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Laboratoriumsmedizin

LQ - Liquordiagnostik

Infektionsserologie (AK-Indizes) und PCR Direktnachweis

Borrelia burgdorferi (sensu lato) PCR

Material

Gelenkpunktat (2 ml), Liquor, Biopsie, Zecke

Methode

PCR
Nachgewiesen werden die Genomspezies von B. burgdorferi sensu lato:
B. burgdorferi sensu stricto, B. afzelii, B. garinii, B. spielmani sp. nov. (A14S), B. valaisiana und B. japonica.

Abrechnung

EBM: PCR-Analytik derzeit nur im Liquor Kassenleistung!

Indikation

Zusätzliche Diagnostik einer Borrelia-Infektion.
Diagnostische Sensitivität bei Borreliose (aus MIQ Lyme-Borreliose 12/2000)

  • Gelenkpunktat 50–-70%
  • Hautbiopsie 60%
  • Liquor nur 25%
  • Urin nicht geeignet
  • Blut nicht geeignet

Die PCR ist als Suchtest nicht geeignet. Ein negativer PCR-Befund schließt eine Lyme Borreliose nicht aus.
Die Borrelien-PCR aus einer Zecke wird nicht empfohlen. Bitte beachten Sie, dass auch DNS nicht humanpathogener Borrelien (B. valaisiana) nachgewiesen werden kann. Der Stich einer borrelienhaltigen Zecke führt bei etwa 20-30% der Betroffenen zum Nachweis von Antikörpern im Blut.

Anmerkung

Die Durchführung einer Borrelien-PCR in der Zecke kann auf Wunsch von Patienten als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) zum Preis von 30,00€ erbracht werden. Das Formular der Patientenvereinbarung über privatärztliche Abrechnung steht Ihnen hier zum Download und Ausdrucken zur Verfügung.
IGeLeistung: Borrelia burgdorferii sensu lato DNS Nachweis mittels PCR in der Zecke

Akkreditiert

ja

Borrelien Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen
Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Mikrogen)

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation

Verdacht auf Neuroborreliose, Nachweis/Ausschluss von intrathekal gebildeten IgG- und IgM-Antikörpern gegen Borrelia
Der typische Liquorbefund einer akuten Neuroborreliose zeigt eine Schrankenfunktionsstörung, eine intrathekale Immunglobulinsynthese (3-Klassen-Reaktion mit IgM-Dominanz) sowie eine Pleozytose mit lympho-monozytärem Zellbild Der AI ist für eine Therapiekontrolle nicht geeignet, da er auch Jahre nach einer erfolgreichen Therapie erhöht nachweisbar sein kann.

Cryptococcus neoformans-Antigen

Material

Serum: 1 ml oder Liquor: 1 ml

Methode

LFA Lateral Flow Assay
Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht aus.
Zusätzlich sollte eine mikrobiologische Erregeranzucht im Liquor angestrebt werden.

Indikation

Verdacht auf Cryptococcen-Meningitis, vor allem bei immunsupprimierten Patienten und HIV-Patienten

Anmerkung

Siehe auch Mikrobiologie / Diagnostik bei ZNS-Infektionen, Cryptococcus neoformans.

Akkreditiert

ja

Enterovirus PCR

Material

Stuhl, Liquor: 0,5 ml
Myokardbiopsie

Methode

PCR
Die PCR wird in der 5' nicht-kodierenden Region durchgeführt, die innerhalb der Gruppe der Enteroviren sehr konserviert ist. Dies ermöglicht den Nachweis von Coxsackie, ECHO und Polio Viren in einem Ansatz. Eine Differenzierung ist wegen der hohen Ähnlichkeit der Nukleinsäuresequenz in dieser Region nicht möglich.

Abrechnung

EBM: Enterovirus PCR nur im Liquor Kassenleistung

Indikation

V.a. Enterovirusinfektion vor allem bei Kindern: Hand-Mund-Fuß-Krankheit, Herpangina, aseptische Meningitis, hämorrhagische Meningitis, Differenzialdiagnostik fieberhafter Infekte („Sommergrippe“), Differenzialdiagnostik respiratorischer Infekte
Bei Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Myokarditis ist die Analyse virusspezifischer Antikörper im Serum in der Regel ohne diagnostische Relevanz.
Für die Akutdiagnostik ist die Enterovirus PCR aus Stuhl oder Liquor die Methode der Wahl (Kassenleistung nur im Liquor). Eine Endomyokardbiopsie und die Erregerabklärung mit Hilfe der PCR wären empfehlenswert.

