Neuropathien

Neuropathien, hereditäre motorisch-sensible (HMSN) / Charcot Marie Tooth Erkrankung (CMT), Stufendiagnostik

Neuropathy, hereditary motor and sensory (HMSN) / Charcot Marie Tooth disease (CMT), staged diagnostics

Gensymbole

PMP22, GJB1, MPZ, MFN2, LITAF, EGR2, NEFL

Material

EDTA-Blut: 1-2 ml

Methode

Mikrosatellitenanalyse, Deletions-/Duplikationsscreening mittels MLPA; PCR und Sequenzierung der kodierenden Exons und flankierender Sequenzen.

Siehe auch Einzeleinträge:

  • HMSN1A/CMT1A (PMP22 Duplikation)
  • HMSN1B/CMT1B (MPZ)
  • HMSN1C/CMT1C (LITAF bzw. SIMPLE)
  • HMSN1D/CMT1D (EGR2)
  • HMSN1E/CMT1E (PMP22 Punktmutationen)
  • HMSN1F/CMT1F (NEFL)
  • HMSN2A2/CMT2A2 (MFN2)
  • HMSN2E/CMT2E (NEFL)
  • HMSN2I,J/CMT2I,J (MPZ)
  • HMSNX1/CMTX1 (GJB1, X-chromosomale Vererbung)
  • Neuropathie mit Neigung zu Druckläsionen, HNPP, Tomakulöse Neuropathie (PMP22 Deletion und Punktmutationen)

Indication

Bei V.a. eine HMSN1/CMT1 (NLG<38m/s, primär demyelinisierend) erfolgt zunächst die Analytik zum Nachweis der HMSN1A/CMT1A typischen 1,4 Mb Duplikation des PMP22-Gens. Methodisch bedingt wird dabei auch auf die HNPP typische Deletion getestet. Bei negativem Befund folgt die Untersuchung von MPZ (HMSN1B/CMT1B), wenn in der Familie eine X-chromosomale Vererbung ausgeschlossen werden kann (d.h. wenn eine Vererbung vom Vater zum Sohn vorkommt). Ansonsten sollte zuvor zusätzlich GJB1 analysiert werden (CX32, HMSNX1/CMTX1). Seltener wird eine HMSN1/CMT1 durch Mutationen in den kleineren Genen LITAF (HMSN1C/CMT1C), EGR2 (HMSN1D/CMT1D), NEFL (HMSN1F/CMT1F) und Punktmutationen in PMP22 (HMSN1E/CMT1E) verursacht.
Bei V.a. eine HMSN2/CMT2 (NLG>38m/s, primär axonal) wird, wenn eine X-chromosomale Vererbung ausgeschlossen erscheint, die Untersuchung von MFN2 (HMSN2A2/CMT2A2) oder MPZ (HMSN1B/CMT1B bzw. HMSN2I,J/CMT2I,J) durchgeführt. Bei nicht ausgeschlossener X-chromosomaler Vererbung sollte zuvor zusätzlich GJB1 analysiert werden (CX32, HMSNX1/CMTX1). Bei negativen Befunden kann die Untersuchung von NEFL (HMSN2E/CMT2E) erfolgen.
Bei einem Mischbild aus demyelinisierenden und axonalen Merkmalen (dominant intermediäre CMT, DI-CMT) erfolgt die Untersuchung von MPZ und bei nicht ausgeschlossener X-chromosomaler Vererbung auch GJB1 (CX32).
Bei V.a. HNPP wird zunächst die Analytik zum Nachweis der HNPP typischen 1,4 Mb Deletion/Deletion des PMP22-Gens durchgeführt. Dabei wird methodisch bedingt auch die HMSN1A/CMT1A typische Duplikation erfasst. Bei negativem Befund folgt die Untersuchung auf Punktmutationen in PMP22.

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