelassener Screeningtest für die Mutterschaftsvorsorge (siehe auch: „Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung „Mutterschafts-Richtlinien“).

Anmerkungen

Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.

Akkreditiert
Ja

> Treponema pallidum Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
IPA
Bewertungskriterium
AI: > 2,0 Verdacht auf einen Treponemenbefall des ZNS
AI: ab 3,0 beweist mit hoher Spezifität und Sensitivität die spezifische lokale Antikörpersynthese im ZNS.

Der Nachweis einer lokalen spezifischen Antikörpersynthese im ZNS ist nicht gleichbedeutend mit einer aktiven behandlungsbedürftigen Infektion, da das Phänomen der Tr.pallidum spezifischen Antikörpersynthese auch nach Therapie über viele Jahre persistieren kann (s.g. "Liquornarbe"). Bei einer Neurolues würde man eine Schrankenfunktionsstörung erwarten sowie eine Pleozytose.
Indikation
Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen Treponema pallidum, Verdacht auf Neurolues.
Akkreditiert
Ja

> Treponema pallidum IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: <20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml
Indikation
V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis, Anschlussdiagnostik
Bestätigungstest eines reaktiven Suchtestes
Anmerkungen
Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.
Akkreditiert
Ja

> Treponema pallidum IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: <20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml
Ein IgM-Nachweis spricht für eine behandlungsbedürftige Syphilis.
Indikation
V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis, Anschlussdiagnostik
Anmerkungen
Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.

Malaria

> Malaria Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Antigene: Plasmodium falciparum, P. vivax, P. ovale und P. malariae
Bewertungskriterium
negativ

Die Beurteilung des Malaria EIA erfolgt qualitativ.
Die Antigene weisen P. falciparum-, P. vivax-, P. ovale- und P. malariae-spezifische IgG, IgM und IgA nach, wodurch der Test Antikörper während aller Stadien der Infektion nachweisen kann.

In jedem Fall ist der Erregernachweis vorrangig und mittels Blutausstrich und Dickem Tropfen anzustreben!
Akkreditiert
Ja

> Malaria Direktnachweis

Material
EDTA-Blut: 2 ml, möglichst während der Fieberphase entnehmen!
Bitte unbedingt mitteilen: Reisedaten, Reiseziel, seit wann Klinik, seit wann Fieber, ob Malariaprophylaxe genommen wurde (ja/nein)
Methode
Dicker Tropfen, Blutausstrich (Mikroskopie), Antigentest (Ag-Nachweis bei Pl. falciparum / Pl. vivax)
Indikation
V.a. eine akute Malariainfektion nach Auslandsaufenthalt
Anmerkungen
Bitte Probe vorab telefonisch anmelden! (Tel: 0231 / 9572-5100)
Bitte auch eine Rückrufnummer angeben, damit das Ergebnis noch am selben Tag telefonisch mitgeteilt werden kann.
Akkreditiert
Ja

Masern

> Masern IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
cut off: 150 mIU/ml
Indikation
Immunstatus vor/nach Impfung

  • V.a. eine frische Maserninfektion zusammen mit der Analyse der IgM-Antikörper (Fieber, typisches Exanthem, Kopliksche Flecken)
  • V.a. Masernenzephalitis
  • V.a. SSPE

  • (bei V.a. SSPE oder Masernenzephalitis bitte zeitgleich abgenommene Liquorprobe zur Berechnung des Masern-spezifischen Antikörper-Index einsenden)


Ein „Schutztiter“ ist vom Hersteller nicht definiert; eine Überprüfung des Impfstatus wird auch von der STIKO nicht gefordert.

Empfehlung der STIKO:
Nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, oder die im Gesundheitsdienst oder bei der Betreuung von Immundefizienten oder in Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind, sollten eine einmalige Impfung, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff, erhalten.

Postexpositionsprophylaxe:
Ungeimpfte ab dem Alter von 9 Monaten bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus mit Kontakt zu Masernkranken; möglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition.
Empfehlung: Einmalige Impfung, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff
Die Immunglobulingabe ist zu erwägen für gefährdete Personen mit hohem Komplikationsrisiko und für
Schwangere (s. a. Epid. Bull. 29/2001, S. 223).

Im Rahmen eines Ausbruchs:
Nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit
Empfehlung: Einmalige Impfung, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff

Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission), die auf der Webseite des RKI veröffentlicht sind.

Anmerkungen
Die deutliche Änderung zwischen 2 Proben beim IgG-Antikörpernachweis ist meldepflichtig.
Akkreditiert
Ja

> Masern IgG-Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.
Indikation
Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen Masernvirus
V.a. Masern-Enzephalitis
V.a. SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis)
V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)

> Masern IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Indikation
V.a. eine frische Maserninfektion zusammen mit der Analyse der IgG-Antikörper (Fieber, typisches Exanthem, Kopliksche Flecken),
Differenzialdiagnostik fieberhafter Erkrankungen mit Exanthem
Anmerkungen
Der Nachweis von Masern-IgM-Ak ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Meningokokken

> Meningokokken Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
Serumbakterizidie-Test gegen Neisseria meningitidis
Es werden Antikörper gegen die Serogruppen A, C, W135 und Y nachgewiesen.
Bewertungskriterium
Titer ≥ 1:8 werden als protektiv angesehen.
Abrechnung
Die Analyse der Meningokokken Ak im Serum ist keine Kassenleistung!
(IGeL-Preis: 157,00 €)
Indikation
Impftiterüberprüfung nach Meningokokkenimpfung.
Der Test ist nicht zur Diagnose einer akuten Infektion geeignet.

Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission), die auf der Webseite des RKI veröffentlicht sind.
Anmerkungen
Fremdleistung; die Analyse der Meningokokken Ak im Serum wird vom nationalen Referenzzentrum für Meningokokken (Prof. Frosch, Uni Würzburg) durchgeführt. Analysendauer beim Referenzzentrum ca. 12 Wochen!
Akkreditiert
Ja

> Meningokokken Kultur

Material
Liquor nativ oder in Kulturflasche
Probe bitte telefonisch ankündigen!
(Tel.: 0231/9572-5100)

Siehe auch Mikrobiologie.
Methode
Mikroskopie, mikrobiologische Erregeranzucht, Differenzierung und Resistenzbestimmung
Indikation
Abklärung einer Meningitis
Für die Notfalldiagnostik ist die Meningokokken-PCR empfehlenswert!
Anmerkungen
Die Mikroskopie-Befunderstellung erfolgt am Einsendetag!
Der Nachweis von Meningokokken im Liquor ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

> Meningokokken PCR

Material
Liquor: 1 ml
Bitte Probe telefonisch ankündigen! (Tel.: 0231 · 9572 - 5200)
Methode
PCR
Die PCR detektiert Neisseria meningitidis der Serogruppe A, B, C, W135, Y.
Indikation
Notfalldiagnostik zur Abklärung einer Meningitis.
Anmerkungen
Die Befunderstellung erfolgt am Einsendetag!
Der Nachweis von Meningokokken im Liquor ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

MERS-Coronavirus PCR

Material
BAL: 5 ml
Sputum: 1-2 ml

Hinweis: Für die PCR wird tiefes respiratorisches Sekret benötigt (kein Nasen/Rachenabstrich); vorzugsweise BAL, alternativ Sputum oder endotracheales Aspirat.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation

  1. Patienten mit respiratorischen Symptomen unabhängig von deren Schwere UND Kontakt mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall von MERS.
  2. Patienten mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet


Detaillierte Falldefinition sowie Angaben zu Risikogebieten siehe hier aktuelle Informationen des Robert-Koch-Institus.

Anmerkungen
Der direkte Nachweis von MERS-Coronavirus ist meldepflichtig.

MRSA (Methicillin- /Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus)

> MRSA PCR aus dem Abstrich (Schnelltest)

Material
direkt aus klinischem Probenmaterial:
Abstrich von Wunde, Haut, Nase, Rachen etc., (kein Anal-Abstrich!)
Tracheal-/Bronchialsekret

Bitte beachten:

  • mehrere Abstriche verschiedener Abnahmestellen können sinnvoll sein (Nase/Rachen, Wunde etc.; ggf. poolen)
  • Probe bitte mit "MRSA-Schnelltest - EILT" kennzeichnen
  • telefonische Ankündigung erforderlich!

Für Befunderstellung am gleichen Tag muss die Probe das Labor bis mittags erreichen!

Methode
PCR
Nachweis der SCCmec-Kassette, auf der das mecA-Gen lokalisiert ist.
Ergebnis liegt am gleichen Tag vor, wenn die Probe das Labor bis mittags erreicht hat!
Anmerkungen
Weitere Informationen siehe LabmedLetter MRSA-Schnelldiagnostik.
MRSA Kultur siehe Mikrobiologie MRSA (Methic./Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus) sowie Krankenhaushygiene.
Akkreditiert
Ja

> MRSA PCR aus Kultur bei Erstnachweis

Material
Kultur (z.B. bei kulturellem Erstnachweis von MRSA)
Methode
PCR
Bei kulturellem Nachweis von MRSA inklusive Prüfung auf Anwesenheit von:

  • mecA-Gen (healthcare associated/ ha-MRSA) und
  • PVL-Gen (Panton-Valentin-Leukozidin: community acquired/ ca-MRSA) sowie
  • Sequenztyp ST398 (livestock associated/ la-MRSA)*

* Stämme dieser klonalen Linie werden im Zusammenhang mit der Tierzucht - speziell der Schweinemast - beschrieben. (siehe auch RKI: Epidemiologisches Bulletin 21.2013)

MRSA Kultur siehe auch Mikrobiologie MRSA (Methic./Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus) sowie Krankenhaushygiene

Anmerkungen
Der Nachweis von MRSA nur aus Liquor und Blut ist meldeflichtig!
Akkreditiert
Ja

> MRSA spa-Typisierung

Material
MRSA-Kultur
Methode
PCR und Sequenzierung
Untersuchung erfolgt nach der Sequenzierung des spa-Gens (Staphylococcus aureus Protein A Gen) des MRSA-Stammes. Die Typisierung beruht auf einer Zuordnung der DNA-Sequenz in der hypervariablen X-Region des spa-Gens zu einem MRSA-Typ (z.B. t032, t003 etc.).
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Typisierung bei epidemiologisch relevanten MRSA zur Aufklärung von Infektketten / Übertragungswegen
Anmerkungen
Akkreditiert
Ja

Mumps

> Mumps IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
cut off 1:230
Indikation
Immunstatus vor/nach Impfung,
V.a. eine frische Mumpsinfektion zusammen mit der Analyse der IgM-Antikörper (Parotitis, Orchitis).

Ein „Schutztiter“ ist vom Hersteller nicht definiert; eine Überprüfung des Impfstatus wird auch von der STIKO nicht gefordert.

Empfehlung der STIKO:

Nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, die in Gesundheitsdienstberufen in der unmittelbaren Patientenversorgung, in Gemeinschaftseinrichtungen oder Ausbildungseinrichtungen für junge Erwachsene tätig sind: Einmalige Impfung

Ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus, mit Kontakt zu Mumpskranken; möglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition: einmalige Impfung
Anmerkungen
Die deutliche Änderung von Mumps-IgG-Antikörpern zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

> Mumps IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Indikation
V.a. eine frische Mumpsinfektion (zusammen mit der Analyse der IgG-Antikörper) bei typischer Klinik (Parotitis, Orchitis)
Anmerkungen
Der Nachweis von Mumps-IgM-Ak ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Mycobacterium tuberculosis (Tuberkulose)

> Mycobacterium tuberculosis complex (MTC) PCR

Material

Sputum, Bronchialsekret: 2-5 ml,
Punktat: 30-50 ml,
Urin: 30 ml,
Liquor: 3-5 ml,
BAL: 20-30 ml,
Biopsie (in 1 ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer),
Magennüchternsekret: 2-5 ml oder Magenspülwasser 20-30 ml in Phosphatpuffer (anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80)
Materialwahl ergibt sich aus der Organmanifestation.