Akkreditiert

ja

Herpes simplex Ak-Index (AI, IgG) im Liquor/Serum-Paar

Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3 
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation

Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen HSV, Verdacht auf HSV-Infektion des ZNS wie HSV-Enzephalitis (Anstieg des HSV-Antikörperindex ca. 10-12 Tage nach Beginn der Klinik, davor sollte die HSV-PCR im Liquor durchgeführt werden)

Verdacht auf „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp

Herpes simplex Virus PCR

Material

Liquor 1 ml,
Abstrich, Bläscheninhalt in ca. 1 ml NaCl (bitte keine Aluminiumtupfer einsenden)
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR (Differenzierung HSV- 1 und HSV-2)

Abrechnung

EBM: nur Liquor-Analyse ist Kassenleistung

Indikation

Differenzialdiagnostik der viralen Enzephalitis im Liquor (bei Primärinfektion oder endogener Reaktivierung) in der Frühphase,
schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich

Akkreditiert

ja

Masern IgG-Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen
Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Virotech)

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation

Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen Masernvirus
V.a. Masern-Enzephalitis
V.a. SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis)
V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)

Meningokokken PCR

Material

Liquor: 1 ml
Bitte Probe telefonisch ankündigen! (Tel.: 0231 · 9572 - 5200)

Methode

PCR
Die PCR detektiert Neisseria meningitidis der Serogruppe A, B, C, W135, Y.

Indikation

Notfalldiagnostik zur Abklärung einer Meningitis.

Anmerkung

Die Befunderstellung erfolgt am Einsendetag!
Der Nachweis von Meningokokken im Liquor ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Mycobacterium tuberculosis complex (MTC) PCR

Material

Sputum, Bronchialsekret: 2-5 ml,
Punktat: 30-50 ml,
Urin: 30 ml,
Liquor: 3-5 ml,
BAL: 20-30 ml,
Biopsie (in 1 ml physiol. NaCl (keine Gelabstriche oder Aluminiumtupfer),
Magennüchternsekret: 2-5 ml oder Magenspülwasser 20-30 ml in Phosphatpuffer (anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80)
Materialwahl ergibt sich aus der Organmanifestation.

Methode

PCR
Nachweis von Mycobacterium tuberculosis, M. bovis, M. bovis BCG, M. africanum

Abrechnung

EBM: Kassenleistung aus respiratorischen Sekreten von Patienten mit begründetem Verdacht auf eine Lungentuberkulose, wenn mikroskopisch keine säurefesten Stäbchen nachweisbar sind sowie aus respiratorischen Sekreten von AIDS-Patienten auch bei mikroskopisch positivem Befund oder aus Liquor cerebrospinalis bei Verdacht auf Meningitis tuberculosa.
Bitte benutzen Sie die Ausnahmekennziffer 32006.

Anmerkung

Der Nachweis von Mycobacterium tuberculosis ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Pneumokokken-Antigen

Material

Urin: 1 ml

Methode

Lateral Flow Immunoassay zum Nachweis von löslichem Pneumokokken Antigen.

Indikation

V.a. eine Infektion mit Streptococcus pneumoniae
Die mikrobiologische Erregeranzucht und die Resistenzbestimmung sollten zusätzlich durchgeführt werden. Siehe Mikrobiologie; geeignetes Material sind Liquor oder respiratorisches Sekret wie z.B. BAL, Sputum.

Röteln IgG Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Virotech)
Nachweis von intrathekal gebildeten Antikörpern anhand von Liquor/Serumpaar.

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation

V.a. Röteln-Enzephalopathie,
V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)

Anmerkung

Der Nachweis von intrathekal gebildeten Röteln-Ak ist meldepflichtig!

