10.12.2018

LQ - Liquordiagnostik

Infektionsserologie (AK-Indizes) und PCR Direktnachweis

Borrelia burgdorferi (sensu lato) PCR

Material

Gelenkpunktat (2 ml), Liquor, Biopsie, Zecke

Methode

PCR
Nachgewiesen werden die Genomspezies von B. burgdorferi sensu lato:
B. burgdorferi sensu stricto, B. afzelii, B. garinii, B. spielmani sp. nov. (A14S), B. valaisiana und B. japonica.

Abrechnung

EBM: PCR-Analytik derzeit nur im Liquor Kassenleistung!

Indikation

Zusätzliche Diagnostik einer Borrelia-Infektion.

Diagnostische Sensitivität bei Borreliose (aus MIQ Lyme-Borreliose 12/2000)


Die PCR ist als Suchtest nicht geeignet. Ein negativer PCR-Befund schließt eine Lyme Borreliose nicht aus.
Die Borrelien-PCR aus einer Zecke wird nicht empfohlen. Bitte beachten Sie, dass auch DNS nicht humanpathogener Borrelien (B. valaisiana) nachgewiesen werden kann. Der Stich einer borrelienhaltigen Zecke führt bei etwa 20-30% der Betroffenen zum Nachweis von Antikörpern im Blut.

Anmerkungen

Die Durchführung einer Borrelien-PCR in der Zecke kann auf Wunsch von Patienten als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) zum Preis von 30,00€ erbracht werden. Das Formular der Patientenvereinbarung über privatärztliche Abrechnung steht Ihnen hier zum Download und Ausdrucken zur Verfügung.
IGeLeistung: Borrelia burgdorferii sensu lato DNS Nachweis mittels PCR in der Zecke

Akkreditiert
Ja

Borrelien Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Der EIA weist Antikörper gegen Borrelia burgdorferi sensu lato nach.
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.
Indikation
Verdacht auf Neuroborreliose, Nachweis/Ausschluss von intrathekal gebildeten IgG- und IgM-Antikörpern gegen Borrelia

Der typische Liquorbefund einer akuten Neuroborreliose zeigt eine Schrankenfunktionsstörung, eine intrathekale Immunglobulinsynthese (3-Klassen-Reaktion mit IgM-Dominanz) sowie eine Pleozytose mit lympho-monozytärem Zellbild Der AI ist für eine Therapiekontrolle nicht geeignet, da er auch Jahre nach einer erfolgreichen Therapie erhöht nachweisbar sein kann.

Cryptococcus neoformans-Antigen

Material
Serum: 1 ml oder Liquor: 1 ml
Methode
LFA Lateral Flow Assay

Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht aus.
Zusätzlich sollte eine mikrobiologische Erregeranzucht im Liquor angestrebt werden.
Indikation
Verdacht auf Cryptococcen-Meningitis, vor allem bei immunsupprimierten Patienten und HIV-Patienten
Anmerkungen
Siehe auch Mikrobiologie / Diagnostik bei ZNS-Infektionen, Cryptococcus neoformans.
Akkreditiert
Ja

Enterovirus PCR

Material
Stuhl, Liquor: 0,5 ml
Myokardbiopsie
Methode
PCR
Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.
Abrechnung
EBM: Enterovirus PCR nur im Liquor Kassenleistung
Indikation
V.a. Enterovirusinfektion vor allem bei Kindern: Hand-Mund-Fuß-Krankheit, Herpangina, aseptische Meningitis, hämorrhagische Meningitis, Differenzialdiagnostik fieberhafter Infekte („Sommergrippe“), Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte

Bei Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Myokarditis ist die Analyse virusspezifischer Antikörper im Serum in der Regel ohne diagnostische Relevanz.