Methode

PCR
Nachweis von Mycobacterium tuberculosis, M. bovis, M. bovis BCG, M. africanum

Abrechnung

EBM: Kassenleistung aus respiratorischen Sekreten von Patienten mit begründetem Verdacht auf eine Lungentuberkulose, wenn mikroskopisch keine säurefesten Stäbchen nachweisbar sind sowie aus respiratorischen Sekreten von AIDS-Patienten auch bei mikroskopisch positivem Befund oder aus Liquor cerebrospinalis bei Verdacht auf Meningitis tuberculosa.
Bitte benutzen Sie die Ausnahmekennziffer 32006.

Anmerkungen

Der Nachweis von Mycobacterium tuberculosis ist meldepflichtig!

Akkreditiert
Ja

> Mycobacterium tuberculosis Mikroskopie / Kultur / Batec MGIT®-Technik

Anmerkungen

> Mycobacterium tuberculosis QuantiFERON®-TB Gold Plus (QFT®-Plus)

Material
4 Spezialröhrchen je 1 ml pro Patient; Röhrchen müssen genau bis zum Eichstrich gefüllt werden.

Grauer Deckel - Negativkontrolle



Lila Deckel - Mitogenkontrolle





Grüner Deckel - TB1 Röhrchen
Gelber Deckel - TB2 Röhrchen



Alternativ können auch 7,5 ml frisch abgenommenes Lithium-Heparinat (gut gefüllte Monovette) eingesendet werden.
Bitte keine Einsendung von Freitag bis Sonntag oder direkt vor Feiertagen (in NRW).
Methode
EIA
Es wird die Interferon gamma-Konzentration nach Stimulation der T-Zellen mit M. tuberculosis spezifischen Antigenen (TB1:ESAT-6, CFP-10; TB2:ESAT-6, CFP-10 zusätzliche Peptidkombination) gemessen.
Bewertungskriterium
TB1: < 0.35 IU/ml
TB2: < 0.35 IU/ml

Der Test ist als positiv zu bewerten, wenn schon eins der Röhrchen TB1 oder TB2 >0,35 IU/ml aufweist.
Anmerkungen
Akkreditiert
Ja

> Mycobacterium tuberculosis Resistenzbestimmung (PCR)

Material
mikroskopisch positives Primärmaterial z.B. BAL, Sputum (siehe MTC-PCR) oder Kulturmaterial
Methode
PCR und Hybridisierung

  1. Nachweis von MTC-Komplex
  2. Nachweis von Resistenzen gegen Isoniazid (INH) und Rifampicin (RMP)

Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Medikamentenresistenz. Es werden Resistenzen gegen Isoniazid (INH) und Rifampicin (RMP) nachgewiesen.
Akkreditiert
Ja

> Mycobacterium tuberculosis T-SPOT®.TB-Test (ELISPOT)

Material
Li-Heparin-Blut oder Citrat-Blut: 10 ml (2 ml bei Kindern unter 2 Jahren), Versand am selben Tag, Lagerung max. 8h bei Raumtemperatur.
Bitte keine Einsendungen am Freitag und vor NRW-Feiertagen!
Methode
ELISPOT
Erfasst werden Interferon gamma produzierende T-Zellen nach Stimulation mit M. tuberculosis spezifischen Antigenen (ESAT-6 und CFP-10).
Bewertungskriterium
negativ
Anmerkungen
Akkreditiert
Ja

Mycoplasma hominis (Ureaplasma urealyticum, Urogenital-Mykoplasmen)

Methode
siehe Mikrobiologie

Mycoplasma pneumoniae

Anmerkungen
Mycoplasma hominis siehe Mikrobiologie Urogenital-Mykoplasmen .

> Mycoplasma pneumoniae IgA-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9-11 VE
positiv: > 11 VE

Indikation

V.a. eine frische Mykoplasmeninfektion / Reinfektion.
IgA ist bei Erwachsenen ein zuverlässigerer Marker für bestehende Infektionen bzw. Reinfektionen als IgM.

Die Mycoplasma pneumoniae Serologie ist nicht für die Akutdiagnostik geeignet !

Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mykoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.

Anmerkungen

Der Nachweis einiger respiratorischer Erreger (Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mycoplasma pneumoniae und Influenza) mittels PCR wurde in den EBM aufgenommen. Die Abstrichbestecke und Transportmedien können über unsere Versandabteilung bestellt werden.

Akkreditiert
Ja

> Mycoplasma pneumoniae IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9-11 VE
positiv: > 11 VE

Indikation

V.a. eine frische Mykoplasmeninfektion / Reinfektion bzw. eine zurückliegende Mykoplasmeninfektion. IgG persistiert bis zu 4 Jahre.
Eine durchgemachte Mykoplasma pneumoniae Infektion zieht keine Immunität nach sich. Daher werden häufig Reinfektionen beobachtet, bei denen meist keine IgM-Antikörper gebildet werden.

Die Mycoplasma pneumoniae Serologie ist nicht für die Akutdiagnostik geeignet!

Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mykoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.

Anmerkungen

Der Nachweis einiger respiratorischer Erreger (Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza) mittels PCR wurde in den EBM aufgenommen. Die Abstrichbestecke und Transportmedien können über unsere Versandabteilung bestellt werden.

Akkreditiert
Ja

> Mycoplasma pneumoniae IgM-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9-11 VE
positiv: > 11 VE

Bei frischen EBV-Infektionen kann es unter Umständen zu falsch positiven IgM-Ergebnissen kommen. Im Erstserum von Patienten mit Symptomen sind in der ersten Krankheitswoche maximal 20% IgM-positive zu erwarten. IgM-Antikörper können nach einer Infektion bis zu 1 Jahr persistieren.

Indikation

V.a. eine frische Mykoplasmeninfektion, Differenzialdiagnostik Husten / respiratorischer Infekt, Differenzialdiagnostik Pneumonie

Die Mycoplasma pneumoniae Serologie ist nicht für die Akutdiagnostik geeignet!

Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mykoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.

Anmerkungen

Der Nachweis einiger respiratorischer Erreger (Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mycoplasma pneumoniae und Influenza) mittels PCR wurde in den EBM aufgenommen. Die Abstrichbestecke und Transportmedien können über unsere Versandabteilung bestellt werden.

Akkreditiert
Ja

> Mycoplasma pneumoniae PCR

Material
Sputum: 2 ml,
BAL: 5 ml
Methode
PCR
Abrechnung
Die Mycoplasma pneumoniae PCR ist Kassenleistung!
Indikation
V.a. eine frische Mycoplasma pneumoniae Infektion,
Diagnostik der Wahl in der Akutphase.
Anmerkungen
Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mycoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.
Akkreditiert
Ja

Neisseria gonorrhoeae

Anmerkungen
siehe Gonokokken

Norovirus PCR

Material
Stuhl
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung bei Endemieverdacht oder in besonders begründeten Dringlichkeitsfällen; Ausnahmeziffer 32006
Indikation
Diarrhoe, vor allem im Rahmen eines Ausbruchsgeschehens
Anmerkungen
Der Nachweis von Noroviren ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Parainfluenza

> Parainfluenza (1, 2, 3) IgA- und IgM-Ak

Material

Serum, EDTA-/Heparin-Plasma : 1 ml

Methode

EIA

Indikation

Differenzialdiagnostik respiratorischer grippaler Infekte, Pseudokrupp, Bronchiolitis, Pneumonie

Anmerkungen

Blutspender zeigen im Parainfluenza Enzymimmunoassay, der mit Typ 1-3 beschichtet ist, in 100% einen IgG-Antikörpernachweis. Daher führen wir den IgG-Antikörpertest nicht durch.

Akkreditiert
Ja

> Parainfluenza (1, 2, 3, 4) PCR

Material

Nasen-Rachen-Abstrich in ca. 1 ml physiologischer NaCl, 

BAL: 1 ml

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Indikation

akute Infektion der oberen oder unteren Atemwege

Anmerkungen

EBM: keine Kassenleistung

Parodontose Keime PCR

Material
Abstriche von Sulcustaschen an Papierspitzen (Endodontiespitzen)
Bitte spezielles Besteck für Probengewinnung anfordern unter
Tel.: 02306 · 940 96 - 80.
Methode
PCR, anschließend Hybridisierung

Folgende Bakterienspezies gelten als aggressive Markerkeime der Parodontitis und werden von dem molekularbiologischen Test erfasst:

Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation

Anmerkungen
Weitere Informationen siehe Mikrobiologische Parodontaldiagnostik.
Akkreditiert
Ja

Parvovirus B19

> Parvovirus B19 IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml
Indikation
Abklärung Immunstatus Schwangerschaft; idealerweise vor der Schwangerschaft oder zu Beginn
Akkreditiert
Ja

> Parvovirus B19 IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml

IgM-Antikörper sind bei frischen Parvovirus B19-Infektionen oft nur kurz nachweisbar.
In Einzelfällen ist aber auch eine IgM-Persistenz beschrieben. Zum sicheren Nachweis/Ausschluss einer Infektion mit Parvovirus B19 ist die PCR notwendig.
Indikation

  • V.a. eine frische Parvovirus B19-Infektion (Ringelröteln / Erythema infectiosum), vor allem in der Schwangerschaft
  • V.a. konnatale Parvovirus B19-Infektion
  • Differenzialdiagnostik Exanthemerkrankung vor allem mit Arthritis und Anämie

Akkreditiert
Ja

> Parvovirus B19 PCR

Material

Quantitative PCR: frisches EDTA-Blut / Vollblut / Fetalblut: 3 ml bzw. 0,5 ml EDTA-Plasma / Serum

Mit anderen Materialien nur qualitative Parvovirus B19 PCR möglich wie z.B. Fruchtwasser: 2 ml.

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: ca. 100 IU/ml

Abrechnung

EBM: Nukleinsäurenachweis von Parvovirus aus Fruchtwasser und/oder Fetalblut zum Nachweis einer vorgeburtlichen fetalen Infektion oder in besonders zu begründenden Einzelfällen.

Indikation

Sicherung der Diagnose einer akuten Parvovirus Infektion in der Schwangerschaft.

Akkreditiert
Ja

(im Blut; nicht in anderen Untersuchungsmaterialien)

Plasmodium falciparum Ak

Methode
siehe Malaria Direktnachweis sowie Malaria-Ak

Pneumocystis jiroveci (ehemals Pneumocystis carinii) PCR

Material
BAL: 5 ml
Bronchialsekret, Sputum: 2 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Nachweis einer Pneumocystis jirovecii Pneumonie als opportunistischer Erreger bei immunsupprimierten Patienten und AIDS-Patienten
Akkreditiert
Ja

Pneumokokken

> Pneumokokken IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml
Bei klinischem V.a. eine akute Pneumokokken-Infektion bitte respiratorisches Sekret (Sputum, BAL) einsenden zur mikrobiologischen Erregeranzucht und Resistenztestung.
Methode
EIA
Bewertungskriterium
Ein Normalbereich wird vom Hersteller nicht angegeben.
Bei gesunden Erwachsenen (Blutspender) werden in 95% IgG-Konzentrationen zwischen 15-270 mg/l gefunden.
Indikation
Immunantwort nach Impfung
V.a. primären Immundefekt
Bei frischen Infektionen nicht geeignet!