Streptokokken Antigen

Material

Serum

Methode

Latex-Agglutination

Indikation

Schnelldiagnostik bei V.a. eine Infektion mit ß-hämolysierenden Streptokokken der Serogruppe B z.B. bei neonataler Sepsis oder Meningitis
Bei V.a. eine akute Streptokokken-Infektion (vor allem auch Streptokokken anderer Serogruppen z.B. Serogruppe A) ist der mikrobiologische Erregernachweis incl. Resistenzbestimmung aus klinischem Untersuchungsmaterial (Rachenabstrich, Wundabstrich, Cervixabstrich, Blutkultur, Liquor u.v.m.) ratsam.

Akkreditiert

ja

Toxoplasma gondii PCR

Material

Liquor: 1 ml
Fruchtwasser: 4 ml

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung nur bei Analyse von Fruchtwasser und/oder Fetalblut sowie Liquor

Indikation

  • V.a. konnatale Toxoplasmose (PCR im Fruchtwasser oder postnatal im Fetalblut)
  • V.a. opportunistische Infektion des ZNS bei schweren Grunderkrankungen (AIDS)

Akkreditiert

ja

Treponema pallidum Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml unblutig (!) und zeitgleich (!) abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

IPA

Bewertungskriterium

AI: > 2,0  Verdacht auf einen Treponemenbefall des ZNS
AI: ab 3,0  beweist mit hoher Spezifität und Sensitivität die spezifische lokale Antikörpersynthese im ZNS.

Der Nachweis einer lokalen spezifischen Antikörpersynthese im ZNS ist nicht gleichbedeutend mit einer aktiven behandlungsbedürftigen Infektion, da das Phänomen der Tr.pallidum spezifischen Antikörpersynthese auch nach Therapie über viele Jahre persistieren kann (s.g. "Liquornarbe"). Bei einer Neurolues würde man eine Schrankenfunktionsstörung erwarten sowie eine Pleozytose.

Indikation

Nachweis von intrathekal gebildeten IgG-Antikörpern gegen Treponema pallidum, Verdacht auf Neurolues.

Akkreditiert

ja

Varizella Zoster IgG Ak-Index (AI) im Liquor/Serum-Paar

Material

Serum: 2 ml und Liquor: 2 ml, unblutig! und zeitgleich! abgenommen

Bei blutigem Liquor ist eine Beurteilung der Schrankenfunktion, der intrathekalen Immunglobulinsynthese und der AI nicht möglich, da Immunglobuline/Ak artifiziell dem Liquor beigemengt werden und so die Werte verfälschen.

Methode

EIA (Virotech)
Nachweis von intrathekal gebildeten Antikörpern, Voraussetzung parallele Analyse Liquor/Serumpaar

Bewertungskriterium

AI: 0,6-1,3
Ein AI von 1,4 gilt als grenzwertig.

Indikation
  • V.a. VZV-Enzephalitis
  • V.a. VZV-Ganglionitis
  • Differenzialdiagnostik der Facialisparese
  • V.a. „MRZ“-Reaktion im Rahmen eines chronisch entzündlichen ZNS-Prozesses vom Autoimmuntyp (zusammen mit einer nachgewiesenen intrathekalen IgG-Synthese)
Anmerkung

Der Nachweis intrathekal gebildeter VZV-spezifischer Antikörper (erhöhter Liquor/Serum-Index) ist meldepflichtig!

Varizella Zoster Virus PCR

Material

Liquor: 1 ml,
Bläscheninhalt, Abstrich
Abstrichmaterial in steriler NaCl-Lösung einschicken.
Bitte keine Aluminium-Abstrichtupfer verwenden.
Informationen zur Präanalytik siehe hier Untersuchungsmaterialien PCR.
Spezielles Versandmaterial anzufordern unter Tel.: 02306 · 940 96 - 80 oder per Mail.

Methode

PCR

Abrechnung

EBM: Kassenleistung nur im Liquor

Indikation

V.a. VZV assoziierte ZNS-Erkrankung (VZV-Enzephalitis, Zoster-Ganglionitis)
Differentialdiagnostik der viralen Enzephalitis in der Frühphase; schnelle Abklärung einer Erkrankung mit Bläschenbildung anhand von Abstrich.

Anmerkung

Der Nachweis von VZV (PCR) in den Materialien Bläscheninhalt, Liquor, BAL, Blut, Fruchtwasser oder Gewebe ist meldepflichtig!