Für die Akutdiagnostik ist die Enterovirus PCR aus Stuhl oder Liquor die Methode der Wahl (Kassenleistung nur im Liquor). Eine Endomyokardbiopsie und die Erregerabklärung mit Hilfe der PCR wären empfehlenswert.
Akkreditiert
Ja

Herpes simplex Ak-Index (AI, IgG) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
AI: 1,4 grenzwertig
Indikation
Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen HSV, Verdacht auf HSV-Infektion des ZNS wie HSV-Enzephalitis (Anstieg des HSV-Antikörperindex ca. 10–12 Tage nach Beginn der Klinik, davor sollte die HSV-PCR im Liquor durchgeführt werden)

Verdacht auf „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp

Herpes simplex Virus PCR

Material
Liquor 1 ml,
Abstrich, Bläscheninhalt in ca. 1 ml NaCl (bitte keine Aluminiumtupfer einsenden)

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR (Differenzierung HSV- 1 und HSV-2)
Abrechnung
EBM: nur Liquor-Analyse ist Kassenleistung
Indikation
Differenzialdiagnostik der viralen Enzephalitis im Liquor (bei Primärinfektion oder endogener Reaktivierung) in der Frühphase,
schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich
Akkreditiert
Ja

Masern IgG-Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.
Indikation
Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen Masernvirus
V.a. Masern-Enzephalitis
V.a. SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis)
V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)

Meningokokken PCR

Material
Liquor: 1 ml
Bitte Probe telefonisch ankündigen! (Tel.: 0231 · 9572 - 5200)
Methode
PCR
Die PCR detektiert Neisseria meningitidis der Serogruppe A, B, C, W135, Y.
Indikation
Notfalldiagnostik zur Abklärung einer Meningitis.
Anmerkungen
Die Befunderstellung erfolgt am Einsendetag!
Der Nachweis von Meningokokken im Liquor ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Mycobacterium tuberculosis complex (MTC) PCR

Material

Sputum, Bronchialsekret: 2-5 ml,
Punktat: 30-50 ml,
Urin: 30 ml,
Liquor: 3-5 ml,
BAL: 20-30 ml,
Biopsie (in 1 ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer),
Magennüchternsekret: 2-5 ml oder Magenspülwasser 20-30 ml in Phosphatpuffer (anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80)
Materialwahl ergibt sich aus der Organmanifestation.

Methode

PCR
Nachweis von Mycobacterium tuberculosis, M. bovis, M. bovis BCG, M. africanum

Abrechnung

EBM: Kassenleistung aus respiratorischen Sekreten von Patienten mit begründetem Verdacht auf eine Lungentuberkulose, wenn mikroskopisch keine säurefesten Stäbchen nachweisbar sind sowie aus respiratorischen Sekreten von AIDS-Patienten auch bei mikroskopisch positivem Befund oder aus Liquor cerebrospinalis bei Verdacht auf Meningitis tuberculosa.
Bitte benutzen Sie die Ausnahmekennziffer 32006.

Anmerkungen

Der Nachweis von Mycobacterium tuberculosis ist meldepflichtig!

Akkreditiert
Ja

Pneumokokken-Antigen

Material
Urin: 1 ml
Methode
Lateral Flow Immunoassay zum Nachweis von löslichem Pneumokokken Antigen.
Indikation
V.a. eine Infektion mit Streptococcus pneumoniae
Die mikrobiologische Erregeranzucht und die Resistenzbestimmung sollten zusätzlich durchgeführt werden. Siehe Mikrobiologie; geeignetes Material sind Liquor oder respiratorisches Sekret wie z.B. BAL, Sputum.

Röteln IgG Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Nachweis von intrathekal gebildeten Antikörpern anhand von Liquor/Serumpaar.
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.
Indikation
V.a. Röteln-Enzephalopathie,
V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)
Anmerkungen
Der Nachweis von intrathekal gebildeten Röteln-Ak ist meldepflichtig!

Streptokokken Antigen

Material
Serum
Methode
Latex-Agglutination
Indikation
Schnelldiagnostik bei V.a. eine Infektion mit ß-hämolysierenden Streptokokken der Serogruppe B z.B. bei neonataler Sepsis oder Meningitis

Bei V.a. eine akute Streptokokken-Infektion (vor allem auch Streptokokken anderer Serogruppen z.B. Serogruppe A) ist der mikrobiologische Erregernachweis incl. Resistenzbestimmung aus klinischem Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Wundabstrich, Cervixabstrich, Blutkultur, Liquor u.v.m.) ratsam.
Akkreditiert
Ja

Toxoplasma gondii PCR

Material
Liquor: 1 ml
Fruchtwasser: 4 ml
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung nur bei Analyse von Fruchtwasser und/oder Fetalblut sowie Liquor
Indikation

Akkreditiert
Ja

Treponema pallidum Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
IPA
Bewertungskriterium
AI: > 2,0 Verdacht auf einen Treponemenbefall des ZNS
AI: ab 3,0 beweist mit hoher Spezifität und Sensitivität die spezifische lokale Antikörpersynthese im ZNS.

