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Laboratoriumsmedizin

ID - Infektionsdiagnostik

Infektionskrankheiten

Adenoviren

Adenovirus Antigen
Material

Stuhl

Methode

EIA

Indikation

Diarrhoe, vor allem bei Kindern < 3 Jahre

Akkreditiert

ja

Adenovirus IgA-Ak und IgG-Ak
Material

Serum, Plasma: 1 ml

Methode

EIA (Virotech)

Indikation
  • respiratorische Infektionen, Diarrhoe, vor allem bei Kindern < 3 Jahre (Stuhl für den Antigen-Elisa ist zu bevorzugen),
  • Konjunktivitis epidemica (Konjunktivalabstrich für die PCR ist zu bevorzugen, aber keine EBM Kassenleistung),
  • akute hämorrhagische Cystitis
Anmerkung

Für die Akutdiagnostik nicht geeignet!

Akkreditiert

ja

Adenovirus PCR
Material

Augenabstriche / Kojunktivalabstriche, Stuhl, BAL: 2 ml
Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl-Lösung verschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden!
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Adenovirus-PCR ist nur im Liquor eine Kassenleistung.

Indikation

respiratorische Infektionen, Diarrhoe, vor allem bei Kindern < 3 Jahre (Stuhl für den Antigen-Elisa ist zu bevorzugen), Konjunktivitis epidemica (Konjunktivalabstrich für die PCR ist zu bevorzugen), akute hämorrhagische Cystitis

Anmerkung

Weitere Informationen zu Adenoviren-PCR siehe LabmedLetter Nr. 115.
Der Nachweis von Adenoviren mittels PCR im Augenabstrich ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Amöben

Amöben Ak (EIA)
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA

Indikation

Diarrhoe nach Auslandsaufenthalt (Amöbenruhr), V.a. invasive Amöbiasis, Amöben Leberabszesse
Zusätzlich ist der Entamoaeba histolytica Antigennachweis in einer frischen Stuhlprobe zu empfehlen.

Akkreditiert

ja

Amöben Ak (IHA)
Material

Serum: 1 ml

Methode

IHA

Bewertungskriterium

Der IHA (Indirekter Hämagglutinationstest) erfasst spezifische Antikörper gegen Entamoeba histolytica.
Ein Titer von 1:320 oder höher spricht für eine invasive / intestinale oder extraintestinale Amöbiasis.
Titer unter 1:80 gelten als Ausschluss einer invasiven Amöbiasis.
Titer zwischen 1:80 und 1:160 als Graubereich, der mit einer zweiten Methode abgesichert werden muss.

Indikation

Diarrhoe nach Auslandsaufenthalt (Amöbenruhr), V.a. invasive Amöbiasis, Amöben Leberabszesse

Akkreditiert

ja

Amöben im Stuhl
Material

frische Stuhlprobe

Methode

Mikroskopie und Entamoeba histolytica Antigen-EIA

Indikation

Diarrhoe nach Auslandsaufenthalt (Amöbenruhr), V.a. invasive Amöbiasis, Amöben Leberabszesse

Akkreditiert

ja

Ascaris IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA

Indikation

V.a. Ascarisinfektion (Spulwürmer). Der Erregernachweis im Stuhl (Mikrobiologie) sollte in jedem Fall angestrebt werden!

Anmerkung

Fremdleistung

Aspergillus

Aspergillus Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

IHA

Bewertungskriterium

negativ: < 1:320
grenzwertig: 1:320
positiv: ≥ 1:640 (Titer sprechen für eine invasive Aspergillose)

Indikation

V.a. invasive Aspergillose z.B. bei neutropenischen Patienten, bei immunsupprimierten Patienten (z.B. nach Organ- oder Knochenmark-Transplantation) oder Patienten unter Steroidtherapie.

Akkreditiert

ja

Aspergillus Antigen (Galaktomannan)
Material

Serum: 1 ml
BAL: 1 ml

Methode

EIA

Bewertungskriterium

Serum/BAL-Proben mit einem Index < 0,50 werden als Galaktomannan-Antigen negativ betrachtet.
Ein negativer Test bedeutet nicht, dass eine invasive Aspergillose mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Patienten mit einem Risiko für eine invasive Aspergillose sollten zweimal wöchentlich gescreent werden.
Eine gleichzeitige antimykotische Therapie gegen Schimmelpilze kann bei bestimmten Patienten mit einer invasiven Aspergillose einen negativen Einfluss auf die Sensitivität des Testes haben.
Bei positivem Test ohne klinische Symptome ist zu beachten, dass falsch positive Ergebnisse beschrieben wurden bei:

  • Neonatalproben
  • Kleinkindern
  • Infektionen mit anderen Pilzgattungen (Penicillium, Alternaria, Paecilomyces, Geotrichum und Histoplasma)
  • nach Genuss von Getreide, Getreideprodukten und Cremespeisen
  • bei Kindern nach Genuss von Säuglingsnahrung aus Kuhmilch
  • mit Piperacillin/Tazobactam behandelten Patienten
  • mit Amoxicillin/Clavulansäure behandelten Patienten
  • nach Verabreichung von Plasma-lyte


Ergebnisse nahe dem Cut-off von 0,5 sollten mit Vorsicht interpretiert werden und durch andere klinische und radiologische Befunde sowie Labornachweise für invasive Aspergillose gestützt werden, da in der Ergebnisinterpretation des Assays keine Grauzone enthalten ist.

Indikation

V.a. invasive Aspergillose z.B. bei neutropenischen Patienten, bei immunsupprimierten Patienten (z.B. nach Organ- oder Knochenmark-Transplantation) oder Patienten unter Steroidtherapie

Akkreditiert

ja

Bartonella

Bartonella henselae IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

IFT

Bewertungskriterium

negativ: < 1:100
grenzwertig: 1:100
positiv: ≥ 1:320
IgG-Titer ≥ 1:320 im IFT deuten auf eine vorliegende oder überstandene Infektion hin.

Indikation

V.a. Katzenkratzkrankheit, Differenzialdiagnose der Lymphadenitis, anamnetisch Biss- oder Kratzverletzungen von Katzen

Akkreditiert

ja

Bartonella henselae IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

IFT

Bewertungskriterium

negativ: < 1:100
positiv: ≥ 1:100

Indikation

V.a. Katzenkratzkrankheit, Differenzialdiagnose der Lymphadenitis, anamnetisch Biss- oder Kratzverletzungen von Katzen

Anmerkung

IgM-Antikörper sind wegen der langen Inkubationszeiten von Bartonella-Infektionen seltener wegweisend. Zudem sind IgM-negative Verläufe beschrieben.

Akkreditiert

ja

Bartonella quintana IgG-Ak
Material

Serum: 0,5 ml

Methode

IFT

Bewertungskriterium

< 1:320

Anmerkung

Fremdleistung

Akkreditiert

ja

Bilharziose (Schistosoma-Ak)

Material

Serum: 1 ml

Methode

IHA
Erfasst werden Antikörper gegen Schistosoma mansoni, Schistosoma haematobium und Schistosoma japonicum.
IFT
Der IFT dient zur Bestätigung des IHA.

Bewertungskriterium

positiv: ≥ 1:160
Diagnostisch positive Titer liegen in einer Serumverdünnung von 1:160 und höher vor.
Darüber hinaus sollte stets die Anamnese und das klinische Bild zur Diagnosestellung herangezogen werden.
In den ersten Wochen nach einer frischen Schistosomen-Infektion sind noch keine Antikörper nachweisbar.

Indikation

V.a. Bilharziose nach Aufenthalt in zerkarienhaltigem Süßwasser bei Auslandsanamnese (Afrika, Naher Osten, Arabische Halbinsel, Südamerika, Asien), Zerkariendermatitis, Befall von Blase, Darm, Genitaltrakt

Anmerkung

Hinweis: Nachweis von Parasiteneiern in Urin oder Stuhl empfehlenswert!

Akkreditiert

ja

Bordetella pertussis

Bordetella pertussis (PT) IgA-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

negativ: < 9,0 VE
grenzwertig: 9,0-11,0 VE
positiv: > 11,0 VE
Ein einmalig deutlich erhöhter IgA-Wert oder eine deutliche Änderung zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!

Indikation

V.a. Pertussis, Differenzialdiagnostik respiratorischer Infektionen / langandauernder Husten. Für die Akutdiagnostik nicht geeignet, hier wird die PCR empfohlen. Pertussis-Antikörper werden verzögert gebildet.

Anmerkung

Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 102.
Bitte beachten: Es steht außerdem ein Direktnachweis mittels PCR zur Verfügung. Der Nachweis respiratorischer Erreger mittels PCR wie Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza wurde in den EBM aufgenommen und ist somit Kassenleistung der GKV. Siehe jeweilige PCR-Untersuchung.

Akkreditiert

ja

Bordetella pertussis (PT) IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

< 40 IU/ml: kein Anhalt für kürzlichen Erregerkontakt oder Impfung

40-100 IU/ml:

  • kein Anhalt für kürzlichen Erregerkontakt oder eine kürzliche Impfung, falls IgA negativ ist
  • Anhalt für kürzlichen Erregerkontakt oder eine kürzliche Impfung, falls IgA positiv ist

> 100 IU/ml: Anhalt für kürzlichen Erregerkontakt oder Impfung, unabhängig vom IgA-Wert. Der Test kann nicht zwischen einer Infektion und Impfung unterscheiden!
Ein einmalig deutlich erhöhter IgG-Wert (> 100 IU/ml) oder eine deutliche Änderung zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!

Indikation

V.a. Pertussis, Differenzialdiagnostik respiratorischer Infektionen / langandauernder Husten
Bitte beachten: Für die Akutdiagnostik nicht geeignet, hier wird die PCR empfohlen. Pertussis-Antikörper werden verzögert gebildet. Es steht ein Direktnachweis mittels PCR zur Verfügung. Der Nachweis respiratorischer Erreger mittels PCR wie Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza wurde in den EBM aufgenommen und ist somit Kassenleistung der GKV!

Anmerkung

Eine Überprüfung der Impftiter wird vom RKI nicht empfohlen.
Der IgG-Antikörpertest gegen Pertussis-Toxin (PT) kann einen kürzlichen Erregerkontakt (Infektion oder Impfung) nachweisen. Der Test kann nicht zwischen Impfantikörpern und Infektionsantikörpern unterscheiden.
Bei einem IgG-Titer > 100 IU/ml besteht ein Anhalt für einen kürzlichen Erregerkontakt, vorausgesetzt die letzte Impfung liegt länger als 12 Monate zurück.
IgG-Antikörper gegen PT nehmen nach einer Impfung relativ schnell wieder ab und sinken i.d.R. nach 12 Monaten < 40 IU/ml. Eine Überprüfung des Impfschutzes mit dem IgG-Antikörpertest gegen PT ist somit nicht möglich. Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission).
Bei Frauen im gebärfähigen Alter empfiehlt die STIKO eine Überprüfung, ob ein adäquater Impfschutz vorliegt anhand Impfausweis (Impfung innerhalb der vergangenen 10 Jahre). Sofern in den letzten 10 Jahren keine Pertussis-Impfung stattgefunden hat, sollen Frauen im gebärfähigen Alter gegen Pertussis geimpft werden. Erfolgte die Impfung nicht vor der Konzeption, sollte die Mutter bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt des Kindes geimpft werden.
Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 102.

Akkreditiert

ja

Bordetella pertussis/parapertussis (Keuchhusten) PCR
Material

Nasen-/Rachen-Aspirat, tiefer Nasopharyngeal-Abstrich in ca. 1 ml steriler physiol. NaCl
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung

Anmerkung

Der direkte Nachweis von Bordetella pertussis und Bordetella parapertussis aus Abstrichen oder Sekreten des Nasen-/Rachenraumes ist meldepflichtig!
Pertussis/Parapertussis-PCR ist eine Kassenleistung der GKV!
Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 102.

Akkreditiert

ja

Borrelia

Borrelia burgdorferi (sensu lato) PCR
Material

Gelenkpunktat (2 ml), Liquor, Biopsie, Zecke

Methode

PCR
Nachgewiesen werden die Genomspezies von B. burgdorferi sensu lato:
B. burgdorferi sensu stricto, B. afzelii, B. garinii, B. spielmani sp. nov. (A14S), B. valaisiana und B. japonica.

Abrechnung

EBM: PCR-Analytik derzeit nur im Liquor Kassenleistung!

Indikation

Zusätzliche Diagnostik einer Borrelia-Infektion.
Diagnostische Sensitivität bei Borreliose (aus MIQ Lyme-Borreliose 12/2000)

  • Gelenkpunktat 50–-70%
  • Hautbiopsie 60%
  • Liquor nur 25%
  • Urin nicht geeignet
  • Blut nicht geeignet

Die PCR ist als Suchtest nicht geeignet. Ein negativer PCR-Befund schließt eine Lyme Borreliose nicht aus.
Die Borrelien-PCR aus einer Zecke wird nicht empfohlen. Bitte beachten Sie, dass auch DNS nicht humanpathogener Borrelien (B. valaisiana) nachgewiesen werden kann. Der Stich einer borrelienhaltigen Zecke führt bei etwa 20-30% der Betroffenen zum Nachweis von Antikörpern im Blut.

Anmerkung

Die Durchführung einer Borrelien-PCR in der Zecke kann auf Wunsch von Patienten als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) zum Preis von 30,00€ erbracht werden. Das Formular der Patientenvereinbarung über privatärztliche Abrechnung steht Ihnen hier zum Download und Ausdrucken zur Verfügung.
IGeLeistung: Borrelia burgdorferii sensu lato DNS Nachweis mittels PCR in der Zecke

Akkreditiert

ja

Borrelien Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar
Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen
Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Mikrogen)

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation

Verdacht auf Neuroborreliose, Nachweis/Ausschluss von intrathekal gebildeten IgG- und IgM-Antikörpern gegen Borrelia
Der typische Liquorbefund einer akuten Neuroborreliose zeigt eine Schrankenfunktionsstörung, eine intrathekale Immunglobulinsynthese (3-Klassen-Reaktion mit IgM-Dominanz) sowie eine Pleozytose mit lympho-monozytärem Zellbild Der AI ist für eine Therapiekontrolle nicht geeignet, da er auch Jahre nach einer erfolgreichen Therapie erhöht nachweisbar sein kann.

Borrelien IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

ElA (Mikrogen), anschließend ggf. lmmunoblot (zur Bestätigung eines positiven IgG-Nachweises) 
Der EIA/Immunoblot weist Antikörper nach gegen Borrelia burgdorferi sensu stricto, B.afzelii, B.garinii,und B. bavariensis

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml

Indikation

Suchtest zum Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Borrelia.
Falls der Test positiv oder grenzwertig ist, wird zur Bestätigung ein IgG-Immunoblot angeschlossen (MIQ Lyme-Borreliose 12/2000).
Im frühen Stadium einer Borreliose (z.B. Erythema migrans) kann der Antikörpernachweis noch negativ sein, daher sollte nach 3-4 Wochen eine serologische Verlaufskontrolle durchgeführt werden.
Für die Diagnose von Spätmanifestationen ist der Nachweis von IgG-Antikörpern zu fordern.
Ein isolierter IgM-Antikörpernachweis bei negativem IgG-Befund spricht für eine frische Infektion und gegen die Spätmanifestation einer Lyme-Borreliose.
Ein positiver IgG-Befund ist mit einer aktiven, aber auch zurückliegenden, spontan
ausgeheilten oder ausreichend therapierten Borreliose vereinbar.
IgG- und IgM-Antikörper können nach antibiotischer Therapie oder spontan ausgeheilter Infektion Monate bis Jahre persistieren.
Ein Therapieerfolg muss klinisch beurteilt werden. Für serologische Verlaufskontrollen zum Zweck der Beurteilung des Therapieerfolgs gibt es praktisch keine Indikation.

Anmerkung

Im Falle eines reaktiven IgG-Enzymimmunoassays wird der IgG-Immunoblot durchgeführt.

Akkreditiert

ja

Borrelien IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Mikrogen), anschließend ggf. Immunoblot (zur Bestätigung eines positiven IgM-Nachweises) 
Der EIA/Immunoblot weist Antikörper nach gegen Borrelia burgdorferi sensu stricto, B.afzelii, B.garinii,und B. bavariensis

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml

Indikation

Suchtest zum Nachweis von IgM-Antikörpern gegen Borrelia.
Falls der Test positiv oder grenzwertig ist, wird zur Bestätigung ein IgM-Immunoblot angeschlossen (MIQ Lyme-Borreliose 12/2000).
Im frühen Stadium einer Borreliose (z.B. Erythema migrans) kann der Antikörpernachweis noch negativ sein, daher sollte nach 3-4 Wochen eine serologische Verlaufskontrolle durchgeführt werden.
Für die Diagnose von Spätmanifestationen ist der Nachweis von IgG-Antikörpern zu fordern.
Ein isolierter IgM-Antikörpernachweis bei negativem IgG-Befund spricht für eine frische Infektion und gegen die Spätmanifestation einer Lyme-Borreliose.
Ein positiver IgG-Befund ist mit einer aktiven, aber auch zurückliegenden, spontan
ausgeheilten oder ausreichend therapierten Borreliose vereinbar.
IgG- und IgM-Antikörper können nach antibiotischer Therapie oder spontan ausgeheilter Infektion Monate bis Jahre persistieren.
Ein Therapieerfolg muss klinisch beurteilt werden, für serologische Verlaufskontrollen zum Zweck der Beurteilung des Therapieerfolgs gibt es praktisch keine Indikation.

Akkreditiert

ja

Brucellen Ak (IgA, IgG, IgM)

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Indikation

Fieber nach Auslandaufenthalt.
Endemiegebiete sind: Mittelmeerraum (Türkei), Arabische Halbinsel, Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika. Bei Aufenthalt in einem Endemiegebiet anamnestisch Tierkontakt, Verzehr kontaminierter Lebensmittel (nicht erhitzter Milch/Milchprodukte oder Fleischprodukte).
Berufliche Exposition.
V.a. chronische Brucellose (>1 Jahr)
Hinweis: Bei V.a. eine akute Brucellose ist in jedem Fall eine Erregeranzucht aus der Blutkultur anzustreben, wobei wiederholte Blutkulturen abgenommen werden sollten. Es ist wichtig, das mikrobiologische Labor über die Verdachtsdiagnose zu informieren!
Der direkte oder indirekte Nachweis von Brucella spp., soweit er auf eine akute Infektion hinweist, ist meldepflichtig.

Akkreditiert

ja

Campylobacter jejuni/coli IgA-Ak und IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Mikrogen)

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml
Ein negatives Testergebnis kann eine Infektion nicht ausschließen.
Serologische Testergebnisse sollten immer im Zusammenhang mit dem klinischen Bild gesehen werden. Insbesondere in der frühen Infektionsphase können Antikörper noch nicht oder nicht in nachweisbarer Menge vorhanden sein.
Der Antikörpernachweis ist für die Akutdiagnostik nicht geeignet!
Die Prävalenz von IgG-Antikörpern bei Blutspendern liegt bei 16%, für IgA-Antikörper nur bei 3%.
Nach einer mikrobiologisch gesicherten Campylobacter-Infektion konnten bei 86% der Patientenproben IgG-Antikörper und bei 40% IgA-Antikörper nachgewiesen werden.
Im Kollektiv der Patienten mit klinischem Guillain-Barré-Syndrom konnten ca. 5-fach häufiger IgA-Antikörper im Vergleich zu Blutspendern nachgewiesen werden; eine signifikante prozentuale Häufung von IgG-Antikörpern wurde nicht beobachtet.
Im Kollektiv der Patienten mit klinisch reaktiver Arthritis unklarer Ätiologie konnten ca. 2-fach häufiger IgG-Antikörper und 5-fach häufiger IgA-Antikörper im Vergleich zu Blutspendern nachgewiesen werden.

Indikation

Differenzialdiagnose der reaktiven Arthritis, Differenzialdiagnose des Guillain-Barre-Syndroms, Abklärung von Campylobacter-Folgeerkrankungen.
Bei der Abklärung einer Diarrhoe ist der mikrobiologische Erregernachweis vorrangig!

Anmerkung

Nur der Direktnachweis (Anzucht) von Campylobacter sp. ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Candida

Candida albicans IgA-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 60 U/ml
grenzwertig: 60-80 U/ml
positiv: > 80 U/ml
IgA-Ak sind vor allem bei Infektionen im Schleimhautbereich nachzuweisen und treten häufig in Kombination mit IgG-Ak auf.

Indikation

V.a. invasive und aktive Candida-Infektion
Hinweis: Zusätzlich sollte das Candida-Antigen bestimmt werden!

Akkreditiert

ja

Candida albicans IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 40 U/ml
grenzwertig: 40-100 U/ml
positiv: > 100 U/ml
Der Grenzwert des EIA wurde so festgelegt, dass ca. 90% der getesteten Blutspenderseren eine negative bzw. eine grenzwertige Befundung erhalten. Positive IgG-Befunde können somit als Hinweis auf eine aktive Infektion bewertet werden, sie stellen keinen generellen Durchseuchungstiter dar.
IgG-Ak bleiben nach einer Infektion lange nachweisbar, häufige Reinfektionen können teilweise hohe IgG-Ak bedingen.

Indikation

V.a. invasive und aktive Candida-Infektion
Hinweis: Zusätzlich sollte das Candida-Antigen bestimmt werden!

Akkreditiert

ja

Candida albicans IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 60 U/ml
grenzwertig: 60-80 U/ml
positiv: > 80 U/ml
IgM-Ak gelten als sensitiver Akutmarker bei floriden Infektionen. Innerhalb weniger Tage oder Wochen sinken die erhöhten Titer auf Normalniveau. IgM-Persistenz über längere Zeiträume treten selten auf.
Blutspender sind i.d.R. Candida IgM-Ak negativ.

Indikation

V.a. invasive und aktive Candida-Infektion

Anmerkung

Zusätzlich sollte das Candida-Antigen bestimmt werden!

Akkreditiert

ja

Candida albicans-Antigen
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA auf Basis eines polyklonalen, Mannan-spezifischen Antikörpers
Umfangreiche Candida-Diagnostik; erfasst wird das Candida Antigen mehrerer Subspezies: C. albicans, c. guillermondii, C. glabrata, C. parapsilosis, C. orientalis, C. tropicalis, C. dubliniensis.

Bewertungskriterium

negativ: < 1,4 U/ml
grenzwertig: 1,4-2,6 U/ml
positiv: > 2,6 U/ml
Ein positives Testergebnis weist auf eine Candida-Fungämie hin. Serologische Testergebnisse sollten immer im Zusammenhang mit dem klinischen Bild gesehen werden.
Ein negatives Testergebnis schließt eine akute Infektion nicht aus. Besonders bei hohen Antikörpertitern kann es sein, dass die Ak das Candida-Antigen so stark maskieren, dass selbst durch die Denaturierungsschritte in der Probenvorbereitung das Antigen nicht erkannt wird.

Indikation

V.a. invasive und systemische Candidosen auch bei immunsupprimierten Patienten, Überwachung / Monitoring von Risikopatienten, Therapieverlaufskontrolle
Hinweis: Zusätzlich sollten immer die Candida-Antikörper bestimmt werden!

Akkreditiert

ja

Chlamydien

Chlamydia pneumoniae IgA-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Labsystems Diagnostics)

Bewertungskriterium

negativ: < 8 EIU (Enzym Immuno Units)
grenzwertig: 8-12 EIU
positiv: > 12 EIU


Zusammen mit dem Nachweis von IgG-Antikörpern hinweisend auf eine Infektion mit Chlamydia pneumoniae (akut, chronisch, Reinfektion).
IgG- und IgA-Antikörper gegen Chlamydia pneumoniae können nach einer Infektion lange persistieren.

Indikation

Verdacht auf Chlamydia pneumoniae Infektion, Differenzialdiagnostik von respiratorischen Infektionen (z.B. akute Bronchitis) oder atypischen Pneumonien

Anmerkung

Aufgrund der verzögerten Antikörperbildung ist die Chlamydia pneumoniae Serologie nicht für die Akutdiagnostik geeignet. Hier wäre der Direktnachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret (Sputum, BAL) zu empfehlen. Der Nachweis respiratorischer Erreger mittels PCR wie Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza wurde in den EBM aufgenommen und ist somit Kassenleistung der GKV!

Akkreditiert

ja

Chlamydia pneumoniae IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Labsystems Diagnostics)

Bewertungskriterium

negativ: < 30 EIU (Enzym Immuno Units)
grenzwertig: 30-45 EIU
positiv: > 45 EIU
Zusammen mit dem Nachweis von IgA-Antikörpern hinweisend auf eine Infektion mit Chlamydia pneumoniae (akut, chronisch, Reinfektion).
IgG- und IgA-Antikörper gegen Chlamydia pneumoniae können nach einer Infektion lange persistieren.

Indikation

Verdacht auf Chlamydia pneumoniae Infektion, Differenzialdiagnostik von respiratorischen Infektionen (z.B. akute Bronchitis) oder atypischen Pneumonien

Anmerkung

Aufgrund der verzögerten Antikörperbildung ist die Chlamydia pneumoniae Serologie nicht für die Akutdiagnostik geeignet. Hier wäre der Direktnachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret (Sputum, BAL) zu empfehlen. Der Nachweis respiratorischer Erreger mittels PCR wie Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza wurde in den EBM aufgenommen und ist somit Kassenleistung der GKV!

Akkreditiert

ja

Chlamydia pneumoniae PCR
Material

Sputum, Punktat: 2 ml
BAL: 10 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung

Indikation

Verdacht auf Chlamydia pneumoniae Infektion, Differenzialdiagnostik von respiratorischen Infektionen (z.B. akute Bronchitis) oder atypischen Pneumonien
Die Chlamydia pneumoniae PCR ist Kassenleistung und in der akuten Phase der Antikörperdiagnostik vorzuziehen.

Akkreditiert

ja

Chlamydia trachomatis IgA-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Labsystems Diagnostics)

Bewertungskriterium

negativ: < 1,0 (Serum cut off Index (S/CO))
grenzwertig: 1,0-1,3
positiv: > 1,3
Zusammen mit dem Nachweis von IgG-Antikörpern hinweisend auf eine Infektion mit Chlamydia trachomatis. Bei V.a. eine aktive Infektion wäre Erststrahlurin für die Chlamydia trachomatis PCR zu bevorzugen.
Antikörper gegen Chlamydia trachomatis Serotyp L1-L3 (Erreger des Lymphogranuloma venereum) werden durch den Chlamydia trachomatis Antikörpertest (EIA) sicher erfasst, eine Differenzierung der verschiedenen Serotypen ist jedoch nicht möglich.

Indikation

Chlamydia trachomatis Infektion in Form von Adnexitis (pelvic inflammatory disease PID), reaktive Arthritis als Folgeerkrankung

Akkreditiert

ja

Chlamydia trachomatis IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Labsystems Diagnostics)

Bewertungskriterium

negativ: < 1,0 (Serum cut off Index (S/CO))
grenzwertig: 1,0-1,3
positiv: > 1,3
Zusammen mit dem Nachweis von IgA-Antikörpern hinweisend auf eine Infektion mit Chlamydia trachomatis. Bei V.a. eine aktive Infektion wäre Erststrahlurin für die Chlamydia trachomatis PCR zu bevorzugen.
Antikörper gegen Chlamydia trachomatis Serotyp L1-L3 (Erreger des Lymphogranuloma venereum) werden durch den Chlamydia trachomatis Antikörpertest sicher erfasst, eine Differenzierung der verschiedenen Serotypen ist jedoch nicht möglich.