Akkreditiert

ja

Klinisch-chemische Untersuchungen und Marker

Albumin im Liquor

Material

Liquor: 1 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.

Methode

Nephelometrie

Referenzbereich

< 35 mg/dl

Indikation

Reiber-Diagramm (Schrankenfunktionsstörung); notwendig für die Berechnung erregerspezifischer Antikörperindizes.

Akkreditiert

ja

Aminosäuren im Liquor

Material

Liquor: 0,5 ml gefroren

Siehe auch Aminosäuren im Plasma oder Aminosäuren im Urin.

Methode

LC-MS/MS

Aminosäuren-Profil im Liquor besteht aus:
Alanin, Alpha-
Alanin, Beta-
Aminobuttersäure, Alpha-
Aminobuttersäure, Gamma-
Aminoisobuttersäure, Beta-
Arginin
Asparagin
Asparaginsäure
Citrullin
Ethanolamin
Glutamin
Glutaminsäure
Glycin
Histidin
Isoleucin
Leucin
Lysin
Methionin
Ornithin
Phenylalanin
Serin
Taurin
Threonin
Tryptophan
Tyrosin
Valin

Referenzbereich

Die Normwerte für Kinder oder Erwachsene entnehmen Sie bitte dem altersspezifisch differenzierten Befundbericht.

Akkreditiert

ja

Beta-Amyloid 1-40

Material

Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen
Bitte beachten, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.

Methode

EIA

Referenzbereich

4.128 - 22.454 pg/ml
Die gleichzeitige Bestimmung von Beta-Amyloid 1-42 wird empfohlen zwecks Berechnung
der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio.

Indikation

Dementielle Syndrome, V.a. Alzheimer-Demenz, V.a. Creutzfeldt Jakob Disease (CJD),
Berechnung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio

Anmerkung

Im Gegensatz zum Beta-Amyloid 1-42 kommt der Konzentration von Beta-Amyloid 1-40 für sich allein genommen keine diagnostische Bedeutung zu. Sie dient vielmehr der Abschätzung des Gesamt-Amyloid-Spiegels im Liquor, der bei Demenz-Erkrankten im Vergleich zu Gesunden unverändert ist.
Die Berechnung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio aus den beiden gemessenen Amyloid-Fraktionen kann praktisch als Normierung des Beta-Amyloid 1-42-Anteils in Bezug zum Gesamt-Amyloid im Liquor betrachtet werden. Diese patientenindividuelle Relation erhöht die Spezifität und mindert erheblich das Risiko der Fehldeutung eines „physiologisch niedrigen“ Beta Amyloid 1-42 gesunder Patienten als „pathologisch erniedrigt“.
Klinische Studien belegen, dass die diagnostische Wertigkeit der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio der alleinigen Bestimmung der Konzentrationen von Beta-Amyloid 1-42 und 1-40 überlegen ist und eine gute Trennung zwischen Gesunden und Erkrankten erlaubt. Da es bereits mehrere Jahre vor der Erhöhung von Tau-Protein und Phospho-Tau zu einer selektiven Erniedrigung des Beta-Amyloid 1-42 kommt, kann die Bestimmung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio die Effizienz der Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung zusätzlich steigern.

Siehe auch LabmedLetter 125 Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio.

Beta-Amyloid 1-42

Material

Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen
Bitte beachten, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.

Methode

EIA

Referenzbereich

> 450 pg/ml
Die gleichzeitige Bestimmung von Beta-Amyloid 1-40 wird empfohlen zwecks Berechnung
der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio.

Indikation

Dementielle Syndrome, V.a. Alzheimer-Demenz, V.a. Creutzfeldt Jakob Disease (CJD)

Anmerkung

Die Berechnung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio aus den beiden gemessenen Amyloid-Fraktionen 1-42/1-40 wird dringend empfohlen. Sie kann als Normierung des Beta-Amyloid 1-42-Anteils in Bezug zum Gesamt-Amyloid im Liquor betrachtet werden. Diese patientenindividuelle Relation erhöht die Spezifität und mindert erheblich das Risiko der Fehldeutung eines „physiologisch niedrigen“ Beta Amyloid 1-42 gesunder Patienten als „pathologisch erniedrigt“.
Klinische Studien belegen, dass die diagnostische Wertigkeit der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio der alleinigen Bestimmung der Konzentrationen von Beta-Amyloid 1-42 und 1-40 überlegen ist und eine gute Trennung zwischen Gesunden und Erkrankten erlaubt. Da es bereits mehrere Jahre vor der Erhöhung von Tau-Protein und Phospho-Tau zu einer selektiven Erniedrigung des Beta-Amyloid 1-42 kommt, kann die Bestimmung der Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio die Effizienz der Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung zusätzlich steigern.