Der Nachweis einer lokalen spezifischen Antikörpersynthese im ZNS ist nicht gleichbedeutend mit einer aktiven behandlungsbedürftigen Infektion, da das Phänomen der Tr.pallidum spezifischen Antikörpersynthese auch nach Therapie über viele Jahre persistieren kann (s.g. "Liquornarbe"). Bei einer Neurolues würde man eine Schrankenfunktionsstörung erwarten sowie eine Pleozytose.
Indikation
Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen Treponema pallidum, Verdacht auf Neurolues.
Akkreditiert
Ja

Varizella Zoster IgG Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material
Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.
Methode
EIA
Nachweis von intrathekal gebildeten Antikörpern, Voraussetzung parallele Analyse Liquor/Serumpaar
Bewertungskriterium
AI: 0,7-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.
Indikation

Anmerkungen
Der Nachweis intrathekal gebildeter VZV-spezifischer Antikörper (erhöhter Liquor/Serum-Index) ist meldepflichtig!

Varizella Zoster Virus PCR

Material
Liquor: 1 ml,
Bläscheninhalt, Abstrich
Abstrichmaterial in steriler NaCl-Lösung einschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden.

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.
Methode
PCR
Abrechnung
EBM: Kassenleistung nur im Liquor
Indikation
V.a. VZV assoziierte ZNS-Erkrankung (VZV-Enzephalitis, Zoster-Ganglionitis)
Differentialdiagnostik der viralen Enzephalitis in der Frühphase; schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich.
Anmerkungen
Der Nachweis von VZV (PCR) in den Materialien Bläscheninhalt, Liquor, BAL, Blut, Fruchtwasser oder Gewebe ist meldepflichtig!
Akkreditiert
Ja

Klinisch-chemische Untersuchungen und Marker

Albumin im Liquor

Material

Liquor: 1 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.

Methode

Nephelometrie

Referenzbereich

< 35 mg/dl

Indikation

Reiber-Diagramm (Schrankenfunktionsstörung); notwendig für die Berechnung erregerspezifischer Antikörperindizes.

Akkreditiert
Ja

Aminosäuren im Liquor

Material

Liquor: 0,5 ml gefroren

Siehe auch Aminosäuren im Plasma/Serum oder Aminosäuren im Urin.

Methode

LC-MS/MS

Referenzbereich

Normwerte für Kinder und Erwachsene siehe tabellarische Auflistung.
Bitte hier klicken.

Anmerkungen

Analysiert werden im Liquor:
Alanin
Allo-Isoleucin
Aminobuttersäure, Alpha-
Arginin
Asparagin
Citrullin
Cystin (frei)
Ethanolamin
Glutamin
Glutaminsäure
Glycin
Histidin
Hydroxyprolin
Isoleucin
Leucin
Lysin
Methionin
Ornithin
Phenylalanin
Phosphoethanolamin
Prolin
Serin
Taurin
Threonin
Tryptophan
Tyrosin
Valin

Akkreditiert
Ja

Beta-Amyloid 1-40

Material

Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen
Bitte beachten, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.

Methode

EIA

Referenzbereich

4.128 - 22.454 pg/ml
Die gleichzeitige Bestimmung von Beta-Amyloid 1-42 wird empfohlen zwecks Berechnung
der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio.

Indikation

Dementielle Syndrome, V.a. Alzheimer-Demenz, V.a. Creutzfeldt Jakob Disease (CJD),
Berechnung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio

Anmerkungen

Im Gegensatz zum Beta-Amyloid 1-42 kommt der Konzentration von Beta-Amyloid 1-40 für sich allein genommen keine diagnostische Bedeutung zu. Sie dient vielmehr der Abschätzung des Gesamt-Amyloid-Spiegels im Liquor, der bei Demenz-Erkrankten im Vergleich zu Gesunden unverändert ist.
Die Berechnung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio aus den beiden gemessenen Amyloid-Fraktionen kann praktisch als Normierung des Beta-Amyloid 1-42-Anteils in Bezug zum Gesamt-Amyloid im Liquor betrachtet werden. Diese patientenindividuelle Relation erhöht die Spezifität und mindert erheblich das Risiko der Fehldeutung eines „physiologisch niedrigen“ Beta Amyloid 1-42 gesunder Patienten als „pathologisch erniedrigt“.
Klinische Studien belegen, dass die diagnostische Wertigkeit der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio der alleinigen Bestimmung der Konzentrationen von Beta-Amyloid 1-42 und 1-40 überlegen ist und eine gute Trennung zwischen Gesunden und Erkrankten erlaubt. Da es bereits mehrere Jahre vor der Erhöhung von Tau-Protein und Phospho-Tau zu einer selektiven Erniedrigung des Beta-Amyloid 1-42 kommt, kann die Bestimmung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio die Effizienz der Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung zusätzlich steigern.

Siehe auch LabmedLetter 125 Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio.

Beta-Amyloid 1-42

Material

Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen
Bitte beachten, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.

Methode

EIA

Referenzbereich

> 450 pg/ml
Die gleichzeitige Bestimmung von Beta-Amyloid 1-40 wird empfohlen zwecks Berechnung
der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio.

Indikation

Dementielle Syndrome, V.a. Alzheimer-Demenz, V.a. Creutzfeldt Jakob Disease (CJD)

Anmerkungen

Die Berechnung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio aus den beiden gemessenen Amyloid-Fraktionen 1-42/1-40 wird dringend empfohlen. Sie kann als Normierung des Beta-Amyloid 1-42-Anteils in Bezug zum Gesamt-Amyloid im Liquor betrachtet werden. Diese patientenindividuelle Relation erhöht die Spezifität und mindert erheblich das Risiko der Fehldeutung eines „physiologisch niedrigen“ Beta Amyloid 1-42 gesunder Patienten als „pathologisch erniedrigt“.
Klinische Studien belegen, dass die diagnostische Wertigkeit der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio der alleinigen Bestimmung der Konzentrationen von Beta-Amyloid 1-42 und 1-40 überlegen ist und eine gute Trennung zwischen Gesunden und Erkrankten erlaubt. Da es bereits mehrere Jahre vor der Erhöhung von Tau-Protein und Phospho-Tau zu einer selektiven Erniedrigung des Beta-Amyloid 1-42 kommt, kann die Bestimmung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio die Effizienz der Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung zusätzlich steigern.

Siehe auch LabmedLetter 125 Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio.

Akkreditiert
Ja

Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio

Material

Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen zur Analyse von Beta-Amyloid 1-42 und Beta-Amyloid 1-40.
Bitte beachten Sie, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.

Methode

Berechnung

Referenzbereich

> 0,05

Indikation

Dementielle Syndrome, V.a. Alzheimer-Demenz, V.a. Creutzfeldt Jakob Disease (CJD)

Anmerkungen

Im Gegensatz zum Beta-Amyloid 1-42 kommt der Konzentration von Beta-Amyloid 1-40 für sich allein genommen keine diagnostische Bedeutung zu. Sie dient vielmehr der Abschätzung des Gesamt-Amyloid-Spiegels im Liquor, der bei Demenz-Erkrankten im Vergleich zu Gesunden unverändert ist.

Die Berechnung der Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio aus den beiden gemessenen Amyloid-Fraktionen kann praktisch als Normierung des Beta-Amyloid 1-42-Anteils in Bezug zum Gesamt-Amyloid im Liquor betrachtet werden. Diese patientenindividuelle Relation erhöht die Spezifität und mindert erheblich das Risiko der Fehldeutung eines „physiologisch niedrigen“ Beta Amyloid 1-42 gesunder Patienten als „pathologisch erniedrigt“.
Klinische Studien belegen, dass die diagnostische Wertigkeit der Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio der alleinigen Bestimmung der Konzentrationen von Beta-Amyloid 1-42 und 1-40 überlegen ist und eine gute Trennung zwischen Gesunden und Erkrankten erlaubt. Da es bereits mehrere Jahre vor der Erhöhung von Tau-Protein und Phospho-Tau zu einer selektiven Erniedrigung des Beta-Amyloid 1-42 kommt, kann die Bestimmung der Beta-Amyloid 1-42 / Beta-Amyloid 1-40 Ratio die Effizienz der Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung zusätzlich steigern.