Indikation

Chlamydia trachomatis Infektion in Form von Adnexitis (pelvic inflammatory disease PID), reaktive Arthritis als Folgeerkrankung

Akkreditiert

ja

Chlamydia trachomatis TMA
Material

Erststrahlurin: 2 ml (Morgenurin optimal; mindestens 4 Stunden vorher nicht urinieren!).
Siehe auch Hinweise zur Präanalytik Urinproben.
Cervix-/Urethral-Abstrich (Art.-Nr. 5505).
Siehe Hinweise auch Anleitung Präanalytik Abstriche.
Achtung: Für gleichzeitigen Nachweis von Gonokokken (Neisseria gonorrhoe) und Chlamydia trachomatis aus einer Probe bitte keinen Erststrahlurin, sondern Abstriche (Frauen: endozervikal, Männer urethral) einsenden!
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

TMA aus der Einzelprobe jedes einzelnen Patienten. Ein Pooling von Proben führen wir NICHT durch!
Der gleichzeitige Nachweis von Gonokokken (Neisseria gonorrhoe) und Chlamydia trachomatis aus einer Probe ist nur bei Abstrichen möglich.

Abrechnung

Für das Chlamydien Screening gesetzlich versicherter Frauen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr sowie für die Schwangerschaftsvorsorge ist als Probenmaterial nur Erststrahlurin zugelassen. Im Fall eines konkreten Verdachts auf eine Chlamydien-Infektion sind auch endocervikale Abstriche als Probenmaterial möglich. Bei Männern sind Erststrahlurin und Urethralabstriche als Probenmaterial möglich.

Anmerkung

Hinweise Mutterschaftsvorsorge / Screeningprogramm:
Für das Chlamydia-Screening (Frauen bis zum vollendeten 25 Lj.) sowie für die Schwangerschaftsvorsorge ist als Probenmaterial nur Erststrahlurin zugelassen. Weitere Informationen siehe hier.

Clostridium difficile

Clostridium difficile (Toxin A/B) PCR
Material

frische Stuhlprobe (Untersuchung innerhalb von 48h!)

Methode

Toxin-PCR, Gene: tcdA (Toxin A) und tcdB (Toxin B)

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Diarrhoe nach Antibiotikagabe in den letzten 60 Tagen, Patienten die zu den Risikogruppen gehören (über 65 Jahre, Immunsupprimierte, schwere Grundkrankheit), klinisches Bild der pseudomembranösen Colitis (PMC), jede mehr als 3 Tage andauernde Diarrhoe ohne andere bekannte Erreger.

Akkreditiert

ja

Clostridium difficile GDH (EIA)
Material

frische Stuhlprobe (Untersuchung innerhalb von 48h!)

Methode

  1. Stufe: Glutamatdehydrogenase (EIA)
  2. Stufe: bei positivem Ergebnis der Glutamatdehydrogenase (GDH) (EIA) wird der Toxinnachweis (A und B) mittels PCR durchgeführt

Indikation

Diarrhoe nach Antibiotikagabe in den letzten 60 Tagen, Patienten die zu den Risikogruppen gehören (über 65 Jahre, Immunsupprimierte, schwere Grundkrankheit), klinisches Bild der pseudomembranösen Colitis (PMC), jede mehr als 3 Tage andauernde Diarrhoe ohne andere bekannte Erreger.

Akkreditiert

ja

Covid-19 / Coronavirus SARS-CoV-2 PCR

Material

Nasen-Rachen-Abstrich in 1-2 ml physiolog. NaCl mit einem Tupfer entnommen (Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer oder Gelabstriche!)
Nasen-Rachen-Spülung oder –Aspirat (1-2 ml)
Bronchoalveoläre Lavage (4 ml), Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert, 1-2 ml), Trachealsekret (1-2 ml)

ACHTUNG: Aufgrund der sehr hohen Anzahl von Einsendungen SARS-CoV-2 (PCR) bitten wir Sie, Folgendes zu beachten:

  • Keine Nachforderungen möglich:Nachforderungen aus bereits analysierten Abstrichen (Influenza infolge eines negativen Ergebnisses für SARS-CoV-2 oder umgekehrt) sind aktuell leider nicht mehr möglich.
  • SARS-CoV-2 und Influenza - 2 separate Abstriche einsenden: Bei Anforderung von SARS-CoV-2 PCR-Diagnostik und Influenza-Diagnostik bitte zwei getrennte Abstriche und Aufträge/Anforderungsscheine ans Labor senden!
  • Nasenabstrich und Rachenabstrich mit einem Tupfer! Keinesfalls getrennte Abstrichevon Nase und Rachen einsenden! Ein Poolen der Abstriche im Labor ist aktuell nicht möglich!
  • Keine Bearbeitung trockener Abstriche mehr! Es sollten nur noch Abstriche in 1 ml NaCl benutzt werden. Die Bearbeitung trockener Abstriche führt zu erheblichen Zeitverzögerungen in der Bearbeitung der Proben und Befunderstellung!

Transport/Lagerung: Probe bitte schnellstmöglich (ca. 24 Std.) und möglichst gekühlt ins Labor einsenden.

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Bitte bei jeder Anforderung von SARS-CoV-2 PCR eine Notfall-Telefonnummer auf dem Anforderungsschein angeben, damit wir Sie im Falle eines positiven Nachweises umgehend benachrichtigen können.

Weitere allgemeine Informationen zu Covid-19  siehe RKI-Informationen.

Methode

PCR
Spezifischer Nachweis des SARS-CoV-2 im RdRP Gen nach Corman et al., 2020

Abrechnung

Die Labordiagnostik auf SARS-CoV-2 wird extrabudgetär über die neue Labor-GOP 32816 als Kassenleistung abgerechnet. Leistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen

Indikation

Verlautbarung der KBV: "Die Indikation zur Testung soll nach ärztlichem Ermessen gestellt werden – unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts / RKI . Ärztinnen und Ärzte können somit, wenn sie dies medizinisch für erforderlich halten, die Testung vornehmen.

Eine labordiagnostische Testung sollte vor allem bei Patienten erfolgen, die Symptome zeigen und Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten."

Anmerkung

Namentliche Meldepflicht für die Lungenerkrankung Covid-19 bei Verdacht, Erkrankung sowie Tod.

In unserem Labor erfolgt keine Probennahme für Patient*innen.
Erkrankte und/oder besorgte Bürger*innen wenden sich bitte direkt an eine Arztpraxis, Klinik oder das zuständige Gesundheitsamt. In Dortmund erreichen Sie das Gesundheitsamt unter der Corona-Hotline Dortmund: 0231-50 13150.

Kontakt Analysebereich
Tel: 0231 9572-5259
E-Mail: bartsch@labmed.de

Covid-19 / SARS-CoV-2-Antikörper

Material

Serum 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium-Heparin-Plasma

Methode

ECLIA (Roche)

Bewertungskriterium

COI < 1.0: negativ
COI ≥ 1.0: positiv

Abrechnung

GKV extrabugetär
mit Ziffer 88240 kennzeichnen, GOP 32641, abrechnungsfähig bis zu 2 Proben :

  • wenn Covid-19-Symptome , aber PCR  negativ
  • bei milden Verläufen ab zwei Wochen nach Symptomeintritt,  wenn PCR ggf. negativ 
  • Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion. Hierzu 2 Blutproben im Abstand von 7-14 Tagen erforderlich. Die zweite Probe sollte nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen und in demselben Labor untersucht werden! (KBV 7.5.20)

Hinweis: Analyse ohne direkten zeitlichen Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik, beispielsweise zur Prüfung einer Immunität, ist keine Kassenleistung und müsste ggf. als IGeL angefordert werden.

IGeL-Anforderung
GOÄ-Ziffer 4389 (Faktor 1,0): 13,99€. Bitte Kostenübernahmeerklärung der/des Patient:in beifügen.

Privatleistung 
GOÄ-Ziffer 4389 (Faktor 1,15): 16,09€ (zzgl. 4,60€ Versandkosten)

Indikation

Der Antikörpertest ersetzt nicht die RT-PCR-Analyse in der frühen Phase der Infektion! Ein Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern stellt eine Ergänzung zur PCR-Diagnostik dar und dient zur:

  • Abklärung von Infektion ab zwei Wochen (oder später) nach Auftreten von Symptomen, wenn PCR (Rachenabstrich) ggf. negativ,
  • Nachweis einer Serokonversion als Beweis einer Infektion bei negativem Erstbefund
  • Abklärung von zurückliegenden SARS-CoV-2-Infektionen mit milder oder unklarer Symptomatik,
  • Immunitätsprüfung von Mitarbeiter:innen in systemrelevanten Berufen (z.B. medizinisches, Personal, Hilfsorganisationen),
  • Immunitätsprüfung von Mitarbeiter:innen in Firmen,
  • Entscheidungshilfe zwecks Entlassung von Patienten aus medizinischer Versorgung,
  • Identifikation rekonvaleszenter Plasmaspender,
  • Rückverfolgung von Infektionsketten,
  • Feststellung von Immunität in der Bevölkerung, Erhebung epidemiologischer Daten, Screenings.

Es stehen genügend Testkapazitäten zur Verfügung!

Anmerkung

Namentliche Meldepflicht für positive Befunde (wie beim PCR-Test)!

Detaillierte Informationen zum Ak-Test und auch zur Abrechnung siehe LabmedLetter 132.
Download Anforderungsschein Antikörpertest (Anti-SARS-CoV-2)für IGEL und Privatversicherte.

Coxsackie

Coxsackie Viren Ak
Anmerkung
Coxsackie-Viren PCR
Material

Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.

Anmerkung

Cryptococcus neoformans-Antigen

Material

Serum: 1 ml oder Liquor: 1 ml

Methode

LFA Lateral Flow Assay
Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht aus.
Zusätzlich sollte eine mikrobiologische Erregeranzucht im Liquor angestrebt werden.

Indikation

Verdacht auf Cryptococcen-Meningitis, vor allem bei immunsupprimierten Patienten und HIV-Patienten

Anmerkung

Siehe auch Mikrobiologie / Diagnostik bei ZNS-Infektionen, Cryptococcus neoformans.

Akkreditiert

ja

Cytomegalie

Cytomegalie IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium-Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Bewertungskriterium

negativ: < 0,50 U/mL
grenzwertig: 0,50-0,99 U/mL
positiv: ≥ 1,00 U/mL

Indikation

V.a. CMV-Primärinfektion (Differenzialdiagnostik der Lymphadenopathien), Nachweis einer Serokonversion, V.a. konnatale CMV-Infektion, Screening des CMV-Status bei Schwangeren bzw. idealerweise vor der Schwangerschaft, Screening des CMV-Status bei immunsupprimierten Patienten, vor Organtransplantation etc.
Bei V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression empfiehlt sich die quantitative CMV-PCR aus EDTA-Blut. Die CMV-PCR ist eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten sowie nur bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei imunsupprimierten Patienten.
Bei V.a. eine frische Infektion sollten zusätzlich IgM-Antikörper bestimmt werden.
Bei V.a. eine konnatale CMV-Infektion ist der serologische Nachweis beim Kind nicht zuverlässig. Bei bis zu 80% der kongenital infizierten Neugeborenen sind keine CMV IgM-Antikörper nachweisbar. Daher ist die CMV-PCR aus kindlichem Urin (in den ersten 10 Lebenstagen!) die Methode der Wahl. Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.

Akkreditiert

ja

Cytomegalie IgG-Ak-Avidität
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Nach Angabe des Herstellers (Roche) liegt die Sensitivität des CMV-Aviditätstestes (ECLIA) bei 96,9%.
Die Sensitivität ist definiert als der Prozentsatz von Patientenproben mit CMV-Primärinfektion < 90 Tage (gemäß Referenzlaboratorien), bei denen niedrig avide CMV IgG-Antikörper nachgewiesen wurden.
Nach Angabe des Herstellers liegt die Spezifität des CMV-Aviditätstestes (ECLIA) bei 96,43%.
Die Spezifität ist definiert als der Prozentsatz von Patientenproben mit CMV-Spätinfektion > 180 Tage (gemäß Referenzlaboratorien), bei denen hoch avide CMV IgG-Antikörper nachgewiesen wurden.

 

Bewertungskriterium

niedrige Avidität: < 45,0%
Grauzone: 45,0-54,9%
hohe Avidität: ≥ 55,0%
Eine niedrige Avidität weist auf die Möglichkeit einer Primärinfektion in den letzten 3 Monaten hin. Man findet sie bei immunkompetenten Personen ca. 18–20 Wochen nach Einsetzen der Symptome. Individuelle Abweichungen des zeitlichen Verlaufs der Aviditätsreifung sind möglich. In seltenen Fällen können niedrige Aviditätsergebnisse bis zu 6 Monate oder länger nach Auftreten der Infektion beobachtet werden. Ein niedriger Aviditätswert schließt somit eine länger zurückliegende Infektion nicht aus.
Von einem Aviditätswert im Graubereich kann keine klinische Interpretation abgeleitet werden. Es wird empfohlen, eine Folgeprobe nach 2 4 Wochen zu untersuchen.
Eine hohe Avidität schließt eine Primärinfektion in den letzten 3 Monaten aus.

Abrechnung

Die CMV-PCR ist entsprechend EBM eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten, außerdem bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei immunsupprimierten Patienten.

Indikation

CMV-Primärinfektion, Eingrenzung des Infektionszeitpunktes bei positivem IgM-Antikörpernachweis.
Bei V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression empfiehlt sich die quantitative CMV-PCR aus EDTA-Blut.
Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.

Akkreditiert

ja

Cytomegalie IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Indikation

V.a. CMV-Primärinfektion, Nachweis einer Serokonversion, V.a. konnatale CMV-Infektion, Screening des CMV-Status bei Schwangeren bzw. idealerweise vor der Schwangerschaft, Screening des CMV-Status bei immunsupprimierten Patienten, vor Organtransplantation etc.
Bei V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression empfiehlt sich die quantitative CMV-PCR aus EDTA-Blut. Die CMV-PCR ist entsprechend EBM eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten und außerdem bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei immunsupprimierten Patienten.
IgM-Antikörper gegen CMV können eine frische Primärinfektion anzeigen, sie können aber auch lange nach einer Infektion nachweisbar bleiben (IgM-Persistenz). Auch eine CMV-Reaktivierung kann mit einer IgM-Antikörperbildung einhergehen. Die Diagnostik einer CMV-Reaktivierung ist mittels Serologie allerdings NICHT möglich.
Des Weiteren sind andere Infektionen (im Rahmen der Herpesgruppe, vor allem EBV) differenzialdiagnostisch abzugrenzen.
Bei V.a. eine konnatale CMV-Infektion ist der serologische Nachweis beim Kind nicht zuverlässig. Bei bis zu 80% der konnatal infizierten Neugeborenen sind keine CMV IgM-Antikörper nachweisbar. Daher ist die CMV-PCR aus kindlichem Urin (in den ersten 10 Lebenstagen!) die Methode der Wahl. Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.

Akkreditiert

ja

Cytomegalie PCR
Material

Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut: 3 ml (max. 6h alt), Liquor 1 ml
(Mit anderen Materialien nur qualitative CMV-PCR möglich; Urin: 10 ml,
Sputum: 2 ml, BAL: 10 ml)

Methode

PCR
Diese Analyse wird aus Plasma durchgeführt (Plasmavirämie). Sie ist sehr robust, unabhängig von der Zellzahl (auch bei Leukopenie durchführbar!) und liefert insbesondere bei hohen Viruslasten reproduzierbarere Ergebnisse.

Bewertungskriterium

Nachweisschwelle: ca. 100 IU/ml Plasma

Abrechnung

EBM: CMV-PCR ist Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten, außerdem bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei immunsupprimierten Patienten.

Indikation

V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression), zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression bzw. nach Organtransplantation, CMV-Viruslastmessung zur Steuerung einer immunsuppressiven Therapie, CMV-Infektion bei AIDS-Patienten, V.a. konnatale CMV-Infektion (CMV-PCR im Urin oder EDTA-Blut des Neugeborenen), V.a. CMV-Pneumonie, V.a. CMV-Encephalitis
Bei V.a. eine konnatale CMV-Infektion sollte die PCR in den ersten 10 Lebenstagen durchgeführt werden (Urin des Neugeborenen).
Danach ist eine Unterscheidung zwischen konnataler und postnataler CMV-Infektion schwierig und gelingt nur noch bei positiver CMV-PCR aus der Trockenblutkarte (postnatal entnommen) – falls verfügbar. Ein negatives PCR-Ergebnis aus der Trockenblutkarte schließt aber wegen der geringen Blutmenge und der dadurch verbundenen geringen Sensitivität (ca. 10.000 IU/ml) eine konnatale CMV-Infektion nicht aus.
Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.

Akkreditiert

ja

Dengue Virus (Flaviviren)

Dengue IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 0,9 (Index)
grenzwertig: 0,9-1,1
positiv: > 1,1

Indikation

V.a. eine frische Dengue-Fieber Infektion nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen), Abklärung Fieber nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen)

Anmerkung

Fremdleistung

Dengue IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 0,9 (Index)
grenzwertig: 0,9-1,1
positiv: > 1,1
Der IgM-Nachweis ist meldepflichtig!

Indikation

V.a. eine frische Dengue-Fieber Infektion nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen), Abklärung Fieber nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen)

Anmerkung

Fremdleistung

Dengue Virus NS1-Antigen
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA
Die Bestimmung des Dengue-NS1-Antigens kann eine Diagnose vor der Serokonversion ermöglichen. Das NS1-Antigen ist in der Regel ab Tag 1 nach Beginn des Fiebers bis hin zu Tag 9 nachweisbar.

Bewertungskriterium

negativ: < 0,9 (Index)
grenzwertig: 0,9-1,1
positiv: > 1,1
Der NS1-Antigennachweis ist meldepflichtig!

Indikation

V.a. eine frische Dengue-Fieber-Infektion nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet
(Tropen, Subtropen), Abklärung Fieber nach Aufenthalt in einem Endemiegebiet (Tropen, Subtropen)

Anmerkung

Fremdleistung

Diphtherie IgG-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech), Nachweis des Diphtherie-Antitoxin-IgG-Antikörpergehaltes

Bewertungskriterium

< 0,1 IU/ml: Grundimmunisierung sofort
0,1-1,0 IU/ml: Impfschutz vorhanden, aber Auffrischung empfohlen
1,1-1,4 IU/ml: Impfschutz vorhanden, Auffrischung nach 5 Jahren
1,5-2,0 IU/ml: Impfschutz vorhanden, Auffrischung nach 7 Jahren
> 2,0 IU/ml: Impfschutz vorhanden, Auffrischung nach 10 Jahren

Indikation

Überprüfung des Impfschutzes
Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission).
Bei klinischem V.a. eine Infektion mit Corynebacterium diphtheriae bitte klinisches Untersuchungsmaterial (z.B. Rachenabstrich) einsenden zur mikrobiologischen Erregeranzucht.

Akkreditiert

ja

Ebolavirus

Material

Bitte schicken Sie auf keinen Fall Patienten mit V.a. Ebola zur Blutentnahme, bzw. deren Blutprobe zu uns ins Labor. Denn wir führen keine Ebola-Diagnostik durch!

Methode

Fortlaufend aktualisierte Informationen zum Ebolafieber und zur Diagnostik von Ebola stellt das Robert-Koch-Institut zur Verfügung:
"Orientierende Diagnostik kann unter BSL3-Bedingungen durchgeführt werden, wobei die Probe im Labor zuerst inaktiviert werden muss. Die Anzucht des Virus muss in einem speziell hierfür geeigneten S4-Labor erfolgen. Für die mikrobiologische Diagnostik stehen das Konsiliarlabor für Filoviren am Institut für Virologie der Philipps-Universität Marburg sowie das Nationale Referenzzentrum für tropische Infektionserreger am Bernhard-Nocht-Institut Hamburg zur Verfügung (siehe Spezialdiagnostik und Beratung).
Grundsätzlich können folgende Methoden zur Diagnostik eingesetzt werden: i) Virusnachweis aus dem Blut während der akuten Krankheitsphase mittels real-time PCR (z. Zt. der Standard in der Primärdiagnostik), ii) elektronenmikroskopische Untersuchung oder iii) Nachweis von spezifischen Antikörpern (IgM, IgG) mittels IF, ELISA, NT.16 Eine Virusanzucht darf nur in Laboren der Sicherheitsstufe 4 vorgenommen werden."
Spezialdiagnostik und Beratung
Konsiliarlabor für Filoviren
Institut für Virologie
Klinikum der Philipps-Universität Marburg

Hans-Meerwein-Str. 2
35043 Marburg
Ansprechpartner: Prof. Dr. S. Becker, Herr Dr. Eickmann
Telefon: 06421 28 -66254; 06421 28-64315
Telefax: 06421 28-68962
E-Mail: becker@staff.uni-marburg.de; eickmann@staff.uni-marburg.de
Internet: Philipps-Universität Marburg
Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg
Leitung: Prof. Dr. B. Fleischer
Telefon: 040 42818-401; 040 42818-0 (Zentrale)
Telefax: 040 42818-400
E-Mail: Labordiagnostik@bni-hamburg.de
Internet: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Fragen zu diagnostischen Indikationen und Verfahren:
Mikrobiologische Zentraldiagnostik
Tel.: 040 42818-211
E-Mail: Labordiagnostik@bni-hamburg.de
Fragen zur Therapie:
Ambulanz der Klinischen Abteilung
Tel.: 040 312851

Echinokokken

Echinokokken Ak (EIA)
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA
Der EIA erfasst AK gegen Echinococcus granulosus (Hundebandwurm) und Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm).

Bewertungskriterium

Die Sensitivität der Echinokokkenserologie liegt bei 80-95%, abhängig von der Zystenlokalisation.
Die Sensitivität bei Befall der Lunge oder des ZNS ist niedriger. Eine unauffällige Echinokokkenserologie kann daher eine Echinokokkose nicht mit Sicherheit ausschließen. Wegen der Cystenabkapselung und des damit nur geringen Antigenkontaktes kann die Antikörperbildung in einem Teil der Fälle unterbleiben: Seronegative Verläufe sind bei der zystischen Echinokokkose mit hepatischem und pulmonalen Befall in 25-40 % der Fälle beschrieben, bei alveolärer Echinokokkose bleibt die Antikörperbildung in ca. 20% aus.
Für die Echinokokkose besteht eine nicht-namentliche Meldepflicht beim RKI.

Indikation

V.a. Echinokokkose:

  • zystische Echinokokkose (durch E. granulosus = Hundebandwurm)
  • alveoläre Echinococcose (durch E. multilocularis = Fuchsbandwurm)
  • Differenzialdiagnostik sonographisch nachgewiesener Zysten (Leber, Lunge)
  • Differenzialdiagnostik der inhomogenen Leberläsion (Leberherd)

Anmerkung

Bei klinischen Fragestellungen: Echinokokkose-Sprechstunde am Universitätsklinikum Ulm, Dr. Beate Grüner.

Akkreditiert

ja

Echinokokken Ak (IHA)
Material

Serum: 1 ml

Methode

IHA
Die Methode erfasst Ak gegen Echinococcus granulosus (Hundebandwurm).

Bewertungskriterium

Cut off 1:160
Die Sensitivität der Echinokokkenserologie liegt bei 80-95%, abhängig von der Zystenlokalisation.
Die Sensitivität bei Befall der Lunge oder des ZNS ist niedriger. Eine unauffällige Echinokokkenserologie kann daher eine Echinokokkose nicht mit Sicherheit ausschließen. Wegen der Cystenabkapselung und des damit nur geringen Antigenkontaktes kann die Antikörperbildung in einem Teil der Fälle unterbleiben. Seronegative Verläufe sind bei der zystischen Echinokokkose mit hepatischem und pulmonalem Befall in 25-40% der Fälle beschrieben; bei der alveolären Echinokokkose sind ca. 5% der Fälle seronegativ.
Für die Echinokokkose besteht eine nicht-namentliche Meldepflicht beim RKI.

Indikation

V.a. Echinokokkose, vor allem zystische Echinokokkose (durch E. granulosus = Hundebandwurm), Differenzialdiagnostik sonographisch nachgewiesener Zysten (Leber, Lunge)

Anmerkung

Bei klinischen Fragestellungen: Echinokokkose-Sprechstunde am Universitätsklinikum Ulm, Dr. Beate Grüner.

Akkreditiert

ja

ECHO-Viren

Material

ECHO-Viren PCR

Material
Anmerkung

Die PCR wird in der 5`nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.

Enteroviren

Enterovirus Ak (IgA, IgG, IgM)
Material

Serum: 1 ml , EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA ( Virotech)
Hinweis: Da der EIA auch Polio positive Seren nachweist, kann nicht ausgeschlossen werde, dass ein vorhandener Impftiter zu einem positiven Ergebnis führt.
Es sind Kreuzreaktionen zwischen Enteroviren und Hepatitis A, EBV, CMV und Rhinoviren beschrieben worden.

Bewertungskriterium

negativ: < 9,0 VE
grenzwertig: 9,0-11,0 VE
positiv: > 11,0 VE
Bei negativem Antikörperbefund sollte ein Zweitserum untersucht werden.

Indikation

V.a. Enterovirusinfektion vor allem bei Kindern: Hand-Mund-Fuß-Krankheit, Herpangina, aseptische Meningitis, hämorrhagische Meningitis, Differenzialdiagnostik fieberhafter Infekte („Sommergrippe“), Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte.
Bei Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Myokarditis ist die Analyse virusspezifischer Antikörper im Serum in der Regel ohne diagnostische Relevanz.
Eine Endomyokardbiopsie und die Erregerabklärung mit Hilfe der PCR wäre empfehlenswert.
Für die Akutdiagnostik ist die Enterovirus PCR aus Stuhl oder Liquor die Methode der Wahl (lt. EBM Kassenleistung nur im Liquor).

Akkreditiert

ja

Enterovirus PCR
Material

Stuhl, Liquor: 0,5 ml
Myokardbiopsie

Methode

PCR
Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.

Abrechnung

EBM: Enterovirus PCR nur im Liquor Kassenleistung

Indikation

V.a. Enterovirusinfektion vor allem bei Kindern: Hand-Mund-Fuß-Krankheit, Herpangina, aseptische Meningitis, hämorrhagische Meningitis, Differenzialdiagnostik fieberhafter Infekte („Sommergrippe“), Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte
Bei Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Myokarditis ist die Analyse virusspezifischer Antikörper im Serum in der Regel ohne diagnostische Relevanz.
Für die Akutdiagnostik ist die Enterovirus PCR aus Stuhl oder Liquor die Methode der Wahl (Kassenleistung nur im Liquor). Eine Endomyokardbiopsie und die Erregerabklärung mit Hilfe der PCR wären empfehlenswert.

Akkreditiert

ja

Epstein Barr Virus (Mononukleose)

Early Antigen IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

Immunoblot (Mikrogen)

Indikation

Der Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Early-Antigene erlaubt keine eindeutige Diagnose wie z.B. Primärinfektion oder reaktivierte Infektion.
Die EBV-Serologie im Kontext mit dem Bandenmuster des IgG-Immunoblots kann hingegen eine Primärinfektion ausschließen oder bestätigen.
Bei Verdacht auf eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) empfiehlt sich die quantitative EBV-PCR im EDTA-Blut. Die EBV-PCR ist nur eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten.

Anmerkung

Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.

Akkreditiert

ja

EBNA-1 IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

LIA (Dia Sorin), Immunoblot (Mikrogen)

Indikation

Der Nachweis von IgG-Antikörpern gegen EBNA-1 (p72-Bande im Immunoblot) beweist eine zurückliegende EBV-Infektion und schließt eine EBV-Primärinfektion aus.
Bei Verdacht auf eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) empfiehlt sich die quantitative EBV-PCR im EDTA-Blut. Die EBV-PCR ist nur eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten.

Anmerkung

Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.

Akkreditiert

ja

EBV Viruscapsid / VCA IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

LIA (Dia Sorin), Immunoblot (Mikrogen)

Indikation

Der Nachweis von IgG-Antikörpern gegen EBNA-1 (p72-Bande im Immunoblot) beweist eine zurückliegende EBV-Infektion und schließt eine EBV-Primärinfektion aus.
Ebenso ist der Nachweis von IgG-Ak gegen das Viruscapsid p18 im Immunoblot ein Hinweis auf eine bereits zurückliegende EBV-Infektion.
Bei Verdacht auf eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) empfiehlt sich die quantitative EBV-PCR im EDTA-Blut. Die EBV-PCR ist entsprechend EBM eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten.