Siehe auch LabmedLetter 125 Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio.

Akkreditiert

ja

Beta-Amyloid 1-42/1-40 Ratio

Material

Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen zur Analyse von Beta-Amyloid 1-42 und Beta-Amyloid 1-40.
Bitte beachten Sie, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.

Methode

Berechnung

Referenzbereich

> 0,05

Indikation

Dementielle Syndrome, V.a. Alzheimer-Demenz, V.a. Creutzfeldt Jakob Disease (CJD)

Anmerkung

Im Gegensatz zum Beta-Amyloid 1-42 kommt der Konzentration von Beta-Amyloid 1-40 für sich allein genommen keine diagnostische Bedeutung zu. Sie dient vielmehr der Abschätzung des Gesamt-Amyloid-Spiegels im Liquor, der bei Demenz-Erkrankten im Vergleich zu Gesunden unverändert ist.
Die Berechnung der Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio aus den beiden gemessenen Amyloid-Fraktionen kann praktisch als Normierung des Beta-Amyloid 1-42-Anteils in Bezug zum Gesamt-Amyloid im Liquor betrachtet werden. Diese patientenindividuelle Relation erhöht die Spezifität und mindert erheblich das Risiko der Fehldeutung eines „physiologisch niedrigen“ Beta Amyloid 1-42 gesunder Patienten als „pathologisch erniedrigt“.
Klinische Studien belegen, dass die diagnostische Wertigkeit der Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio der alleinigen Bestimmung der Konzentrationen von Beta-Amyloid 1-42 und 1-40 überlegen ist und eine gute Trennung zwischen Gesunden und Erkrankten erlaubt. Da es bereits mehrere Jahre vor der Erhöhung von Tau-Protein und Phospho-Tau zu einer selektiven Erniedrigung des Beta-Amyloid 1-42 kommt, kann die Bestimmung der Beta-Amyloid 1-42 / Beta-Amyloid 1-40 Ratio die Effizienz der Frühdiagnostik der Alzheimer-Erkrankung zusätzlich steigern.

Siehe auch LabmedLetter 125 Beta-Amyloid 1-42 / 1-40 Ratio.

Beta-HCG im Liquor

Material

Liquor: 1 ml

Methode

ECLIA

Referenzbereich

< 0,4 mlU/ml

Indikation

Aktivierungsmarker / Tumormarker: primäre intrakranielle Keimzelltumore

Beta-Trace-Protein

Material

Sekret: 0,5 ml
Serum: 0,5 ml
Bitte unmittelbar nach Gewinnung des Sekretes eine Serumprobe abnehmen und beide Proben gleichzeitig einsenden.

Methode

Nephelometrie

Referenzbereich

Liquor: 8,9-25,9 mg/l
Serum: <0,7 mg/l

Indikation

V.a. Rhino- bzw. Otoliquorrhoe (Liquorfistel)

Anmerkung

Die Auswertung von Nasen- und Ohrensekreten mittels des folgenden Algorithmus zeigte im Hinblick auf eine Liquorrhoe eine Sensitivität von 98% und eine Spezifität von 96%:
Beta Trace Protein im Sekret <0,7 mg/l: CSF-Beimengung unwahrscheinlich
Beta Trace Protein im Sekret ≥1,3 mg/l: CSF-Beimengung wahrscheinlich
Beta Trace Protein im Sekret 0,7 bis 1,29 mg/l: Sekret/Serum-Ratio berücksichtigen

Sekret/Serum-Ratio <2,0: CSF-Beimengung im Sekret unwahrscheinlich
Sekret/Serum-Ratio ≥2,0: CSF-Beimengung im Sekret wahrscheinlich

Quelle: Bernasconi et al. Retrospective validation of a β-trace protein interpretation algorithm for the diagnosis of cerebrospinal fluid leakage. Clin Chem Lab Med. 2017 Mar 1;55(4):554-560

Akkreditiert

ja

Eiweiß, gesamt im Liquor

Material

Liquor: 1 ml

Methode

photometrisch

Referenzbereich

20-50 mg/dl

Indikation

Schrankenfunktionsstörung, entzündliche ZNS-Prozesse

Akkreditiert

ja

Glukose im Liquor

Material

Liquor: 0,5 ml

Methode

enzymatisch

Referenzbereich

40-88 mg/dl

Indikation

DD: bakterielle/virale Meningitis

Akkreditiert

ja

IgA im Liquor

Material

Liquor: 1 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.