Siehe auch LabmedLetter 125 Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio.

 

Beta-HCG im Liquor

Material
Liquor: 1 ml
Methode
ECLIA
Referenzbereich
< 0,4 mlU/ml
Indikation
Aktivierungsmarker / Tumormarker: primäre intrakranielle Keimzelltumore

Beta-Trace-Protein

Material

Sekret: 0,5 ml
Serum: 0,5 ml
Bitte unmittelbar nach Gewinnung des Sekretes eine Serumprobe abnehmen und beide Proben gleichzeitig einsenden.

Methode

Nephelometrie

Referenzbereich
Liquor: 8,9-25,9 mg/l
Serum: <0,7 mg/l
Indikation

V.a. Rhino- bzw. Otoliquorrhoe (Liquorfistel)

Anmerkungen
Die Auswertung von Nasen- und Ohrensekreten mittels des folgenden Algorithmus zeigte im Hinblick auf eine Liquorrhoe eine Sensitivität von 98% und eine Spezifität von 96%:
Beta Trace Protein im Sekret <0,7 mg/l: CSF-Beimengung unwahrscheinlich
Beta Trace Protein im Sekret ≥1,3 mg/l: CSF-Beimengung wahrscheinlich
Beta Trace Protein im Sekret 0,7 bis 1,29 mg/l: Sekret/Serum-Ratio berücksichtigen
 
Sekret/Serum-Ratio <2,0: CSF-Beimengung im Sekret unwahrscheinlich
Sekret/Serum-Ratio ≥2,0: CSF-Beimengung im Sekret wahrscheinlich
 
Quelle: Bernasconi et al. Retrospective validation of a β-trace protein interpretation algorithm for the diagnosis of cerebrospinal fluid leakage. Clin Chem Lab Med. 2017 Mar 1;55(4):554-560
 
Akkreditiert
Ja

Eiweiß, gesamt im Liquor

Material
Liquor: 1 ml
Methode
photometrisch
Referenzbereich
20-50 mg/dl
Indikation
Schrankenfunktionsstörung, entzündliche ZNS-Prozesse
Akkreditiert
Ja

Glukose im Liquor

Material
Liquor: 0,5 ml
Methode
enzymatisch
Referenzbereich
40-88 mg/dl
Indikation
DD: bakterielle/virale Meningitis
Akkreditiert
Ja

IgA im Liquor

Material
Liquor: 1 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.
Methode
nephelometrisch
Referenzbereich
Erwachsene: < 0,5 mg/dl
Kinder: siehe Befundbericht
Indikation
V.a. intrathekale IgA-Synthese
Akkreditiert
Ja

IgG im Liquor

Material
Liquor: 1 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.
Methode
nephelometrisch
Referenzbereich
Erwachsene: < 3,4 mg/dl
Kinder: siehe Befundbericht
Indikation
Reiber-Diagramm, V.a. intrathekale IgG-Synthese, V.a. chronisch entzündlichen Prozess vom Autoimmuntyp, notwendig für die Berechnung erregerspezifischer Antikörperindizes.
Akkreditiert
Ja

IgM im Liquor

Material
Liquor: 1 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.
Methode
nephelometrisch
Referenzbereich
Erwachsene: < 0,07 mg/dl
Kinder siehe Befundbericht
Indikation
V.a. intrathekale IgM-Synthese im Rahmen von entzündlichen ZNS-Prozessen, notwendig für die Berechnung erregerspezifischer Antikörperindizes.
Akkreditiert
Ja

Interferon gamma

Material
Serum, Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren
Methode
Flowzytometrie
Referenzbereich
quantitative Bestimmung
< 10 pg/ml
Akkreditiert
Ja

Interleukin 10

Material
Serum, EDTA-Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren!
Methode
Flowzytometrie
Referenzbereich
quantitative Bestimmung
< 9,1 pg/ml
Akkreditiert
Ja

Interleukin 2

Material
Serum, EDTA-Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren!
Methode
Flowzytometrie
Referenzbereich
quantitative Bestimmung
< 10 pg/ml
Akkreditiert
Ja

Interleukin 4

Material
Serum, EDTA-Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren!
Methode
Flowzytometrie
Referenzbereich
quantitative Bestimmung
< 10 pg/ml
Akkreditiert
Ja

Interleukin 6 (IL6)

Material
Serum, EDTA-Plasma: 1 ml
Versand gefroren!
Methode
Flowzytometrie
Referenzbereich
Serum/Plasma: < 5,4 pg/ml
Akkreditiert
Ja

Interleukin 8

Material
Serum, Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren!
Methode
Durchflusszytometrie
Referenzbereich
Serum/Plasma: < 62 pg/ml
Liquor: < 44,3 ng/l
Anmerkungen
Fremdleistung

Intrathekale IgG-Synthese

Anmerkungen
Siehe Oligoklonale IgG-Banden.