Anmerkung

Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.

Akkreditiert

ja

EBV Viruscapsid / VCA IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

LIA (Dia Sorin)

Indikation

Verdacht auf EBV-Primärinfektion
Bei V.a. eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) empfiehlt sich die quantitative EBV-PCR im EDTA-Blut. Die EBV-PCR ist entsprechend EBM eine Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten.

Anmerkung

Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.

Akkreditiert

ja

Epstein Barr Virus (EBV) PCR
Material

Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut: 3 ml (max. 6h alt), Liquor: 1 ml
Mit anderen Materialien nur qualitative EBV-PCR möglich.
Biopsie, Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl
Hinweis: Die Durchführung der EBV-PCR im Serum / Plasma ist nicht empfehlenswert, da EBV-assoziierte Erkrankungen eher mit einer latenten Virus-Replikation als mit einer lytischen Infektion (Virus im Serum, Plasma) einhergehen.

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisschwelle: ca. 1000 IU/ml

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten

Indikation

EDTA-Blut:
V.a. eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum EBV-Monitoring unter Immunsuppression bzw. nach Organtransplantation, EBV-Viruslastmessung zur Steuerung einer immunsuppressiven Therapie.
Weitere Materialien:
V.a. eine EBV-assoziierte Erkrankung, EBV-Infektion bei AIDS-Patienten, EBV-Enzephalitis.V.a. PLTD (Posttransplantationslymphoproliferation).
Ein negatives EBV-PCR Ergebnis kann eine EBV-Infektion nicht ganz ausschließen, da die Virus-Replikation auch nur lokal (z.B. im Tumorgewebe) auftreten kann (ca. 10% aller PLTD=Posttransplantationslymphoproliferation). Auch während der Primärinfektion kann der Nachweis im Blut versagen.
Die PCR ist zur Diagnose einer EBV-Primärinfektion nicht geeignet!

Anmerkung

Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.

Akkreditiert

ja

Escherichia coli (E.coli): Pathogene Serovare (EPEC, EHEC, ETEC) PCR

Material

Stuhl (PCR erfolgt nach Kultur aus der Probe)

Methode

PCR
Nachweis Toxin-bildungsfähiger E.coli durch Identifikation folgender Gene:

  1. PCR zum Nachweis enterohämorrhagischer E.coli (EHEC) durch Identifikation der Gene Shiga-like-Toxin 1 und 2 (STX1/2) und eae (Gen für Intimin)
  2. PCR zum Nachweis enterotoxischer E.coli (ETEC) durch Identifikation der Gene
    hitzelabiles (HLT) und hitzestabiles Toxin (HST)
  3. PCR zum Nachweis enteropathogener E.coli (EPEC) durch Identifikation der Gene bfpA (bundle forming pilus), eaeA (Intimin) und EAF (EPEC Adhärenzfaktor).


Siehe auch Mikrobiologie Diagnostik bei Magen-Darm-Infektionen.

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

  • EHEC: wässrige, auch blutige Diarrhoen, Ruhr-ähnliches Krankheitsbild, hämorrhagische Colitis, postinfektiöse Syndrome (hämolytisch-urämisches Syndrom = HUS, = TTP), Übelkeit, Erbrechen, jedoch selten Fieber
  • ETEC: Reisediarrhoe bei Reisen in Endemiegebiete wie Nordafrika, Südostasien und Südamerika
  • EPEC: Diarrhoe bei Kindern < 3 Jahre

Anmerkung

Der Nachweis von pathogenen E.coli ist meldepflichtig!
Detaillierte Informationen zur Diagnostik von EHEC siehe auch LabmedLetter Nr. 104.

Akkreditiert

ja

FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis)

FSME IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA

Bewertungskriterium

Wegen der antigenetischen Verwandtschaft des FSME-Virus mit anderen Flaviviren können positive IgG- und IgM-Ergebnisse auch bei Infektionen bzw. Vakzinierungen mit Gelbfieber-, Dengue-Fieber-, Japan-B-Enzephalitis-, West-Nil-Fieber-, Hepatitis C-Virus und anderen zurückzuführen sein.
Bei der serologischen Diagnose einer FSME ist die Impf-, Infektions- und Reiseanamnese des Patienten zu berücksichtigen. Sowohl frühere Impfungen gegen FSME, Gelbfieber oder Japanische Enzephalitis als auch durchgemachte Dengue- und West-Nil-Virus-Erkrankungen können zu einem falsch-positiven Ergebnis im anti-FSME-Test führen, da alle genannten Erkrankungen durch Flaviviren verursacht werden, weshalb es zu Kreuzreaktionen kommen kann.
Ein signifikanter Titeranstieg in 2 Serumproben gilt als Hinweis auf eine akute Infektion.

Indikation

Überprüfung des Impfschutzes
Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission), die vom RKI veröffentlicht werden. Auszug Impfempfehlungen der STIKO:
Personen, die in FSME-Risikogebieten Zecken exponiert sind oder Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind (exponiertes Laborpersonal sowie in Risikogebieten z. B. Forstarbeiter und Exponierte in der Landwirtschaft) sollten gegen FSME geimpft werden.
Saisonalität beachten: April – November
Risikogebiete in Deutschland sind zurzeit insbesondere:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern (außer dem größten Teil Schwabens und dem westlichen Teil Oberbayerns)
  • Hessen (Landkreis (LK) Odenwald, LK Bergstraße, LK Darmstadt-Dieburg, Stadtkreis (SK) Darmstadt, LK Gros-Gerau, LK Offenbach, SK Offenbach, LK Main-Kinzig-Kreis, LK Marburg-Biedenkopf)
  • Rheinland-Pfalz (LK Birkenfeld)
  • Saarland (LK Saar-Pfalz-Kreis)
  • Thüringen (SK Jena, SK Gera, LK Saale-Holzland-Kreis, LK Saale-Orla-Kreis, LK Saalfeld-Rudolstadt, LK Hildburghausen, LK Sonneberg)


Zeckenexposition in FSME-Risikogebieten außerhalb Deutschlands siehe STIKO.

Anmerkung

Fremdleistung

FSME IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA

Bewertungskriterium

Wegen der antigenetischen Verwandtschaft des FSME-Virus mit anderen Flaviviren können positive IgG- und IgM-Ergebnisse auch bei Infektionen bzw. Vakzinierungen mit Gelbfieber-, Dengue-Fieber-, Japan-B-Enzephalitis-, West-Nil-Fieber-, Hepatitis C-Virus und anderen zurückzuführen sein.
Bei der serologischen Diagnose einer FSME ist die Impf-, Infektions- und Reiseanamnese des Patienten zu berücksichtigen. Sowohl frühere Impfungen gegen FSME, Gelbfieber oder Japanische Enzephalitis als auch durchgemachte Dengue- und West-Nil-Virus-Erkrankungen können zu einem falsch-positiven Ergebnis im anti-FSME-test führen, da alle genannten Erkrankungen durch Flaviviren verursacht werden, weshalb es zu Kreuzreaktionen kommen kann.
Ein signifikanter Titeranstieg in 2 Serumproben gilt als Hinweis auf eine akute Infektion.
Der Nachweis von IgM-Antikörpern gegen FSME ist meldepflichtig!

Indikation

V.a. frische/kürzliche FSME-Infektion, anamnestisch Aufenthalt in einem FSME-Risikogebiet und typische Klinik (Fieber, grippeähnliche Symptome, neurologische Symptome wie Meningitis), Zustand nach Zeckenstich bei Aufenthalt in einem FSME-Risikogebiet.
Auch nach einer Impfung kann der FSME IgM-Antikörpernachweis positiv sein.

Anmerkung

Fremdleistung

Gelbfieber IgG-/ IgM-Ak

Material

Serum: 1 ml

Methode

IFT

Bewertungskriterium

negativ
meldepflichtig

Anmerkung

Fremdleistung

Gonokokken / Neisseria gonorrhoeae

Gonokokken Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

KBR

Indikation

Keine, da zum sicheren Nachweis einer Infektion mit Neisseria gonorrhoeae ein leistungsfähiger Direktnachweis von Gonokokken mittels TMA zur Verfügung steht (EBM Kassenleistung!).

Anmerkung

Zum sicheren Nachweis einer Infektion mit Neisseria gonorrhoeae ist der Direktnachweis Gonokokken mittels TMA zu empfehlen (Kassenleistung der GKV). Die Testumstellung bei den Chlamydien auf einen Kombinationstest (Methode TMA) ermöglicht nun den gleichzeitigen Nachweis von Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoe aus einer Probe. Geeignetes Material bei Männern ist ein Urethralabstrich (in speziellem Transportmedium), bei Frauen werden endocervikale Abstriche empfohlen (ebenfalls in speziellem Transportmedium).
Detaillierte Informationen siehe LabmedLetter Nr. 110.
Außerdem sollte eine mikrobiologische Erregeranzucht mit Resistenzbestimmung angestrebt werden.

Neisseria gonorrhoeae TMA
Material

Abstrich (endozervikal, urethral)
Anleitung Präanalytik Cervix-/Urethral-Abstrich für TMA siehe hier.
Entnahme und Transport der endozervikalen und urethralen Abstrichproben mit dem Aptima Swab Specimen Kit der Firma GENPROBE (Art.-Nr. 5505) können online oder telefonisch über unseren Versand bestellt werden:
Tel.: 02306 · 940 96 - 80.
Auf das gleichzeitige Anlegen einer Kultur sollte wegen der globalen Resistenzentwicklung nicht verzichtet werden. Dafür bitte einen mikrobiologischen Abstrich mit Universal-Transportmedium einsenden.

Methode

TMA
Mit einem Abstrich kann gleichzeitig auf Chlamydien und Gonokokken getestet werden.

Abrechnung

EBM: Kassenleistung!
Der Gonokokken-RNS-Nachweis mittels Amplifikationsverfahren (wie z.B. TMA) ist eine Kassenleistung der GKV.

Indikation

Bei einem Verdacht auf eine Infektion mit Neisseria gonorrhoeae werden ausschließlich Abstrichproben empfohlen.

Anmerkung

Detaillierte Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 110.

Kontakt Analysebereich
Tel: 0231 9572-5259
E-Mail: bartsch@labmed.de
Neisseria gonorrhoeae, Kultur

Haemophilus

Haemophilus influenzae Typ B (Hib) IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA

Bewertungskriterium

Eine Anti-Hib-Antikörperkonzentration von mindestens 0,15 mg/l wird benötigt, um einen Impfschutz zu haben, der aber nicht als Langschutz ausreicht. Eine finnische Studie schlägt daher vor, dass der optimale Immunschutz bei einer Anti-HiB-Antikörperkonzentration von > 1,0 mg/l liegt.
Messbereich: 0,11-9,0 mg/l

Indikation

Überprüfung des Impfschutzes
Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission), die das RKI veröffentlicht.
Patienten mit rezidivierenden bakteriellen Infektionen sollten auf das Vorliegen eines Immundefektes und auf die Fähigkeit, auf spezifische Polysaccharid-Antigene zu reagieren, untersucht werden. Die spezifische Antikörperreaktion eines Patienten kann durch die serologische Analyse der IgG-Anti-Hib-Ak vor und nach der Impfung mit dem quantitativen EIA ermittelt werden.
Bei klinischem V.a. eine Infektion mit Haemophilus influenzae bitte klinisches Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Liquor, Pleurapunktat, Blutkulturen) einsenden zur mikrobiologischen Erregeranzucht und Resistenzbestimmung.

Anmerkung

Hinweis zur Präanlytik:
Die Seren können bei 2-8°C bis zu 48 Stunden nach Blutennahme gelagert werden, danach wird eine Lagerung bei -20°C empfohlen.

Akkreditiert

ja

Hanta Virus IgG-Ak und IgM-Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

Immunoblot (Mikrogen)

Erfasst werden Antikörper gegen die Serotypen Puumala, Sin Nombre, Hantaan, Dobrava und Seoul. In Deutschland werden überwiegend Puumala-Infektionen beobachtet, seltener auch Dobrava-Infektionen (Norden und Osten Deutschlands).
Auslandsanamnese beachten: z.B. Hantaan und Seoul in Asien sowie Sin Nombre in Amerika

Bewertungskriterium

Im Allgemeinen kann unter Berücksichtigung der Anamnese mit Zeitpunkt des Auftretens der typischen klinischen Zeichen eine zuverlässige Unterscheidung zwischen einer akuten und alten Hantavirus-Infektion getroffen werden.
Es muss beachtet werden, dass in einer Serumprobe, die Monate nach Krankheitsbeginn zu einem Zeitpunkt ohne klinische Zeichen gewonnen wurde, Hantavirus-spezifisches IgM unter Umständen noch nachgewiesen werden kann. Daraus ist jedoch nicht notwendigerweise auf eine akute/frische Infektion zu schließen, da bei einigen Patienten Hantavirus-spezifisches IgM mehrere Monate persistieren kann. In einem solchen Fall ist eine Abklärung über die Bestimmung von Hantavirus Genom (PCR) anzuraten.
Der Nachweis von IgM-Antikörpern gegen Hantaviren (zusammen mit IgG-Antikörpern) ist meldepflichtig!

Indikation

Nephropathia epidemica, akutes Nierenversagen (ANV), Differenzialdiagnose des akuten Fiebers mit Anstieg der Retentionswerte ANV

Akkreditiert

ja

Helicobacter pylori

Helicobacter pylori Antigen
Material

Stuhl: 5 g

Methode

EIA

Indikation

Verdacht auf Besiedlung / Infektion mit Helicobacter pylori vor allem, wenn man auf invasive Verfahren verzichten möchte.
Der Antigentest im Stuhl ist mit einer Sensitivität von 85–95 % und einer Spezifität von 85–95% ähnlich sensitiv / spezifisch wie der 13C-Harnstoff-Atemtest (aus: Deutsches Ärzteblatt, Jg.106, Heft 49, 4. Dezember 2009).

Helicobacter pylori Atemtest
Anmerkung
Helicobacter pylori IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Mikrogen), Immunoblot (Mikrogen) zur Bestätigung

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml

Indikation

V.a. Besiedlung / Infektion mit Helicobacter pylori.

Ein negatives Testresultat im EIA kann eine Infektion mit Helicobacter pylori jedoch nicht ausschließen.
Der Grad der Seropositivität steigt mit dem Lebensalter, bei Patienten oberhalb des 30. Lebensjahres korreliert die Durchseuchungsrate (in %) in etwa mit dem Lebensalter.
Da die Antikörper nach einer Infektion lange persistieren können, ist eine Unterscheidung zwischen aktiver (behandlungsbedürftiger) und zurückliegender Infektion nicht möglich.
Zum Nachweis einer aktuellen Helicobacter-pylori-Infektion ist der C13-Atemtest die Methode der Wahl.

Bei Nachweis von IgG-Antikörpern im EIA erfolgt die Bestätigung mittels Immunoblot:
Insbesondere die Reaktivität von Antikörpern gegen die Antigene CagA/VacA haben einen sehr hohen diagnostischen Wert. Man findet Antikörper gegen CagA/VacA häufig in den Fällen, bei denen eine Infektion mit einem in besonderem Maße virulenten Stamm (Typ I) vorliegt

Akkreditiert

ja

Hepatitis A

Hepatitis A IgG-Ak / IgM-Ak (gesamt)
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium-Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)
Der ECLIA-Test ist ein Hepatitis A-Antikörpertest, der IgG- und IgM-Antikörper (insgesamt) erfasst.
Falls eine Hepatitis abgeklärt werden soll, wird bei positivem Testergebnis der IgM-Antikörpertest erweitert.

Bewertungskriterium

negativ: keine Immunität
positiv: Immunität anzunehmen

Indikation

V.a. eine akute / kürzliche Hepatitis A (zusammen mit der IgM-Antikörperbestimmung)
Überprüfung des Impfschutzes

Anmerkung

Aktuelle Empfehlungen der STIKO 2018/19 zur Hepatitis A-Impfung(Auszug):

  • Personen mit einem Sexualverhalten mit erhöhtem Expositionsrisiko; z. B. Männer, die Sex mit Männern haben (MSM).
  • Personen mit häufiger Übertragung von Blutbestandteilen, z. B. i. v. Drogenkonsumierende, Hämophile, oder mit Krankheiten der Leber/mit Leberbeteiligung.
  • BewohnerInnen von psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen für Menschen mit Verhaltensstörung oder Zerebralschädigung.
  • Personen mit erhöhtem beruflichen Expositions-risiko, einschließlich Auszubildende, PraktikantInnen, Studierende und ehrenamtlich Tätige mit vergleichbarem Expositionsrisiko in folgenden Bereichen:
  • Gesundheitsdienst (inkl. Sanitäts- und Rettungsdienst, Küche, Labor, technischer und Reinigungsdienst, psychiatrische und Fürsorgeeinrichtungen).
  • Personen mit Abwasserkontakt, z. B. in Kanalisationseinrichtungen und Klärwerken Beschäftigte.
  • Tätigkeit (inkl. Küche und Reinigung) in Kindertagesstätten, Kinderheimen, Behindertenwerkstätten, Asylbewerberheimen u. a.
  • Reisende in Regionen mit hoher Hepatitis-A-Inzidenz.

Grundimmunisierung und Auffrischimpfung nach Angaben in den Fachinformationen:
Die serologische Vortestung auf Anti-HAV ist nur bei den Personen sinnvoll, die länger in Endemiegebieten gelebt haben oder in Familien aus Endemiegebieten aufgewachsen sind oder vor 1950 geboren wurden.

Akkreditiert

ja

Hepatitis A IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium-Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Bewertungskriterium

Bei Hepatitis-A-Patienten ist in der Regel eine deutliche Erhöhung der Transaminasen, des direkten und indirekten Bilirubins im Serum sowie des Urobilinogens im Harn zu beobachten.
Bei entsprechender klinischer Symptomatik ist der Nachweis von anti-HAV-IgM im Serum beweisend für eine frische HAV-Infektion. Diese Antikörper sind bereits bei Auftreten der ersten Symptome nachweisbar (Nachweisdauer etwa 3-6 Monate, bei einigen Patienten sind sie allerdings über diesen Zeitraum hinweg noch nachweisbar).
Die Ausbildung von HAV-IgM-Antikörpern nach einer Impfung ist selten.
Auch anti-HAV-IgG ist zu Beginn der Symptomatik bereits meist positiv; ansonsten zeigt der Nachweis von anti-HAV-IgG eine früher abgelaufene Infektion bzw. Impfung und somit Immunität an.
Der Nachweis von IgM-Antikörpern gegen Hepatitis A ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Hepatitis B

Hepatitis B genotypische Resistenz YMDD Motiv
Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml

Methode

PCR, Sequenzierung
Nachweisgrenze der HBV-PCR zur genotypischen Resistenzbestimmung ca. 500 IU/ml

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Lamivudin Resistenz, YMDD Motiv

Hepatitis B Genotypisierung
Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml

Methode

PCR, Sequenzierung
Nachweisgrenze der HBV-PCR zur Genotypisierung ca. 500 IU/ml

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Einteilung in Genotypen A, B, C, D.

Anmerkung

Patienten mit HBV-Genotyp A (und B) sollen besser auf eine Interferontherapie ansprechen als Patienten mit Genotyp D (und C).

Hepatitis B TMA (quantitativ)
Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
Serum, EDTA-Plasma: 1 ml

Methode

TMA (Transcription-mediated amplification)

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: 10 IU/ml
Linearer Bereich: 10 IU/ml - 1 Milliarde IU/ml
Ausgeheilte Hepatitis B: Nachweis von Anti-HBc und Anti-HBs ≥ 10 IU/ml, HBs-Antigen negativ und HBV-DNS negativ.
In Ausnahmefällen kann auch bei einer ausgeheilten Hepatitis B noch HBV-DNS in minimalen Mengen nachweisbar sein (d.h. < 10 IU/ml).

Abrechnung

EBM: Kassenleistung vor oder während der antiviralen Therapie mit Interferon und / oder Nukleosidanaloga; pro Quartal max. 3x abrechenbar

Indikation

Marker für die Höhe der Virämie und damit Maß für die Infektiösität;
Kontrolle der Virämie unter antiviraler Therapie der chronischen Hepatitis B.

Anmerkung

Meldepflicht:
Nach der Änderung des §7 im Infektionsschutzgesetz vom 25.07.2017 müssen jetzt alle Erregernachweise unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium gemeldet werden. Die Herausnahme chronischer Infektionen wurde nunmehr aufgehoben. Die Meldepflichten bestehen nach § 8 Absatz 3 Satz 1 allerdings nicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben nicht erhoben wurden.

Hepatitis Bc Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)
Bei der Anforderung von Hepatitis B-Serologie werden 3 Parameter bestimmt:
HBs-Antigen, HBs-Ak und HBc-Ak.
Je nach Ergebnis werden weitere Analysen empfohlen bzw. nach Rücksprache auf Wunsch des Einsenders vorgenommen. Bei erstmaligem Nachweis von HBs-Antigen wird dieser Befund durch einen Neutralisationstest bestätigt.

Indikation

HBc-Ak als Marker für eine Hepatitis B-Infektion (akut, chronisch oder zurückliegend ausgeheilt). Eine weitere Abklärung ist erforderlich (zunächst HBs-Antigen und HBs-Antikörper), bei nicht nachweisbaren HBs-Ak auch HBV-DNS Nachweis mittels PCR.
Aktuelle STIKO-Empfehlungen (Stand August 2018):
Eine routinemäßige serologische Testung zum Ausschluss einer vorbestehenden HBV-Infektion vor Impfung gegen Hepatitis B ist nicht notwendig. Eine Impfung von bereits HBV-infizierten Personen kann gefahrlos durchgeführt werden, ist allerdings wirkungslos.
Eine serologische Testung kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein (z.B. aus Kostengründen, zur Vermeidung unnötiger Impfungen, bei hohem anamnestischen Expositionsrisiko wie z.B. bei HBsAg-positivem Sexualpartner).

Anmerkung

Gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 21 IfSG besteht eine namentliche Meldepflicht für alle direkten und indirekten Nachweise von Hepatitis-B-Virus.

Meldepflichtig sind folgende dem Labor vorliegende Befundkonstellationen:

  • HBV-DNA-Nachweise (Nukleinsäure-Nachweise)
  • HBsAg-Nachweise bestätigt durch einen Zusatztest (z.B. HBsAg-NT) oder durch HBc-Gesamt-Antikörpernachweis

Die Meldepflicht besteht danach unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium (Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten, Deutscher Bundestag Drucksache 18/10938 v. 23.01.2017, S. 49). Allerdings müssen auch hier die Nachweise auf ein Vorhandensein des Erregers beim Menschen gerichtet sein, also auf eine aktive (replikative) akute oder chronischeHepatitis-B-Infektion hinweisen.

Keine Meldepflicht besteht danach:

  • beim alleinigen Nachweis von Anti HBs (spricht für das Vorhandensein von Antikörpern aufgrund einer Impfung)
  • bei Vorliegen indirekter Erregernachweise und negativem direktem Erregernachweis (ausgeheilte Hepatitis-B-Infektion).

Ferner entfällt die Meldepflicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben (z.B. Typisierungsergebnisse, neue Nachweismethoden) nicht erhoben wurden (§ 8 Abs. 3 Satz 1 IfSG)
Das Labor hat in der Meldung an das Gesundheitsamt den vollständigen Untersuchungsbefund einschließlich Typisierungsergebnisse zu melden. (s. im Übrigen zu den zu meldenden Angaben § 9 Abs. 2 Satz 1 IfSG)
Stand: 17.01.2018

Akkreditiert

ja

Hepatitis Bc IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Litium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Indikation

Nachweis einer akuten / chronischen Hepatitis B (HBc IgM-Ak verschwinden meist nach einer akuten Infektion, sind aber auch bei einem relevanten Anteil von Patienten mit chronischer Erkrankung intermittierend positiv).
HBV-DNS Nachweis mittels PCR empfehlenswert.

Anmerkung

Gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 21 IfSG besteht eine namentliche Meldepflicht für alle direkten und indirekten Nachweise von Hepatitis-B-Virus.

Meldepflichtig sind folgende dem Labor vorliegende Befundkonstellationen:

  • HBV-DNA-Nachweise (Nukleinsäure-Nachweise)
  • HBsAg-Nachweise bestätigt durch einen Zusatztest (z.B. HBsAg-NT) oder durch HBc-Gesamt-Antikörpernachweis

Die Meldepflicht besteht danach unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium (Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten, Deutscher Bundestag Drucksache 18/10938 v. 23.01.2017, S. 49). Allerdings müssen auch hier die Nachweise auf ein Vorhandensein des Erregers beim Menschen gerichtet sein, also auf eine aktive (replikative) akute oder chronische Hepatitis-B-Infektion hinweisen.
Keine Meldepflicht besteht danach:

  • beim alleinigen Nachweis von Anti HBs (spricht für das Vorhandensein von Antikörpern aufgrund einer Impfung)
  • bei Vorliegen indirekter Erregernachweise und negativem direktem Erregernachweis (ausgeheilte Hepatitis-B-Infektion).


Ferner entfällt die Meldepflicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben (z.B. Typisierungsergebnisse, neue Nachweismethoden) nicht erhoben wurden (§ 8 Abs. 3 Satz 1 IfSG)
Das Labor hat in der Meldung an das Gesundheitsamt den vollständigen Untersuchungsbefund einschließlich Typisierungsergebnisse zu melden. (s. im Übrigen zu den zu meldenden Angaben § 9 Abs. 2 Satz 1 IfSG)
Stand: 17.01.2018

Akkreditiert

ja

Hepatitis Be Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Indikation

HBe-Ak als Marker für eine Hepatitis B-Infektion (akut, chronisch oder zurückliegend ausgeheilt). Eine weitere Abklärung ist erforderlich (zunächst HBs-Antigen und HBs-Antikörper), bei nicht nachweisbaren HBs-Ak auch HBV-DNS Nachweis mittels PCR.

Akkreditiert

ja

Hepatitis Be Antigen
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Litium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Indikation

Nachweis einer akuten oder chronischen Hepatitis B. HBe-Antigennachweis als Hinweis auf eine aktive Virusvermehrung mit meist hoher Virämie.
HBV-DNS Nachweis mittels PCR empfehlenswert.

Akkreditiert

ja

Hepatitis Bs Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

ECLIA (Roche)
Bei der Anforderung Hepatitis B-Serologie bestimmen wir die 3 Parameter:
HBs-Antigen, HBs-Ak und HBc-Ak.
Je nach Ergebnis werden weitere Analysen empfohlen bzw. nach Rücksprache mit Ihnen auf Wunsch vorgenommen.

Bewertungskriterium

Bitte beachten Sie die Empfehlungen der STIKO,veröffentlicht durch das RKI.

Indikation

Nachweis protektiver HBs-Ak nach einer zurückliegenden, ausgeheilten Hepatitis B-Infektion (HBs-Ak und HBc-Ak nachweisbar) bzw. nach einer Impfung (nur HBs-Ak nachweisbar).

Anmerkung

Aktuelle STIKO-Empfehlungen (Stand August 2018):
Zur Kontrolle des Impferfolgs sollte 4–8 Wochen nach der 3. Impfstoffdosis Anti-HBs quantitativ bestimmt werden (erfolgreiche Impfung: Anti-HBs ≥ 100 IE/l).
Anti-HBs ≥ 100 IU/L (erfolgreiche Impfung):
Es sind im Allgemeinen keine weiteren Auffrischimpfungen erforderlich. Ausnahme: Patient/innen mit humoraler Immundefizienz (jährliche Anti-HBs-Kontrolle, Auffrischimpfung wenn Anti-HBs < 100 IE/l), ggf. Personen mit besonders hohem individuellem Expositionsrisiko (Anti-HBs-Kontrolle nach 10 Jahren, Auffrischimpfung wenn Anti-HBs < 100 IE/l).
„Low-Responder“ (Anti-HBs 10 – 99 IE/l):
Es wird eine sofortige weitere Impfstoffdosis mit erneuter Anti-HBs-Kontrolle nach weiteren 4–8 Wochen empfohlen. Falls Anti-HBs immer noch < 100 IE/l, bis zu 2 weitere Impfstoffdosen jeweils mit anschließender Anti-HBs-Kontrolle nach 4–8 Wochen. Welches Vorgehen sinnvoll ist, falls nach insgesamt 6 Impfstoffdosen weiterhin Anti-HBs < 100 IE/l, wird kontrovers diskutiert.
„Non-Responder“ (Anti-HBs < 10 IE/l):
Bestimmung von HBsAg und Anti-HBc zum Ausschluss einer bestehenden chronischen HBV-Infektion. Falls beide Parameter negativ sind, weiteres Vorgehen wie bei „Low-Respondern“ (siehe oben).
Bei Personen, die im Säuglingsalter gegen Hepatitis B geimpft wurden:
Bei neu aufgetretenem Hepatitis B-Risiko und unbekanntem Anti-HBs sollte eine weitere Impfstoffdosis gegeben werden mit anschließender serologischer Kontrolle (s.o.)
 