Der Impferfolg nach einer Pneumokokkenimpfung kann durch die serologische Bestimmung des IgG-Titers vor und nach Impfung bestimmt werden.
Patienten mit rezidivierenden bakteriellen Infektionen sollten auf das Vorliegen von Immundefekten und die Fähigkeit, auf spezifische Polysaccharid-Antigene zu reagieren, untersucht werden.
Anmerkungen
siehe auch Mikrobiologie
Hinweis zur Präanlytik:
Die Seren können bei 2-8°C bis zu 48 Stunden nach Blutennahme gelagert werden, danach wird eine Lagerung bei -20°C empfohlen.
Akkreditiert
Ja

> Pneumokokken PCR

Material
Liquor: 0,5 ml
Bitte Probe telefonisch ankündigen(Tel.: 0231 · 9572 - 5200)!
Methode
PCR
Die PCR detektiert Streptococcus pneumoniae. Andere Streptokokken werden nicht amplifiziert.
Indikation
V.a. eine Meningitis mit Streptococcus pneumoniae.
Anmerkungen
Die mikrobiologische Erregeranzucht und die Resistenzbestimmung sollten zusätzlich durchgeführt werden. Siehe Mikrobiologie.
Akkreditiert
Ja

> Pneumokokken-Antigen

Material
Urin: 1 ml
Methode
Lateral Flow Immunoassay zum Nachweis von löslichem Pneumokokken Antigen.
Indikation
V.a. eine Infektion mit Streptococcus pneumoniae
Die mikrobiologische Erregeranzucht und die Resistenzbestimmung sollten zusätzlich durchgeführt werden. Siehe Mikrobiologie; geeignetes Material sind Liquor oder respiratorisches Sekret wie z.B. BAL, Sputum.

Polio Viren

> Polio Virus Ak (Typ 1,3)

Material
Serum: 1 ml
Methode
Neutralisationstest
Bewertungskriterium
Polio-Antikörper nachweisbar ab einem Titer von 1:4
mögliche Immunität 1:8
sichere Immunität 1:16
Indikation
Überprüfung Impfschutz nach Polio-Impfung

Aktuelle Impf-Empfehlung der STIKO:

  • alle Personen bei fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung
  • alle Personen ohne einmalige Auffrischimpfung


Erwachsene, die im Säuglings- und Kleinkindalter eine vollständige Grundimmunisierung und im Jugendalter
oder später mindestens eine Auffrischimpfung erhalten haben oder die als Erwachsene nach Angaben des Herstellers grundimmunisiert wurden und eine Auffrischimpfungerhalten haben, gelten als vollständig immunisiert. Darüber hinaus wird eine routinemäßige Auffrischimpfung nach dem vollendeten 18. Lebensjahr nicht empfohlen.

Ungeimpfte Personen erhalten IPV entsprechend den Angaben des Herstellers. Ausstehende Impfungen der Grundimmunisierung werden mit IPV nachgeholt.

Für folgende Personengruppen ist eine Auffrischimpfung indiziert:

  • Reisende in Regionen mit Infektionsrisiko (die aktuelle epidemische Situation ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der WHO)
  • Aussiedler, Flüchtlinge und Asylbewerber, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, bei der Einreise aus Gebieten mit Polio-Risiko
  • Personal der oben genannten Einrichtungen
  • medizinisches Personal, das engen Kontakt zu Erkrankten haben kann
  • Personal in Laboren mit Poliomyelitis-Risiko


Impfung mit IPV, wenn die Impfungen der Grundimmunisierung nicht vollständig dokumentiert sind oder die
letzte Impfung der Grundimmunisierung bzw. die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zurück liegen.
Personen ohne Nachweis einer Grundimmunisierung sollten vor Reisebeginn wenigstens 2 Dosen IPV erhalten.

Akkreditiert
Ja

> Polio Virus PCR

Anmerkungen

Polyoma-Viren

> BKV (BK-Virus)

Material
Urin, EDTA-Blut: 1 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten
Indikation
bei Immunsuppression, insbesondere bei nierentransplantierten Patienten („BK-Nephropathie“) und nach Knochenmarktransplantation (Hämorrhagische Cystitis)

> JCV (JC-Virus)

Material
Liquor, EDTA-Blut: 1 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten
Indikation
PML (Progressive multifokale Leukenzephalopathie)
Anmerkungen
Fremdleistung

Pseudomonas aeruginosa Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma
bei Lagerung >24 Stunden muss die Probe eingefroren werden
Versand nur gefroren
Methode
EIA
Nachweis von IgG-Ak gegen die 3 Pseudomonas aeruginosa spezifischen Antigene:

Bewertungskriterium
unauffällig: < 1:500
schwach positiv 1:500-1:1249
positiv 1:1250-1:2500
deutlich positiv > 1:2500
Ein Patient ist als seropositiv einzustufen, wenn ein Serum mindestens gegen ein Antigen schwach positiv reagiert.
Indikation
Pseudomonas aeruginosa ist ein opportunistisch-pathogener Erreger und führt zu akuten und chronischen Infektionstypen in verschiedenen Organen suszeptibler Patientengruppen. Chronische Lungeninfektionen bei Patienten mit cystischer Fibrose (CF, Mucoviszidose) sind sehr häufig, können in frühester Kindheit auftreten und bestimmen die Lebenserwartung dieser Patienten.

Die P. aeruginosa Infektion verursacht einen schnellen Anstieg von Antikörpern gegen eine große Zahl von P. aeruginosa Antigenen in CF-Patienten. Die Antikörperanalyse diskriminiert zwischen infizierten und nicht-infizierten Patientengruppen, entdeckt sehr frühzeitig den Beginn einer P. aeruginosa-Infektion, wenn mikrobiologische Informationen über den Erreger nicht erhältlich sind und zeigt die Chronizität der Infektion durch hohe spezifische Antikörpertiter an.

Die Antikörperbestimmung ist nur bei Patienten mit cystischer Fibrose indiziert.
Bei V.a. eine Pseudomonas aeruginosa Infektion ist der mikrobiologische Erregernachweis inkl. Resistenzbestimmung zu empfehlen. Bitte klinisches Untersuchungsmaterial einsenden je nach vermutetem Infektionsort (Sputum/Trachealsekret/Bronchialsekret/BAL, Wundabstrich, Urin etc.).
Akkreditiert
Ja

Q-Fieber (Coxiella burneti)

> Q-Fieber Ak mittels KBR

Material
Serum: 1 ml
Methode
KBR
Bewertungskriterium
unauffällig: < 1:10
kontrollbedürftig: 1:20
erhöht: ≥ 1:40

Eine erhöhte Q-Fieber KBR als Hinweis auf eine akute Infektion ist meldepflichtig!
Indikation
V.a. eine akute Q-Fieber-Infektion in Zusammenhang mit den IgG- und IgM-Antikörperanalysen mittels EIA gegen Phase 2-Antigene.
Akkreditiert
Ja

> Q-Fieber IgG-Ak

Material
Serum, EDTA-/Heparin-Plasma: 1 ml
Methode
EIA
Bestimmt werden IgG-AK (quantitativ) gegen Phase-2-Antigen.
Bewertungskriterium
negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-30 U/ml
positiv: > 30 U/ml
Indikation
V.a. eine akute Q-Fieber Infektion
Wichtigster Parameter zur Früherkennung akuter Q-Fieber-Infektionen sind Anti-Phase-2 IgM-Antikörper. Im weiteren Verlauf der akuten Infektion treten auch Anti-Phase 2 IgG-Ak auf.
Bei der klinischen Fragestellung „chronische Q-Fieber-Infektion“ (z.B. Endokarditis oder granulomatöse Hepatitis) sollten zusätzlich Phase 1-Ak bestimmt werden.
Akkreditiert
Ja

> Q-Fieber IgM-Ak

Material
Serum, EDTA-/Heparin-Plasma: 1 ml
Methode
EIA
Bestimmt werden IgM-AK (qualitativ) gegen Phase-2-Antigen.
Indikation
V.a. eine akute Q-Fieber Infektion
Wichtigster Parameter zur Früherkennung akuter Q-Fieber-Infektionen sind Anti-Phase-2 IgM-Antikörper. Im weiteren Verlauf der akuten Infektion treten auch Anti-Phase 2 IgG-Ak auf.
Bei der klinischen Fragestellung „chronische Q-Fieber-Infektion“ (z.B. Endokarditis oder granulomatöse Hepatitis) sollten zusätzlich Phase 1-Ak bestimmt werden.
Anmerkungen
Erhöhte IgM-Antikörper gegen Coxiella burnetii als Hinweis auf eine akute Infektion sind meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Respiratory Syncytial-Virus (RSV)

> RSV IgA- und IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Indikation
Verdacht auf RSV-Infektion,
Differenzialdiagnostik respiratorischer Infektionen

Die Antikörperbestimmung ist nicht für die Akutdiagnostik geeignet.
In der Akutphase ist die RSV-PCR die Methode der Wahl.
Akkreditiert
Ja

> RSV PCR

Material
Nasen-Rachensekret: 1 ml,
Abstriche des Nasen-/Rachenraumes
Sputum: 1 ml
Trachealsekret: 1 ml

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Differenzialdiagnostik von Atemwegserkrankungen vor allem bei Säuglingen
Akkreditiert
Ja

Rhinovirus PCR

Material
Nasen-/ Rachenabstrich; Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl-Lösung verschicken.
(Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden!)
Nasen-Rachensekret/-aspirat: 1 ml
BAL: 10 ml

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial kann angefordert werden unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Keine Kassenleistung
Akkreditiert
Ja

Rickettsia Antikörper (IgG)

> Rickettsia (Fleckfiebergruppe) IgG

Material
Serum: 1 ml
Methode
IFT
Bewertungskriterium
Cut off 1:64
Anmerkungen
Erfasst werden Rickettsia prowazekii, Rickettsia typhi.
Akkreditiert
Ja

> Rickettsia (Zeckenbissfiebergruppe) IgG

Material
Serum: 1 ml
Methode
IFT
Bewertungskriterium
Cut off 1:64
Anmerkungen
Erfasst werden unter anderem Rickettsia rickettsii, Rickettsia conorii, Rickettsia africae und kreuzreagierend weitere Spezies der Zeckenbissfiebergruppe.
Akkreditiert
Ja

Rotavirus Antigen

Material
Stuhl
Methode
EIA
Abrechnung
EBM: Ausnahmeziffer 32006
Indikation
Diarrhoe vor allem bei Kindern < 3 Jahre, aber auch bei älteren Patienten bzw. immunsupprimierten Patienten
Anmerkungen
Der Nachweis von Rotaviren im Stuhl ist meldepflichtig!
Eine Rotavirus-Serologie führen wir wegen mangelnder Aussagekraft nicht durch.
Akkreditiert
Ja

Röteln

> Röteln IgG Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Nachweis von intrathekal gebildeten Antikörpern anhand von Liquor/Serumpaar.
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.
Indikation
V.a. Röteln-Enzephalopathie,
V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)
Anmerkungen
Der Nachweis von intrathekal gebildeten Röteln-Ak ist meldepflichtig!

> Röteln IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Hinweis zum ECLIA-Test:
Der (Hersteller Roche) hat keinen Graubereich definiert. Das NCCLS Subkommittee für Rubella-Serologie empfiehlt 10 IU/mL als Cutoff-Level.
 
Wir empfehlen, Werte zwischen 10,0 und 14,9 IU/mL nicht als sichere Immunität zu bewerten und die Patientin/ den Patienten entweder zu impfen oder (bei Schwangerschaft) regelmäßig zu monitoren.
Sollte jedoch trotz schwachem IgG-Antikörpernachweis die Basisimmunisierung vollständig sein, kann auch bei einer schwachen Immunantwort von einer Immunität ausgegangen werden. Bitte den Impfausweis einsehen!
Ab 15 IU/mL kann von einer sicheren Immunität ausgegangen werden.
Bewertungskriterium

keine Immunität: < 10 IU/mL
sichere Immunität anzunehmen: ≥ 15 IU/mL

Indikation
  • Immunstatus im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge bzw. Empfängnisregelung, idealerweise Analyse präkonzeptionell
  • Überprüfung des Immunstatus bei Kontakt mit frisch Infizierten
  • V.a. eine frische Rötelninfektion (zusammen mit der Analyse der IgM-Antikörper)
  • V.a. eine konnatale Rötelninfektion

Aktuelle Impf-Empfehlung der STIKO 8/2018:

  • Ungeimpfte Frauen oder Frauen mit unklarem Impfstatus im gebärfähigen Alter sollen eine zweimalige Impfung erhalten.
  • Einmal geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter sollen eine einmalige Impfung erhalten.
  • Ungeimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus in Einrichtungen der Pädiatrie, der Geburtshilfe und der Schwangerenbetreuung oder in Gemeinschaftseinrichtungen sollen eine einmalige Impfung mit einem MMR-Impfstofferhalten.