Laktat im Liquor

Material
Liquor: 1 ml
Methode
enzymatisch
Referenzbereich
10-20 mg/dl
Indikation
V.a. ZNS-Infektion, DD: virale, bakterielle oder tuberkulöse Meningitis
Akkreditiert
Ja

Lysozym im Liquor

Material
Liquor: 0,5 ml
Methode
RID
Referenzbereich
< 1,0 mg/l
Indikation
V.a. bakterielle Meningitis

Neuron-spezifische Enolase (NSE) im Liquor

Material
Liquor: 0,5 ml
Stabilität bei 2-8°C 24 Stunden, nicht einfrieren
Keine Einsendung vor dem Wochenende und vor Feiertagen
Methode
ECLIA
Referenzbereich
5-20 ng/ml
Indikation
Destruktionsmarker, unspezifischer Indikator neuronaler Schädigungen

Oligoklonale IgG-Banden (Intrathekale IgG-Synthese)

Material
Liquor: 2,5 ml und Serum: 2 ml
Methode
Isoelektrische Fokussierung und Immunoblot
Referenzbereich
negativ
Indikation
V.a. chronisch entzündliche ZNS-Prozesse (Autoimmuntyp), V.a. ZNS-Infektion
Akkreditiert
Ja

Phospho-Tau-Protein

Material
Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen
Bitte beachten, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.
Methode
EIA
Referenzbereich
< 61 pg/ml
Indikation
dementielle Syndrome, degenerativer Marker
Akkreditiert
Ja

Protein 14-3-3

Material
Liquor: 0,5 ml
Methode
EIA / Westernblot
Referenzbereich
< 20.000 AU/ml / negativ
Indikation
Destruktionsmarker, V.a. CJD (Creutzfeldt Jakob Disease)
Anmerkungen
Fremdleistung

Reiber-Diagramm (Liquorproteinprofil)

Material
Liquor: 5 ml und Serum: 2 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.
Methode
Messgrößen: Albumin, IgG, IgA, IgM
Anmerkungen
Siehe Reiber-Diagramm oder AnforderungsscheinAS Liquordiagnostik.

S-100 B-Protein im Liquor

Material
Liquor: 1 ml
Lagerung für 24h bei 2-8°C; danach sollte der Liquor bei -20°C eingefroren werden.
Methode
CLIA
Referenzbereich
< 2,7 µg/l
Indikation
Destruktionsmarker, unspezifischer Indikator für Gliaschäden, Prognosemarker für Hirnschädigungen
Akkreditiert
Ja

Tau-Protein

Material
Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen
Bitte beachten, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.
Methode
EIA
Referenzbereich
< 450 pg/ml
Indikation
Dementielle Syndrome, V.a. Alzheimer-Demenz, V.a. Creutzfeldt Jakob Disease (CJD), degenerativer Marker
Akkreditiert
Ja

Zelldifferenzierung im Liquor

Material
frischer Liquor: 1 ml, nicht älter als 2 Stunden
Postversand nicht möglich!
Methode
Pappenheim-Färbung (May-Grünwald-Giemsa)
Referenzbereich
Lymphozyten: 60-90%
Monozyten: 10-40%
keine Granulozyten
keine Erythrozyten
Indikation
V.a. entzündlichen ZNS-Prozess (bakteriell/viral),
V.a. Meningitis, V.a. SAB

Zellzahl im Liquor

Material
frischer Liquor: 1 ml
Nicht älter als 2h, Postversand nicht möglich!
Methode
XE 5000
Referenzbereich
≤ 4 Zellen/µl
Indikation
V.a. Zellzahlerhöhung, V.a. entzündlichen ZNS-Prozesse, V.a. Meningitis
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