Akkreditiert

ja

Hepatitis Bs Antigen (qualitativ)
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)
Bei der Anforderung von Hepatitis B-Serologie werden 3 Parameter bestimmt: HBs-Antigen, HBs-Ak und HBc-Ak. Je nach Ergebnis werden weitere Analysen empfohlen bzw. nach Rücksprache auf Wunsch des Einsenders erweitert. Bei erstmaligem Nachweis von HBs-Antigen wird dieser Befund durch einen Neutralisationstest bestätigt.

Bewertungskriterium

Ein negativer HBs-Antigenbefund schließt eine Hepatitis B Infektion nicht aus!
Bei positivem Befund ist der HBV-DNS Nachweis mittels PCR empfehlenswert.

Indikation

Nachweis einer akuten oder chronischen Hepatitis B.

Anmerkung

Meldepflichtig sind folgende dem Labor vorliegende Befundkonstellationen:

  • HBV-DNA-Nachweise (Nukleinsäure-Nachweise)
  • HBsAg-Nachweise bestätigt durch einen Zusatztest (z.B. HBsAg-NT) oder durch HBc-Gesamt-Antikörpernachweis

Die Meldepflicht besteht danach unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium (Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten, Deutscher Bundestag Drucksache 18/10938 v. 23.01.2017, S. 49). Allerdings müssen auch hier die Nachweise auf ein Vorhandensein des Erregers beim Menschen gerichtet sein, also auf eine aktive (replikative) akute oder chronische Hepatitis-B-Infektion hinweisen.

Keine Meldepflicht besteht:

  • beim alleinigen Nachweis von Anti HBs (spricht für das Vorhandensein von Antikörpern aufgrund einer Impfung)
  • bei Vorliegen indirekter Erregernachweise und negativem direktem Erregernachweis (ausgeheilte Hepatitis-B-Infektion).

Ferner entfällt die Meldepflicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben (z.B. Typisierungsergebnisse, neue Nachweismethoden) nicht erhoben wurden (§ 8 Abs. 3 Satz 1 IfSG)

Das Labor hat in der Meldung an das Gesundheitsamt den vollständigen Untersuchungsbefund einschließlich Typisierungsergebnisse zu melden. (s. im Übrigen zu den zu meldenden Angaben § 9 Abs. 2 Satz 1 IfSG)

Stand: 17.01.2018

Akkreditiert

ja

Hepatitis Bs Antigen (quantitativ)
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Bewertungskriterium

negativ: < 0,05 IU/mL

Indikation

Monitoring des HBs-Antigens unter Therapie einer chronischen HBV-Infektion

Akkreditiert

ja

Hepatitis C

Hepatitis C Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche), Immunoblot (Mikrogen) zur Bestätigung

Indikation

Nachweis einer akuten, chronischen oder ausgeheilten Hepatitis C.
Bei positivem Antikörperbefund ist der HCV-RNS Nachweis notwendig (zur Abgrenzung einer akuten/chronischen Hepatitis C von einer ausgeheilte bzw. ausreichend therapierten Hepatitis C).

Anmerkung

Meldepflicht Hepatitis C:
Gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 22 IfSG besteht eine namentliche Meldepflicht für alle direkten und indirekten Nachweise von Hepatitis-C-Virus. Die Meldepflicht besteht danach unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium (Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten, Deutscher Bundestag Drucksache 18/10938 v. 23.01.2017, S. 49). Allerdings müssen auch hier die Nachweise auf ein Vorhandensein des Erregers beim Menschen gerichtet sein, also auf eine aktive (virämische) akute oder chronische Hepatitis-C-Infektion hinweisen.
Keine Meldepflicht
besteht danach bei Vorliegen indirekter Erregernachweise und negativem direktem Erregernachweis (Anti HCV bei negativem HCV core Ag oder negativem HCV-RNA-Nachweis: ausgeheilte Hepatitis-C-Infektion).
Ferner entfällt die Meldepflicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben (z.B. Typisierungsergebnisse, neue Nachweismethoden) nicht erhoben wurden (§ 8 Abs. 3 Satz 1 IfSG).
Das Labor hat in der Meldung an das Gesundheitsamt den vollständigen Untersuchungsbefund einschließlich Typisierungsergebnisse zu melden. Gemäß § 9 Abs. 2 Satz 3 IfSG hat der Einsender bei einer Untersuchung auf Hepatitis C dem Meldenden mitzuteilen, ob ihm eine chronische Hepatitis C bei der betroffenen Person bekannt ist (siehe im Übrigen zu den zu meldenden Angaben § 9 Abs. 2 Satz 1 IfSG).

Stand 17.1.2018

 

Akkreditiert

ja

Hepatitis C Genotypisierung
Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml

Methode

PCR und Sequenzierung
Nachweisgrenze der HCV-PCR zur Genotypisierung ca. 600 IU/ml

Abrechnung

GKV: Die HCV-Genotypisierung ist eine Kassenleistung vor der antiviralen Therapie mit Interferon und / oder Nukleosidanaloga.

Indikation

Einteilung in 6 verschiedene Genotypen zur Therapieplanung.
Die Klassifikation in 6 Genotypen und soweit möglich Subtypen wird nach Simmonds vorgenommen. Die HCV-Genotypen 2 & 3 sind mit einer signifikant besseren Ansprechrate auf Interferontherapie assoziiert als die übrigen Genotypen. Mit der Genotypisierung des IL28B-Polymorphismus rs12979860 und der ITPA-Polymorphismen rs1127354 und rs7270101 stehen weitere Parameter zur prognostischen Einschätzung des Therapieverlaufs der Kombinationstherapie mit PEG-Interferon alpha und Ribavirin bei Patienten mit HCV-Genotyp 1 zur Verfügung.

Akkreditiert

ja

Hepatitis C TMA
Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 6h alt
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml

Methode

Transcription-mediated amplification

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: 10 IU/ml
linearer Bereich: 10 IU/ml - 100 Millionen IU/ml
meldepflichtig

Abrechnung

GKV: Die HCV-RNS ist eine Kassenleistung vor oder während der antiviralen Therapie mit Interferon und/oder Nukleosidanaloga (pro Quartal höchstens 3x abrechenbar).

Anmerkung

Meldepflicht:
Nach der Änderung des §7 im Infektionsschutzgesetz vom 25.07.2017 müssen jetzt alle Erregernachweise unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium gemeldet werden. Die Herausnahme chronischer Infektionen wurde nunmehr aufgehoben. Die Meldepflichten bestehen nach § 8 Absatz 3 Satz 1 allerdings nicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben nicht erhoben wurden.

Akkreditiert

ja

Hepatitis D

Hepatitis Delta Ak
Material

Serum: 1 ml
Das Serum sollte schnellst möglich vom Koagulat getrennt werden. Eine Diagnostik aus hämolytischen oder lipämischen Proben ist nicht möglich.
 

Methode

LIA (Dia Sorin)
Mit dem Antikörpertest werden IgG- und IgM-Antikörper nachgewiesen.

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei nachgewiesener HBV-Infektion

Indikation

Nachweis einer Koinfektion oder Superinfektion einer bekannten Hepatitis B mit HBs-Antigennachweis. In 70-–90% der Fälle schwere chronische Verläufe nach einer Superinfektion. Besteht keine Hepatitis B-Infektion, entfällt die Hepatitis Delta-Diagnostik.

Akkreditiert

ja

Hepatitis E

Hepatitis E IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Mikrogen), Immunoblot (Mikrogen) zur Bestätigung

Indikation

Abklärung einer akuten Hepatitis,
Differenzialdiagnostik erhöhter Leberwerte
Hinweis: IgM-Antikörper sinken in der frühen Phase der Genesung rasch ab (nach ca. 7–9 Wochen), nach ca. 12–13 Wochen sind sie i.d.R. nicht mehr nachweisbar. IgG-Antikörper persistieren lebenslang und schützen vor einer erneuten Ansteckung.

Akkreditiert

ja

Hepatitis E IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Mikrogen), Immunoblot (Mikrogen) zur Bestätigung

Indikation

Abklärung einer akuten Hepatitis,
Differenzialdiagnostik erhöhter Leberwerte
Hinweis: IgM-Antikörper sinken in der frühen Phase der Genesung rasch ab (nach ca. 7–9 Wochen), nach ca. 12–13 Wochen sind sie i.d.R. nicht mehr nachweisbar. IgG-Antikörper persistieren lebenslang und schützen vor einer erneuten Ansteckung.

Anmerkung

meldepflichtig
Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter 106: Hepatitis E und Hepatitis D - Zwei unterschätzte Infektionserkrankungen.

Akkreditiert

ja

Hepatitis E PCR
Material

Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut / Vollblut: 3 ml
(Mit anderen Materialien wie Stuhl nur qualitative HEV-PCR möglich.)

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: ca. 100 IU/ml

Abrechnung

EBM: Keine Kassenleistung.

Indikation

Nachweis einer akuten Hepatitis E vor dem Auftreten/Nachweis HEV-spezifischer Antikörper.
Nachweis einer chronischen Hepatitis E (Virusnachweis > 6 Monate) bei Patienten unter Immunsuppression.

Anmerkung

Meldepflichtig, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist.

Akkreditiert

ja

(im Blut; nicht in anderen Untersuchungsmaterialien)

Herpes simplex Virus (HSV)

Herpes simplex Ak-Index (AI, IgG) im Liquor/Serum-Paar
Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3 
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation

Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen HSV, Verdacht auf HSV-Infektion des ZNS wie HSV-Enzephalitis (Anstieg des HSV-Antikörperindex ca. 10-12 Tage nach Beginn der Klinik, davor sollte die HSV-PCR im Liquor durchgeführt werden)

Verdacht auf „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp

Herpes simplex Typ 1 IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Bewertungskriterium

negativ: <0,6 COI (Cut off-Index)
grenzwertig: 0,6-1,0 COI (Cut off-Index)
positiv: ≥ 1,0 COI (Cut off-Index)

Abrechnung

Die HSV-PCR im Liquor ist entsprechend EBM eine Kassenleistung der GKV.

Indikation
  • Bestimmung des Immunstatus z.B. bei Transplantatspendern oder bei aktiv bzw. passiv immunisierten Personen.
  • V.a. Herpes simplex Primärinfektion (Stomatitis herpetica, Keratitis, Ekzema herpeticatum, auch Genitalherpes, oft asymptomatisch: Nach einer HSV-1-Primärinfektion in 99 % inapparanter Verlauf !!)
  • V.a. auf eine latente Herpes simplex Typ 1 Infektion.

Die IgG-Serokonversion bei negativer Vorprobe beweist die HSV-Primärinfektion.
Die Bestimmung von HSV-IgM hat für die Diagnostik der akuten wie auch der rezidivierenden Infektion praktisch keine Bedeutung, so dass wir den IgM-Antikörpertest eingestellt haben.
Falls IgG-Antikörper gegen HSV-1 sind nachweisbar sind, besteht ein Hinweis auf eine latente HSV-1-Infektion.
Aber auch eine Reaktivierung ist möglich, diese wäre serologisch nicht zu sichern.
Bei entsprechendem klinischen Verdacht auf eine Rekurrenz / Reaktivierung der bestehenden HSV-1-Infektion ist die PCR aus Bläscheninhalt (Abstrich in ca. 1ml NaCl) die Methode der Wahl (keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung).
Bei Verdacht auf eine HSV-2-Primärinfektion ist eine serologische Kontrolle in 2 – 3 Wochen zu empfehlen, auch hier sollte zusätzlich eine PCR aus Bläscheninhalt (Abstrich in ca. 1ml NaCl) erfolgen.
Zur Diagnostik einer Herpes-Enzephalitis sollte der direkte Erregernachweis (PCR) aus Liquor angestrebt werden.
 

Akkreditiert

ja

Herpes simplex Typ 2 IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Bewertungskriterium

negativ: < 0,51 COI (Cut off-Index)
grenzwertig: 0,51-1,00 COI (Cut off-Index)
positiv: ≥ 1,00 COI (Cut off-Index)

Indikation
  • Bestimmung des Immunstatus z.B. bei Transplantatspendern oder bei aktiv bzw. passiv immunisierten Personen.
  • V.a. Herpes simplex Primärinfektion (meist Genitalherpes: Herpes genitalis, Vulvovaginitis, aber auch oft asymptomatisch)
  • V.a. auf eine latente Herpes simplex Typ 2 Infektion, STI-Screening.

 

Die IgG-Serokonversion bei negativer Vorprobe beweist die HSV-Primärinfektion.
Die Bestimmung von HSV-IgM hat für die Diagnostik der akuten wie auch der rezidivierenden Infektion praktisch keine Bedeutung, so dass wir den IgM-Antikörpertest eingestellt haben.

Falls IgG-Antikörper gegen HSV-2 sind nachweisbar sind, besteht ein Hinweis auf eine latente HSV-2-Infektion.
Aber auch eine Reaktivierung ist möglich, diese wäre serologisch nicht zu sichern.
Bei entsprechendem klinischen Verdacht auf eine Rekurrenz / Reaktivierung der bestehenden HSV-2-Infektion ist die PCR aus Bläscheninhalt (Abstrich in ca. 1ml NaCl) die Methode der Wahl (keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung).
Bei Verdacht auf eine HSV-1-Primärinfektion ist eine serologische Kontrolle in 2-3 Wochen zu empfehlen. Auch hier sollte zusätzlich eine PCR aus Bläscheninhalt (Abstrich in ca. 1ml NaCl) erfolgen.
 

 

Herpes simplex Virus PCR
Material

Liquor 1 ml,
Abstrich, Bläscheninhalt in ca. 1 ml NaCl (bitte keine Aluminiumtupfer einsenden)
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR (Differenzierung HSV- 1 und HSV-2)

Abrechnung

EBM: nur Liquor-Analyse ist Kassenleistung

Indikation

Differenzialdiagnostik der viralen Enzephalitis im Liquor (bei Primärinfektion oder endogener Reaktivierung) in der Frühphase,
schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich

Akkreditiert

ja

HIV

HIV-1 genotypische Resistenz (Medikamentenresistenz)
Material

EDTA-Blut: 3 ml, max. 6h alt,
EDTA-Plasma: 1 ml

Methode

PCR, Sequenzierung

Indikation

Unter bestimmten Voraussetzungen vor Therapiebeginn, bei Schwangeren und unter versagender Therapie (siehe BUB-Richtlinie des G-BA)

HIV-1 TMA (RNS quantitativ)
Material

EDTA-Blut: 3 ml, max. 24h alt,
EDTA-Plasma: 1,0 ml
(Serum nur für qualitative Analysen geeignet)

Methode

TMA (Transcription-mediated amplification)

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: 30 Kopien/ml
linearer Bereich: 30 Kopien/ml - 10 Millionen Kopien/ml

Abrechnung

EBM: Der HIV-RNS Nachweis ist nur eine Kassenleistung:

  • zur Entscheidung über den Beginn einer medikamentösen antiretroviralen Therapie bei HIV-Infizierten nach positivem Antikörpernachweis,
  • zur Überwachung, ggf. Umstellung der antiretroviralen Therapie
  • zum Nachweis einer HIV-Infektion des Neugeborenen einer HIV-Ak-positiven Mutter

Indikation

Ausgangsviruslast vor Therapie, Therapiemonitoring
Der Nachweis einer frischen HIV-Infektion ist nicht empfehlenswert, da dieser Test nicht HIV-2 erfasst und bei der Subtypenerkennung von HIV-1 störanfälliger ist als der Screening-Test. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass bei einer bereits länger bestehenden, noch nicht diagnostizierten HIV-Infektion "Long term non progressors" bzw. "Elite controlers" übersehen werden, da bei diesen Patienten keine oder nur eine sehr geringe Virämie detektierbar ist, während der Screening-Test eindeutig positiv ausfiele.

HIV-Test (HIV-1 und HIV-2 + p24 Antigen)
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche), wenn positiv, dann Bestätigung mittels Immunoblot (Mikrogen) 

Bewertungskriterium

Der Screeningtest (Test der 4. Generation) erfasst neben HIV-1 und HIV-2 Antikörpern auch das p24-Antigen von HIV-1.
Ein negatives Ergebnis im HIV Antigen/ Antikörper-Screeningtest schließt eine HIV-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit aus, wenn die letzte potenzielle HIV-Exposition länger als 6 Wochen zurückliegt.
Bei Verdacht auf eine frische Infektion wird eine Verlaufskontrolle empfohlen. (Quelle: Bundesgesundheitsblatt 2015 58:877-886)
Für bestätigte HIV-Befunde besteht eine nicht-namentliche Meldepflicht beim RKI.

Indikation

V.a. HIV-Infektion (AIDS)

Anmerkung

Hinweise zur Sensitivität der Diagnostik, Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html

Die Diagnostik der HIV-Infektion stützt sich auf den Nachweis spezifischer Anti­körper in Kombination mit dem Nachweis von Virusantigen oder viralen Nu­kle­in­säuren (Zweistufendiagnostik mit Such- und Bestätigungstest) (Stellungnahme der Gemeinsamen Diagnostikkommission der DVV und der GfV 2015: Bundesgesundheitsbl 2015 · 58:877–886; DOI 10.1007/s00103- 015-2174 –x: pdf).

Spezifische Antikörper werden im Durchschnitt nach 22 Tagen bei einem Infi­zier­ten nachweisbar und Virusantigen bereits nach 16-18 Tagen. Virale Nukle­in­säu­ren können im Durchschnitt sogar schon nach 11 Tagen diagnostiziert werden.

Werden moderne Suchteste der 4. Gene­ra­tion verwendet, die neben Antikörpern auch HIV-Antigene nachweisen, ist ein sicherer Nachweis in der Regel schon nach maximal 6 Wochen möglich. Damit gilt auch, dass 6 Wochen nach möglicher Exposition durch ein negatives Ergebnis im HIV-Antikörper-/Antigen-Suchtest der 4. Generation eine Infektion mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden kann (keine spezifischen Antikörper oder p24-Antigen nachweisbar).

Im ersten Schritt der Zweistufendiagnostik wird in einem hochsensitiven Test, z.B. einem ELISA oder einem vergleichbaren Test geprüft, ob Antikörper gegen virale Antigene und/oder virales p24-Antigen vorliegen.

Die meisten der in Deutsch­land verwendeten ELISA können gleichzeitig HIV-1- und HIV-2-spe­zi­fi­sche Anti­kör­per erkennen. In seltenen Fällen kann es im Suchtest zu un­spe­zi­fi­schen Reaktionen kommen. Daher wird mit einem zweiten, hoch­spe­zi­fi­schen Test, dem sog. Immu­no­blot, die Spezifität der Bindung der Antikörper an die viralen Proteine (Antigene) geprüft.

Alternativ zur Bestätigung im Immunoblot kann die Bestätigung eines reaktiven Suchtestes auch durch den Nachweis viraler Nukleinsäuren in einem NAT, z.B. mit der Polymerasekettenreaktion (PCR), erfolgen, vorausgesetzt die gemessene Viruslast beträgt mindestens 1.000 Kopien/ml.

Auch wenn NATs zur Bestätigung eines reaktiven Suchtestes eingesetzt wird, ist die Untersuchung einer zweiten Probe zum Ausschluss einer Proben­ver­wechs­lung empfohlen.

Akkreditiert

ja

Hochpathogene Viren, Infektionserkrankungen der Risikogruppe 4

Material

Die Analyse von Untersuchungsmaterial jeglicher Art (auch Serum!) der Risikogruppe 4 ist in Deutschland ausschließlich speziellen Laboren der Schutzstufe 4 vorbehalten.
Bitte senden Sie Probenmaterial mit Verdacht u.a. auf die unten genannten Viren nicht an unser Labor, sondern direkt an eines der S4-Hochsicherheitslaboratorien; in Deutschland z.B. an:
Institut für Virologie der Universität Marburg
Hans-Meerwein-Straße 2
35043 Marburg
Tel.: 06421 . 2866 253
Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg
Tel.: 040 . 4 28 18-0 (24 h)
Robert Koch-Institut
Zentrum für Biologische Sicherheit

Nordufer 20
13353 Berlin
Tel.: 030 . 18 754-0

Methode

Entsprechend der Gefährlichkeitseinstufung zählen folgende hochpathogene Viren zur
Risikogruppe 4:

  • Arenavirus (Guanarito-Virus, Junin-Virus, Machupo-Virus, Sabia-Virus)
  • Ebola-Virus (aktuelle Detailinformationen zum Erreger siehe RKI)
  • Krim-Kongo-Fieber-Virus
  • Lassa-Fieber-Virus
  • Marburg Virus
  • Paramyxoviridae (Hendra-Virus, Nipah-Virus)
  • Vacciniavirus (Variola major-Virus Bangladesh-1975, Variola major-Virus India-1967, Variola minor-Virus Garcia-1966)


Bei Verdacht auf Infektion das Probenmaterial bitte
nicht an unser Labor senden!
Verschicken an S4-Hochsicherheitslabor:
Probenmaterial ist direkt an ein S4-Sicherheitslabor zu schicken!
Beim Versenden unterliegt Probenmaterial mit V.a. hochpathogene Erreger besonderen Transportbestimmungen. Bitte kontaktieren Sie vor der Versendung unbedingt das entsprechende S4-Hochsicherheitslabor.

Humanes Herpes Virus 6

Humanes Herpes Virus 6 IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

IFT

Bewertungskriterium

cut off 1:10

Indikation

3-Tage-Fieber (Exanthema subitum, Roseola infantum) vor allem bei Kindern < 2 Jahren, Differenzialdiagnose akuter fieberhafter Erkrankungen mit Lymphadenopathie,
V.a. Reaktivierung einer latenten HHV6-Infektion unter Immunsuppression

Akkreditiert

ja

Humanes Herpes Virus 6 IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

IFT

Bewertungskriterium

cut off 1:10

Indikation

3-Tage-Fieber (Exanthema subitum, Roseola infantum) vor allem bei Kindern < 2 Jahren, Differenzialdiagnose akuter fieberhafter Erkrankungen mit Lymphadenopathie,
V.a. Reaktivierung einer latenten HHV6-Infektion unter Immunsuppression

Akkreditiert

ja

Humanes Metapneumovirus (MPV oder HMPV) PCR

Material

Nasen-/Rachenabstrich in 1ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer)

Trachealsekret: 1 ml
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte (vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern), Infekte des oberen Respirationstraktes und Bronchiolitis

Akkreditiert

ja

Influenza

Influenza A und B IgA-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA  (Virotech)

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9-11 VE
positiv: > 11 VE

Bei den eingesetzten Antigenen handelt es sich bei:

  • Influenza A um eine Mischung HA A/Brisbane/02/2018 (H1N1)-like und HA A/Kansas/14/2017 (H3N2)-like virus
  • Influenza B um HA B/Colorado/06/2017-like virus

IgG-Antikörper treten bei Influenza etwa 2-3 Wochen nach einer Infektion auf. Ein positives Ergebnis kann somit ein Hinweis auf eine akute oder kürzlich durchgemachte Infektion geben. Impfanamnese beachten! Eine Diagnose ist nur unter Einbeziehung von Anamnese, Klinik und Labordaten möglich. Das Auftreten erhöhter IgA-Titer kann ein zusätzlicher Hinweis auf eine frische Infektion sein. Sie treten auch bei Reinfektionen auf und können bis zu einem Jahr persistieren

Indikation

Nachweis von IgA-Antikörpern gegen Influenzaviren. Eine Unterscheidung zwischen Impfstamm und Wildvirus ist nicht möglich.
Die Influenza-Serologie ist für die Akutdiagnostik nicht geeignet!
Bei V.a. eine akute Infektion ist der Direktnachweis von Influenza-Viren mittels PCR aus einem Nasen-/Rachenabstrich in ca. 1 ml NaCl die Methode der Wahl. PCR ist entsprechend EBM Kassenleistung der GKV; Ausnahmeziffer 32006.

Akkreditiert

ja

Influenza A und B IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9 -11 VE
positiv: > 11 VE

Bei den eingesetzten Antigenen handelt es sich bei:

  • Influenza A um eine Mischung HA A/Brisbane/02/2018 (H1N1)-like und HA A/Kansas/14/2017 (H3N2)-like virus
  • Influenza B um HA B/Colorado/06/2017-like virus

Ein IgG-Antikörpertiter kann nur den Kontakt mit dem Antigen anzeigen, dabei besteht aber nicht zwangsläufig eine Immunität.
IgG-Antikörper treten bei Influenza etwa 2-3 Wochen nach einer Infektion auf. Ein positives Ergebnis kann somit ein Hinweis auf eine akute oder kürzlich durchgemachte Infektion geben. Impfanamnese beachten! Eine Diagnose ist nur unter Einbeziehung von Anamnese, Klinik und Labordaten möglich. Das Auftreten erhöhter IgA-Titer kann ein zusätzlicher Hinweis auf eine frische Infektion sein. Sie treten auch bei Reinfektionen auf und können bis zu einem Jahr persistieren.

Indikation

Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Influenzaviren. Eine Unterscheidung zwischen Impfstamm und Wildvirus ist nicht möglich.
Die Influenza-Serologie ist für die Akutdiagnostik nicht geeignet!
Bei V.a. eine akute Infektion ist der Direktnachweis von Influenza-Viren mittels PCR aus einem Nasen-/Rachenabstrich in ca. 1 ml NaCl die Methode der Wahl. PCR ist entsprechend EBM Kassenleistung der GKV; Ausnahmeziffer 32006.

Akkreditiert

ja

Influenza A und B PCR
Material

Nasenspülflüssigkeit: 2 ml
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR
Der sogenannte Influenza-Schnelltest wird nicht durchgeführt.
Die Influenza A-PCR erkennt auch das Schweinegrippe-Virus (H1N1) sowie viele Vogelgrippe-Isolate.

Abrechnung

EBM: Kassenleistung, Ausnahmeziffer 32006
Nicht bei Verdacht auf Vogelgrippe!

Indikation

Verdacht auf Influenza, Differenzialdiagnostik der fieberhaften respiratorischen Erkrankungen, Akutdiagnostik

Anmerkung

Der Direktnachweis von Influenzaviren mittels PCR ist meldepflichtig!
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem LabmedLetter Nr. 92.

Akkreditiert

ja

Influenza A/ H5N1 ("Vogelgrippe") PCR
Material

Nasenspülflüssigkeit: 2 ml
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung!

Indikation

Zur weiteren Differenzierung nach einer Influenza A positiven PCR bei entsprechendem epidemiologischen Verdacht bzw. Auslandsanamnese, Akutdiagnostik

Anmerkung

Der Direktnachweis von Influenzaviren H5N1 mittels PCR ist meldepflichtig!
Siehe auch LabmedLetter Nr. 92.

Influenza A/ H7N9 ("Vogelgrippe") PCR
Material

Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial kann angefordert werden unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Keine Kassenleistung

Indikation

Zur weiteren Differenzierung nach einer Influenza A positiven PCR bei entsprechendem epidemiologischen Verdacht bzw. Auslandsanamnese, Akutdiagnostik.

Anmerkung

Der direkte Nachweis von Influenza A/H7N9 ist meldepflichtig.