Aktuelle Mutterschaftsrichtlinien (Auszug):
Ein Test auf Rötelnantikörper ist bei Schwangeren ohne Rötelnimmunität erforderlich. Immunität, und damit Schutz vor Röteln-Embryopathie für die bestehende Schwangerschaft ist anzunehmen, wenn der Nachweis über zwei erfolgte Rötelnimpfungen vorliegt oder wenn spezifische Antikörper rechtzeitig vor Eintritt dieser Schwangerschaft nachgewiesen worden sind und dieser Befund ordnungsgemäß dokumentiert worden ist. Der Arzt soll sich solche Befunde vorlegen lassen und sie in den Mutterpass übertragen. Liegen Befunde aus der Vorschwangerschaftszeit vor, die auf Immunität schließen lassen, so kann von einem Schutz vor einer Röteln-Embryopathie ausgegangen werden.

Liegen entsprechende Befunde nicht vor, so ist der Immunstatus der Schwangeren zu bestimmen. Im serologischen Befund ist wörtlich auszudrücken, ob Immunität angenommen werden kann oder nicht.
Wird Immunität erstmals während der laufenden Schwangerschaft serologisch festgestellt, kann Schutz vor Röteln-Embryopathie nur dann angenommen werden, wenn sich aus der gezielt erhobenen Anamnese keine für die Schwangerschaft relevanten Anhaltspunkte für Röteln-Kontakt oder eine frische Röteln-Infektion ergeben. Der Arzt, der die Schwangere betreut, ist deshalb gehalten, die Anamnese sorgfältig zu erheben und zu dokumentieren. Bei auffälliger Anamnese sind weitere serologische Untersuchungen, ggf. in Absprache mit dem Labor erforderlich (Nachweis rötelnspezifischer IgM-Antikörper und/oder Kontrolle des Titerverlaufs).

Schwangere, bei denen ein Befund vorliegt, der nicht auf Immunität schließen lässt, sollen aufgefordert werden, sich unverzüglich zur ärztlichen Beratung zu begeben, falls sie innerhalb der ersten vier Schwangerschaftsmonate Röteln-Kontakt haben oder an rötelnverdächtigen Symptomen erkranken. Auch ohne derartige Verdachtsmomente soll bei diesen Schwangeren in der 16.-17. Schwangerschaftswoche eine erneute Antikörper-Untersuchung durchgeführt werden.

Anmerkungen

Eine deutliche Änderung von Röteln IgG zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!
Eine konnatale Rötelninfektion ist nicht-namentlich an das RKI zu melden.

Akkreditiert
Ja

> Röteln IgM-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Indikation

V.a. frische Röteln-Infektion zusammen mit der Analyse der IgG-Antikörper

Anmerkungen

Der Nachweis von Röteln-IgM ist meldepflichtig!

Akkreditiert
Ja

Saccharomyces cerevisiae IgA- und IgG-Ak (ASCA)

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
ELIA
Bewertungskriterium
IgA < 7 U/ml
IgG < 7 U/ml
Indikation
chronisch entzündliche Darmerkrankungen (vor allem Morbus Crohn)
Anmerkungen
Siehe auch ANCA-Diagnostik.

Salmonellen

> Salmonella IgA Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Der Antikörpertest erfasst IgA-Ak gegen LPS (Lipopolysaccharid) von Salmonella enteritidis und typhimurium.
Bewertungskriterium
Hohe IgA-Antikörper weisen auf persistierende Antigene im Darm oder in Gelenken hin. Isolierte Anti-IgG Antikörper weisen auf eine bereits zurückliegende, nicht mehr aktive Infektion hin.
Indikation

  • Abklärung einer vorangegangenen Diarrhoe
  • Differenzialdiagnose einer immunpathologischen Folgeerkrankung (reaktive Arthritis) nach Enteritis


Nicht für die Akutdiagnostik geeignet!
Bei Verdacht auf eine akute Salmonella-Infektion (Diarrhoe) ist der mikrobiologische Erregernachweis inkl. Resistenzbestimmung aus einer Stuhlprobe zu empfehlen.

Anmerkungen
Nur der Direktnachweis (Anzucht oder PCR) von Salmonella sp. ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

> Salmonella Screen (IgA-, IgG-, IgM-Ak)

Material
Serum: 1 ml
Methode
EIA
Der Antikörpertest erfasst IgA-, IgG- und IgM-Ak gegen LPS (Lipopolysaccharid) von Salmonella enteritidis und typhimurium.
Bewertungskriterium
Hohe IgA-Antikörper weisen auf persistierende Antigene im Darm oder in Gelenken hin. Isolierte Anti-IgG Antikörper weisen auf eine bereits zurückliegende, nicht mehr aktive Infektion hin.
Indikation

  • Abklärung einer vorangegangenen Diarrhoe
  • Differenzialdiagnose einer immunpathologischen Folgeerkrankung (reaktive Arthritis) nach Enteritis


Nicht für die Akutdiagnostik geeignet!
Bei Verdacht auf eine akute Salmonella-Infektion (Diarrhoe) ist der mikrobiologische Erregernachweis inkl. Resistenzbestimmung aus einer Stuhlprobe zu empfehlen.

Anmerkungen
Nur der Direktnachweis (Anzucht oder PCR) von Salmonella sp. ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

> Salmonella typhi Ak

Material
Serum: 1 ml
Methode
WIDAL
Indikation
Den Salmonella typhi Antikörpertest (WIDAL) führen wir nicht mehr durch (Fremdleistung).
Bei Verdacht auf eine Infektion mit Salmonella typhi bitten wir um die Einsendung von Blutkulturen zum mikrobiologischen Erregernachweis.
Anmerkungen
Typhus-Impfung:
Eine Impfung ist mittels Schluckimpfung oder Injektion möglich. Bei der Schluckimpfung sind drei Kapseln am ersten, dritten und fünften Tag einzunehmen, eine parallele Antibiotikatherapie oder auch Malariaprophylaxe macht die Schluckimpfung wirkungslos. Der Schutz besteht für ca. ein Jahr bei einer Ansprechrate von ungefähr 40-65%. Der Injektionsimpfstoff wird einmalig gegeben, die Ansprechrate liegt bei ca. 55-75%, die Wirksamkeit wird mit 2-3 Jahren angegeben. Eine Überprüfung des "Schutztiters" nach Salmonella typhi Impfung ist mittels WIDAL nicht möglich.

Nur der Direktnachweis (Anzucht oder PCR) von Salmonella typhi ist meldepflichtig!

Fremdleistung

Schistosoma Ak

Anmerkungen
siehe Bilharziose Ak

Streptococcus pneumoniae

Methode
siehe Pneumokokken

Streptokokken

> Anti-Hyaluronidase

Material
Serum: 1 ml
Methode
Hemmung der enzymatischen Hyaluronsäure-Spaltung
Bewertungskriterium
Obergrenze: 400 U/ml
Indikation
Anti-Streptokokken Hyaluronidase-Antikörper sind gegen das von Streptokokken abgegebene Exoenzym Hyaluronidase gerichtet. Die Bedeutung ihres Nachweises liegt in der Bestätigung einer vorliegenden oder vorausgegangenen Streptokokken-Infektion (rheumatisches Fieber, Scharlach, Tonsillitis, Glomerulonephritis u.a.).
Bei Hautinfektionen kommt eine Erhöhung der Anti-Streptolysin-Konzentration selten vor, während ein Anstieg der Anti-Streptokokken Hyaluronidase und DNAse B beobachtet wird.

Bei V.a. eine akute Streptokokken-Infektion (vor allem Streptokokken der Serogruppe A) ist der mikrobiologische Erregernachweis incl. Resistenzbestimmung aus klinischem Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Wundabstrich, Cervixabstrich, Blutkultur u.v.m.) ratsam.
Akkreditiert
Ja

> Anti-Streptokokken DNAse B (Anti-Streptodornase)

Material
Serum: 1 ml
Methode
nephelometrisch
Bewertungskriterium
cut off 200 U/ml
Indikation
Anti-Streptokokken DNAse B-Ak sind gegen das von Streptokokken abgegebene Exoenzym Desoxyribonuklease B gerichtet. Die Bedeutung ihres Nachweises liegt in der Bestätigung einer vorliegenden oder vorausgegangenen Streptokokken-Infektion (rheumatisches Fieber, Scharlach, Tonsillitis, Glomerulonephritis u.a.).
Die Antwort gegen Streptokokken DNAse B setzt später ein als die Antikörperbildung gegen Streptolyson O (AST), ist dann aber bei einem größeren Teil der Patienten nachweisbar.

Bei Hautinfektionen kommt eine Erhöhung der Anti-Streptolysin-Konzentration selten vor, während ein Anstieg der Anti-Streptokokken Hyaluronidase und DNAse B beobachtet wird.

Bei V.a. eine akute Streptokokken-Infektion (vor allem Streptokokken der Serogruppe A) ist der mikrobiologische Erregernachweis incl. Resistenzbestimmung aus klinischem Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Wundabstrich, Cervixabstrich, Blutkultur u.v.m.) ratsam.
Akkreditiert
Ja

> Anti-Streptolysin-O-Titer (AST/ ASL/ ASLO)

Material
Serum: 1 ml
Methode
nephelometrisch
Bewertungskriterium
cut off 200 U/ml
Indikation
V.a. eine Infektion mit pathogenen Streptokokken wie Impetigo, Infektion der Harnwege, Rheumatisches Fieber, Nierenerkrankungen

Die immunchemische Bestimmung von spezifischen Antikörpern gegen Streptokokken-Stoffwechselprodukte liefert wertvolle Informationen über eine vorausgegangene Streptokokkeninfektion (Scharlach, Tonsillitis, rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis u.a.).
Bei der Bestimmung von Antikörpern gegen verschiedene Streptokokken-Exoenzyme ist der Antistreptolysin-O-Bestimmung der Vorzug zu geben, da ASL als sensitiver Parameter in 80–85% der Erkrankten erhöht ist. Eine Antikörperantwort tritt in der 2. oder 3. Woche nach einer akuten Infektion auf und erreicht nach 4–5 Wochen ihr Maximum.