Methode

nephelometrisch

Referenzbereich

Erwachsene: < 0,5 mg/dl
Kinder: siehe Befundbericht

Indikation

V.a. intrathekale IgA-Synthese

Akkreditiert

ja

IgG im Liquor

Material

Liquor: 1 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.

Methode

nephelometrisch

Referenzbereich

Erwachsene: < 3,4 mg/dl
Kinder: siehe Befundbericht

Indikation

Reiber-Diagramm, V.a. intrathekale IgG-Synthese, V.a. chronisch entzündlichen Prozess vom Autoimmuntyp, notwendig für die Berechnung erregerspezifischer Antikörperindizes.

Akkreditiert

ja

IgM im Liquor

Material

Liquor: 1 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.

Methode

nephelometrisch

Referenzbereich

Erwachsene: < 0,07 mg/dl
Kinder siehe Befundbericht

Indikation

V.a. intrathekale IgM-Synthese im Rahmen von entzündlichen ZNS-Prozessen, notwendig für die Berechnung erregerspezifischer Antikörperindizes.

Akkreditiert

ja

Interferon gamma

Material

Serum, Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren

Methode

Flowzytometrie

Referenzbereich

quantitative Bestimmung
< 10 pg/ml

Akkreditiert

ja

Interleukin 10

Material

Serum, EDTA-Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren!

Methode

Flowzytometrie

Referenzbereich

quantitative Bestimmung
< 9,1 pg/ml

Akkreditiert

ja

Interleukin 2

Material

Serum, EDTA-Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren!

Methode

Flowzytometrie

Referenzbereich

quantitative Bestimmung
< 10 pg/ml

Akkreditiert

ja

Interleukin 4

Material

Serum, EDTA-Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren!

Methode

Flowzytometrie

Referenzbereich

quantitative Bestimmung
< 10 pg/ml

Akkreditiert

ja

Interleukin 6 (IL6)

Material

Serum, EDTA-Plasma: 1 ml
Versand gefroren!

Methode

Flowzytometrie

Referenzbereich

Serum/Plasma: < 5,4 pg/ml

Akkreditiert

ja

Interleukin 8

Material

Serum, Plasma: 1 ml, Liquor: 0,5 ml
Versand gefroren!

Methode

Durchflusszytometrie

Referenzbereich

Serum/Plasma: < 62 pg/ml
Liquor: < 44,3 ng/l

Anmerkung

Fremdleistung

Laktat im Liquor

Material

Liquor: 1 ml

Methode

enzymatisch

Referenzbereich

10-20 mg/dl

Indikation

V.a. ZNS-Infektion, DD: virale, bakterielle oder tuberkulöse Meningitis

Akkreditiert

ja

Lysozym im Liquor

Material

Liquor: 0,5 ml

Methode

RID

Referenzbereich

< 1,0 mg/l

Indikation

V.a. bakterielle Meningitis

Neuron-spezifische Enolase (NSE) im Liquor

Material

Liquor: 0,5 ml
Stabilität bei 2-8°C 24 Stunden, nicht einfrieren
Keine Einsendung vor dem Wochenende und vor Feiertagen

Methode

ECLIA

Referenzbereich

5-20 ng/ml

Indikation

Destruktionsmarker, unspezifischer Indikator neuronaler Schädigungen

Oligoklonale IgG-Banden (Intrathekale IgG-Synthese)

Material

Liquor: 2,5 ml und Serum: 2 ml

Methode

Isoelektrische Fokussierung und Immunoblot

Referenzbereich

negativ

Indikation

V.a. chronisch entzündliche ZNS-Prozesse (Autoimmuntyp), V.a. ZNS-Infektion

Akkreditiert

ja

Phospho-Tau-Protein

Material

Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen
Bitte beachten, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.