Legionella

Legionella Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

IFT
Der Legionella IFT erfasst Antikörper gegen Legionella pneumophila der Serogruppen 1-7 sowie der Serogruppen 8-14; zusätzlich Legionella non pneumophila species (Legionella jordanis, bozemanii, gormanii, midadei, dumoffii und longbeachae).

Bewertungskriterium

cut off 1:100
Der Antikörpernachweis besitzt in der akuten Krankheitsphase keinen diagnostischen Wert, ist jedoch bei zurückliegenden Infektionen die Methode, mit der eine Ätiologie abgeklärt werden kann. Bei IgG Testung in der Immunfluoreszenz sind 6% der gesunden Bevölkerung positiv, sodass hohe Einzeltiter grundsätzlich einer zurückhaltenden Beurteilung bedürfen.
Bei einer frischen Legionellen-Infektion ist die Antikörperbildung oft sehr verzögert nachweisbar. IgG-und IgM-Antikörper steigen simultan an, sodass IgM nicht im Sinne von Akutphase-Antikörper zu verstehen sind. Infolge des frühen IgM-Abfalls kann das Fehlen von IgM allerdings ein Indiz für einen länger zurückliegenden Kontakt mit diesem Erreger sein.
Ein einmalig deutlich erhöhter Wert im IFT oder eine deutliche Änderung des Titers zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!

Indikation

Ätiologische Abklärung einer bereits zurückliegenden Pneumonie
Nicht für die Akutdiagnostik geeignet!
Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret BAL (entsprechend EBM keine Kassenleistung).

Akkreditiert

ja

Legionella IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA
Der Legionella IgM EIA-Test erfasst die Serogruppe 1-7.

Bewertungskriterium

negativ: < 120 U/ml
grenzwertig: 120-140 U/ml
positiv: > 140 U/ml
Der Antikörpernachweis besitzt in der akuten Krankheitsphase keinen diagnostischen Wert, ist jedoch bei zurückliegenden Infektionen die Methode, mit der eine Ätiologie abgeklärt werden kann. Bei IgG Testung in der Immunfluoreszenz sind 6% der gesunden Bevölkerung positiv, so dass hohe Einzeltiter grundsätzlich einer zurückhaltenden Beurteilung bedürfen.
Bei einer frischen Legionellen-Infektion ist die Antikörperbildung oft sehr verzögert nachweisbar. IgG-und IgM-Antikörper steigen simultan an, sodass IgM nicht im Sinne von Akutphase-Antikörper zu verstehen sind. Infolge des frühen IgM-Abfalls kann das Fehlen von IgM allerdings ein Indiz für einen länger zurückliegenden Kontakt mit diesem Erreger sein.
Kreuzreaktionen von L. Pneumophila sind mit Campylobacter jejuni, Pseudomonaden, Rickettsien und anderen gramnegativen Bakterien beschrieben worden.

Indikation

Ätiologische Abklärung einer bereits zurückliegenden Pneumonie
Nicht für die Akutdiagnostik geeignet!
Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret BAL (entsprechend EBM keine Kassenleistung).

Akkreditiert

ja

Legionella pneumophila (Serotyp 1)-Antigen
Material

frischer Morgenurin: 5 ml

Methode

EIA

Indikation

V.a. eine Legionella Serotyp 1-Infektion z.B. Pneumonie bei ambulant erworbener oder reiseassoziierter Infektion
Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR aus respiratorischem Sekret BAL (entsprechend EBM keine Kassenleistung).

Anmerkung

Der Direktnachweis von Legionella Antigen ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Legionella pneumophila PCR
Material

Sputum, Bronchialsekret: 2 ml
BAL: 5 ml
Bitte keinen Urin einsenden!

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

V.a. eine Legionella Infektion z.B. Pneumonie bei ambulant erworbener, reiseassoziierter oder nosokomialer Infektion
Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR (keine Kassenleistung der GKV) aus respiratorischem Sekret (BAL).

Anmerkung

Der Direktnachweis von Legionella pneumophila (PCR) ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Leptospiren AK

Leptospiren IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 10 U/ml
grenzwertig: 10-15 U/ml
positiv: > 15 U/ml
IgM-Antikörper lassen sich bei einer Leptospirose bereits 2-6 Tage nach Beginn der Symptomatik nachweisen, sie persistieren ca. 5 Monate. Im Gegensatz dazu ist der IgG-Antikörpernachweis nicht so aussagekräftig, denn nicht alle Patienten bilden eine IgG-Reaktion nach einer Leptospira-Infektion aus.
Die Sensitiviät des IgM-Antikörpernachweises liegt bei 97%, die Spezifität bei 96%.
IgG-Antikörper werden nicht regelmäßig gebildet.

Indikation

V.a. Leptosirose, Morbus Weil und Weil-ähnliche Erkrankungen, Differenzialdiagnostik grippaler Infekte, Differenzialdiagnostik Fieber, Differenzialdiagnostik Hepatitis, Differenzialdiagnostik akutes Nierenversagen, anamnestisch bestimmte Berufsgruppe wie Kanalarbeiter, Bauern oder Tierärzte

Akkreditiert

ja

Leptospiren IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA

Bewertungskriterium

negativ: < 15 U/ml
grenzwertig: 15-20 U/ml
positiv: > 20 U/ml
IgM-Antikörper lassen sich bei einer Leptospirose bereits 2-6 Tage nach Beginn der Symptomatik nachweisen, sie persistieren ca. 5 Monate. Im Gegensatz dazu ist der IgG-Antikörpernachweis nicht so aussagekräftig, denn nicht alle Patienten bilden eine IgG-Reaktion nach einer Leptospira-Infektion aus.
Die Sensitivität des IgM-Antikörpernachweises liegt bei 97%, die Spezifität bei 96%.
IgG-Antikörper werden nicht regelmäßig gebildet.

Indikation

V.a. Leptosirose, Morbus Weil und Weil-ähnliche Erkrankungen, Differenzialdiagnostik grippaler Infekte, Differenzialdiagnostik Fieber, Differenzialdiagnostik Hepatitis, Differenzialdiagnostik akutes Nierenversagen, anamnestisch bestimmte Berufsgruppe wie Kanalarbeiter, Bauern oder Tierärzte

Anmerkung

Der IgM-Antikörpernachweis gegen Leptospira ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Listeria monocytogenes Ak

Material

Serum: 1 ml

Methode

KBR

Bewertungskriterium

negativ: < 1:20
kontrollbedürftig: 1:20 bis 1:40
positiv: > 1:40

Anmerkung

Bei klinischem V.a. eine Listerien-Infektion/ Listerien-Besiedlung ist die mikrobiologische Erregeranzucht aus klinischem Material (Blutkultur, Liquor, Stuhl, Abzessabstriche) die Methode der Wahl.

Lues (Syphilis)

RPR-Test (Rapid Plasma Reagin Test)
Material

Serum: 1 ml

Methode

Flocculation (modifizierter VDRL-Test)
Eine Flocculation bei einem Titer 1:1 wird mit fraglich befundet, ab Titer 1:2 wird der RPR austitriert.

Bewertungskriterium

Cut off 1:1
Nachweisbare Antikörper im RPR-Test sprechen für eine behandlungsbedürftige Syphilis.

Indikation

V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis, Anschlussdiagnostik

Anmerkung

Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.

Akkreditiert

ja

TPPA
Material

Serum: 1 ml oder Liquor: 1 ml

Methode

IPA

Bewertungskriterium

Cut off 1:80 (Serum) und 1:2 (Liquor)

Indikation

V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis, Anschlussdiagnostik

Anmerkung

Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.

Akkreditiert

ja

Treponema pallidum Ak (Lues/Syphilis-Suchtest)
Material

Serum: 1 ml, EDTA Plasma, Heparin Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Bewertungskriterium

Bei reaktivem Suchtest wird eine Anschlussdiagnostik (TPPA-Titer, IgG-Antikörpertest (EIA), IgM-Antikörpertest (EIA), RPR-Test = modifizierter VDRL-Test) zur Bestätigung und zur Beurteilung der Aktivität / Behandlungsbedürftigkeit angeschlossen. Ein reaktiver Suchtest muss durch einen anderen Test bestätigt werden.

Indikation

V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis
Zugelassener Screeningtest für die Mutterschaftsvorsorge (siehe auch: „Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung „Mutterschafts-Richtlinien“).

Anmerkung

Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.

Akkreditiert

ja

Treponema pallidum Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar
Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen
Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

IPA

Bewertungskriterium

AI: > 2,0 Verdacht auf einen Treponemenbefall des ZNS
AI: ab 3,0 beweist mit hoher Spezifität und Sensitivität die spezifische lokale Antikörpersynthese im ZNS.
Der Nachweis einer lokalen spezifischen Antikörpersynthese im ZNS ist nicht gleichbedeutend mit einer aktiven behandlungsbedürftigen Infektion, da das Phänomen der Tr.pallidum spezifischen Antikörpersynthese auch nach Therapie über viele Jahre persistieren kann (s.g. "Liquornarbe"). Bei einer Neurolues würde man eine Schrankenfunktionsstörung erwarten sowie eine Pleozytose.

Indikation

Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen Treponema pallidum, Verdacht auf Neurolues.

Akkreditiert

ja

Treponema pallidum IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA (Mikrogen)

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml

Indikation

V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis, Anschlussdiagnostik
Bestätigungstest eines reaktiven Suchtestes

Anmerkung

Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.

Akkreditiert

ja

Treponema pallidum IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA (Mikrogen)

Bewertungskriterium

negativ: <20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml
Ein IgM-Nachweis spricht für eine behandlungsbedürftige Syphilis.

Indikation

V.a. akute oder ausgeheilte Syphilis, Anschlussdiagnostik

Anmerkung

Für eine bestätigte aktive Luesinfektion besteht eine nichtnamentliche Meldepflicht beim RKI.

Malaria

Malaria Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA
Antigene: Plasmodium falciparum, P. vivax, P. ovale und P. malariae

Bewertungskriterium

negativ
Die Beurteilung des Malaria EIA erfolgt qualitativ.
Die Antigene weisen P. falciparum-, P. vivax-, P. ovale- und P. malariae-spezifische IgG, IgM und IgA nach, wodurch der Test Antikörper während aller Stadien der Infektion nachweisen kann.
In jedem Fall ist der Erregernachweis vorrangig und mittels Blutausstrich und Dickem Tropfen anzustreben!

Akkreditiert

ja

Malaria Direktnachweis
Material

EDTA-Blut: 2 ml, möglichst während der Fieberphase entnehmen!
Bitte unbedingt mitteilen: Reisedaten, Reiseziel, seit wann Klinik, seit wann Fieber, ob Malariaprophylaxe genommen wurde (ja/nein)

Methode

Dicker Tropfen, Blutausstrich (Mikroskopie), Antigentest (Ag-Nachweis bei Pl. falciparum / Pl. vivax)

Indikation

V.a. eine akute Malariainfektion nach Auslandsaufenthalt

Anmerkung

Bitte Probe vorab telefonisch anmelden! (Tel: 0231 / 9572-5100)
Bitte auch eine Rückrufnummer angeben, damit das Ergebnis noch am selben Tag telefonisch mitgeteilt werden kann.

Akkreditiert

ja

Masern

Masern IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

Negativ < 9 VE
Grenzwertig 9 – 11 VE
Positiv > 11 VE

Indikation
  • Immunstatus vor/nach Impfung
  • V.a. eine frische Maserninfektion zusammen mit der Analyse der IgM-Antikörper (Fieber, typisches Exanthem, Kopliksche Flecken)

Ein „Schutztiter“ ist vom Hersteller nicht definiert; eine Überprüfung des Impfstatus wird auch von der STIKO nicht gefordert.
Empfehlung der STIKO:
Nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, oder die im Gesundheitsdienst oder bei der Betreuung von Immundefizienten oder in Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind, sollten eine einmalige Impfung, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff, erhalten.
Postexpositionsprophylaxe:
Ungeimpfte ab dem Alter von 9 Monaten bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus mit Kontakt zu Masernkranken; möglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition.
Empfehlung: Einmalige Impfung, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff
Die Immunglobulingabe ist zu erwägen für gefährdete Personen mit hohem Komplikationsrisiko und für
Schwangere (s. a. Epid. Bull. 29/2001, S. 223).
Im Rahmen eines Ausbruchs:
Nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit
Empfehlung: Einmalige Impfung, vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff
Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission), die auf der Webseite des RKI veröffentlicht sind.
Die STIKO hat die berufliche Masern-, Mumps- und Röteln-Impfempfehlungen aktualisiert: die neuen Empfehlungen sind im Epidemiologischen Bulletin 2/2020 publiziert.

 

Anmerkung

Die deutliche Änderung zwischen 2 Proben beim IgG-Antikörpernachweis ist meldepflichtig.
Der Nachweis von IgM-Antikörpern mit oder ohne IgG-Antikörper ist ebenfalls meldepflichtig.

Akkreditiert

ja

Masern IgG-Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar
Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen
Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation

Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen Masernvirus
V.a. Masern-Enzephalitis
V.a. SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis)
V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)

Masern IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Indikation

V.a. eine frische Maserninfektion zusammen mit der Analyse der IgG-Antikörper (Fieber, typisches Exanthem, Kopliksche Flecken),
Differenzialdiagnostik fieberhafter Erkrankungen mit Exanthem

Anmerkung

Der Nachweis von Masern-IgM-Ak ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Meningokokken

Meningokokken Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

Serumbakterizidie-Test gegen Neisseria meningitidis
Es werden Antikörper gegen die Serogruppen A, C, W135 und Y nachgewiesen.

Bewertungskriterium

Titer ≥ 1:8 werden als protektiv angesehen.

Abrechnung

Die Analyse der Meningokokken Ak im Serum ist keine Kassenleistung!
(IGeL-Preis: 157,00 €)

Indikation

Impftiterüberprüfung nach Meningokokkenimpfung.
Der Test ist nicht zur Diagnose einer akuten Infektion geeignet.
Bitte beachten Sie die aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission), die auf der Webseite des RKI veröffentlicht sind.

Anmerkung

Fremdleistung; die Analyse der Meningokokken Ak im Serum wird vom nationalen Referenzzentrum für Meningokokken (Prof. Frosch, Uni Würzburg) durchgeführt. Analysendauer beim Referenzzentrum ca. 12 Wochen!

Akkreditiert

ja

Meningokokken Kultur
Material

Liquor nativ oder in Kulturflasche
Probe bitte telefonisch ankündigen!
(Tel.: 0231/9572-5100)

Siehe auch Mikrobiologie.

Methode

Mikroskopie, mikrobiologische Erregeranzucht, Differenzierung und Resistenzbestimmung

Indikation

Abklärung einer Meningitis
Für die Notfalldiagnostik ist die Meningokokken-PCR empfehlenswert!

Anmerkung

Die Mikroskopie-Befunderstellung erfolgt am Einsendetag!
Der Nachweis von Meningokokken im Liquor ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Meningokokken PCR
Material

Liquor: 1 ml
Bitte Probe telefonisch ankündigen! (Tel.: 0231 · 9572 - 5200)

Methode

PCR
Die PCR detektiert Neisseria meningitidis der Serogruppe A, B, C, W135, Y.

Indikation

Notfalldiagnostik zur Abklärung einer Meningitis.

Anmerkung

Die Befunderstellung erfolgt am Einsendetag!
Der Nachweis von Meningokokken im Liquor ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

MRSA (Methicillin- /Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus)

MRSA PCR aus dem Abstrich (Schnelltest)
Material

direkt aus klinischem Probenmaterial:
Abstrich von Wunde, Haut, Nase, Rachen etc., (kein Anal-Abstrich!)
Tracheal-/Bronchialsekret
Bitte beachten:

  • mehrere Abstriche verschiedener Abnahmestellen können sinnvoll sein (Nase/Rachen, Wunde etc.; ggf. poolen)
  • Probe bitte mit "MRSA-Schnelltest - EILT" kennzeichnen
  • telefonische Ankündigung erforderlich!

Für Befunderstellung am gleichen Tag muss die Probe das Labor bis mittags erreichen!

Methode

PCR
Nachweis der SCCmec-Kassette, auf der das mecA-Gen lokalisiert ist.
Ergebnis liegt am gleichen Tag vor, wenn die Probe das Labor bis mittags erreicht hat!

Anmerkung

Weitere Informationen siehe LabmedLetter MRSA-Schnelldiagnostik.
MRSA Kultur siehe Mikrobiologie MRSA (Methic./Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus) sowie Krankenhaushygiene.

Akkreditiert

ja

MRSA PCR aus Kultur bei Erstnachweis
Material

Kultur (z.B. bei kulturellem Erstnachweis von MRSA)

Methode

PCR
Bei kulturellem Nachweis von MRSA inklusive Prüfung auf Anwesenheit von:

  • mecA-Gen (healthcare associated/ ha-MRSA) und
  • PVL-Gen (Panton-Valentin-Leukozidin: community acquired/ ca-MRSA) sowie
  • Sequenztyp ST398 (livestock associated/ la-MRSA)*

* Stämme dieser klonalen Linie werden im Zusammenhang mit der Tierzucht - speziell der Schweinemast - beschrieben. (siehe auch RKI: Epidemiologisches Bulletin 21.2013)
MRSA Kultur siehe auch Mikrobiologie MRSA (Methic./Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus) sowie Krankenhaushygiene

Anmerkung

Der Nachweis von MRSA nur aus Liquor und Blut ist meldeflichtig!

Akkreditiert

ja

MRSA spa-Typisierung
Material

MRSA-Kultur

Methode

PCR und Sequenzierung
Untersuchung erfolgt nach der Sequenzierung des spa-Gens (Staphylococcus aureus Protein A Gen) des MRSA-Stammes. Die Typisierung beruht auf einer Zuordnung der DNA-Sequenz in der hypervariablen X-Region des spa-Gens zu einem MRSA-Typ (z.B. t032, t003 etc.).

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Typisierung bei epidemiologisch relevanten MRSA zur Aufklärung von Infektketten / Übertragungswegen

Akkreditiert

ja

Mumps

Mumps IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9-11 VE
positiv:  > 11 VE

Indikation

Immunstatus vor/nach Impfung, 
V.a. eine frische Mumpsinfektion zusammen mit der Analyse der IgM-Antikörper (Parotitis, Orchitis). 
Nach zweimaliger Mumpsimpfung wird von einer Immunität ausgegangen. Es kann aber trotz vollständigem Impfschutz (dokumentierte, zweifache MMR-Impfung) zu Reinfektionen mit Erkrankung kommen. 
Antikörperkontrollen werden nicht empfohlen: eine protektive Antikörperkonzentration („Schutztiter“) ist nicht definiert !
Bei Nachweis von Mumps IgG (bei unbekannten Impfstatus) zeigt eine zurückliegende Impfung oder Infektion an, korreliert aber nicht sicher mit Immunschutz bzw. dem Vorhandensein von neutralisierenden Antikörpern (im Gegensatz zu Masern oder Röteln).
 

Empfehlung der STIKO:
Nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, die in Gesundheitsdienstberufen in der unmittelbaren Patientenversorgung, in Gemeinschaftseinrichtungen oder Ausbildungseinrichtungen für junge Erwachsene tätig sind: Einmalige Impfung.
Ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus, mit Kontakt zu Mumpskranken; möglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition: einmalige Impfung.

Eine Überprüfung des Impfstatus wird von der STIKO nicht gefordert.

Anmerkung

Die deutliche Änderung von Mumps-IgG-Antikörpern zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Mumps IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Indikation

V.a. eine frische Mumpsinfektion (zusammen mit der Analyse der IgG-Antikörper) bei typischer Klinik (Parotitis, Orchitis)

Der Nachweis von Mumps IgM zeigt eine akute Infektion an. Bei Ungeimpften wird Mumps IgM ca. ab dem 4.Tag nach Symptombeginn nachweisbar.
Bei einer Zweitinfektion z.B. nach Impfung, bleibt ein erneuter Mumps-IgM-Anstieg häufig aus. Daher sollte der Nachweis bei V.a. eine Reinfektion unbedingt mittels PCR durchgeführt werden (aus Rachenabstrich, Speicheldrüsensekret oder Zahntaschenflüssigkeit, auch Urin).
Mumps IgM können aufgrund von Kreuzreaktivitäten mit anderen Viren (z.B. mit Parainfluenzaviren) oder bei polyklonaler B-Zell-Stimulation bei anderen Infektionsprozessen (z.B. EBV) falsch positiv ausfallen.

Anmerkung

Der Nachweis von Mumps-IgM-Ak ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Mycobacterium tuberculosis (Tuberkulose)

Mycobacterium tuberculosis complex (MTC) PCR
Material

Sputum, Bronchialsekret: 2-5 ml,
Punktat: 30-50 ml,
Urin: 30 ml,
Liquor: 3-5 ml,
BAL: 20-30 ml,
Biopsie (in 1 ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer),
Magennüchternsekret: 2-5 ml oder Magenspülwasser 20-30 ml in Phosphatpuffer (anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80)
Materialwahl ergibt sich aus der Organmanifestation.

Methode

PCR
Nachweis von Mycobacterium tuberculosis, M. bovis, M. bovis BCG, M. africanum

Abrechnung

EBM: Kassenleistung aus respiratorischen Sekreten von Patienten mit begründetem Verdacht auf eine Lungentuberkulose, wenn mikroskopisch keine säurefesten Stäbchen nachweisbar sind sowie aus respiratorischen Sekreten von AIDS-Patienten auch bei mikroskopisch positivem Befund oder aus Liquor cerebrospinalis bei Verdacht auf Meningitis tuberculosa.
Bitte benutzen Sie die Ausnahmekennziffer 32006.

Anmerkung

Der Nachweis von Mycobacterium tuberculosis ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Mycobacterium tuberculosis Mikroskopie / Kultur / Batec MGIT®-Technik
Anmerkung
Mycobacterium tuberculosis QuantiFERON®-TB Gold Plus (QFT®-Plus)
Material

4 Spezialröhrchen je 1 ml pro Patient; Röhrchen müssen genau bis zum Eichstrich gefüllt werden.
Grauer Deckel - Negativkontrolle
Lila Deckel - Mitogenkontrolle
Grüner Deckel - TB1 Röhrchen
Gelber Deckel - TB2 Röhrchen
Alternativ können auch 7,5 ml frisch abgenommenes Lithium-Heparinat (gut gefüllte Monovette) eingesendet werden.
Bitte keine Einsendung von Freitag bis Sonntag oder direkt vor Feiertagen (in NRW).

Methode

EIA
Es wird die Interferon gamma-Konzentration nach Stimulation der T-Zellen mit M. tuberculosis spezifischen Antigenen (TB1:ESAT-6, CFP-10; TB2:ESAT-6, CFP-10 zusätzliche Peptidkombination) gemessen.

Bewertungskriterium

TB1: < 0.35 IU/ml
TB2: < 0.35 IU/ml
Der Test ist als positiv zu bewerten, wenn schon eins der Röhrchen TB1 oder TB2 >0,35 IU/ml aufweist.

Akkreditiert

ja

Mycobacterium tuberculosis Resistenzbestimmung (PCR)
Material

mikroskopisch positives Primärmaterial z.B. BAL, Sputum (siehe MTC-PCR) oder Kulturmaterial

Methode

PCR und Hybridisierung

  1. Nachweis von MTC-Komplex
  2. Nachweis von Resistenzen gegen Isoniazid (INH) und Rifampicin (RMP)

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Medikamentenresistenz. Es werden Resistenzen gegen Isoniazid (INH) und Rifampicin (RMP) nachgewiesen.

Akkreditiert

ja

Mycobacterium tuberculosis T-SPOT®.TB-Test (ELISPOT)
Material

Li-Heparin-Blut oder Citrat-Blut: 10 ml (2 ml bei Kindern unter 2 Jahren), Versand am selben Tag, Lagerung max. 8h bei Raumtemperatur.
Bitte keine Einsendungen am Freitag und vor NRW-Feiertagen!

Methode

ELISPOT
Erfasst werden Interferon gamma produzierende T-Zellen nach Stimulation mit M. tuberculosis spezifischen Antigenen (ESAT-6 und CFP-10).

Bewertungskriterium

negativ

Akkreditiert

ja

Mycoplasma genitalium PCR

Material

Cervix-, Vaginal- oder Urethral-Abstrich
Erststrahlurin
Atemwegssekrete nur bei Neugeborenen

Methode

PCR

Abrechnung

Die Mycoplasma genitalium PCR ist Kassenleistung!

Indikation
  • Unklare Urethritis
  • unklare Infektionen des oberen Genitaltraktes bei Frauen

Anmerkung

Eine Anzucht von Mycoplasma genitalium ist nicht möglich.

Akkreditiert

ja

Mycoplasma hominis PCR

Material

Urin: 4 ml
Urogenital-Abstriche
Atemwegssekrete, Liquor nur bei Neugeborenen

Methode

PCR

siehe Mikrobiologie

Abrechnung

Die Mycoplasma hominis PCR ist Kassenleistung! aber: Die PCR und die Kultur können nicht parallel durchgeführt werden.

Indikation
  • Ätiologisch unklare Urethritis und unklare Infektionen des oberen Genitaltraktes bei Frauen.

  • Unklare Infektionen nach Sectio, Abort, gynäkologischen Eingriffen

  • Unklare Nierenbeckenentzündung.

  • Unklare Meningitis oder Hirnabszesse bei Frühgeborenen.

Akkreditiert

ja

Mycoplasma pneumoniae

Anmerkung

Mycoplasma hominis siehe Mikrobiologie Urogenital-Mykoplasmen .

Mycoplasma pneumoniae IgA-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9-11 VE
positiv: > 11 VE

Indikation

V.a. eine frische Mykoplasmeninfektion / Reinfektion.
IgA ist bei Erwachsenen ein zuverlässigerer Marker für bestehende Infektionen bzw. Reinfektionen als IgM.
Die Mycoplasma pneumoniae Serologie ist nicht für die Akutdiagnostik geeignet !
Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mykoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.

Anmerkung

Der Nachweis einiger respiratorischer Erreger (Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mycoplasma pneumoniae und Influenza) mittels PCR wurde in den EBM aufgenommen. Die Abstrichbestecke und Transportmedien können über unsere Versandabteilung bestellt werden.

Akkreditiert

ja

Mycoplasma pneumoniae IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9-11 VE
positiv: > 11 VE

Indikation

V.a. eine frische Mykoplasmeninfektion / Reinfektion bzw. eine zurückliegende Mykoplasmeninfektion. IgG persistiert bis zu 4 Jahre.
Eine durchgemachte Mykoplasma pneumoniae Infektion zieht keine Immunität nach sich. Daher werden häufig Reinfektionen beobachtet, bei denen meist keine IgM-Antikörper gebildet werden.
Die Mycoplasma pneumoniae Serologie ist nicht für die Akutdiagnostik geeignet!
Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mykoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.

Anmerkung

Der Nachweis einiger respiratorischer Erreger (Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mykoplasma pneumoniae und Influenza) mittels PCR wurde in den EBM aufgenommen. Die Abstrichbestecke und Transportmedien können über unsere Versandabteilung bestellt werden.

Akkreditiert

ja

Mycoplasma pneumoniae IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9-11 VE
positiv: > 11 VE
Bei frischen EBV-Infektionen kann es unter Umständen zu falsch positiven IgM-Ergebnissen kommen. Im Erstserum von Patienten mit Symptomen sind in der ersten Krankheitswoche maximal 20% IgM-positive zu erwarten. IgM-Antikörper können nach einer Infektion bis zu 1 Jahr persistieren.

Indikation

V.a. eine frische Mykoplasmeninfektion, Differenzialdiagnostik Husten / respiratorischer Infekt, Differenzialdiagnostik Pneumonie
Die Mycoplasma pneumoniae Serologie ist nicht für die Akutdiagnostik geeignet!
Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mykoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.

Anmerkung

Der Nachweis einiger respiratorischer Erreger (Chlamydia pneumoniae, Bordetella pertussis, Mycoplasma pneumoniae und Influenza) mittels PCR wurde in den EBM aufgenommen. Die Abstrichbestecke und Transportmedien können über unsere Versandabteilung bestellt werden.