Bei V.a. eine akute Streptokokken-Infektion (vor allem Streptokokken der Serogruppe A) ist der mikrobiologische Erregernachweis inkl. Resistenzbestimmung aus klinischem Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Wundabstrich, Cervixabstrich, Blutkultur u.v.m.) ratsam.
Akkreditiert
Ja

> Streptokokken Antigen

Material
Serum
Methode
Latex-Agglutination
Indikation
Schnelldiagnostik bei V.a. eine Infektion mit ß-hämolysierenden Streptokokken der Serogruppe B z.B. bei neonataler Sepsis oder Meningitis

Bei V.a. eine akute Streptokokken-Infektion (vor allem auch Streptokokken anderer Serogruppen z.B. Serogruppe A) ist der mikrobiologische Erregernachweis incl. Resistenzbestimmung aus klinischem Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Wundabstrich, Cervixabstrich, Blutkultur, Liquor u.v.m.) ratsam.
Akkreditiert
Ja

Syphilis

Anmerkungen
siehe Lues-Diagnostik

Tetanus IgG-AK

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium

Indikation
Überprüfung Impfschutzes nach Impfung

Aktuelle Impf-Empfehlung der STIKO:
Alle Personen bei fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung, wenn die letzte Impfung der Grundimmunisierung oder die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zurückliegt.
Eine begonnene Grundimmunisierung wird vervollständigt, Auffrischimpfung in 10-jährigem Intervall.
Erwachsene sollen die nächste fällige Tetanus-Impfung einmalig als Tdap-Kombinationsimpfung erhalten, bei entsprechender Indikation als Tdap-IPV-Kombinationsimpfung.
Akkreditiert
Ja

Toxoplasma gondii

> Toxoplasma gondii IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Bewertungskriterium
negativ: < 1 IU/mL
grenzwertig: 1 IU/mL
positiv: ≥ 30 IU/mL
Indikation
  • V.a. Toxoplasmose-Primärinfektion (Differenzialdiagnostik der Lymphadenopathien)
  • Nachweis einer Serokonversion
  • V.a. konnatale Toxoplasmose
  • Screening des Toxoplasmose-Status bei Schwangeren, idealerweise vor der Schwangerschaft und vor Sterilitätsbeshandlung
Serologische Diagnostik bei Schwangeren:
Eine Immunität kann angenommen werden bei Nachweis von IgG-Antikörpern und negativem IgM-Befund. Weder der rein qualitative Nachweis von IgM-Antikörpern noch der Nachweis von niedrig-aviden IgG-Antikörpern lassen ohne weitere Abklärung die Diagnose einer akuten Toxoplasma-Infektion zu. Deshalb muss bei jeder Schwangeren mit positivem Toxoplasma-IgM-Antikörperbefund nach ca. 14 Tagen eine serologische Kontrolle erfolgen. In Abhängigkeit von der Konstellation können danach ggf. auch noch weitere Kontrollen erforderlich sein.
Zur Kontrolle von Titerbewegungen müssen, insbesondere bei positivem IgM-Nachweis, quantitative Untersuchungsverfahren eingesetzt werden. Jeder positive Toxoplasma-IgM-Antikörperbefund bei einer Schwangeren sollte daher weiter abgeklärt werden.
 
Alle serologischen Toxoplasma-Befunde sollten im Mutterpass dokumentiert werden. Um eine schwangerschaftsrelevante Infektion auszuschließen, sollte der Zeitpunkt der Erstinfektion möglichst 6 Monate, aber mindestens 6 Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft gelegen haben.
(Quelle: Robert-Koch-Institut)
Anmerkungen

Bei Verdacht auf eine frische Infektion sollten zusätzlich IgM-Antikörper bestimmt werden.

Akkreditiert
Ja

> Toxoplasma gondii IgG-Ak-Avidität

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA
inkl. IgG-Antikörpernachweis für die Aviditätsbestimmung

Bewertungskriterium

niedrige Avidität: < 70%
Graubereich: 70-79%
hohe Avidität: ≥ 80%

Eine niedrige Avidität weist auf die Möglichkeit einer Primärinfektion in den letzten 3 Monaten hin. Ein niedriger Aviditätswert schließt jedoch eine länger zurückliegende Infektion nicht aus, da ein Teil der infizierten Patienten über Monate IgG-Antikörper mit niedriger Avidität bildet.
Bei einem nicht eindeutigen Ergebnis (Graubereich) ist keine klinische Interpretation möglich. Eine Kontrolle in 2 Wochen sollte erfolgen.
Eine hohe Avidität schließt eine Primärinfektion in den letzten 4 Monaten aus.

Indikation

V.a. Toxoplasma-Primärinfektion, Zusatztest zur Eingrenzung des Infektionszeitpunktes bei positivem IgM-Antikörpernachweis

Akkreditiert
Ja

> Toxoplasma gondii IgM-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA

Bewertungskriterium

negativ: < 0,8 COI (Cutoff-Index)
grenzwertig: 0,8 - < 1,0 COI (Cutoff-Index)
positiv: ≥ 1,0 COI (Cutoff-Index)

Die lange Persistenz der IgM-Antikörper nach einer akuten Toxoplasmose (bis 18 Monate!) ist bei der Interpretation zu berücksichtigen.
Bei Verdacht auf eine frische Infektion sollte zusätzlich die IgG-Avidität bestimmt werden.

Bei konnataler Toxoplasmose ist es möglich, dass im Serum des Neugeborenen keine IgM-Antikörper nachweisbar sind. In diesen Fällen kann die Diagnose durch Verlaufsuntersuchungen des Toxoplasma IgG-Antikörpers gesichert werden. Ein steigender bzw. nicht abnehmender IgG-Titer deutet mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine konnatale Toxoplasmose hin.

Indikation
  • V.a. Toxoplasmose-Primärinfektion (Differenzialdiagnostik der Lymphadenopathien)
  • Nachweis einer Serokonversion
  • V.a. konnatale Toxoplasmose

Anmerkungen

Eine konnatale Toxoplasma-Infektion ist nicht-namentlich an das RKI zu melden.

Akkreditiert
Ja

> Toxoplasma gondii PCR

Material
Liquor: 1 ml
Fruchtwasser: 4 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung nur bei Analyse von Fruchtwasser und/oder Fetalblut sowie Liquor
Indikation

  • V.a. konnatale Toxoplasmose (PCR im Fruchtwasser oder postnatal im Fetalblut)
  • V.a. opportunistische Infektion des ZNS bei schweren Grunderkrankungen (AIDS)

Akkreditiert
Ja

Treponema pallidum Antikörper

Anmerkungen
siehe unter Lues-Diagnostik

Tuberkulose

Anmerkungen
siehe Mycobacterium tuberculosis

Urogenitalmycoplasmen

Methode
siehe Mikrobiologie/Mycoplasma hominis

Varizella Zoster

> Varizella Zoster IgA-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma
Methode
EIA
Indikation

  • V.a. VZV-Reaktivierung (Herpes Zoster)
  • VZV-Serologie mit IgA-Antikörpernachweis und deutlich geboosterten IgG-Antikörpern bei entsprechender Klinik vereinbar mit einer reaktivierten Infektion (Zoster) oder einer Boosterung (z.B. Wildvirus-Kontakt, andere Virusinfektionen)
  • V.a. VZV-Primärinfektion (Windpocken)

Anmerkungen
Eine deutliche Änderung zwischen 2 Proben beim VZV-spezifischen IgA-Antikörpernachweis ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

> Varizella Zoster IgG Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Nachweis von intrathekal gebildeten Antikörpern, Voraussetzung parallele Analyse Liquor/Serumpaar
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.
Indikation

  • V.a. VZV-Enzephalitis
  • V.a. VZV-Ganglionitis
  • Differenzialdiagnostik der Facialisparese
  • V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)

Anmerkungen
Der Nachweis intrathekal gebildeter VZV-spezifischer Antikörper (erhöhter Liquor/Serum-Index) ist meldepflichtig!

> Varizella Zoster IgG-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
cut off: 50 mIU/ml
Sichere Immunität ist ab ca. 150 mIU/ml anzunehmen.
Indikation

  • Überprüfung Impfstatus bzw. Immunstatus von Schwangeren, idealerweise vor Eintritt der Schwangerschaft, auch im Rahmen der Empfängnisregelung
  • Überprüfung Immunstatus nach Kontakt mit Windpocken, insbesondere während der SS bzw. um den Zeitpunkt des Geburtstermins


Bei niedrig nachweisbaren VZV IgG-Antikörpern (< 150 mIU/ml) kann eine Immunität nicht sicher angenommen werden. Bei einem 1-3 Tage alten Exanthem wäre der Befund ohne IgM-Antikörper auch mit einer frischen Infektion vereinbar, da bei einer frischen Infektion die IgG-Antikörperbildung der IgM-Antikörperbildung vorausgehen kann.

Impfempfehlungen der STIKO:

  1. Seronegative Frauen mit Kinderwunsch
  2. Seronegative Patienten vor geplanter immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation
  3. Empfängliche Patienten mit schwerer Neurodermitis
  4. Empfängliche Personen mit engem Kontakt zu den unter Punkt 2. und 3. Genannten
  5. Seronegatives Personal im Gesundheitsdienst, insbesondere inden Bereichen Pädiatrie, Onkologie, Gynäkologie/Geburtshilfe, Intensivmedizin und im Bereich der Betreuung von Immundefizienten sowie bei
  6. Neueinstellungen in Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter


Zweimalige Impfung
Die Hinweise zur Impfung seronegativer Patienten unter immunsuppressiver Therapie sind dem Epidemiologischen Bulletin, Sonderdruck November 2005, zu entnehmen. „Empfängliche Personen“ bedeutet: keine Impfung und anamnestisch keine Varizellen oder bei serologischer Testung kein Nachweis spezifischer Antikörper.

Anmerkungen
Eine deutliche Änderung zwischen 2 Proben beim VZV-spezifischen IgG-Antikörpernachweis ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

> Varizella Zoster IgM-Ak

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma
Methode
EIA
Bewertungskriterium
Bei niedrig nachweisbaren VZV IgG-Antikörpern (< 150 mIU/ml) kann eine Immunität nicht sicher angenommen werden. Bei einem 1-3 Tage alten Exanthem wäre der Befund auch ohne IgM-Antikörper auch mit einer frischen Infektion vereinbar, da bei einer frischen Infektion die IgG-Antikörperbildung der IgM-Antikörperbildung vorausgehen kann.
Indikation
V.a. VZV-Primärinfektion (Windpocken)
V.a. VZV-Reaktivierung (Zoster)

Bei Neugeborenen und Immunsupprimierten sind schwere Verläufe möglich.
Bei Windpocken in der Frühschwangerschaft können Missbildungen (Kongenitales Varizellen-Syndrom) auftreten. Bei VZV-Kontakt von seronegativen Schwangeren ist eine Postexpositionsprophylaxe möglich.
IgM-Antikörper können bei Reaktivierungen fehlen.
Anmerkungen
Der Nachweis VZV-spezifischer IgM-Antikörper ist meldepflichtig.
Akkreditiert
Ja

> Varizella Zoster Virus PCR

Material
Liquor: 1 ml,
Bläscheninhalt, Abstrich
Abstrichmaterial in steriler NaCl-Lösung einschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden.

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung nur im Liquor
Indikation
V.a. VZV assoziierte ZNS-Erkrankung (VZV-Enzephalitis, Zoster-Ganglionitis)
Differentialdiagnostik der viralen Enzephalitis in der Frühphase; schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich.
Anmerkungen
Der Nachweis von VZV (PCR) in den Materialien Bläscheninhalt, Liquor, BAL, Blut, Fruchtwasser oder Gewebe ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Vogelgrippe (Aviäre Influenza A/H5N1) Direktnachweis

Anmerkungen
siehe Influenza A/H5N1

VRE PCR (aus Kultur)

Material
aus klinischem Untersuchungsmaterial auf Selektivmedien nach Anzucht
Methode
PCR
Typisierung mittels PCR durch Prüfung auf Anwesenheit des Gens für Typ VanA, VanB, VanC1 (E. gallinarum), VanC2/3 (E. casseliflavus/ E. flavescens)
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Verdacht auf Besiedlung oder Infektion mit VRE
Anmerkungen
VRE Kultur siehe Mikrobiologie VRE (Vancomycin resistente Enterokokken) sowie Krankenhaushygiene

Yersinia (enterocolitica/pseudotuberculosis)

> Yersinia IgA-AK

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA mit rekombinant hergestellten YOPs (Yersinia outer membrane proteins), ggf. Immunoblot zur Bestätigung

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml

Yersinia IgG-Ak persistieren über Jahre. Nach Literaturangaben sind bei ca. 30?40% der Bevölkerung Yersinia IgG-Ak nachweisbar, die Durchseuchung für IgA-Ak liegt bei ca. 11%.
IgG- und IgA-Ak gegen YOPs verschwinden nach einer Infektion normalerweise nach einigen Monaten. Hingegen persistiert bei einem Verlauf der Infektion mit nachfolgenden Komplikationen (reaktive Arthritis, Erythema nodosum u.a.) typischerweise ein hoher IgG- und IgA-Titer.