Methode

EIA

Referenzbereich

< 61 pg/ml

Indikation

dementielle Syndrome, degenerativer Marker

Akkreditiert

ja

Protein 14-3-3

Material

Liquor: 0,5 ml

Methode

EIA / Westernblot

Referenzbereich

< 20.000 AU/ml / negativ

Indikation

Destruktionsmarker, V.a. CJD (Creutzfeldt Jakob Disease)

Anmerkung

Fremdleistung

Reiber-Diagramm (Liquorproteinprofil)

Material

Liquor: 5 ml und Serum: 2 ml
Grundsätzlich ist ein zeitgleich abgenommenes Liquor-/Serum-Paar einzusenden.

Methode

Messgrößen: Albumin, IgG, IgA, IgM

Anmerkung

Siehe Reiber-Diagramm oder AnforderungsscheinAS Liquordiagnostik.

S-100 B-Protein im Liquor

Material

Liquor: 1 ml
Lagerung für 24h bei 2-8°C; danach sollte der Liquor bei -20°C eingefroren werden.

Methode

CLIA

Referenzbereich

< 2,7 µg/l

Indikation

Destruktionsmarker, unspezifischer Indikator für Gliaschäden, Prognosemarker für Hirnschädigungen

Akkreditiert

ja

Tau-Protein

Material

Liquor: 0,2 ml, Versand im Polypropylen-Röhrchen
Bitte beachten, dass der Liquor nach Abnahme nur etwa 48 Std. bei Raumtemperatur stabil ist, danach muss die Probe tiefgefroren werden.

Methode

EIA

Referenzbereich

< 450 pg/ml

Indikation

Dementielle Syndrome, V.a. Alzheimer-Demenz, V.a. Creutzfeldt Jakob Disease (CJD), degenerativer Marker

Akkreditiert

ja

Zelldifferenzierung im Liquor

Material

frischer Liquor: 1 ml, nicht älter als 2 Stunden
Postversand nicht möglich!

Methode

Pappenheim-Färbung (May-Grünwald-Giemsa)

Referenzbereich

Lymphozyten: 60-90%
Monozyten: 10-40%
keine Granulozyten
keine Erythrozyten

Indikation

V.a. entzündlichen ZNS-Prozess (bakteriell/viral),
V.a. Meningitis, V.a. SAB

Zellzahl im Liquor

Material

frischer Liquor: 1 ml
Nicht älter als 2h, Postversand nicht möglich!

Methode

XE 5000

Referenzbereich

≤ 4 Zellen/µl

Indikation

V.a. Zellzahlerhöhung, V.a. entzündlichen ZNS-Prozesse, V.a. Meningitis

Haus 1

Laboratoriumsmedizin, Humangenetik

Brauhausstraße 4
44137 Dortmund

Laboratoriumsmedizin Dortmund

Anmeldung, Materialannahme, Blutentnahme, private Vorsorge

Humangenetik Sprechstunde

Dr. med. S. Schön
Dr. med. J. Kötting

Haus 2

Mikrobiologie, Infektions-PCR

Balkenstraße 17-19
44137 Dortmund

Haus 3

Analytik Laboratoriumsmedizin und Humangenetik

(Kein Patientenverkehr!)

Balkenstraße 12-14
44137 Dortmund

Haus 4 - Hansakontor

Endokrinologie, Diabetologie, Rheumatologie, Humangenetik, Schulungszentrum

Silberstraße 22 (Hansakontor)
44137 Dortmund

Zentrum für Endokrinologie, Diabetologie, Rheumatologie

Dr. med. F. Demtröder & Kollegen

Humangenetik mit Schwangerenberatung

Sprechstunde Dr. med. A. Schwan

Schulungszentrum des MVZ

Silberstraße 22
44137 Dortmund

Haus 5 - Triagon Dortmund

Hormon- und Stoffwechselzentrum für Kinder und Jugendliche

Triagon Dortmund
Alter Mühlenweg 3

44139 Dortmund

Hormon- und Stoffwechselzentrum für Kinder und Jugendliche

Prof. Dr. med. Richter-Unruh & Kollegen

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