Akkreditiert

ja

Mycoplasma pneumoniae PCR
Material

Sputum: 2 ml,
BAL: 5 ml

Methode

PCR

Abrechnung

Die Mycoplasma pneumoniae PCR ist Kassenleistung!

Indikation

V.a. eine frische Mycoplasma pneumoniae Infektion,
Diagnostik der Wahl in der Akutphase.

Anmerkung

Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mycoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.

Akkreditiert

ja

Norovirus PCR

Material

Stuhl

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei Endemieverdacht oder in besonders begründeten Dringlichkeitsfällen; Ausnahmeziffer 32006

Indikation

Diarrhoe, vor allem im Rahmen eines Ausbruchsgeschehens

Anmerkung

Der Nachweis von Noroviren ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Parainfluenza

Parainfluenza (1, 2, 3, 4) PCR
Material

Nasen-Rachen-Abstrich in ca. 1 ml physiologischer NaCl,

BAL: 1 ml

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Indikation

akute Infektion der oberen oder unteren Atemwege

Anmerkung

EBM: keine Kassenleistung

Parainfluenza (1, 2, 3) IgA- und IgM-Ak
Material

Serum, EDTA-/Heparin-Plasma : 1 ml

Methode

EIA (Virotech)

Indikation

Differenzialdiagnostik respiratorischer grippaler Infekte, Pseudokrupp, Bronchiolitis, Pneumonie

Anmerkung

Blutspender zeigen im Parainfluenza Enzymimmunoassay, der mit Typ 1-3 beschichtet ist, in 100% einen IgG-Antikörpernachweis. Daher führen wir den IgG-Antikörpertest nicht durch.

Akkreditiert

ja

Parodontose Keime PCR

Material

Abstriche von Sulcustaschen an Papierspitzen (Endodontiespitzen)
Bitte spezielles Besteck für Probengewinnung anfordern unter
Tel.: 02306 · 940 96 - 80.

Methode

PCR, anschließend Hybridisierung
Folgende Bakterienspezies gelten als aggressive Markerkeime der Parodontitis und werden von dem molekularbiologischen Test erfasst:

  • Aggregatibacter actinomycetemcomitans (ehemals Haemophilus actinomycetemcomitans)
  • Porphyromonas gingivalis
  • Tannerella forsythus (ehemals Bacteroides forsythus)
  • Prevotella intermedia
  • Treponema denticola

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

  • präpubertäre, juvenile und rapid progressive Parodontitis
  • schwere generalisierte adulte Parodontitis
  • refraktäre Parodontitis
  • schwere marginale Parodontitis
  • systemische Erkrankungen

Anmerkung

Weitere Informationen siehe Mikrobiologische Parodontaldiagnostik.

Akkreditiert

ja

Parvovirus B19

Parvovirus B19 IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Mikrogen)

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml

Indikation

Abklärung Immunstatus Schwangerschaft; idealerweise vor der Schwangerschaft oder zu Beginn

Akkreditiert

ja

Parvovirus B19 IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Mikrogen)

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml
IgM-Antikörper sind bei frischen Parvovirus B19-Infektionen oft nur kurz nachweisbar.
In Einzelfällen ist aber auch eine IgM-Persistenz beschrieben. Zum sicheren Nachweis/Ausschluss einer Infektion mit Parvovirus B19 ist die PCR notwendig.

Indikation
  • V.a. eine frische Parvovirus B19-Infektion (Ringelröteln / Erythema infectiosum), vor allem in der Schwangerschaft
  • V.a. konnatale Parvovirus B19-Infektion
  • Differenzialdiagnostik Exanthemerkrankung vor allem mit Arthritis und Anämie
Akkreditiert

ja

Parvovirus B19 PCR
Material

Quantitative PCR: frisches EDTA-Blut / Vollblut / Fetalblut: 3 ml bzw. 0,5 ml EDTA-Plasma / Serum

Mit anderen Materialien nur qualitative Parvovirus B19 PCR möglich wie z.B. Fruchtwasser: 2 ml.

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: ca. 100 IU/ml

Abrechnung

EBM: Nukleinsäurenachweis von Parvovirus aus Fruchtwasser und/oder Fetalblut zum Nachweis einer vorgeburtlichen fetalen Infektion oder in besonders zu begründenden Einzelfällen.

Indikation

Sicherung der Diagnose einer akuten Parvovirus Infektion in der Schwangerschaft.

Akkreditiert

ja

(im Blut; nicht in anderen Untersuchungsmaterialien)

Plasmodium falciparum Ak

Pneumocystis jiroveci (ehemals Pneumocystis carinii) PCR

Material

BAL: 5 ml
Bronchialsekret, Sputum: 2 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Nachweis einer Pneumocystis jirovecii Pneumonie als opportunistischer Erreger bei immunsupprimierten Patienten und AIDS-Patienten

Akkreditiert

ja

Pneumokokken

Pneumokokken IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml
Bei klinischem V.a. eine akute Pneumokokken-Infektion bitte respiratorisches Sekret (Sputum, BAL) einsenden zur mikrobiologischen Erregeranzucht und Resistenztestung.

Methode

EIA

Bewertungskriterium

Ein Normalbereich wird vom Hersteller nicht angegeben.
Bei gesunden Erwachsenen (Blutspender) werden in 95% IgG-Konzentrationen zwischen 15-270 mg/l gefunden.

Indikation

Immunantwort nach Impfung
V.a. primären Immundefekt
Bei frischen Infektionen nicht geeignet!
Der Impferfolg nach einer Pneumokokkenimpfung kann durch die serologische Bestimmung des IgG-Titers vor und nach Impfung bestimmt werden.
Patienten mit rezidivierenden bakteriellen Infektionen sollten auf das Vorliegen von Immundefekten und die Fähigkeit, auf spezifische Polysaccharid-Antigene zu reagieren, untersucht werden.

Anmerkung

siehe auch Mikrobiologie
Hinweis zur Präanlytik:
Die Seren können bei 2-8°C bis zu 48 Stunden nach Blutennahme gelagert werden, danach wird eine Lagerung bei -20°C empfohlen.

Akkreditiert

ja

Pneumokokken PCR
Material

Liquor: 0,5 ml
Bitte Probe telefonisch ankündigen(Tel.: 0231 · 9572 - 5200)!

Methode

PCR
Die PCR detektiert Streptococcus pneumoniae. Andere Streptokokken werden nicht amplifiziert.

Indikation

V.a. eine Meningitis mit Streptococcus pneumoniae.

Anmerkung

Die mikrobiologische Erregeranzucht und die Resistenzbestimmung sollten zusätzlich durchgeführt werden. Siehe Mikrobiologie.

Akkreditiert

ja

Pneumokokken-Antigen
Material

Urin: 1 ml

Methode

Lateral Flow Immunoassay zum Nachweis von löslichem Pneumokokken Antigen.

Indikation

V.a. eine Infektion mit Streptococcus pneumoniae
Die mikrobiologische Erregeranzucht und die Resistenzbestimmung sollten zusätzlich durchgeführt werden. Siehe Mikrobiologie; geeignetes Material sind Liquor oder respiratorisches Sekret wie z.B. BAL, Sputum.

Polio Viren

Polio Virus Ak (Typ 1,3)
Material

Serum: 1 ml

Methode

Neutralisationstest

Bewertungskriterium

Polio-Antikörper nachweisbar ab einem Titer von 1:4
mögliche Immunität 1:8
sichere Immunität 1:16

Indikation

Überprüfung Impfschutz nach Polio-Impfung
Aktuelle Impf-Empfehlung der STIKO:

  • alle Personen bei fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung
  • alle Personen ohne einmalige Auffrischimpfung


Erwachsene, die im Säuglings- und Kleinkindalter eine vollständige Grundimmunisierung und im Jugendalter
oder später mindestens eine Auffrischimpfung erhalten haben oder die als Erwachsene nach Angaben des Herstellers grundimmunisiert wurden und eine Auffrischimpfungerhalten haben, gelten als vollständig immunisiert. Darüber hinaus wird eine routinemäßige Auffrischimpfung nach dem vollendeten 18. Lebensjahr nicht empfohlen.
Ungeimpfte Personen erhalten IPV entsprechend den Angaben des Herstellers. Ausstehende Impfungen der Grundimmunisierung werden mit IPV nachgeholt.
Für folgende Personengruppen ist eine Auffrischimpfung indiziert:

  • Reisende in Regionen mit Infektionsrisiko (die aktuelle epidemische Situation ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der WHO)
  • Aussiedler, Flüchtlinge und Asylbewerber, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, bei der Einreise aus Gebieten mit Polio-Risiko
  • Personal der oben genannten Einrichtungen
  • medizinisches Personal, das engen Kontakt zu Erkrankten haben kann
  • Personal in Laboren mit Poliomyelitis-Risiko


Impfung mit IPV, wenn die Impfungen der Grundimmunisierung nicht vollständig dokumentiert sind oder die
letzte Impfung der Grundimmunisierung bzw. die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zurück liegen.
Personen ohne Nachweis einer Grundimmunisierung sollten vor Reisebeginn wenigstens 2 Dosen IPV erhalten.

Akkreditiert

ja

Polio Virus PCR
Anmerkung

Polyoma-Viren

BKV (BK-Virus)
Material

Urin, EDTA-Blut: 1 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten

Indikation

bei Immunsuppression, insbesondere bei nierentransplantierten Patienten („BK-Nephropathie“) und nach Knochenmarktransplantation (Hämorrhagische Cystitis)

JCV (JC-Virus)
Material

Liquor, EDTA-Blut: 1 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten

Indikation

PML (Progressive multifokale Leukenzephalopathie)

Anmerkung

Fremdleistung

Pseudomonas aeruginosa Ak

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma
bei Lagerung > 24 Stunden muss die Probe eingefroren werden
Versand nur gefroren

Methode

EIA (Mediagnost)
Nachweis von IgG-Ak gegen die 3 Pseudomonas aeruginosa spezifischen Antigene:

  • Alkalische Protease
  • Elastase
  • Exotoxin A
Bewertungskriterium

unauffällig: < 1:500
schwach positiv 1:500-1:1249
positiv 1:1250-1:2500
deutlich positiv > 1:2500
Ein Patient ist als seropositiv einzustufen, wenn ein Serum mindestens gegen ein Antigen schwach positiv reagiert.

Indikation

Pseudomonas aeruginosa ist ein opportunistisch-pathogener Erreger und führt zu akuten und chronischen Infektionstypen in verschiedenen Organen suszeptibler Patientengruppen. Chronische Lungeninfektionen bei Patienten mit cystischer Fibrose (CF, Mucoviszidose) sind sehr häufig, können in frühester Kindheit auftreten und bestimmen die Lebenserwartung dieser Patienten.
Die P. aeruginosa Infektion verursacht einen schnellen Anstieg von Antikörpern gegen eine große Zahl von P. aeruginosa Antigenen in CF-Patienten. Die Antikörperanalyse diskriminiert zwischen infizierten und nicht-infizierten Patientengruppen, entdeckt sehr frühzeitig den Beginn einer P. aeruginosa-Infektion, wenn mikrobiologische Informationen über den Erreger nicht erhältlich sind und zeigt die Chronizität der Infektion durch hohe spezifische Antikörpertiter an.
Die Antikörperbestimmung ist nur bei Patienten mit cystischer Fibrose indiziert.
Bei V.a. eine Pseudomonas aeruginosa Infektion ist der mikrobiologische Erregernachweis inkl. Resistenzbestimmung zu empfehlen. Bitte klinisches Untersuchungsmaterial einsenden je nach vermutetem Infektionsort (Sputum/Trachealsekret/Bronchialsekret/BAL, Wundabstrich, Urin etc.).

Akkreditiert

ja

Q-Fieber (Coxiella burneti)

Q-Fieber IgG-Ak
Material

Serum, EDTA-/Heparin-Plasma: 1 ml

Methode

EIA
Bestimmt werden IgG-AK (quantitativ) gegen Phase-2-Antigen.

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-30 U/ml
positiv: > 30 U/ml

Indikation

V.a. eine akute Q-Fieber Infektion
Wichtigster Parameter zur Früherkennung akuter Q-Fieber-Infektionen sind Anti-Phase-2 IgM-Antikörper. Im weiteren Verlauf der akuten Infektion treten auch Anti-Phase 2 IgG-Ak auf.
Bei der klinischen Fragestellung „chronische Q-Fieber-Infektion“ (z.B. Endokarditis oder granulomatöse Hepatitis) sollten zusätzlich Phase 1-Ak bestimmt werden.

Akkreditiert

ja

Q-Fieber IgM-Ak
Material

Serum, EDTA-/Heparin-Plasma: 1 ml

Methode

EIA
Bestimmt werden IgM-AK (qualitativ) gegen Phase-2-Antigen.

Indikation

V.a. eine akute Q-Fieber Infektion
Wichtigster Parameter zur Früherkennung akuter Q-Fieber-Infektionen sind Anti-Phase-2 IgM-Antikörper. Im weiteren Verlauf der akuten Infektion treten auch Anti-Phase 2 IgG-Ak auf.
Bei der klinischen Fragestellung „chronische Q-Fieber-Infektion“ (z.B. Endokarditis oder granulomatöse Hepatitis) sollten zusätzlich Phase 1-Ak bestimmt werden.

Anmerkung

Erhöhte IgM-Antikörper gegen Coxiella burnetii als Hinweis auf eine akute Infektion sind meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Respiratory Syncytial-Virus (RSV)

RSV IgA- und IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Indikation

Verdacht auf RSV-Infektion,
Differenzialdiagnostik respiratorischer Infektionen
Die Antikörperbestimmung ist nicht für die Akutdiagnostik geeignet.
In der Akutphase ist die RSV-PCR die Methode der Wahl.

Akkreditiert

ja

RSV PCR
Material

Nasen-Rachensekret: 1 ml,
Abstriche des Nasen-/Rachenraumes
Sputum: 1 ml
Trachealsekret: 1 ml
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Differenzialdiagnostik von Atemwegserkrankungen vor allem bei Säuglingen

Akkreditiert

ja

Rhinovirus PCR

Material

Nasen-/ Rachenabstrich; Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl-Lösung verschicken.
(Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden!)
Nasen-Rachensekret/-aspirat: 1 ml
BAL: 10 ml
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial kann angefordert werden unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Keine Kassenleistung

Akkreditiert

ja

Rickettsia Antikörper (IgG)

Rickettsia (Fleckfiebergruppe) IgG
Material

Serum: 1 ml

Methode

IFT

Bewertungskriterium

Cut off 1:64

Anmerkung

Erfasst werden Rickettsia prowazekii, Rickettsia typhi.

Akkreditiert

ja

Rickettsia (Zeckenbissfiebergruppe) IgG
Material

Serum: 1 ml

Methode

IFT

Bewertungskriterium

Cut off 1:64

Anmerkung

Erfasst werden unter anderem Rickettsia rickettsii, Rickettsia conorii, Rickettsia africae und kreuzreagierend weitere Spezies der Zeckenbissfiebergruppe.

Akkreditiert

ja

Rotavirus Antigen

Material

Stuhl

Methode

EIA

Abrechnung

EBM: Ausnahmeziffer 32006

Indikation

Diarrhoe vor allem bei Kindern < 3 Jahre, aber auch bei älteren Patienten bzw. immunsupprimierten Patienten

Anmerkung

Der Nachweis von Rotaviren im Stuhl ist meldepflichtig!
Eine Rotavirus-Serologie führen wir wegen mangelnder Aussagekraft nicht durch.

Akkreditiert

ja

Röteln

Röteln IgG Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar
Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Virotech)
Nachweis von intrathekal gebildeten Antikörpern anhand von Liquor/Serumpaar.

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation

V.a. Röteln-Enzephalopathie,
V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)

Anmerkung

Der Nachweis von intrathekal gebildeten Röteln-Ak ist meldepflichtig!

Röteln IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)
Der Hersteller Roche hat keinen Graubereich definiert. Das NCCLS Subkommittee für Rubella-Serologie empfiehlt 10 IU/mL als Cutoff-Level.
Wir empfehlen, Werte zwischen 10,0 und 14,9 IU/mL nicht als sichere Immunität zu bewerten und die Patientin/ den Patienten entweder zu impfen oder (bei Schwangerschaft) regelmäßig zu monitoren.
Sollte jedoch trotz schwachem IgG-Antikörpernachweis die Basisimmunisierung vollständig sein, kann auch bei einer schwachen Immunantwort von einer Immunität ausgegangen werden. Bitte den Impfausweis einsehen!
Ab 15 IU/mL kann von einer sicheren Immunität ausgegangen werden.

 

Bewertungskriterium

keine Immunität: < 10 IU/mL
sichere Immunität anzunehmen: ≥ 15 IU/mL

Indikation
  • Immunstatus im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge bzw. Empfängnisregelung, idealerweise Analyse präkonzeptionell
  • Überprüfung des Immunstatus bei Kontakt mit frisch Infizierten
  • V.a. eine frische Rötelninfektion (zusammen mit der Analyse der IgM-Antikörper)
  • V.a. eine konnatale Rötelninfektion

Aktuelle Impf-Empfehlung der STIKO 8/2018:

  • Ungeimpfte Frauen oder Frauen mit unklarem Impfstatus im gebärfähigen Alter sollen eine zweimalige Impfung erhalten.
  • Einmal geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter sollen eine einmalige Impfung erhalten.
  • Ungeimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus in Einrichtungen der Pädiatrie, der Geburtshilfe und der Schwangerenbetreuung oder in Gemeinschaftseinrichtungen sollen eine einmalige Impfung mit einem MMR-Impfstofferhalten.

Aktuelle Mutterschaftsrichtlinien (Auszug):
Ein Test auf Rötelnantikörper ist bei Schwangeren ohne Rötelnimmunität erforderlich. Immunität, und damit Schutz vor Röteln-Embryopathie für die bestehende Schwangerschaft ist anzunehmen, wenn der Nachweis über zwei erfolgte Rötelnimpfungen vorliegt oder wenn spezifische Antikörper rechtzeitig vor Eintritt dieser Schwangerschaft nachgewiesen worden sind und dieser Befund ordnungsgemäß dokumentiert worden ist. Der Arzt soll sich solche Befunde vorlegen lassen und sie in den Mutterpass übertragen. Liegen Befunde aus der Vorschwangerschaftszeit vor, die auf Immunität schließen lassen, so kann von einem Schutz vor einer Röteln-Embryopathie ausgegangen werden.
Liegen entsprechende Befunde nicht vor, so ist der Immunstatus der Schwangeren zu bestimmen. Im serologischen Befund ist wörtlich auszudrücken, ob Immunität angenommen werden kann oder nicht.
Wird Immunität erstmals während der laufenden Schwangerschaft serologisch festgestellt, kann Schutz vor Röteln-Embryopathie nur dann angenommen werden, wenn sich aus der gezielt erhobenen Anamnese keine für die Schwangerschaft relevanten Anhaltspunkte für Röteln-Kontakt oder eine frische Röteln-Infektion ergeben. Der Arzt, der die Schwangere betreut, ist deshalb gehalten, die Anamnese sorgfältig zu erheben und zu dokumentieren. Bei auffälliger Anamnese sind weitere serologische Untersuchungen, ggf. in Absprache mit dem Labor erforderlich (Nachweis rötelnspezifischer IgM-Antikörper und/oder Kontrolle des Titerverlaufs).
Schwangere, bei denen ein Befund vorliegt, der nicht auf Immunität schließen lässt, sollen aufgefordert werden, sich unverzüglich zur ärztlichen Beratung zu begeben, falls sie innerhalb der ersten vier Schwangerschaftsmonate Röteln-Kontakt haben oder an rötelnverdächtigen Symptomen erkranken. Auch ohne derartige Verdachtsmomente soll bei diesen Schwangeren in der 16.-17. Schwangerschaftswoche eine erneute Antikörper-Untersuchung durchgeführt werden.

Anmerkung

Eine deutliche Änderung von Röteln IgG zwischen 2 Proben ist meldepflichtig!
Eine konnatale Rötelninfektion ist nicht-namentlich an das RKI zu melden.

Akkreditiert

ja

Röteln IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Indikation

V.a. frische Röteln-Infektion zusammen mit der Analyse der IgG-Antikörper

Anmerkung

Der Nachweis von Röteln-IgM ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Saccharomyces cerevisiae IgA- und IgG-Ak (ASCA)

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

ELIA

Bewertungskriterium

IgA < 7 U/ml
IgG < 7 U/ml

Indikation

chronisch entzündliche Darmerkrankungen (vor allem Morbus Crohn)

Anmerkung

Siehe auch ANCA-Diagnostik.

Salmonellen

Salmonella IgA Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA (Human)
Der Antikörpertest erfasst IgA-Ak gegen LPS (Lipopolysaccharid) von Salmonella enteritidis und typhimurium.

Bewertungskriterium

Hohe IgA-Antikörper weisen auf persistierende Antigene im Darm oder in Gelenken hin. Isolierte Anti-IgG Antikörper weisen auf eine bereits zurückliegende, nicht mehr aktive Infektion hin.

Indikation
  • Abklärung einer vorangegangenen Diarrhoe
  • Differenzialdiagnose einer immunpathologischen Folgeerkrankung (reaktive Arthritis) nach Enteritis

Nicht für die Akutdiagnostik geeignet!
Bei Verdacht auf eine akute Salmonella-Infektion (Diarrhoe) ist der mikrobiologische Erregernachweis inkl. Resistenzbestimmung aus einer Stuhlprobe zu empfehlen.

Anmerkung

Nur der Direktnachweis (Anzucht oder PCR) von Salmonella sp. ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Salmonella Screening (IgA-, IgG-, IgM-Ak)
Material

Serum: 1 ml

Methode

EIA (Human)
Der Antikörpertest erfasst IgA-, IgG- und IgM-Ak gegen LPS (Lipopolysaccharid) von Salmonella enteritidis und typhimurium.

Bewertungskriterium

Hohe IgA-Antikörper weisen auf persistierende Antigene im Darm oder in Gelenken hin. Isolierte Anti-IgG Antikörper weisen auf eine bereits zurückliegende, nicht mehr aktive Infektion hin.

Indikation
  • Abklärung einer vorangegangenen Diarrhoe
  • Differenzialdiagnose einer immunpathologischen Folgeerkrankung (reaktive Arthritis) nach Enteritis

Nicht für die Akutdiagnostik geeignet!
Bei Verdacht auf eine akute Salmonella-Infektion (Diarrhoe) ist der mikrobiologische Erregernachweis inkl. Resistenzbestimmung aus einer Stuhlprobe zu empfehlen.

Anmerkung

Nur der Direktnachweis (Anzucht oder PCR) von Salmonella sp. ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Salmonella typhi Ak
Material

Serum: 1 ml

Methode

WIDAL

Indikation

Den Salmonella typhi Antikörpertest (WIDAL) führen wir nicht mehr durch (Fremdleistung).
Bei Verdacht auf eine Infektion mit Salmonella typhi bitten wir um die Einsendung von Blutkulturen zum mikrobiologischen Erregernachweis.

Anmerkung

Typhus-Impfung:
Eine Impfung ist mittels Schluckimpfung oder Injektion möglich. Bei der Schluckimpfung sind drei Kapseln am ersten, dritten und fünften Tag einzunehmen, eine parallele Antibiotikatherapie oder auch Malariaprophylaxe macht die Schluckimpfung wirkungslos. Der Schutz besteht für ca. ein Jahr bei einer Ansprechrate von ungefähr 40-65%. Der Injektionsimpfstoff wird einmalig gegeben, die Ansprechrate liegt bei ca. 55-75%, die Wirksamkeit wird mit 2-3 Jahren angegeben. Eine Überprüfung des "Schutztiters" nach Salmonella typhi Impfung ist mittels WIDAL nicht möglich.
Nur der Direktnachweis (Anzucht oder PCR) von Salmonella typhi ist meldepflichtig!
Fremdleistung

Streptococcus pneumoniae

Methode

siehe Pneumokokken

Streptokokken

Anti-Streptokokken DNAse B (Anti-Streptodornase)
Material

Serum: 1 ml

Methode

nephelometrisch

Bewertungskriterium

cut off 200 U/ml

Indikation

Anti-Streptokokken DNAse B-Ak sind gegen das von Streptokokken abgegebene Exoenzym Desoxyribonuklease B gerichtet. Die Bedeutung ihres Nachweises liegt in der Bestätigung einer vorliegenden oder vorausgegangenen Streptokokken-Infektion (rheumatisches Fieber, Scharlach, Tonsillitis, Glomerulonephritis u.a.).
Die Antwort gegen Streptokokken DNAse B setzt später ein als die Antikörperbildung gegen Streptolyson O (AST), ist dann aber bei einem größeren Teil der Patienten nachweisbar.
Bei Hautinfektionen kommt eine Erhöhung der Anti-Streptolysin-Konzentration selten vor, während ein Anstieg der Anti-Streptokokken Hyaluronidase und DNAse B beobachtet wird.
Bei V.a. eine akute Streptokokken-Infektion (vor allem Streptokokken der Serogruppe A) ist der mikrobiologische Erregernachweis incl. Resistenzbestimmung aus klinischem Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Wundabstrich, Cervixabstrich, Blutkultur u.v.m.) ratsam.

Akkreditiert

ja

Anti-Streptolysin-O-Titer (AST/ ASL/ ASLO)
Material

Serum: 1 ml

Methode

nephelometrisch

Bewertungskriterium

cut off 200 U/ml

Indikation

V.a. eine Infektion mit pathogenen Streptokokken wie Impetigo, Infektion der Harnwege, Rheumatisches Fieber, Nierenerkrankungen
Die immunchemische Bestimmung von spezifischen Antikörpern gegen Streptokokken-Stoffwechselprodukte liefert wertvolle Informationen über eine vorausgegangene Streptokokkeninfektion (Scharlach, Tonsillitis, rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis u.a.).
Bei der Bestimmung von Antikörpern gegen verschiedene Streptokokken-Exoenzyme ist der Antistreptolysin-O-Bestimmung der Vorzug zu geben, da ASL als sensitiver Parameter in 80–85% der Erkrankten erhöht ist. Eine Antikörperantwort tritt in der 2. oder 3. Woche nach einer akuten Infektion auf und erreicht nach 4–5 Wochen ihr Maximum.
Bei V.a. eine akute Streptokokken-Infektion (vor allem Streptokokken der Serogruppe A) ist der mikrobiologische Erregernachweis inkl. Resistenzbestimmung aus klinischem Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Wundabstrich, Cervixabstrich, Blutkultur u.v.m.) ratsam.

Akkreditiert

ja

Streptokokken Antigen
Material

Serum

Methode

Latex-Agglutination

Indikation

Schnelldiagnostik bei V.a. eine Infektion mit ß-hämolysierenden Streptokokken der Serogruppe B z.B. bei neonataler Sepsis oder Meningitis
Bei V.a. eine akute Streptokokken-Infektion (vor allem auch Streptokokken anderer Serogruppen z.B. Serogruppe A) ist der mikrobiologische Erregernachweis incl. Resistenzbestimmung aus klinischem Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Wundabstrich, Cervixabstrich, Blutkultur, Liquor u.v.m.) ratsam.

Akkreditiert

ja

Tetanus IgG-AK

Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

< 0,1 IU/ml: Impfschutz unsicher. Auffrischimpfung erforderlich, ggf. serologische Kontrolle nach 4-8 Wochen empfehlenswert.

0,1-0,5 IU/ml: Impfschutz noch kurzfristig vorhanden. Auffrischimpfung empfehlenswert.

0,51-1,0 IU/ml: Impfschutz vorhanden. Auffrischimpfung oder serologische Kontrolle in 3 Jahren empfohlen. Hinweis: Impfungen bei Antikörperkonzentrationen > 0,5 IU/ml können zu unerwünschten Impfreaktionen führen.

> 1,1 IU/ml: Langfristiger Impfschutz vorhanden. Auffrischimpfung oder serologische Kontrolle nach 5-8 Jahren empfohlen.