Indikation

Die Antikörperanalyse ist nicht zur Akutdiagnostik geeignet! Bei V.a. eine akute Infektion sollte die mikrobiologische Erregeranzucht inkl. Resistenzbestimmung durchgeführt werden (Diarrhoe -> Stuhlprobe)

  • V.a. vorangegangene Yersinia-Infektion mit Diarrhoe, Bauchschmerzen (Pseudoappendizitis) und Fieber.
  • Yersinia assoziierte Komplikationen / Folgeerkrankungen wie akute reaktive Arthritis (vor allem bei HLA B27 positiven Patienten), Erythema nodosum, akute Glomerulonephritis und Myokarditis

Anmerkungen

Nur der Direktnachweis (Anzucht) von Yersinia sp. ist meldepflichtig!

Akkreditiert
Ja

> Yersinia IgG-AK

Material
Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma
Methode
EIA mit rekombinant hergestellten YOPs (Yersinia outer membrane proteins), ggf. Immunoblot zur Bestätigung
Bewertungskriterium
negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20?24 U/ml
positiv: > 24 U/ml

Yersinia IgG-Ak persistieren über Jahre. Nach Literaturangaben sind bei ca. 30?40% der Bevölkerung Yersinia IgG-Ak nachweisbar, die Durchseuchung für IgA-Ak liegt bei ca. 11%.
IgG- und IgA-Ak gegen YOPs verschwinden nach einer Infektion normalerweise nach einigen Monaten. Hingegen persistiert bei einem Verlauf der Infektion mit nachfolgenden Komplikationen (reaktive Arthritis, Erythema nodosum u.a.) typischerweise ein hoher IgG- und IgA-Titer.
Indikation
Die Antikörperanalyse ist nicht zur Akutdiagnostik geeignet! Bei V.a. eine akute Infektion sollte die mikrobiologische Erregeranzucht inkl. Resistenzbestimmung durchgeführt werden (Diarrhoe -> Stuhlprobe)

  • V.a. vorangegangene Yersinia-Infektion mit Diarrhoe, Bauchschmerzen (Pseudoappendizitis) und Fieber
  • Yersinia assoziierte Komplikationen / Folgeerkrankungen wie akute reaktive Arthritis (vor allem bei HLA B27 positiven Patienten), Erythema nodosum, akute Glomerulonephritis und Myokarditis

Anmerkungen
Nur der Direktnachweis (Anzucht) von Yersinia sp. ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

PCR / TMA der Infektionskrankheiten

Adenovirus PCR

Material

Augenabstriche / Kojunktivalabstriche, Stuhl, BAL: 2 ml
Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl-Lösung verschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden!

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Adenovirus-PCR ist nur im Liquor eine Kassenleistung.

Indikation

respiratorische Infektionen, Diarrhoe, vor allem bei Kindern < 3 Jahre (Stuhl für den Antigen-Elisa ist zu bevorzugen), Konjunktivitis epidemica (Konjunktivalabstrich für die PCR ist zu bevorzugen), akute hämorrhagische Cystitis

Anmerkungen

Weitere Informationen zu Adenoviren-PCR siehe LabmedLetter Nr. 115.
Der Nachweis von Adenoviren mittels PCR im Augenabstrich ist meldepflichtig!

Akkreditiert
Ja

Bordetella pertussis/parapertussis (Keuchhusten) PCR

Material
Nasen-/Rachen-Aspirat, tiefer Nasopharyngeal-Abstrich in ca. 1 ml steriler physiol. NaCl
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung
Anmerkungen
Der direkte Nachweis von Bordetella pertussis und Bordetella parapertussis aus Abstrichen oder Sekreten des Nasen-/Rachenraumes ist meldepflichtig!
Pertussis/Parapertussis-PCR ist eine Kassenleistung der GKV!

Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 102.
Akkreditiert
Ja

Borrelia burgdorferi (sensu lato) PCR

Material

Gelenkpunktat (2 ml), Liquor, Biopsie, Zecke

Methode

PCR
Nachgewiesen werden die Genomspezies von B. burgdorferi sensu lato:
B. burgdorferi sensu stricto, B. afzelii, B. garinii, B. spielmani sp. nov. (A14S), B. valaisiana und B. japonica.

Abrechnung

EBM: PCR-Analytik derzeit nur im Liquor Kassenleistung!

Indikation

Zusätzliche Diagnostik einer Borrelia-Infektion.

Diagnostische Sensitivität bei Borreliose (aus MIQ Lyme-Borreliose 12/2000)


Die PCR ist als Suchtest nicht geeignet. Ein negativer PCR-Befund schließt eine Lyme Borreliose nicht aus.
Die Borrelien-PCR aus einer Zecke wird nicht empfohlen. Bitte beachten Sie, dass auch DNS nicht humanpathogener Borrelien (B. valaisiana) nachgewiesen werden kann. Der Stich einer borrelienhaltigen Zecke führt bei etwa 20-30% der Betroffenen zum Nachweis von Antikörpern im Blut.

Anmerkungen

Die Durchführung einer Borrelien-PCR in der Zecke kann auf Wunsch von Patienten als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) zum Preis von 30,00€ erbracht werden. Das Formular der Patientenvereinbarung über privatärztliche Abrechnung steht Ihnen hier zum Download und Ausdrucken zur Verfügung.
IGeLeistung: Borrelia burgdorferii sensu lato DNS Nachweis mittels PCR in der Zecke

Akkreditiert
Ja

Chlamydia pneumoniae PCR

Material
Sputum, Punktat: 2 ml
BAL: 10 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung
Indikation
Verdacht auf Chlamydia pneumoniae Infektion, Differenzialdiagnostik von respiratorischen Infektionen (z.B. akute Bronchitis) oder atypischen Pneumonien

Die Chlamydia pneumoniae PCR ist Kassenleistung und in der akuten Phase der Antikörperdiagnostik vorzuziehen.
Akkreditiert
Ja

Chlamydia trachomatis TMA

Material
Erststrahlurin: 2 ml (Morgenurin optimal; mindestens 4 Stunden vorher nicht urinieren!).
Siehe auch Hinweise zur Präanalytik Urinproben.

Cervix-/Urethral-Abstrich (Art.-Nr. 5505).
Siehe Hinweise auch Anleitung Präanalytik Abstriche.

Achtung: Für gleichzeitigen Nachweis von Gonokokken (Neisseria gonorrhoe) und Chlamydia trachomatis aus einer Probe bitte keinen Erststrahlurin, sondern Abstriche (Frauen: endozervikal, Männer urethral) einsenden!

Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
TMA aus der Einzelprobe jedes einzelnen Patienten. Ein Pooling von Proben führen wir NICHT durch!

Der gleichzeitige Nachweis von Gonokokken (Neisseria gonorrhoe) und Chlamydia trachomatis aus einer Probe ist nur bei Abstrichen möglich.
Abrechnung
Für das Chlamydien Screening gesetzlich versicherter Frauen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr sowie für die Schwangerschaftsvorsorge ist als Probenmaterial nur Erststrahlurin zugelassen. Im Fall eines konkreten Verdachts auf eine Chlamydien-Infektion sind auch endocervikale Abstriche als Probenmaterial möglich. Bei Männern sind Erststrahlurin und Urethralabstriche als Probenmaterial möglich.
Anmerkungen
Hinweise Mutterschaftsvorsorge / Screeningprogramm:
Für das Chlamydia-Screening (Frauen bis zum vollendeten 25 Lj.) sowie für die Schwangerschaftsvorsorge ist als Probenmaterial nur Erststrahlurin zugelassen. Weitere Informationen siehe hier.

Clostridium difficile (Toxin A/B) PCR

Material
frische Stuhlprobe (Untersuchung innerhalb von 48h!)
Methode
Toxin-PCR, Gene: tcdA (Toxin A) und tcdB (Toxin B)
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Diarrhoe nach Antibiotikagabe in den letzten 60 Tagen, Patienten die zu den Risikogruppen gehören (über 65 Jahre, Immunsupprimierte, schwere Grundkrankheit), klinisches Bild der pseudomembranösen Colitis (PMC), jede mehr als 3 Tage andauernde Diarrhoe ohne andere bekannte Erreger.
Akkreditiert
Ja

Coronavirus PCR

Anmerkungen
siehe MERS-Coronavirus PCR

Coxsackie-Viren PCR

Material
Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.
Anmerkungen
siehe Enterovirus PCR

Cytomegalie PCR

Material
Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut: 3 ml (max. 6h alt), Liquor 1 ml

(Mit anderen Materialien nur qualitative CMV-PCR möglich; Urin: 10 ml,
Sputum: 2 ml, BAL: 10 ml)
Methode
PCR
Diese Analyse wird aus Plasma durchgeführt (Plasmavirämie). Sie ist sehr robust, unabhängig von der Zellzahl (auch bei Leukopenie durchführbar!) und liefert insbesondere bei hohen Viruslasten reproduzierbarere Ergebnisse.
Bewertungskriterium
Nachweisschwelle: ca. 100 IU/ml Plasma
Abrechnung
EBM: CMV-PCR ist Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten, außerdem bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei immunsupprimierten Patienten.
Indikation
V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression), zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression bzw. nach Organtransplantation, CMV-Viruslastmessung zur Steuerung einer immunsuppressiven Therapie, CMV-Infektion bei AIDS-Patienten, V.a. konnatale CMV-Infektion (CMV-PCR im Urin oder EDTA-Blut des Neugeborenen), V.a. CMV-Pneumonie, V.a. CMV-Encephalitis

Bei V.a. eine konnatale CMV-Infektion sollte die PCR in den ersten 10 Lebenstagen durchgeführt werden (Urin des Neugeborenen).
Danach ist eine Unterscheidung zwischen konnataler und postnataler CMV-Infektion schwierig und gelingt nur noch bei positiver CMV-PCR aus der Trockenblutkarte (postnatal entnommen) – falls verfügbar. Ein negatives PCR-Ergebnis aus der Trockenblutkarte schließt aber wegen der geringen Blutmenge und der dadurch verbundenen geringen Sensitivität (ca. 10.000 IU/ml) eine konnatale CMV-Infektion nicht aus.

Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.
Akkreditiert
Ja

Enterovirus PCR

Material
Stuhl, Liquor: 0,5 ml
Myokardbiopsie
Methode
PCR
Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.
Abrechnung
EBM: Enterovirus PCR nur im Liquor Kassenleistung
Indikation
V.a. Enterovirusinfektion vor allem bei Kindern: Hand-Mund-Fuß-Krankheit, Herpangina, aseptische Meningitis, hämorrhagische Meningitis, Differenzialdiagnostik fieberhafter Infekte („Sommergrippe“), Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte

Bei Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Myokarditis ist die Analyse virusspezifischer Antikörper im Serum in der Regel ohne diagnostische Relevanz.

Für die Akutdiagnostik ist die Enterovirus PCR aus Stuhl oder Liquor die Methode der Wahl (Kassenleistung nur im Liquor). Eine Endomyokardbiopsie und die Erregerabklärung mit Hilfe der PCR wären empfehlenswert.
Akkreditiert
Ja

Epstein Barr Virus (EBV) PCR

Material
Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut: 3 ml (max. 6h alt), Liquor: 1 ml

Mit anderen Materialien nur qualitative EBV-PCR möglich.
Biopsie, Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl

Hinweis: Die Durchführung der EBV-PCR im Serum / Plasma ist nicht empfehlenswert, da EBV-assoziierte Erkrankungen eher mit einer latenten Virus-Replikation als mit einer lytischen Infektion (Virus im Serum, Plasma) einhergehen.
Methode
PCR
Bewertungskriterium
Nachweisschwelle: ca. 1000 IU/ml
Abrechnung
EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten
Indikation
EDTA-Blut:
V.a. eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum EBV-Monitoring unter Immunsuppression bzw. nach Organtransplantation, EBV-Viruslastmessung zur Steuerung einer immunsuppressiven Therapie.