Indikation

Überprüfung Impfschutzes nach Impfung
Aktuelle Impf-Empfehlung der STIKO:
Alle Personen bei fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung, wenn die letzte Impfung der Grundimmunisierung oder die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zurückliegt.
Eine begonnene Grundimmunisierung wird vervollständigt, Auffrischimpfung in 10-jährigem Intervall.
Erwachsene sollen die nächste fällige Tetanus-Impfung einmalig als Tdap-Kombinationsimpfung erhalten, bei entsprechender Indikation als Tdap-IPV-Kombinationsimpfung.

Akkreditiert

ja

Toxoplasma gondii

Toxoplasma gondii IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Bewertungskriterium

negativ: < 1 IU/mL
grenzwertig: 1 IU/mL
positiv: ≥ 30 IU/mL

Indikation
  • V.a. Toxoplasmose-Primärinfektion (Differenzialdiagnostik der Lymphadenopathien)
  • Nachweis einer Serokonversion
  • V.a. konnatale Toxoplasmose
  • Screening des Toxoplasmose-Status bei Schwangeren, idealerweise vor der Schwangerschaft und vor Sterilitätsbeshandlung

Serologische Diagnostik bei Schwangeren:
Eine Immunität kann angenommen werden bei Nachweis von IgG-Antikörpern und negativem IgM-Befund. Weder der rein qualitative Nachweis von IgM-Antikörpern noch der Nachweis von niedrig-aviden IgG-Antikörpern lassen ohne weitere Abklärung die Diagnose einer akuten Toxoplasma-Infektion zu. Deshalb muss bei jeder Schwangeren mit positivem Toxoplasma-IgM-Antikörperbefund nach ca. 14 Tagen eine serologische Kontrolle erfolgen. In Abhängigkeit von der Konstellation können danach ggf. auch noch weitere Kontrollen erforderlich sein.
Zur Kontrolle von Titerbewegungen müssen, insbesondere bei positivem IgM-Nachweis, quantitative Untersuchungsverfahren eingesetzt werden. Jeder positive Toxoplasma-IgM-Antikörperbefund bei einer Schwangeren sollte daher weiter abgeklärt werden.
Alle serologischen Toxoplasma-Befunde sollten im Mutterpass dokumentiert werden. Um eine schwangerschaftsrelevante Infektion auszuschließen, sollte der Zeitpunkt der Erstinfektion möglichst 6 Monate, aber mindestens 6 Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft gelegen haben.
(Quelle: Robert-Koch-Institut)

Anmerkung

Bei Verdacht auf eine frische Infektion sollten zusätzlich IgM-Antikörper bestimmt werden.

Akkreditiert

ja

Toxoplasma gondii IgG-Ak-Avidität
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)
inkl. IgG-Antikörpernachweis für die Aviditätsbestimmung

Bewertungskriterium

niedrige Avidität: < 70%
Graubereich: 70-79%
hohe Avidität: ≥ 80%
Eine niedrige Avidität weist auf die Möglichkeit einer Primärinfektion in den letzten 3 Monaten hin. Ein niedriger Aviditätswert schließt jedoch eine länger zurückliegende Infektion nicht aus, da ein Teil der infizierten Patienten über Monate IgG-Antikörper mit niedriger Avidität bildet.
Bei einem nicht eindeutigen Ergebnis (Graubereich) ist keine klinische Interpretation möglich. Eine Kontrolle in 2 Wochen sollte erfolgen.
Eine hohe Avidität schließt eine Primärinfektion in den letzten 4 Monaten aus.

Indikation

V.a. Toxoplasma-Primärinfektion, Zusatztest zur Eingrenzung des Infektionszeitpunktes bei positivem IgM-Antikörpernachweis

Akkreditiert

ja

Toxoplasma gondii IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Lithium Heparinat

Methode

ECLIA (Roche)

Bewertungskriterium

negativ: < 0,8 COI (Cutoff-Index)
grenzwertig: 0,8 - < 1,0 COI (Cutoff-Index)
positiv: ≥ 1,0 COI (Cutoff-Index)
Die lange Persistenz der IgM-Antikörper nach einer akuten Toxoplasmose (bis 18 Monate!) ist bei der Interpretation zu berücksichtigen.
Bei Verdacht auf eine frische Infektion sollte zusätzlich die IgG-Avidität bestimmt werden.
Bei konnataler Toxoplasmose ist es möglich, dass im Serum des Neugeborenen keine IgM-Antikörper nachweisbar sind. In diesen Fällen kann die Diagnose durch Verlaufsuntersuchungen des Toxoplasma IgG-Antikörpers gesichert werden. Ein steigender bzw. nicht abnehmender IgG-Titer deutet mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine konnatale Toxoplasmose hin.

Indikation
  • V.a. Toxoplasmose-Primärinfektion (Differenzialdiagnostik der Lymphadenopathien)
  • Nachweis einer Serokonversion
  • V.a. konnatale Toxoplasmose
Anmerkung

Eine konnatale Toxoplasma-Infektion ist nicht-namentlich an das RKI zu melden.

Akkreditiert

ja

Toxoplasma gondii PCR
Material

Liquor: 1 ml
Fruchtwasser: 4 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung nur bei Analyse von Fruchtwasser und/oder Fetalblut sowie Liquor

Indikation

  • V.a. konnatale Toxoplasmose (PCR im Fruchtwasser oder postnatal im Fetalblut)
  • V.a. opportunistische Infektion des ZNS bei schweren Grunderkrankungen (AIDS)

Akkreditiert

ja

Ureaplasma urealyticum/Ureaplasma parvum PCR

Material

Urin: 4 ml
Urogenital-Abstriche
Atemwegssekrete, Liquor nur bei Neugeborenen

Methode

PCR

Abrechnung

Die Ureaplasma urealyticum/Ureaplasma parvum PCR ist Kassenleistung! aber: Die PCR und die Kultur können nicht parallel durchgeführt werden.

Indikation
  • Frühgeburtstendenzen oder vorzeitige Wehentätigkeit
  • Chorioamnionitis und Amnioninfektionssyndrom bei Frühgeburtlichkeit.

  • Unklare Urethritis beim Mann.

  • Unklare Nebenhodenentzündung.

  • Unklare Meningitis, unklarer Hirnabszess und Pneumonie bei Frühgeborenen.

Anmerkung

Die Kultur unterscheidet nicht zwischen Ureaplasma parvum und Ureaplasma urealyticum. Die PCR hingegen kann zwischen beiden Erregern differenzieren. Für eine Gonokokken und Chlamydien negative Urethritis kommt als Auslöser in erster Linie U. urealyticum in Betracht, U. parvum dagegen scheint seltener pathogen zu sein.

Akkreditiert

ja

Urogenitalmycoplasmen

Varizella Zoster

Varizella Zoster IgA-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Indikation
  • V.a. VZV-Reaktivierung (Herpes Zoster)
  • VZV-Serologie mit IgA-Antikörpernachweis und deutlich geboosterten IgG-Antikörpern bei entsprechender Klinik vereinbar mit einer reaktivierten Infektion (Zoster) oder einer Boosterung (z.B. Wildvirus-Kontakt, andere Virusinfektionen)
  • V.a. VZV-Primärinfektion (Windpocken)
Anmerkung

Eine deutliche Änderung zwischen 2 Proben beim VZV-spezifischen IgA-Antikörpernachweis ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Varizella Zoster IgG Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar
Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Virotech)
Nachweis von intrathekal gebildeten Antikörpern, Voraussetzung parallele Analyse Liquor/Serumpaar

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation
  • V.a. VZV-Enzephalitis
  • V.a. VZV-Ganglionitis
  • Differenzialdiagnostik der Facialisparese
  • V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)
Anmerkung

Der Nachweis intrathekal gebildeter VZV-spezifischer Antikörper (erhöhter Liquor/Serum-Index) ist meldepflichtig!

Varizella Zoster IgG-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

negativ: < 9 VE
grenzwertig: 9 – 11 VE
positiv: > 11 VE (Immunität)

Indikation
  • Überprüfung Impfstatus bzw. Immunstatus von Schwangeren, idealerweise vor Eintritt der Schwangerschaft, auch im Rahmen der Empfängnisregelung
  • Überprüfung Immunstatus nach Kontakt mit Windpocken, insbesondere während der SS bzw. um den Zeitpunkt des Geburtstermins

Bei IgG-Antikörpern im grenzwertigen Bereich (9-11 VE) kann eine Immunität nicht sicher angenommen werden. Bei einem 1-3 Tage alten Exanthem wäre der Befund ohne IgM-Antikörper auch mit einer frischen Infektion vereinbar, da bei einer frischen Infektion die IgG-Antikörperbildung der IgM-Antikörperbildung vorausgehen kann.
Impfempfehlungen der STIKO:

  1. Seronegative Frauen mit Kinderwunsch
  2. Seronegative Patienten vor geplanter immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation
  3. Empfängliche Patienten mit schwerer Neurodermitis
  4. Empfängliche Personen mit engem Kontakt zu den unter Punkt 2. und 3. Genannten
  5. Seronegatives Personal im Gesundheitsdienst, insbesondere inden Bereichen Pädiatrie, Onkologie, Gynäkologie/Geburtshilfe, Intensivmedizin und im Bereich der Betreuung von Immundefizienten sowie bei
  6. Neueinstellungen in Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter

Zweimalige Impfung
Die Hinweise zur Impfung seronegativer Patienten unter immunsuppressiver Therapie sind dem Epidemiologischen Bulletin, Sonderdruck November 2005, zu entnehmen. „Empfängliche Personen“ bedeutet: keine Impfung und anamnestisch keine Varizellen oder bei serologischer Testung kein Nachweis spezifischer Antikörper.

Anmerkung

Eine deutliche Änderung zwischen 2 Proben beim VZV-spezifischen IgG-Antikörpernachweis ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Varizella Zoster IgM-Ak
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma

Methode

EIA (Virotech)

Indikation

V.a. VZV-Primärinfektion (Windpocken)
V.a. VZV-Reaktivierung (Zoster)
Bei Neugeborenen und Immunsupprimierten sind schwere Verläufe möglich.
Bei Windpocken in der Frühschwangerschaft können Missbildungen (Kongenitales Varizellen-Syndrom) auftreten. Bei VZV-Kontakt von seronegativen Schwangeren ist eine Postexpositionsprophylaxe möglich.
IgM-Antikörper können bei Reaktivierungen fehlen.

Anmerkung

Der Nachweis VZV-spezifischer IgM-Antikörper ist meldepflichtig.

Akkreditiert

ja

Varizella Zoster Virus PCR
Material

Liquor: 1 ml,
Bläscheninhalt, Abstrich
Abstrichmaterial in steriler NaCl-Lösung einschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden.
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung nur im Liquor

Indikation

V.a. VZV assoziierte ZNS-Erkrankung (VZV-Enzephalitis, Zoster-Ganglionitis)
Differentialdiagnostik der viralen Enzephalitis in der Frühphase; schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich.

Anmerkung

Der Nachweis von VZV (PCR) in den Materialien Bläscheninhalt, Liquor, BAL, Blut, Fruchtwasser oder Gewebe ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Vogelgrippe (Aviäre Influenza A/H5N1) Direktnachweis

Anmerkung

siehe Influenza A/H5N1

VRE PCR (aus Kultur)

Material

aus klinischem Untersuchungsmaterial auf Selektivmedien nach Anzucht

Methode

PCR
Typisierung mittels PCR durch Prüfung auf Anwesenheit des Gens für Typ VanA, VanB, VanC1 (E. gallinarum), VanC2/3 (E. casseliflavus/ E. flavescens)

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Verdacht auf Besiedlung oder Infektion mit VRE

Anmerkung

Yersinia (enterocolitica/pseudotuberculosis)

Yersinia IgA-AK
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Mikrogen) mit rekombinant hergestellten YOPs (Yersinia outer membrane proteins), ggf. Immunoblot zur Bestätigung

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml
Yersinia IgG-Ak persistieren über Jahre. Nach Literaturangaben sind bei ca. 30?40% der Bevölkerung Yersinia IgG-Ak nachweisbar, die Durchseuchung für IgA-Ak liegt bei ca. 11%.
IgG- und IgA-Ak gegen YOPs verschwinden nach einer Infektion normalerweise nach einigen Monaten. Hingegen persistiert bei einem Verlauf der Infektion mit nachfolgenden Komplikationen (reaktive Arthritis, Erythema nodosum u.a.) typischerweise ein hoher IgG- und IgA-Titer.

Indikation

Die Antikörperanalyse ist nicht zur Akutdiagnostik geeignet! Bei V.a. eine akute Infektion sollte die mikrobiologische Erregeranzucht inkl. Resistenzbestimmung durchgeführt werden (Diarrhoe -> Stuhlprobe)

  • V.a. vorangegangene Yersinia-Infektion mit Diarrhoe, Bauchschmerzen (Pseudoappendizitis) und Fieber.
  • Yersinia assoziierte Komplikationen / Folgeerkrankungen wie akute reaktive Arthritis (vor allem bei HLA B27 positiven Patienten), Erythema nodosum, akute Glomerulonephritis und Myokarditis
Anmerkung

Nur der Direktnachweis (Anzucht) von Yersinia sp. ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Yersinia IgG-AK
Material

Serum: 1 ml, EDTA-Plasma, Heparin-Plasma

Methode

EIA (Mikrogen) mit rekombinant hergestellten YOPs (Yersinia outer membrane proteins), ggf. Immunoblot zur Bestätigung

Bewertungskriterium

negativ: < 20 U/ml
grenzwertig: 20-24 U/ml
positiv: > 24 U/ml
Yersinia IgG-Ak persistieren über Jahre. Nach Literaturangaben sind bei ca. 30?40% der Bevölkerung Yersinia IgG-Ak nachweisbar, die Durchseuchung für IgA-Ak liegt bei ca. 11%.
IgG- und IgA-Ak gegen YOPs verschwinden nach einer Infektion normalerweise nach einigen Monaten. Hingegen persistiert bei einem Verlauf der Infektion mit nachfolgenden Komplikationen (reaktive Arthritis, Erythema nodosum u.a.) typischerweise ein hoher IgG- und IgA-Titer.

Indikation

Die Antikörperanalyse ist nicht zur Akutdiagnostik geeignet! Bei V.a. eine akute Infektion sollte die mikrobiologische Erregeranzucht inkl. Resistenzbestimmung durchgeführt werden (Diarrhoe -> Stuhlprobe)

  • V.a. vorangegangene Yersinia-Infektion mit Diarrhoe, Bauchschmerzen (Pseudoappendizitis) und Fieber
  • Yersinia assoziierte Komplikationen / Folgeerkrankungen wie akute reaktive Arthritis (vor allem bei HLA B27 positiven Patienten), Erythema nodosum, akute Glomerulonephritis und Myokarditis
Anmerkung

Nur der Direktnachweis (Anzucht) von Yersinia sp. ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

PCR / TMA der Infektionskrankheiten

Adenovirus PCR

Material

Augenabstriche / Kojunktivalabstriche, Stuhl, BAL: 2 ml
Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl-Lösung verschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden!
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Adenovirus-PCR ist nur im Liquor eine Kassenleistung.

Indikation

respiratorische Infektionen, Diarrhoe, vor allem bei Kindern < 3 Jahre (Stuhl für den Antigen-Elisa ist zu bevorzugen), Konjunktivitis epidemica (Konjunktivalabstrich für die PCR ist zu bevorzugen), akute hämorrhagische Cystitis

Anmerkung

Weitere Informationen zu Adenoviren-PCR siehe LabmedLetter Nr. 115.
Der Nachweis von Adenoviren mittels PCR im Augenabstrich ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Bordetella pertussis/parapertussis (Keuchhusten) PCR

Material

Nasen-/Rachen-Aspirat, tiefer Nasopharyngeal-Abstrich in ca. 1 ml steriler physiol. NaCl
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung

Anmerkung

Der direkte Nachweis von Bordetella pertussis und Bordetella parapertussis aus Abstrichen oder Sekreten des Nasen-/Rachenraumes ist meldepflichtig!
Pertussis/Parapertussis-PCR ist eine Kassenleistung der GKV!
Weitere Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 102.

Akkreditiert

ja

Borrelia burgdorferi (sensu lato) PCR

Material

Gelenkpunktat (2 ml), Liquor, Biopsie, Zecke

Methode

PCR
Nachgewiesen werden die Genomspezies von B. burgdorferi sensu lato:
B. burgdorferi sensu stricto, B. afzelii, B. garinii, B. spielmani sp. nov. (A14S), B. valaisiana und B. japonica.

Abrechnung

EBM: PCR-Analytik derzeit nur im Liquor Kassenleistung!

Indikation

Zusätzliche Diagnostik einer Borrelia-Infektion.
Diagnostische Sensitivität bei Borreliose (aus MIQ Lyme-Borreliose 12/2000)

  • Gelenkpunktat 50–-70%
  • Hautbiopsie 60%
  • Liquor nur 25%
  • Urin nicht geeignet
  • Blut nicht geeignet

Die PCR ist als Suchtest nicht geeignet. Ein negativer PCR-Befund schließt eine Lyme Borreliose nicht aus.
Die Borrelien-PCR aus einer Zecke wird nicht empfohlen. Bitte beachten Sie, dass auch DNS nicht humanpathogener Borrelien (B. valaisiana) nachgewiesen werden kann. Der Stich einer borrelienhaltigen Zecke führt bei etwa 20-30% der Betroffenen zum Nachweis von Antikörpern im Blut.

Anmerkung

Die Durchführung einer Borrelien-PCR in der Zecke kann auf Wunsch von Patienten als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) zum Preis von 30,00€ erbracht werden. Das Formular der Patientenvereinbarung über privatärztliche Abrechnung steht Ihnen hier zum Download und Ausdrucken zur Verfügung.
IGeLeistung: Borrelia burgdorferii sensu lato DNS Nachweis mittels PCR in der Zecke

Akkreditiert

ja

Chlamydia pneumoniae PCR

Material

Sputum, Punktat: 2 ml
BAL: 10 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung

Indikation

Verdacht auf Chlamydia pneumoniae Infektion, Differenzialdiagnostik von respiratorischen Infektionen (z.B. akute Bronchitis) oder atypischen Pneumonien
Die Chlamydia pneumoniae PCR ist Kassenleistung und in der akuten Phase der Antikörperdiagnostik vorzuziehen.

Akkreditiert

ja

Chlamydia trachomatis TMA

Material

Erststrahlurin: 2 ml (Morgenurin optimal; mindestens 4 Stunden vorher nicht urinieren!).
Siehe auch Hinweise zur Präanalytik Urinproben.
Cervix-/Urethral-Abstrich (Art.-Nr. 5505).
Siehe Hinweise auch Anleitung Präanalytik Abstriche.
Achtung: Für gleichzeitigen Nachweis von Gonokokken (Neisseria gonorrhoe) und Chlamydia trachomatis aus einer Probe bitte keinen Erststrahlurin, sondern Abstriche (Frauen: endozervikal, Männer urethral) einsenden!
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

TMA aus der Einzelprobe jedes einzelnen Patienten. Ein Pooling von Proben führen wir NICHT durch!
Der gleichzeitige Nachweis von Gonokokken (Neisseria gonorrhoe) und Chlamydia trachomatis aus einer Probe ist nur bei Abstrichen möglich.

Abrechnung

Für das Chlamydien Screening gesetzlich versicherter Frauen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr sowie für die Schwangerschaftsvorsorge ist als Probenmaterial nur Erststrahlurin zugelassen. Im Fall eines konkreten Verdachts auf eine Chlamydien-Infektion sind auch endocervikale Abstriche als Probenmaterial möglich. Bei Männern sind Erststrahlurin und Urethralabstriche als Probenmaterial möglich.

Anmerkung

Hinweise Mutterschaftsvorsorge / Screeningprogramm:
Für das Chlamydia-Screening (Frauen bis zum vollendeten 25 Lj.) sowie für die Schwangerschaftsvorsorge ist als Probenmaterial nur Erststrahlurin zugelassen. Weitere Informationen siehe hier.

Clostridium difficile (Toxin A/B) PCR

Material

frische Stuhlprobe (Untersuchung innerhalb von 48h!)

Methode

Toxin-PCR, Gene: tcdA (Toxin A) und tcdB (Toxin B)

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Diarrhoe nach Antibiotikagabe in den letzten 60 Tagen, Patienten die zu den Risikogruppen gehören (über 65 Jahre, Immunsupprimierte, schwere Grundkrankheit), klinisches Bild der pseudomembranösen Colitis (PMC), jede mehr als 3 Tage andauernde Diarrhoe ohne andere bekannte Erreger.

Akkreditiert

ja

Covid-19 / Coronavirus SARS-CoV-2 PCR

Material

Nasen-Rachen-Abstrich in 1-2 ml physiolog. NaCl mit einem Tupfer entnommen (Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer oder Gelabstriche!)
Nasen-Rachen-Spülung oder –Aspirat (1-2 ml)
Bronchoalveoläre Lavage (4 ml), Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert, 1-2 ml), Trachealsekret (1-2 ml)

ACHTUNG: Aufgrund der sehr hohen Anzahl von Einsendungen SARS-CoV-2 (PCR) bitten wir Sie, Folgendes zu beachten:

  • Keine Nachforderungen möglich:Nachforderungen aus bereits analysierten Abstrichen (Influenza infolge eines negativen Ergebnisses für SARS-CoV-2 oder umgekehrt) sind aktuell leider nicht mehr möglich.
  • SARS-CoV-2 und Influenza - 2 separate Abstriche einsenden: Bei Anforderung von SARS-CoV-2 PCR-Diagnostik und Influenza-Diagnostik bitte zwei getrennte Abstriche und Aufträge/Anforderungsscheine ans Labor senden!
  • Nasenabstrich und Rachenabstrich mit einem Tupfer! Keinesfalls getrennte Abstrichevon Nase und Rachen einsenden! Ein Poolen der Abstriche im Labor ist aktuell nicht möglich!
  • Keine Bearbeitung trockener Abstriche mehr! Es sollten nur noch Abstriche in 1 ml NaCl benutzt werden. Die Bearbeitung trockener Abstriche führt zu erheblichen Zeitverzögerungen in der Bearbeitung der Proben und Befunderstellung!

Transport/Lagerung: Probe bitte schnellstmöglich (ca. 24 Std.) und möglichst gekühlt ins Labor einsenden.

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Bitte bei jeder Anforderung von SARS-CoV-2 PCR eine Notfall-Telefonnummer auf dem Anforderungsschein angeben, damit wir Sie im Falle eines positiven Nachweises umgehend benachrichtigen können.

Weitere allgemeine Informationen zu Covid-19  siehe RKI-Informationen.

Methode

PCR
Spezifischer Nachweis des SARS-CoV-2 im RdRP Gen nach Corman et al., 2020

Abrechnung

Die Labordiagnostik auf SARS-CoV-2 wird extrabudgetär über die neue Labor-GOP 32816 als Kassenleistung abgerechnet. Leistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen

Indikation

Verlautbarung der KBV: "Die Indikation zur Testung soll nach ärztlichem Ermessen gestellt werden – unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts / RKI . Ärztinnen und Ärzte können somit, wenn sie dies medizinisch für erforderlich halten, die Testung vornehmen.

Eine labordiagnostische Testung sollte vor allem bei Patienten erfolgen, die Symptome zeigen und Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten."

Anmerkung

Namentliche Meldepflicht für die Lungenerkrankung Covid-19 bei Verdacht, Erkrankung sowie Tod.

In unserem Labor erfolgt keine Probennahme für Patient*innen.
Erkrankte und/oder besorgte Bürger*innen wenden sich bitte direkt an eine Arztpraxis, Klinik oder das zuständige Gesundheitsamt. In Dortmund erreichen Sie das Gesundheitsamt unter der Corona-Hotline Dortmund: 0231-50 13150.

Kontakt Analysebereich
Tel: 0231 9572-5259
E-Mail: bartsch@labmed.de

Coxsackie-Viren PCR

Material

Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.

Anmerkung

Cytomegalie PCR

Material

Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut: 3 ml (max. 6h alt), Liquor 1 ml
(Mit anderen Materialien nur qualitative CMV-PCR möglich; Urin: 10 ml,
Sputum: 2 ml, BAL: 10 ml)

Methode

PCR
Diese Analyse wird aus Plasma durchgeführt (Plasmavirämie). Sie ist sehr robust, unabhängig von der Zellzahl (auch bei Leukopenie durchführbar!) und liefert insbesondere bei hohen Viruslasten reproduzierbarere Ergebnisse.

Bewertungskriterium

Nachweisschwelle: ca. 100 IU/ml Plasma

Abrechnung

EBM: CMV-PCR ist Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten, außerdem bei konkreter therapeutischer Konsequenz in begründeten Einzelfällen bei immunsupprimierten Patienten.

Indikation

V.a. eine CMV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression), zum CMV-Monitoring unter Immunsuppression bzw. nach Organtransplantation, CMV-Viruslastmessung zur Steuerung einer immunsuppressiven Therapie, CMV-Infektion bei AIDS-Patienten, V.a. konnatale CMV-Infektion (CMV-PCR im Urin oder EDTA-Blut des Neugeborenen), V.a. CMV-Pneumonie, V.a. CMV-Encephalitis
Bei V.a. eine konnatale CMV-Infektion sollte die PCR in den ersten 10 Lebenstagen durchgeführt werden (Urin des Neugeborenen).
Danach ist eine Unterscheidung zwischen konnataler und postnataler CMV-Infektion schwierig und gelingt nur noch bei positiver CMV-PCR aus der Trockenblutkarte (postnatal entnommen) – falls verfügbar. Ein negatives PCR-Ergebnis aus der Trockenblutkarte schließt aber wegen der geringen Blutmenge und der dadurch verbundenen geringen Sensitivität (ca. 10.000 IU/ml) eine konnatale CMV-Infektion nicht aus.
Siehe auch LabmedLetter Nr. 101.

Akkreditiert

ja

Enterovirus PCR

Material

Stuhl, Liquor: 0,5 ml
Myokardbiopsie

Methode

PCR
Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.

Abrechnung

EBM: Enterovirus PCR nur im Liquor Kassenleistung

Indikation

V.a. Enterovirusinfektion vor allem bei Kindern: Hand-Mund-Fuß-Krankheit, Herpangina, aseptische Meningitis, hämorrhagische Meningitis, Differenzialdiagnostik fieberhafter Infekte („Sommergrippe“), Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte
Bei Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Myokarditis ist die Analyse virusspezifischer Antikörper im Serum in der Regel ohne diagnostische Relevanz.
Für die Akutdiagnostik ist die Enterovirus PCR aus Stuhl oder Liquor die Methode der Wahl (Kassenleistung nur im Liquor). Eine Endomyokardbiopsie und die Erregerabklärung mit Hilfe der PCR wären empfehlenswert.

Akkreditiert

ja

Epstein Barr Virus (EBV) PCR

Material

Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut: 3 ml (max. 6h alt), Liquor: 1 ml
Mit anderen Materialien nur qualitative EBV-PCR möglich.
Biopsie, Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl
Hinweis: Die Durchführung der EBV-PCR im Serum / Plasma ist nicht empfehlenswert, da EBV-assoziierte Erkrankungen eher mit einer latenten Virus-Replikation als mit einer lytischen Infektion (Virus im Serum, Plasma) einhergehen.

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisschwelle: ca. 1000 IU/ml

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten

Indikation

EDTA-Blut:
V.a. eine EBV-Reaktivierung (z.B. unter Immunsuppression) bzw. zum EBV-Monitoring unter Immunsuppression bzw. nach Organtransplantation, EBV-Viruslastmessung zur Steuerung einer immunsuppressiven Therapie.
Weitere Materialien:
V.a. eine EBV-assoziierte Erkrankung, EBV-Infektion bei AIDS-Patienten, EBV-Enzephalitis.V.a. PLTD (Posttransplantationslymphoproliferation).
Ein negatives EBV-PCR Ergebnis kann eine EBV-Infektion nicht ganz ausschließen, da die Virus-Replikation auch nur lokal (z.B. im Tumorgewebe) auftreten kann (ca. 10% aller PLTD=Posttransplantationslymphoproliferation). Auch während der Primärinfektion kann der Nachweis im Blut versagen.
Die PCR ist zur Diagnose einer EBV-Primärinfektion nicht geeignet!