Weitere Materialien:
V.a. eine EBV-assoziierte Erkrankung, EBV-Infektion bei AIDS-Patienten, EBV-Enzephalitis.V.a. PLTD (Posttransplantationslymphoproliferation).

Ein negatives EBV-PCR Ergebnis kann eine EBV-Infektion nicht ganz ausschließen, da die Virus-Replikation auch nur lokal (z.B. im Tumorgewebe) auftreten kann (ca. 10% aller PLTD=Posttransplantationslymphoproliferation). Auch während der Primärinfektion kann der Nachweis im Blut versagen.
Die PCR ist zur Diagnose einer EBV-Primärinfektion nicht geeignet!
Anmerkungen
Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.
Akkreditiert
Ja

Escherichia coli (E.coli): Pathogene Serovare (EPEC, EHEC, ETEC) PCR

Material
Stuhl (PCR erfolgt nach Kultur aus der Probe)
Methode
PCR

Nachweis Toxin-bildungsfähiger E.coli durch Identifikation folgender Gene:

  1. PCR zum Nachweis enterohämorrhagischer E.coli (EHEC) durch Identifikation der Gene Shiga-like-Toxin 1 und 2 (STX1/2) und eae (Gen für Intimin)
  2. PCR zum Nachweis enterotoxischer E.coli (ETEC) durch Identifikation der Gene
    hitzelabiles (HLT) und hitzestabiles Toxin (HST)
  3. PCR zum Nachweis enteropathogener E.coli (EPEC) durch Identifikation der Gene bfpA (bundle forming pilus), eaeA (Intimin) und EAF (EPEC Adhärenzfaktor).


Siehe auch Mikrobiologie Diagnostik bei Magen-Darm-Infektionen.

Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation

Anmerkungen
Der Nachweis von pathogenen E.coli ist meldepflichtig!

Detaillierte Informationen zur Diagnostik von EHEC siehe auch LabmedLetter Nr. 104.
Akkreditiert
Ja

Hepatitis B genotypische Resistenz YMDD Motiv

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml
Methode
PCR, Sequenzierung
Nachweisgrenze der HBV-PCR zur genotypischen Resistenzbestimmung ca. 500 IU/ml
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Lamivudin Resistenz, YMDD Motiv

Hepatitis B Genotypisierung

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml
Methode
PCR, Sequenzierung
Nachweisgrenze der HBV-PCR zur Genotypisierung ca. 500 IU/ml
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Einteilung in Genotypen A, B, C, D.
Anmerkungen
Patienten mit HBV-Genotyp A (und B) sollen besser auf eine Interferontherapie ansprechen als Patienten mit Genotyp D (und C).

Hepatitis B TMA (quantitativ)

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
Serum, EDTA-Plasma: 1 ml
Methode
TMA (Transcription-mediated amplification)
Bewertungskriterium
Nachweisgrenze: 10 IU/ml
Linearer Bereich: 10 IU/ml - 1 Milliarde IU/ml

Ausgeheilte Hepatitis B: Nachweis von Anti-HBc und Anti-HBs ≥ 10 IU/ml, HBs-Antigen negativ und HBV-DNS negativ.
In Ausnahmefällen kann auch bei einer ausgeheilten Hepatitis B noch HBV-DNS in minimalen Mengen nachweisbar sein (d.h. < 10 IU/ml).
Abrechnung
EBM: Kassenleistung vor oder während der antiviralen Therapie mit Interferon und / oder Nukleosidanaloga; pro Quartal max. 3x abrechenbar
Indikation
Marker für die Höhe der Virämie und damit Maß für die Infektiösität;
Kontrolle der Virämie unter antiviraler Therapie der chronischen Hepatitis B.
Anmerkungen
Meldepflicht:
Nach der Änderung des §7 im Infektionsschutzgesetz vom 25.07.2017 müssen jetzt alle Erregernachweise unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium gemeldet werden. Die Herausnahme chronischer Infektionen wurde nunmehr aufgehoben. Die Meldepflichten bestehen nach § 8 Absatz 3 Satz 1 allerdings nicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben nicht erhoben wurden.

Hepatitis C Genotypisierung

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml
Methode
PCR und Sequenzierung
Nachweisgrenze der HCV-PCR zur Genotypisierung ca. 600 IU/ml
Abrechnung
GKV: Die HCV-Genotypisierung ist eine Kassenleistung vor der antiviralen Therapie mit Interferon und / oder Nukleosidanaloga.
Indikation
Einteilung in 6 verschiedene Genotypen zur Therapieplanung.

Die Klassifikation in 6 Genotypen und soweit möglich Subtypen wird nach Simmonds vorgenommen. Die HCV-Genotypen 2 & 3 sind mit einer signifikant besseren Ansprechrate auf Interferontherapie assoziiert als die übrigen Genotypen. Mit der Genotypisierung des IL28B-Polymorphismus rs12979860 und der ITPA-Polymorphismen rs1127354 und rs7270101 stehen weitere Parameter zur prognostischen Einschätzung des Therapieverlaufs der Kombinationstherapie mit PEG-Interferon alpha und Ribavirin bei Patienten mit HCV-Genotyp 1 zur Verfügung.
Akkreditiert
Ja

Hepatitis C TMA

Material
Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 6h alt
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml
Methode
Transcription-mediated amplification
Bewertungskriterium
Nachweisgrenze: 10 IU/ml
linearer Bereich: 10 IU/ml - 100 Millionen IU/ml
meldepflichtig
Abrechnung
GKV: Die HCV-RNS ist eine Kassenleistung vor oder während der antiviralen Therapie mit Interferon und/oder Nukleosidanaloga (pro Quartal höchstens 3x abrechenbar).
Anmerkungen
Meldepflicht:
Nach der Änderung des §7 im Infektionsschutzgesetz vom 25.07.2017 müssen jetzt alle Erregernachweise unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium gemeldet werden. Die Herausnahme chronischer Infektionen wurde nunmehr aufgehoben. Die Meldepflichten bestehen nach § 8 Absatz 3 Satz 1 allerdings nicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben nicht erhoben wurden.
Akkreditiert
Ja

Hepatitis E PCR

Material

Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut / Vollblut: 3 ml
(Mit anderen Materialien wie Stuhl nur qualitative HEV-PCR möglich.)

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: ca. 100 IU/ml

Abrechnung

EBM: Keine Kassenleistung. 

Indikation
Nachweis einer akuten Hepatitis E vor dem Auftreten/Nachweis HEV-spezifischer Antikörper.
Nachweis einer chronischen Hepatitis E (Virusnachweis > 6 Monate) bei Patienten unter Immunsuppression.
Anmerkungen

Meldepflichtig, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist.

Akkreditiert
Ja

(im Blut; nicht in anderen Untersuchungsmaterialien)

Herpes simplex Virus PCR

Material
Liquor 1 ml,
Abstrich, Bläscheninhalt in ca. 1 ml NaCl (bitte keine Aluminiumtupfer einsenden)

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR (Differenzierung HSV- 1 und HSV-2)
Abrechnung
EBM: nur Liquor-Analyse ist Kassenleistung
Indikation
Differenzialdiagnostik der viralen Enzephalitis im Liquor (bei Primärinfektion oder endogener Reaktivierung) in der Frühphase,
schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich
Akkreditiert
Ja

HIV-1 genotypische Resistenz (Medikamentenresistenz)

Material
EDTA-Blut: 3 ml, max. 6h alt,
EDTA-Plasma: 1 ml
Methode
PCR, Sequenzierung
Indikation
Unter bestimmten Voraussetzungen vor Therapiebeginn, bei Schwangeren und unter versagender Therapie (siehe BUB-Richtlinie des G-BA)

HIV-1 TMA (RNS quantitativ)

Material
EDTA-Blut: 3 ml, max. 24h alt,
EDTA-Plasma: 1,0 ml

(Serum nur für qualitative Analysen geeignet)
Methode
TMA (Transcription-mediated amplification)
Bewertungskriterium
Nachweisgrenze: 30 Kopien/ml
linearer Bereich: 30 Kopien/ml - 10 Millionen Kopien/ml
Abrechnung
EBM: Der HIV-RNS Nachweis ist nur eine Kassenleistung:

Indikation
Ausgangsviruslast vor Therapie, Therapiemonitoring

Der Nachweis einer frischen HIV-Infektion ist nicht empfehlenswert, da dieser Test nicht HIV-2 erfasst und bei der Subtypenerkennung von HIV-1 störanfälliger ist als der Screening-Test. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass bei einer bereits länger bestehenden, noch nicht diagnostizierten HIV-Infektion "Long term non progressors" bzw. "Elite controlers" übersehen werden, da bei diesen Patienten keine oder nur eine sehr geringe Virämie detektierbar ist, während der Screening-Test eindeutig positiv ausfiele.

Humanes Metapneumovirus (MPV oder HMPV) PCR

Material

Nasen-/Rachenabstrich in 1ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer)

Trachealsekret: 1 ml
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte (vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern), Infekte des oberen Respirationstraktes und Bronchiolitis

Akkreditiert
Ja

Influenza A und B PCR

Material
Nasenspülflüssigkeit: 2 ml
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Der sogenannte Influenza-Schnelltest wird nicht durchgeführt.
Die Influenza A-PCR erkennt auch das Schweinegrippe-Virus (H1N1) sowie viele Vogelgrippe-Isolate.
Abrechnung
EBM: Kassenleistung, Ausnahmeziffer 32006
Nicht bei Verdacht auf Vogelgrippe!
Indikation
Verdacht auf Influenza, Differenzialdiagnostik der fieberhaften respiratorischen Erkrankungen, Akutdiagnostik
Anmerkungen
Der Direktnachweis von Influenzaviren mittels PCR ist meldepflichtig!

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem LabmedLetter Nr. 92.
Akkreditiert
Ja

Influenza A/ H5N1 ("Vogelgrippe") PCR

Material
Nasenspülflüssigkeit: 2 ml
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung!
Indikation
Zur weiteren Differenzierung nach einer Influenza A positiven PCR bei entsprechendem epidemiologischen Verdacht bzw. Auslandsanamnese, Akutdiagnostik
Anmerkungen
Der Direktnachweis von Influenzaviren H5N1 mittels PCR ist meldepflichtig!

Siehe auch LabmedLetter Nr. 92.

Influenza A/ H7N9 ("Vogelgrippe") PCR

Material
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial kann angefordert werden unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Keine Kassenleistung
Indikation
Zur weiteren Differenzierung nach einer Influenza A positiven PCR bei entsprechendem epidemiologischen Verdacht bzw. Auslandsanamnese, Akutdiagnostik.
Anmerkungen
Der direkte Nachweis von Influenza A/H7N9 ist meldepflichtig.