Anmerkung

Weitere Informationen siehe LabmedLetter Nr. 98.

Akkreditiert

ja

Escherichia coli (E.coli): Pathogene Serovare (EPEC, EHEC, ETEC) PCR

Material

Stuhl (PCR erfolgt nach Kultur aus der Probe)

Methode

PCR
Nachweis Toxin-bildungsfähiger E.coli durch Identifikation folgender Gene:

  1. PCR zum Nachweis enterohämorrhagischer E.coli (EHEC) durch Identifikation der Gene Shiga-like-Toxin 1 und 2 (STX1/2) und eae (Gen für Intimin)
  2. PCR zum Nachweis enterotoxischer E.coli (ETEC) durch Identifikation der Gene
    hitzelabiles (HLT) und hitzestabiles Toxin (HST)
  3. PCR zum Nachweis enteropathogener E.coli (EPEC) durch Identifikation der Gene bfpA (bundle forming pilus), eaeA (Intimin) und EAF (EPEC Adhärenzfaktor).


Siehe auch Mikrobiologie Diagnostik bei Magen-Darm-Infektionen.

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

  • EHEC: wässrige, auch blutige Diarrhoen, Ruhr-ähnliches Krankheitsbild, hämorrhagische Colitis, postinfektiöse Syndrome (hämolytisch-urämisches Syndrom = HUS, = TTP), Übelkeit, Erbrechen, jedoch selten Fieber
  • ETEC: Reisediarrhoe bei Reisen in Endemiegebiete wie Nordafrika, Südostasien und Südamerika
  • EPEC: Diarrhoe bei Kindern < 3 Jahre

Anmerkung

Der Nachweis von pathogenen E.coli ist meldepflichtig!
Detaillierte Informationen zur Diagnostik von EHEC siehe auch LabmedLetter Nr. 104.

Akkreditiert

ja

Hepatitis B genotypische Resistenz YMDD Motiv

Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml

Methode

PCR, Sequenzierung
Nachweisgrenze der HBV-PCR zur genotypischen Resistenzbestimmung ca. 500 IU/ml

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Lamivudin Resistenz, YMDD Motiv

Hepatitis B Genotypisierung

Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml

Methode

PCR, Sequenzierung
Nachweisgrenze der HBV-PCR zur Genotypisierung ca. 500 IU/ml

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Einteilung in Genotypen A, B, C, D.

Anmerkung

Patienten mit HBV-Genotyp A (und B) sollen besser auf eine Interferontherapie ansprechen als Patienten mit Genotyp D (und C).

Hepatitis B TMA (quantitativ)

Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt,
Serum, EDTA-Plasma: 1 ml

Methode

TMA (Transcription-mediated amplification)

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: 10 IU/ml
Linearer Bereich: 10 IU/ml - 1 Milliarde IU/ml
Ausgeheilte Hepatitis B: Nachweis von Anti-HBc und Anti-HBs ≥ 10 IU/ml, HBs-Antigen negativ und HBV-DNS negativ.
In Ausnahmefällen kann auch bei einer ausgeheilten Hepatitis B noch HBV-DNS in minimalen Mengen nachweisbar sein (d.h. < 10 IU/ml).

Abrechnung

EBM: Kassenleistung vor oder während der antiviralen Therapie mit Interferon und / oder Nukleosidanaloga; pro Quartal max. 3x abrechenbar

Indikation

Marker für die Höhe der Virämie und damit Maß für die Infektiösität;
Kontrolle der Virämie unter antiviraler Therapie der chronischen Hepatitis B.

Anmerkung

Meldepflicht:
Nach der Änderung des §7 im Infektionsschutzgesetz vom 25.07.2017 müssen jetzt alle Erregernachweise unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium gemeldet werden. Die Herausnahme chronischer Infektionen wurde nunmehr aufgehoben. Die Meldepflichten bestehen nach § 8 Absatz 3 Satz 1 allerdings nicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben nicht erhoben wurden.

Hepatitis C Genotypisierung

Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 1 Tag alt
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml

Methode

PCR und Sequenzierung
Nachweisgrenze der HCV-PCR zur Genotypisierung ca. 600 IU/ml

Abrechnung

GKV: Die HCV-Genotypisierung ist eine Kassenleistung vor der antiviralen Therapie mit Interferon und / oder Nukleosidanaloga.

Indikation

Einteilung in 6 verschiedene Genotypen zur Therapieplanung.
Die Klassifikation in 6 Genotypen und soweit möglich Subtypen wird nach Simmonds vorgenommen. Die HCV-Genotypen 2 & 3 sind mit einer signifikant besseren Ansprechrate auf Interferontherapie assoziiert als die übrigen Genotypen. Mit der Genotypisierung des IL28B-Polymorphismus rs12979860 und der ITPA-Polymorphismen rs1127354 und rs7270101 stehen weitere Parameter zur prognostischen Einschätzung des Therapieverlaufs der Kombinationstherapie mit PEG-Interferon alpha und Ribavirin bei Patienten mit HCV-Genotyp 1 zur Verfügung.

Akkreditiert

ja

Hepatitis C TMA

Material

Vollblut, EDTA-Blut: 3 ml max. 6h alt
EDTA-Plasma, Serum: 1 ml

Methode

Transcription-mediated amplification

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: 10 IU/ml
linearer Bereich: 10 IU/ml - 100 Millionen IU/ml
meldepflichtig

Abrechnung

GKV: Die HCV-RNS ist eine Kassenleistung vor oder während der antiviralen Therapie mit Interferon und/oder Nukleosidanaloga (pro Quartal höchstens 3x abrechenbar).

Anmerkung

Meldepflicht:
Nach der Änderung des §7 im Infektionsschutzgesetz vom 25.07.2017 müssen jetzt alle Erregernachweise unabhängig vom klinischen Bild und Infektionsstadium gemeldet werden. Die Herausnahme chronischer Infektionen wurde nunmehr aufgehoben. Die Meldepflichten bestehen nach § 8 Absatz 3 Satz 1 allerdings nicht, wenn dem Meldepflichtigen ein Nachweis vorliegt, dass die Meldung bereits erfolgte und andere als die bereits gemeldeten Angaben nicht erhoben wurden.

Akkreditiert

ja

Hepatitis E PCR

Material

Quantitative PCR: ausschließlich frisches EDTA-Blut / Vollblut: 3 ml
(Mit anderen Materialien wie Stuhl nur qualitative HEV-PCR möglich.)

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: ca. 100 IU/ml

Abrechnung

EBM: Keine Kassenleistung.

Indikation

Nachweis einer akuten Hepatitis E vor dem Auftreten/Nachweis HEV-spezifischer Antikörper.
Nachweis einer chronischen Hepatitis E (Virusnachweis > 6 Monate) bei Patienten unter Immunsuppression.

Anmerkung

Meldepflichtig, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist.

Akkreditiert

ja

(im Blut; nicht in anderen Untersuchungsmaterialien)

Herpes simplex Virus PCR

Material

Liquor 1 ml,
Abstrich, Bläscheninhalt in ca. 1 ml NaCl (bitte keine Aluminiumtupfer einsenden)
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR (Differenzierung HSV- 1 und HSV-2)

Abrechnung

EBM: nur Liquor-Analyse ist Kassenleistung

Indikation

Differenzialdiagnostik der viralen Enzephalitis im Liquor (bei Primärinfektion oder endogener Reaktivierung) in der Frühphase,
schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich

Akkreditiert

ja

HIV-1 genotypische Resistenz (Medikamentenresistenz)

Material

EDTA-Blut: 3 ml, max. 6h alt,
EDTA-Plasma: 1 ml

Methode

PCR, Sequenzierung

Indikation

Unter bestimmten Voraussetzungen vor Therapiebeginn, bei Schwangeren und unter versagender Therapie (siehe BUB-Richtlinie des G-BA)

HIV-1 TMA (RNS quantitativ)

Material

EDTA-Blut: 3 ml, max. 24h alt,
EDTA-Plasma: 1,0 ml
(Serum nur für qualitative Analysen geeignet)

Methode

TMA (Transcription-mediated amplification)

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: 30 Kopien/ml
linearer Bereich: 30 Kopien/ml - 10 Millionen Kopien/ml

Abrechnung

EBM: Der HIV-RNS Nachweis ist nur eine Kassenleistung:

  • zur Entscheidung über den Beginn einer medikamentösen antiretroviralen Therapie bei HIV-Infizierten nach positivem Antikörpernachweis,
  • zur Überwachung, ggf. Umstellung der antiretroviralen Therapie
  • zum Nachweis einer HIV-Infektion des Neugeborenen einer HIV-Ak-positiven Mutter

Indikation

Ausgangsviruslast vor Therapie, Therapiemonitoring
Der Nachweis einer frischen HIV-Infektion ist nicht empfehlenswert, da dieser Test nicht HIV-2 erfasst und bei der Subtypenerkennung von HIV-1 störanfälliger ist als der Screening-Test. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass bei einer bereits länger bestehenden, noch nicht diagnostizierten HIV-Infektion "Long term non progressors" bzw. "Elite controlers" übersehen werden, da bei diesen Patienten keine oder nur eine sehr geringe Virämie detektierbar ist, während der Screening-Test eindeutig positiv ausfiele.

Humanes Metapneumovirus (MPV oder HMPV) PCR

Material

Nasen-/Rachenabstrich in 1ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer)

Trachealsekret: 1 ml
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte (vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern), Infekte des oberen Respirationstraktes und Bronchiolitis

Akkreditiert

ja

Influenza A und B PCR

Material

Nasenspülflüssigkeit: 2 ml
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR
Der sogenannte Influenza-Schnelltest wird nicht durchgeführt.
Die Influenza A-PCR erkennt auch das Schweinegrippe-Virus (H1N1) sowie viele Vogelgrippe-Isolate.

Abrechnung

EBM: Kassenleistung, Ausnahmeziffer 32006
Nicht bei Verdacht auf Vogelgrippe!

Indikation

Verdacht auf Influenza, Differenzialdiagnostik der fieberhaften respiratorischen Erkrankungen, Akutdiagnostik

Anmerkung

Der Direktnachweis von Influenzaviren mittels PCR ist meldepflichtig!
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem LabmedLetter Nr. 92.

Akkreditiert

ja

Influenza A/ H5N1 ("Vogelgrippe") PCR

Material

Nasenspülflüssigkeit: 2 ml
Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung!

Indikation

Zur weiteren Differenzierung nach einer Influenza A positiven PCR bei entsprechendem epidemiologischen Verdacht bzw. Auslandsanamnese, Akutdiagnostik

Anmerkung

Der Direktnachweis von Influenzaviren H5N1 mittels PCR ist meldepflichtig!
Siehe auch LabmedLetter Nr. 92.

Influenza A/ H7N9 ("Vogelgrippe") PCR

Material

Nasen-/Rachenabstrich (Abstriche in physiol. NaCl einsenden. Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer!)
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial kann angefordert werden unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Keine Kassenleistung

Indikation

Zur weiteren Differenzierung nach einer Influenza A positiven PCR bei entsprechendem epidemiologischen Verdacht bzw. Auslandsanamnese, Akutdiagnostik.

Anmerkung

Der direkte Nachweis von Influenza A/H7N9 ist meldepflichtig.

Legionella pneumophila PCR

Material

Sputum, Bronchialsekret: 2 ml
BAL: 5 ml
Bitte keinen Urin einsenden!

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

V.a. eine Legionella Infektion z.B. Pneumonie bei ambulant erworbener, reiseassoziierter oder nosokomialer Infektion
Empfehlenswert in den ersten zwei Krankheitswochen ist der Antigennachweis (Serotyp 1) aus einer frischen Urinprobe (Morgenurin) oder der Legionella pneumophila DNA-Nachweis mittels PCR (keine Kassenleistung der GKV) aus respiratorischem Sekret (BAL).

Anmerkung

Der Direktnachweis von Legionella pneumophila (PCR) ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Meningokokken PCR

Material

Liquor: 1 ml
Bitte Probe telefonisch ankündigen! (Tel.: 0231 · 9572 - 5200)

Methode

PCR
Die PCR detektiert Neisseria meningitidis der Serogruppe A, B, C, W135, Y.

Indikation

Notfalldiagnostik zur Abklärung einer Meningitis.

Anmerkung

Die Befunderstellung erfolgt am Einsendetag!
Der Nachweis von Meningokokken im Liquor ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

MRSA PCR aus dem Abstrich (Schnelltest)

Material

direkt aus klinischem Probenmaterial:
Abstrich von Wunde, Haut, Nase, Rachen etc., (kein Anal-Abstrich!)
Tracheal-/Bronchialsekret
Bitte beachten:

  • mehrere Abstriche verschiedener Abnahmestellen können sinnvoll sein (Nase/Rachen, Wunde etc.; ggf. poolen)
  • Probe bitte mit "MRSA-Schnelltest - EILT" kennzeichnen
  • telefonische Ankündigung erforderlich!

Für Befunderstellung am gleichen Tag muss die Probe das Labor bis mittags erreichen!

Methode

PCR
Nachweis der SCCmec-Kassette, auf der das mecA-Gen lokalisiert ist.
Ergebnis liegt am gleichen Tag vor, wenn die Probe das Labor bis mittags erreicht hat!

Anmerkung

Weitere Informationen siehe LabmedLetter MRSA-Schnelldiagnostik.
MRSA Kultur siehe Mikrobiologie MRSA (Methic./Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus) sowie Krankenhaushygiene.

Akkreditiert

ja

MRSA PCR aus Kultur bei Erstnachweis

Material

Kultur (z.B. bei kulturellem Erstnachweis von MRSA)

Methode

PCR
Bei kulturellem Nachweis von MRSA inklusive Prüfung auf Anwesenheit von:

  • mecA-Gen (healthcare associated/ ha-MRSA) und
  • PVL-Gen (Panton-Valentin-Leukozidin: community acquired/ ca-MRSA) sowie
  • Sequenztyp ST398 (livestock associated/ la-MRSA)*

* Stämme dieser klonalen Linie werden im Zusammenhang mit der Tierzucht - speziell der Schweinemast - beschrieben. (siehe auch RKI: Epidemiologisches Bulletin 21.2013)
MRSA Kultur siehe auch Mikrobiologie MRSA (Methic./Oxacillin-resistente Staphylococcus aureus) sowie Krankenhaushygiene

Anmerkung

Der Nachweis von MRSA nur aus Liquor und Blut ist meldeflichtig!

Akkreditiert

ja

MRSA spa-Typisierung

Material

MRSA-Kultur

Methode

PCR und Sequenzierung
Untersuchung erfolgt nach der Sequenzierung des spa-Gens (Staphylococcus aureus Protein A Gen) des MRSA-Stammes. Die Typisierung beruht auf einer Zuordnung der DNA-Sequenz in der hypervariablen X-Region des spa-Gens zu einem MRSA-Typ (z.B. t032, t003 etc.).

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Typisierung bei epidemiologisch relevanten MRSA zur Aufklärung von Infektketten / Übertragungswegen

Akkreditiert

ja

Mycobacterium tuberculosis complex (MTC) PCR

Material

Sputum, Bronchialsekret: 2-5 ml,
Punktat: 30-50 ml,
Urin: 30 ml,
Liquor: 3-5 ml,
BAL: 20-30 ml,
Biopsie (in 1 ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer),
Magennüchternsekret: 2-5 ml oder Magenspülwasser 20-30 ml in Phosphatpuffer (anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80)
Materialwahl ergibt sich aus der Organmanifestation.

Methode

PCR
Nachweis von Mycobacterium tuberculosis, M. bovis, M. bovis BCG, M. africanum

Abrechnung

EBM: Kassenleistung aus respiratorischen Sekreten von Patienten mit begründetem Verdacht auf eine Lungentuberkulose, wenn mikroskopisch keine säurefesten Stäbchen nachweisbar sind sowie aus respiratorischen Sekreten von AIDS-Patienten auch bei mikroskopisch positivem Befund oder aus Liquor cerebrospinalis bei Verdacht auf Meningitis tuberculosa.
Bitte benutzen Sie die Ausnahmekennziffer 32006.

Anmerkung

Der Nachweis von Mycobacterium tuberculosis ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Mycobacterium tuberculosis Resistenzbestimmung (PCR)

Material

mikroskopisch positives Primärmaterial z.B. BAL, Sputum (siehe MTC-PCR) oder Kulturmaterial

Methode

PCR und Hybridisierung

  1. Nachweis von MTC-Komplex
  2. Nachweis von Resistenzen gegen Isoniazid (INH) und Rifampicin (RMP)

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Medikamentenresistenz. Es werden Resistenzen gegen Isoniazid (INH) und Rifampicin (RMP) nachgewiesen.

Akkreditiert

ja

Mycoplasma genitalium PCR

Material

Cervix-, Vaginal- oder Urethral-Abstrich
Erststrahlurin
Atemwegssekrete nur bei Neugeborenen

Methode

PCR

Abrechnung

Die Mycoplasma genitalium PCR ist Kassenleistung!

Indikation
  • Unklare Urethritis
  • unklare Infektionen des oberen Genitaltraktes bei Frauen

Anmerkung

Eine Anzucht von Mycoplasma genitalium ist nicht möglich.

Akkreditiert

ja

Mycoplasma hominis PCR

Material

Urin: 4 ml
Urogenital-Abstriche
Atemwegssekrete, Liquor nur bei Neugeborenen

Methode

PCR

siehe Mikrobiologie

Abrechnung

Die Mycoplasma hominis PCR ist Kassenleistung! aber: Die PCR und die Kultur können nicht parallel durchgeführt werden.

Indikation
  • Ätiologisch unklare Urethritis und unklare Infektionen des oberen Genitaltraktes bei Frauen.

  • Unklare Infektionen nach Sectio, Abort, gynäkologischen Eingriffen

  • Unklare Nierenbeckenentzündung.

  • Unklare Meningitis oder Hirnabszesse bei Frühgeborenen.

Akkreditiert

ja

Mycoplasma pneumoniae PCR

Material

Sputum: 2 ml,
BAL: 5 ml

Methode

PCR

Abrechnung

Die Mycoplasma pneumoniae PCR ist Kassenleistung!

Indikation

V.a. eine frische Mycoplasma pneumoniae Infektion,
Diagnostik der Wahl in der Akutphase.

Anmerkung

Bei V.a. Urogenitalmykoplasmen (Ureaplasma urealyticum, Mycoplasma hominis) bitte Abstrich in speziellem Transportmedium einsenden; siehe Mikrobiologie.

Akkreditiert

ja

Neisseria gonorrhoeae TMA

Material

Abstrich (endozervikal, urethral)
Anleitung Präanalytik Cervix-/Urethral-Abstrich für TMA siehe hier.
Entnahme und Transport der endozervikalen und urethralen Abstrichproben mit dem Aptima Swab Specimen Kit der Firma GENPROBE (Art.-Nr. 5505) können online oder telefonisch über unseren Versand bestellt werden:
Tel.: 02306 · 940 96 - 80.
Auf das gleichzeitige Anlegen einer Kultur sollte wegen der globalen Resistenzentwicklung nicht verzichtet werden. Dafür bitte einen mikrobiologischen Abstrich mit Universal-Transportmedium einsenden.

Methode

TMA
Mit einem Abstrich kann gleichzeitig auf Chlamydien und Gonokokken getestet werden.

Abrechnung

EBM: Kassenleistung!
Der Gonokokken-RNS-Nachweis mittels Amplifikationsverfahren (wie z.B. TMA) ist eine Kassenleistung der GKV.

Indikation

Bei einem Verdacht auf eine Infektion mit Neisseria gonorrhoeae werden ausschließlich Abstrichproben empfohlen.

Anmerkung

Detaillierte Informationen siehe auch LabmedLetter Nr. 110.

Kontakt Analysebereich
Tel: 0231 9572-5259
E-Mail: bartsch@labmed.de

Norovirus PCR

Material

Stuhl

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei Endemieverdacht oder in besonders begründeten Dringlichkeitsfällen; Ausnahmeziffer 32006

Indikation

Diarrhoe, vor allem im Rahmen eines Ausbruchsgeschehens

Anmerkung

Der Nachweis von Noroviren ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Parainfluenza (1, 2, 3, 4) PCR

Material

Nasen-Rachen-Abstrich in ca. 1 ml physiologischer NaCl,

BAL: 1 ml

Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Indikation

akute Infektion der oberen oder unteren Atemwege

Anmerkung

EBM: keine Kassenleistung

Parodontose Keime PCR

Material

Abstriche von Sulcustaschen an Papierspitzen (Endodontiespitzen)
Bitte spezielles Besteck für Probengewinnung anfordern unter
Tel.: 02306 · 940 96 - 80.

Methode

PCR, anschließend Hybridisierung
Folgende Bakterienspezies gelten als aggressive Markerkeime der Parodontitis und werden von dem molekularbiologischen Test erfasst:

  • Aggregatibacter actinomycetemcomitans (ehemals Haemophilus actinomycetemcomitans)
  • Porphyromonas gingivalis
  • Tannerella forsythus (ehemals Bacteroides forsythus)
  • Prevotella intermedia
  • Treponema denticola

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

  • präpubertäre, juvenile und rapid progressive Parodontitis
  • schwere generalisierte adulte Parodontitis
  • refraktäre Parodontitis
  • schwere marginale Parodontitis
  • systemische Erkrankungen

Anmerkung

Weitere Informationen siehe Mikrobiologische Parodontaldiagnostik.

Akkreditiert

ja

Parvovirus B19 PCR

Material

Quantitative PCR: frisches EDTA-Blut / Vollblut / Fetalblut: 3 ml bzw. 0,5 ml EDTA-Plasma / Serum

Mit anderen Materialien nur qualitative Parvovirus B19 PCR möglich wie z.B. Fruchtwasser: 2 ml.

Methode

PCR

Bewertungskriterium

Nachweisgrenze: ca. 100 IU/ml

Abrechnung

EBM: Nukleinsäurenachweis von Parvovirus aus Fruchtwasser und/oder Fetalblut zum Nachweis einer vorgeburtlichen fetalen Infektion oder in besonders zu begründenden Einzelfällen.

Indikation

Sicherung der Diagnose einer akuten Parvovirus Infektion in der Schwangerschaft.

Akkreditiert

ja

(im Blut; nicht in anderen Untersuchungsmaterialien)

Pneumocystis jiroveci (ehemals Pneumocystis carinii) PCR

Material

BAL: 5 ml
Bronchialsekret, Sputum: 2 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Nachweis einer Pneumocystis jirovecii Pneumonie als opportunistischer Erreger bei immunsupprimierten Patienten und AIDS-Patienten

Akkreditiert

ja

Polio Virus PCR

Anmerkung

Polyoma-Viren

BKV (BK-Virus)
Material

Urin, EDTA-Blut: 1 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten

Indikation

bei Immunsuppression, insbesondere bei nierentransplantierten Patienten („BK-Nephropathie“) und nach Knochenmarktransplantation (Hämorrhagische Cystitis)

JCV (JC-Virus)
Material

Liquor, EDTA-Blut: 1 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung bei organtransplantierten Patienten

Indikation

PML (Progressive multifokale Leukenzephalopathie)

Anmerkung

Fremdleistung

Rhinovirus PCR

Material

Nasen-/ Rachenabstrich; Abstriche in ca. 1 ml steriler NaCl-Lösung verschicken.
(Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden!)
Nasen-Rachensekret/-aspirat: 1 ml
BAL: 10 ml
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial kann angefordert werden unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Keine Kassenleistung

Akkreditiert

ja

RSV PCR

Material

Nasen-Rachensekret: 1 ml,
Abstriche des Nasen-/Rachenraumes
Sputum: 1 ml
Trachealsekret: 1 ml
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Differenzialdiagnostik von Atemwegserkrankungen vor allem bei Säuglingen

Akkreditiert

ja

Toxoplasma gondii PCR

Material

Liquor: 1 ml
Fruchtwasser: 4 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung nur bei Analyse von Fruchtwasser und/oder Fetalblut sowie Liquor

Indikation

  • V.a. konnatale Toxoplasmose (PCR im Fruchtwasser oder postnatal im Fetalblut)
  • V.a. opportunistische Infektion des ZNS bei schweren Grunderkrankungen (AIDS)

Akkreditiert

ja

Ureaplasma urealyticum/Ureaplasma parvum PCR

Material

Urin: 4 ml
Urogenital-Abstriche
Atemwegssekrete, Liquor nur bei Neugeborenen

Methode

PCR

Abrechnung

Die Ureaplasma urealyticum/Ureaplasma parvum PCR ist Kassenleistung! aber: Die PCR und die Kultur können nicht parallel durchgeführt werden.

Indikation
  • Frühgeburtstendenzen oder vorzeitige Wehentätigkeit
  • Chorioamnionitis und Amnioninfektionssyndrom bei Frühgeburtlichkeit.

  • Unklare Urethritis beim Mann.

  • Unklare Nebenhodenentzündung.

  • Unklare Meningitis, unklarer Hirnabszess und Pneumonie bei Frühgeborenen.

Anmerkung

Die Kultur unterscheidet nicht zwischen Ureaplasma parvum und Ureaplasma urealyticum. Die PCR hingegen kann zwischen beiden Erregern differenzieren. Für eine Gonokokken und Chlamydien negative Urethritis kommt als Auslöser in erster Linie U. urealyticum in Betracht, U. parvum dagegen scheint seltener pathogen zu sein.

Akkreditiert

ja

Varizella Zoster Virus PCR

Material

Liquor: 1 ml,
Bläscheninhalt, Abstrich
Abstrichmaterial in steriler NaCl-Lösung einschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden.
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung nur im Liquor

Indikation

V.a. VZV assoziierte ZNS-Erkrankung (VZV-Enzephalitis, Zoster-Ganglionitis)
Differentialdiagnostik der viralen Enzephalitis in der Frühphase; schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich.

Anmerkung

Der Nachweis von VZV (PCR) in den Materialien Bläscheninhalt, Liquor, BAL, Blut, Fruchtwasser oder Gewebe ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

VRE PCR (aus Kultur)

Material

aus klinischem Untersuchungsmaterial auf Selektivmedien nach Anzucht

Methode

PCR
Typisierung mittels PCR durch Prüfung auf Anwesenheit des Gens für Typ VanA, VanB, VanC1 (E. gallinarum), VanC2/3 (E. casseliflavus/ E. flavescens)

Abrechnung

EBM: keine Kassenleistung

Indikation

Verdacht auf Besiedlung oder Infektion mit VRE

Anmerkung

Haus 1

Laboratoriumsmedizin, Humangenetik

Brauhausstraße 4
44137 Dortmund

Laboratoriumsmedizin Dortmund

Anmeldung, Materialannahme, Blutentnahme, private Vorsorge

Humangenetik Sprechstunde

Dr. med. S. Schön
Dr. med. J. Kötting

Haus 2

Mikrobiologie, Infektions-PCR

Balkenstraße 17-19
44137 Dortmund

Haus 3

Analytik Laboratoriumsmedizin und Humangenetik

(Kein Patientenverkehr!)

Balkenstraße 12-14
44137 Dortmund

Haus 4 - Hansakontor

Endokrinologie, Diabetologie, Rheumatologie, Humangenetik, Schulungszentrum

Silberstraße 22 (Hansakontor)
44137 Dortmund

Zentrum für Endokrinologie, Diabetologie, Rheumatologie

Dr. med. F. Demtröder & Kollegen

Humangenetik mit Schwangerenberatung

Sprechstunde Dr. med. A. Schwan

Schulungszentrum des MVZ

Silberstraße 22
44137 Dortmund

Haus 5 - Triagon Dortmund

Hormon- und Stoffwechselzentrum für Kinder und Jugendliche

Triagon Dortmund
Alter Mühlenweg 3

44139 Dortmund

Hormon- und Stoffwechselzentrum für Kinder und Jugendliche

Prof. Dr. med. Richter-Unruh & Kollegen

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