Legionella pneumophila PCR

Material
Sputum, Bronchialsekret: 2 ml
BAL: 5 ml
Bitte keinen Urin einsenden!
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
V.a. eine Legionella Infektion z.B. Pneumonie bei ambulant erworbener, reiseassoziierter oder nosokomialer Infektion

Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR (keine Kassenleistung der GKV) aus respiratorischem Sekret (BAL).
Anmerkungen
Der Direktnachweis von Legionella pneumophila (PCR) ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Meningokokken PCR

Material
Liquor: 1 ml
Bitte Probe telefonisch ankündigen! (Tel.: 0231 · 9572 - 5200)
Methode
PCR
Die PCR detektiert Neisseria meningitidis der Serogruppe A, B, C, W135, Y.
Indikation
Notfalldiagnostik zur Abklärung einer Meningitis.
Anmerkungen
Die Befunderstellung erfolgt am Einsendetag!
Der Nachweis von Meningokokken im Liquor ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

MERS-Coronavirus PCR

Material
BAL: 5 ml
Sputum: 1-2 ml

Hinweis: Für die PCR wird tiefes respiratorisches Sekret benötigt (kein Nasen/Rachenabstrich); vorzugsweise BAL, alternativ Sputum oder endotracheales Aspirat.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation

  1. Patienten mit respiratorischen Symptomen unabhängig von deren Schwere UND Kontakt mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall von MERS.
  2. Patienten mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet


Detaillierte Falldefinition sowie Angaben zu Risikogebieten siehe hier aktuelle Informationen des Robert-Koch-Institus.

Anmerkungen
Der direkte Nachweis von MERS-Coronavirus ist meldepflichtig.

MRSA PCR aus dem Abstrich (Schnelltest)

Material
direkt aus klinischem Probenmaterial:
Abstrich von Wunde, Haut, Nase, Rachen etc., (kein Anal-Abstrich!)
Tracheal-/Bronchialsekret

Bitte beachten:

Für Befunderstellung am gleichen Tag muss die Probe das Labor bis mittags erreichen!

Methode
PCR
Nachweis der SCCmec-Kassette, auf der das mecA-Gen lokalisiert ist.
Ergebnis liegt am gleichen Tag vor, wenn die Probe das Labor bis mittags erreicht hat!
Anmerkungen
Weitere Informationen siehe LabmedLetter MRSA-Schnelldiagnostik.
MRSA Kultur siehe Mikrobiologie MRSA (Methic./Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus) sowie Krankenhaushygiene.
Akkreditiert
Ja

MRSA PCR aus Kultur bei Erstnachweis

Material
Kultur (z.B. bei kulturellem Erstnachweis von MRSA)
Methode
PCR
Bei kulturellem Nachweis von MRSA inklusive Prüfung auf Anwesenheit von:

* Stämme dieser klonalen Linie werden im Zusammenhang mit der Tierzucht - speziell der Schweinemast - beschrieben. (siehe auch RKI: Epidemiologisches Bulletin 21.2013)

MRSA Kultur siehe auch Mikrobiologie MRSA (Methic./Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus) sowie Krankenhaushygiene

Anmerkungen
Der Nachweis von MRSA nur aus Liquor und Blut ist meldeflichtig!
Akkreditiert
Ja

MRSA spa-Typisierung

Material
MRSA-Kultur
Methode
PCR und Sequenzierung
Untersuchung erfolgt nach der Sequenzierung des spa-Gens (Staphylococcus aureus Protein A Gen) des MRSA-Stammes. Die Typisierung beruht auf einer Zuordnung der DNA-Sequenz in der hypervariablen X-Region des spa-Gens zu einem MRSA-Typ (z.B. t032, t003 etc.).
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Typisierung bei epidemiologisch relevanten MRSA zur Aufklärung von Infektketten / Übertragungswegen
Anmerkungen
MRSA Kultur siehe Mikrobiologie MRSA (Methic./Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus) sowie Krankenhaushygiene.
Akkreditiert
Ja

Mycobacterium tuberculosis complex (MTC) PCR

Material

Sputum, Bronchialsekret: 2-5 ml,
Punktat: 30-50 ml,
Urin: 30 ml,
Liquor: 3-5 ml,
BAL: 20-30 ml,
Biopsie (in 1 ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer),
Magennüchternsekret: 2-5 ml oder Magenspülwasser 20-30 ml in Phosphatpuffer (anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80)
Materialwahl ergibt sich aus der Organmanifestation.

Methode

PCR
Nachweis von Mycobacterium tuberculosis, M. bovis, M. bovis BCG, M. africanum

Abrechnung

EBM: Kassenleistung aus respiratorischen Sekreten von Patienten mit begründetem Verdacht auf eine Lungentuberkulose, wenn mikroskopisch keine säurefesten Stäbchen nachweisbar sind sowie aus respiratorischen Sekreten von AIDS-Patienten auch bei mikroskopisch positivem Befund oder aus Liquor cerebrospinalis bei Verdacht auf Meningitis tuberculosa.
Bitte benutzen Sie die Ausnahmekennziffer 32006.

Anmerkungen

Der Nachweis von Mycobacterium tuberculosis ist meldepflichtig!

Akkreditiert
Ja

Mycobacterium tuberculosis Resistenzbestimmung (PCR)

Material
mikroskopisch positives Primärmaterial z.B. BAL, Sputum (siehe MTC-PCR) oder Kulturmaterial
Methode
PCR und Hybridisierung

  1. Nachweis von MTC-Komplex
  2. Nachweis von Resistenzen gegen Isoniazid (INH) und Rifampicin (RMP)

Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Medikamentenresistenz. Es werden Resistenzen gegen Isoniazid (INH) und Rifampicin (RMP) nachgewiesen.
Akkreditiert
Ja

Mycoplasma pneumoniae PCR

Material
Sputum: 2 ml,
BAL: 5 ml
Methode
PCR
Abrechnung
Die Mycoplasma pneumoniae PCR ist Kassenleistung!
Indikation
V.a. eine frische Mycoplasma pneumoniae Infektion,
Diagnostik der Wahl in der Akutphase.
Anmerkungen
Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mycoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.
Akkreditiert
Ja

Neisseria gonorrhoeae TMA

Material
Abstrich (endozervikal, urethral)

Anleitung Präanalytik Cervix-/Urethral-Abstrich für TMA siehe hier.

Entnahme und Transport der endozervikalen und urethralen Abstrichproben mit dem Aptima Swab Specimen Kit der Firma GENPROBE (Art.-Nr. 5505) können online oder telefonisch über unseren Versand bestellt werden:
Tel.: 02306 · 940 96 - 80.

Auf das gleichzeitige Anlegen einer Kultur sollte wegen der globalen Resistenzentwicklung nicht verzichtet werden. Dafür bitte einen mikrobiologischen Abstrich mit Universal-Transportmedium einsenden.
Methode
TMA
Mit einem Abstrich kann gleichzeitig auf Chlamydien und Gonokokken getestet werden.
Abrechnung
EBM: Kassenleistung!

Der Gonokokken-RNS-Nachweis mittels Amplifikationsverfahren (wie z.B. TMA) ist eine Kassenleistung der GKV.
Indikation
Bei einem Verdacht auf eine Infektion mit Neisseria gonorrhoeae werden ausschließlich Abstrichproben empfohlen.
Anmerkungen
Detaillierte Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 110.
Ansprechpartner Analysebereich
Tel: (0231) 9572-259
bartsch@labmed.de

Norovirus PCR

Material
Stuhl
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung bei Endemieverdacht oder in besonders begründeten Dringlichkeitsfällen; Ausnahmeziffer 32006
Indikation
Diarrhoe, vor allem im Rahmen eines Ausbruchsgeschehens
Anmerkungen
Der Nachweis von Noroviren ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Parainfluenza (1, 2, 3, 4) PCR

Material

Nasen-Rachen-Abstrich in ca. 1 ml physiologischer NaCl, 

BAL: 1 ml

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Indikation

akute Infektion der oberen oder unteren Atemwege

Anmerkungen

EBM: keine Kassenleistung

Parodontose Keime PCR

Material
Abstriche von Sulcustaschen an Papierspitzen (Endodontiespitzen)
Bitte spezielles Besteck für Probengewinnung anfordern unter
Tel.: 02306 · 940 96 - 80.
Methode
PCR, anschließend Hybridisierung

Folgende Bakterienspezies gelten als aggressive Markerkeime der Parodontitis und werden von dem molekularbiologischen Test erfasst:

Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation

Anmerkungen
Weitere Informationen siehe Mikrobiologische Parodontaldiagnostik.
Akkreditiert
Ja

Parvovirus B19 PCR

Material

Quantitative PCR: frisches EDTA-Blut / Vollblut / Fetalblut: 3 ml bzw. 0,5 ml EDTA-Plasma / Serum

Mit anderen Materialien nur qualitative Parvovirus B19 PCR möglich wie z.B. Fruchtwasser: 2 ml.

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: ca. 100 IU/ml

Abrechnung

EBM: Nukleinsäurenachweis von Parvovirus aus Fruchtwasser und/oder Fetalblut zum Nachweis einer vorgeburtlichen fetalen Infektion oder in besonders zu begründenden Einzelfällen.

Indikation

Sicherung der Diagnose einer akuten Parvovirus Infektion in der Schwangerschaft.

Akkreditiert
Ja

(im Blut; nicht in anderen Untersuchungsmaterialien)

Pneumocystis jiroveci (ehemals Pneumocystis carinii) PCR

Material
BAL: 5 ml
Bronchialsekret, Sputum: 2 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Nachweis einer Pneumocystis jirovecii Pneumonie als opportunistischer Erreger bei immunsupprimierten Patienten und AIDS-Patienten
Akkreditiert
Ja

Polio Virus PCR

Anmerkungen
siehe Enterovirus PCR

Polyoma-Viren

> BKV (BK-Virus)

Material
Urin, EDTA-Blut: 1 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten
Indikation
bei Immunsuppression, insbesondere bei nierentransplantierten Patienten („BK-Nephropathie“) und nach Knochenmarktransplantation (Hämorrhagische Cystitis)

> JCV (JC-Virus)

Material
Liquor, EDTA-Blut: 1 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten
Indikation
PML (Progressive multifokale Leukenzephalopathie)
Anmerkungen
Fremdleistung

Rhinovirus PCR

Material
Nasen-/ Rachenabstrich; Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl-Lösung verschicken.
(Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden!)
Nasen-Rachensekret/-aspirat: 1 ml
BAL: 10 ml

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial kann angefordert werden unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Keine Kassenleistung
Akkreditiert
Ja

RSV PCR

Material
Nasen-Rachensekret: 1 ml,
Abstriche des Nasen-/Rachenraumes
Sputum: 1 ml
Trachealsekret: 1 ml

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Differenzialdiagnostik von Atemwegserkrankungen vor allem bei Säuglingen
Akkreditiert
Ja

Toxoplasma gondii PCR

Material
Liquor: 1 ml
Fruchtwasser: 4 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung nur bei Analyse von Fruchtwasser und/oder Fetalblut sowie Liquor
Indikation

Akkreditiert
Ja

Varizella Zoster Virus PCR

Material
Liquor: 1 ml,
Bläscheninhalt, Abstrich
Abstrichmaterial in steriler NaCl-Lösung einschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden.

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung nur im Liquor
Indikation
V.a. VZV assoziierte ZNS-Erkrankung (VZV-Enzephalitis, Zoster-Ganglionitis)
Differentialdiagnostik der viralen Enzephalitis in der Frühphase; schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich.
Anmerkungen
Der Nachweis von VZV (PCR) in den Materialien Bläscheninhalt, Liquor, BAL, Blut, Fruchtwasser oder Gewebe ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

VRE PCR (aus Kultur)

Material
aus klinischem Untersuchungsmaterial auf Selektivmedien nach Anzucht
Methode
PCR
Typisierung mittels PCR durch Prüfung auf Anwesenheit des Gens für Typ VanA, VanB, VanC1 (E. gallinarum), VanC2/3 (E. casseliflavus/ E. flavescens)
Abrechnung
EBM: keine Kassenleistung
Indikation
Verdacht auf Besiedlung oder Infektion mit VRE
Anmerkungen
VRE Kultur siehe Mikrobiologie VRE (Vancomycin resistente Enterokokken) sowie Krankenhaushygiene
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